Forum: Politik
Demonstrationen gegen China: Warum die Proteste in Hongkong eskalieren
Tyrone Siu/ REUTERS

Die Proteste in Hongkong werden immer gewalttätiger. Die Gründe: Das katastrophale Krisenmanagement der Regierungschefin und die Radikalisierung einiger Demonstranten. Peking zeigt sich kompromisslos.

Seite 1 von 3
jro04 01.07.2019, 15:19
1. Auf der ganzen Welt

ist die Demokratie auf dem Rückzug und analoge wie digitale Diktaturen entreissen den Bürgern immer mehr Rechte.

Mein Gefühl ist, dass wir mit China, Russland und vielleicht auch bald den USA auf eine Weltordnung zusteuern, die wir sonst nur im Kino als Horrorszenario dargeboten bekommen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
raoul2 01.07.2019, 15:54
2. Man muß die Daumen drücken,

daß die Xi-Regierung die Weitsicht hat, die Auswirkungen auf die VR so gering wie möglich zu halten - alles andere wäre ein Schritt auf den Abgrund zu. Und das kann auch der internationalen Gemeinschaft nicht recht sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr_gb 01.07.2019, 16:05
3. Eskalation gibt Bejing noch mehr Pseudo-Motive

Gewalt und Aggressivität wird MainlaindChina für sich medial auszuschlachten wissen.
Wohlmöglich bräuchten sie das im Mainland nicht einmal. Aber an den Rändern wird es wirken, wenn Demonstrationen niedergeknüppelt werden wird -- prophylaktisch, sozusagen. Denn HK sollte gewiss kein Vorbild werden für Andere.

Win-Win für Bejing nun, intern ohnehin, nun auch oberflächlich medial auswärtig ebenfalls, in gewissem unkritischen Rahmen, natürlich. Das allein auch der Gewalt wegen.

Und ganz gewiss waren da keine gedrillten, absolut Bejing Linien-treue Agents Provocateurs aktiv ..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juba39 01.07.2019, 16:20
4. Das kann schnell kippen

Miit der gewaltsamen Erstürmung eines Parlaments haben die Demonstranten eine rote Linie überschritten. Das kann eigentlich kein Staat der Welt als "Protest" durchgehen lassen. Damit haben die Radikalen unter den Demonstranten dem Anliegen einen Bärendienst erwiesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gruen99 01.07.2019, 16:31
5. Ganz Ruhig !

Wie der Zufall es will: Ich bin grad mit Familie in Hong Kong. Und ganz echt: Das ist schon sehr begrenzt was hier abläuft. Es ist auch nicht grossartig Tagesgespräch gewesen. Wenn bei SPON nicht die ganze Auswirkung berichtet worden wäre, ich hätte es nicht mitbekommen. Also besser mal die Bälle flach halten, es ist nicht, dass jetzt hier die Millionen auf der Strasse sind, wie vor einem Monat. Und ich gehe auch davon aus, dass die Radikalen nur durch eine Minderheit unterstützt werden.
Eingebrockt hat das den Hong Kongern übrigens die englische Verwaltung in den letzten Jahren vor der Rückgabe, da 99 Jahr Lease (von Kowloon) ausgelaufen war. Die Hong Konger hatten da nur noch einen Britischen Passport in Händen, der im Kleingedruckten vermerkte: Nicht gültig zur Einreise nach England (kein Aufenthaltsrecht).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
atomedon 01.07.2019, 16:48
6. Altes Spiel neue Spieler

Als ehemaliger Bewohner Hong Kongs stehe ich unter anderem im Kontakt der Kerngruppe der Demonstranten. Der Kern behaubtet dass sie die Identität der neuen, maskierten, gewaltbereiten Demonstranten nicht kennen und darüber hinaus fremden Dialekt sprechen. Das gibt einiges zu bedenken...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ArnoNyhm1984 01.07.2019, 16:53
7. Recht haben sie

Eine Demokratie, in der die Wähler nur noch Kandidaten einer Peking genehmen Partei wählen dürfen und in der die Regierung nur noch die marionette Pekings ist, ist keine Demokratie mehr. In DE gelte dann auch das Widerstandsrecht nach Paragraph 20(4) -und genau dieses Recht haben die Hongkonger jetzt auch!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 01.07.2019, 16:55
8. Droht Tiananmen-Platz, Version Hong Kong?

Vielleicht haben einige Demonstranten - vielleicht auch angestiftet durch Provokateure - die kritische Grenze überschritten und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann und wie Peking eingreifen läßt oder selbst eingreift.

So einen Gesichtsverlust kann und wird Peking nicht zulassen. Man sollte das Beste hoffen, muß aber das Schlimmste befürchten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alexmagnus 01.07.2019, 17:01
9. @atomedon

Fremden Dialekt? In Hongkong wird doch Kantonesisch gesprochen, so weit ich weiß. Wenn das Provokateure aus dem Mainland sein sollen, da hätte man sich schon bemüht, welche aus Kantonesisch-Sprechenden Provinzen (Guangdong etwa, nach dem die Sprache ja benannt ist) zu nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3