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Demonstrationen für und gegen Flüchtlinge: Europas Größe, Europas Hass
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Tausende heißen in Hamburg, Kopenhagen, London und Warschau die Flüchtlinge willkommen. Doch in Europas Städten marschieren auch Rassisten und Populisten auf. Der Überblick.

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egmc2 13.09.2015, 16:09
400. ...

Zitat von Luscinia007
Doch. Mein Kommentar bezog sich exakt auf das Problem, das sie anführen. Es ist egal, wie viele kommen. Jeder, der kommt, hat das Recht auf menschenwürdige Behandlung - wie in der Genfer Flüchtlingskonvention zugesagt. Und ob es hier zu einer humanitären Katastrophe kommt, bezweifle ich. Ein ärmeres Deutschland hat in der zweiten Hälfte der 40er Jahre und den 50er Jahren größere Flüchtlingsströme bewältigt und gemanaged, als dass es hier der Fall ist. Und dabei handelte es sich um Flüchtlingsströme weit über 10 Mio. Menschen. Was Sie entlarvt, ist, dass Sie eine Anstrengung, die in Deutschland bereits mehrfach erfolgreich gemeistert wurde, gar nicht in Angriff nehmen wollen und tausend Ausreden finden, warum Sie es gar nicht versuchen wollen.
Nein, tat er nicht. Ich sprach von schwarz/weiß Berichterstattung und Sie sprechen vom Recht auf menschenwürdige Behandlung.
Sie unterstellen, wenn man nicht bedingungslos die ganze momentane Flüchtlingspolitik uneingeschränkt gut heißt, würde man allen das Recht auf menschenwürdige Behandlung absprechen. Sie sind es, die dieses schwarz/weiß Denken ebenso vertreten. Das ist übrigens der absolute Fehlschluss par excellence!

Zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, werden zuerst emotional aufgeheizt und dann miteinander vermengt um seinen Kontrahenten zu diskreditieren. Das ist intellektuell unredlich.

Außerdem fordern Sie empirische Unmöglichkeiten. Wenn Sie jeden bedingungslos einreisen lassen, sind Sie gar nicht mehr in der Lage jedem eine menschenwürdige Behandlung zukommen zu lassen.

Bedenken Sie, wieviele Tote es während der Flüchtlingskrisen nach dem 2. WK gab. Das war keine gute Zeit. Die Folgen waren überall katastrophal. Es war völlig üblich, dass Flüchtlingsfamilien auf der Flucht ein oder zwei Kinder verloren.

Hören Sie auf, derart Stimmung zu machen. Keine Frage, dass politisch Verfolgte Asyl genießen. Aber es ist verantwortungslos und verbrecherisch, diese "Willkommenshysterie" durch das Internet in die Welt zu tragen, und die Menschen dadurch zur Flucht zu ermuntern.

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Elfes 13.09.2015, 16:12
401. Schwurbel

Zitat von Luscinia007
Die Demographen der BfA fordern eine jährliche Zuwanderung von 400.000 Personen, um die Folgen des demographischen Wandels auszugleichen. Deutschland hat in jüngster Vergangenheit bereits größere Flüchtlingsströme bewältigt. Was reden Sie von Machbarkeit?
Die Demographen der BfA - watt? Statistiken usw. von denen? Nun, der "demographische Wandel" wird allerliebst vorgeschoben, um unhaltbare Zustände zu rechtfertigen. Wenn es kein überfülltes Land gibt, dann ist das nicht wirklich schlecht. Da gibt es noch andere Länder mit noch viel mehr Platz, wie sieht da der demographische Wandel aus? Immer die gleichen billigen Schlagworte. In welcher Besoldungsgruppe sind Sie???

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Mitreder 13.09.2015, 16:21
402. Sachlichkeit...

Zitat von Luscinia007
Ich sehe [...] das bessere Leben gelockt?
Nicht nur aktuell braucht Deutschland die Zuwanderung, sondern, wie in einem Schneeballsystem, immer weiter steigend, wenn sich nicht am System etwas ändert. Es ist schade, dass Sie sich nicht sachlich einem Thema öffnen können. Ich habe erklärt, warum Zuwanderung nicht die Probleme der Sozialkassen lösen kann, sondern sie immer nur weiter in die Zukunft verlagert. Ein Argument kam bis jetzt von Ihnen nicht.

Ich habe mit den Räumlichkeiten auf Ihre Frage geantwortet, ob denn irgendwelche Auswirkungen durch die Flüchtlinge persönlich zu spüren seien.
Sie müssen sich darüber nicht lustig machen, denn ich habe bereits dazu geschrieben, dass das eben sicher nicht der Untergang des Abendlands ist, jedoch es schade ist, dass jemand zum Lebensanfang und zum Lebensende in seinem Leben durch Flucht eingeschränkt wird.

Nun zu unterstellen, er würde irgendwem irgendwas nicht gönnen ist eine Unverschämtheit. Darüber habe ich nicht ansatzweise irgendetwas geschrieben.

Und, nur um Rande, von Darmstadt aus ist der Odenwald der erste Stop und nicht die Ostzone. Aber Sie scheinen so verbohrt in Ihrer Fantasiewelt festzuhängen, dass Sie überhaupt gar nicht mehr klar Gedanken fassen und mitteilen können.

Soviel Polemik und Unsachlichkeit ist weder der Lage der Flüchtlinge, noch der Helfer oder der ganzen Situation überhaupt angemessen. Schämen Sie sich.

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katzenheld1 13.09.2015, 16:27
403. Es ist eben nicht egal

Zitat von Luscinia007
Doch. Mein Kommentar bezog sich exakt auf das Problem, das sie anführen. Es ist egal, wie viele kommen. Jeder, der kommt, hat das Recht auf menschenwürdige Behandlung - wie in der Genfer Flüchtlingskonvention zugesagt. Und ob es hier zu einer humanitären Katastrophe kommt, bezweifle ich. Ein ärmeres Deutschland hat in der zweiten Hälfte der 40er Jahre und den 50er Jahren größere Flüchtlingsströme bewältigt und gemanaged, als dass es hier der Fall ist. Und dabei handelte es sich um Flüchtlingsströme weit über 10 Mio. Menschen. Was Sie entlarvt, ist, dass Sie eine Anstrengung, die in Deutschland bereits mehrfach erfolgreich gemeistert wurde, gar nicht in Angriff nehmen wollen und tausend Ausreden finden, warum Sie es gar nicht versuchen wollen.
Es ist weder egal, wie viele kommen – noch wie viele bleiben.

218.221 Asylanträge wurden in Deutschland bis Juli 2015 gestellt, die Gesamtschutzquote betrug 36,7% (in der Gesamtschutzquote sind Asylanerkennung, Gewährung von Flüchtlingsschutz gemäß Genfer Flüchtlingskonvention bzw. subsidiärer Schutz sowie Feststellung eines Abschiebeverbots erfasst). Es wurden also 80.087 Asylanträge anerkannt. 8.178 abgelehnte Asylbewerber wurden abgeschoben, 12.600 reisten freiwillig in ihre Heimat zurück. 107.356 verblieben im Lande, und zwar zusätzlich zu den per Dezember 2014 in Deutschland lebenden abgelehnten und ausreisepflichtigen Asylbewerbern, das waren 154.191.
Abgerundet 250.000 Menschen mit abgelehntem Asylantrag, die das Land nicht verlassen.

Erklären Sie doch gefälligst („gefälligst“ habe ich in einem Ihrer Beiträge gelesen, gefiel mir so gut), ob die Versorgung und Unterbringung dieser Leute managen wollen? Nicht nur die anerkannten Asylbewerber, sondern auch die abgelehnten Asylbewerber bleiben dauerhaft im Lande. Und heute brauchen wir nicht wie in den 50er-Jahren ganz viele Menschen an den Maschinen, am Fließband, auf den Baustellen.

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Luscinia007 13.09.2015, 16:32
404.

Zitat von trebbien
bitte werfen Sie nicht die Expansion Roms und fremde Infiltration in einen Topf. ... Die egozentrische Überheblichkeit, und die menschenverachtende Brutalität im vorderen Orient hat also eine sehr lange Tradition. Sie wird bis heute gepflegt. Das wird so bleiben.
Wollen Sie etwas behaupten, dass sich das Hauen und Stechen in der abendländischen Geschichte in Hinsicht auf Brutalität und menschenverachtender Gewalt groß von der Geschichte des Orients unterschiedet? Hundertjährige Kriege, Dreißigjährige Kriege, Gemetzel, Massaker, Hexenverfolgungen, Kreuzzüge, Pogrome, Holocaust können mit den "orientalischen Traditionen" durchaus mithalten.

Genauso wie die internen Querelen bei den Germanenstämmen mit den von ihnen beschriebenen. Der Markomannenfürst Marbod kann Ihnen sogar auch einen abgeschlagenen Kopf bieten, nämlich den des bereits erwähnten Arminius ;)

Im Übrigen wäre heute militärische Expansion viel zu ineffektiv, da teuer und risikobehaftet.
Die wirtschaftliche Expansion des Westens hat hingegen längst ihr Ziel erreicht und ist weitaus umfangreicher als die Expansion des Römischen Reichs.

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firlefanzus 13.09.2015, 16:32
405. Notstand

Ich gebe zu, auch ich habe Angst. Wie lange werden die Menschen in Turnhallen und Zeltstädten mit Feldbetten Reih an Reih noch duldsam ausharren, wo ihnen doch von allen möglichen Einflüsterern eine goldene Zukunft in Deutschland verheißen wurde. Spätestens im November, wenn auch das Wetter ungemütlich wird, kracht es. Und dann kommen auch die Dumpfbraunen aus ihren Löchern und erklären sich als Retter des Abendlandes und genügend einfach Gestrickte laufen klatschend mit.

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Besserwizzer 13.09.2015, 16:45
406. Rechtsprechung?

Zitat von Luscinia007
Wollen Sie etwas behaupten, dass sich das Hauen und Stechen in der abendländischen Geschichte in Hinsicht auf Brutalität und menschenverachtender Gewalt groß von der Geschichte des Orients unterschiedet? Hundertjährige Kriege, Dreißigjährige Kriege, Gemetzel, Massaker, Hexenverfolgungen, Kreuzzüge, Pogrome, Holocaust können mit den "orientalischen Traditionen" durchaus mithalten. Genauso wie die internen Querelen bei den Germanenstämmen mit den von ihnen beschriebenen. Der Markomannenfürst Marbod kann Ihnen sogar auch einen abgeschlagenen Kopf bieten, nämlich den des bereits erwähnten Arminius ;) Im Übrigen wäre heute militärische Expansion viel zu ineffektiv, da teuer und risikobehaftet. Die wirtschaftliche Expansion des Westens hat hingegen längst ihr Ziel erreicht und ist weitaus umfangreicher als die Expansion des Römischen Reichs.
Mir ist aber nicht bekannt, dass heute in Europa Dieben die Hand abgehackt wird oder das Ehebrecher gesteinigt werden. Das Menschen vor laufender Kamera der Kopf abgeschnitten wird auch nicht.

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Elfes 13.09.2015, 16:51
407. Zeitlich und örtlich orientiert?

Zitat von Luscinia007
Wollen Sie etwas behaupten, dass sich das Hauen und Stechen in der abendländischen Geschichte in Hinsicht auf Brutalität und menschenverachtender Gewalt groß von der Geschichte des Orients unterschiedet? Hundertjährige Kriege, Dreißigjährige Kriege, Gemetzel, Massaker, Hexenverfolgungen, Kreuzzüge, Pogrome, Holocaust können mit den "orientalischen Traditionen" durchaus mithalten. Genauso wie die internen Querelen bei den Germanenstämmen mit den von ihnen beschriebenen. Der Markomannenfürst Marbod kann Ihnen sogar auch einen abgeschlagenen Kopf bieten, nämlich den des bereits erwähnten Arminius ;) Im Übrigen wäre heute militärische Expansion viel zu ineffektiv, da teuer und risikobehaftet. Die wirtschaftliche Expansion des Westens hat hingegen längst ihr Ziel erreicht und ist weitaus umfangreicher als die Expansion des Römischen Reichs.
Jetzt wirds doch etwas mehr als lächerlich. Welches Jahr ist gerade? 2015? Nur: wer heute Hälse abschneidet, macht das eben in 2015. Irgendwie verwechseln Sie da doch was ganz gewaltig. Oder wollen Sie etwa andeuten, daß Sie auf Kreuzzug sind? Nun ja, möglicherweise würde ich Ihnen das sogar glauben. Und wer da diejenigen sind, gegen die Sie ziehen, ist sehr leicht eruierbar anhand Ihrer Kommentare.

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cobaea 13.09.2015, 16:59
408. Deutschlands Einbürgerungsanteil ist nicht höher

Zitat von Mitreder
...Mein Beitrag beschäftigte sich damit, dass Sie behaupten, die Schweiz würde mehr Ausländer aufnehmen als das Deutschland. Ich habe Ihnen versucht zu erklären, dass das so nicht stimmt. Menschen mit einem deutschen Pass nicht als Ausländer gelten und Deutschland viel freigiebiger mit deutschen Pässen war/ist als es die Schweiz ist. Die Probleme sind durchaus dieselben, jedoch sind es in der Schweiz zum größten Teil offiziell Ausländer, in Deutschland sind es halt Deutsche.
Nein, Sie hatten vor allem befragt ob in Schweizer Schulen auch so viele Ausländerkinder seien, wie in der Klasse eine Ihrer Kinder. Darauf hatte ich Antwort gegeben. Die Frage nach der Einbürgerung war nur am Rande gestellt worden. Aber auch mit der Antwort daraif, werden Sie nicht glücklich sein.

Deutschland geht mit dem deutschen Pass nämlich keineswegs freigiebiger um als die Schweiz mit dem Schweizer Pass. Damit ich hier nicht in den Geruch komme, mir die Zahlen nach Belieben zurecht zu biegen, zitiere ich hier die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) vom 28. Nov. 2013: "Betrachtet man die Bevölkerungszahl, wird deutlich, dass in der Schweiz verhältnismässig mehr Personen eingebürgert wurden als in den meistens Ländern der EU. Nur Luxemburg vergab mehr... als die Schweiz." In Zahlen: Luxemburg 6,6 Pro 1000 Einwohner, Schweiz 4,6, Deutschland 1,3. Das ist also kein Beleg für Ihre These, wonach in Deutschland der Ausländeranteil deshalb tiefer liege, weil mehr eingebürgert werde. Das Gegenteil wäre der Fall: Der Schweizer Anteil von durchschnittlich 25% Ausländern (ohne Asylbewerber) an der Gesamtbevölkerung wäre wäre noch höher, gälte die gleiche Einbürgerungsrate wie in Deutschland. Ihr Argument ist also nicht stichhaltig.

Die Schweiz weist jedes Jahr eine Netto-Zuwanderung (Rückwanderer von der Zahl der Zuwanderer bereits abgezogen) von gegen 80.000 Personen auf - wieder ohne Asylbewerber (dieses Jahr ca. 30.000). Das entspricht einem jährliche Zuwachs von rund 1% der Bevölkerung - also gleichviel wie Deutschland dieses Jahr Asylbewerber aufnimmt.

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dr.reichstein 13.09.2015, 17:02
409. Die Macht der Medien und der Bilder

die sinnstiftende Medienklasse hat als meinungsbildendes Kollektiv Macht und übt sie auch gerne aus. (Sarrazin) Erwünschte Meinungen werden in angebliche Tatsachen umgewandelt. Lesen Sie den Artikel 5 des Grundgesetzes.
Es findet eine subtile soziale Kontrolle statt.
Deshalb lese ich gerne die Kommentare der Leser welche sicher nicht aus "bildungsfernen Schichten" kommen.
Faust sagt zu Wagner:
Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
Die wenigen, die was davon erkannt,
Die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten,
Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten,
hat man von je gekreuzigt und verbrannt.
"Der Tag wird kommen" ( J. Wayne)

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