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Der Osten und die Toleranz: War die Wiedervereinigung ein Fehler?
DPA

Der Osten weist den Vorwurf stets von sich, fremdenfeindlich zu sein. So wie der Islam stets abstreitet, mit Terror etwas zu tun zu haben. Warum aber votiert jenseits der Elbe jeder Dritte für Parteien, die ein Problem mit Andersartigkeit haben?

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Jom_2011 15.12.2015, 15:55
230.

Zitat von dieter 4711
Es ist doch ganz einfach, im Osten die Menschen müssen die Demokratie erst erlernen, was wir Wessis 40 Jahre üben konnten.
Welche Arroganz. Wenn der Osten Demokratie erlernen muß, dann gleich richtig: das Schweizer Modell.
Eine 4-Jahreskreuz-Wahl ist keine "echte" Demokratie.

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klarida2015 15.12.2015, 15:56
231. Made in west Germany

Ja das war ein fataler fehler, man hat Ihnen zuviel Freiheiten Angeboten womit sie nicht umgehen können.
30% arbeitslose in Freiheit ist besser als die Stasi und das Reiseverbort und die Angst vor der mauer erschossen zu werde.Sie wissen nicht das leben in Freiheit zu schätzen.Ich glaube dass sie froh sind dass es menschen wie Flüchtlinge gibt damit Sie auch von ober herab schauen zu können, schliesslich bekommen Sie das gleiche gefühl vermittelt von den Wessis.

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Widerspruch07 15.12.2015, 15:56
232. Wirgefühl

In Erinnerung an die ursprüngliche Präambel des Grundgesetzes, welches gemäß Art. 145 II GG 24. Mai 1949 in Kraft getreten ist, war es das bestreben die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden. Dieses Ziel erreichte man am 3. Oktober 1990. Die Deutschen sind ein Volk, welches eine viel längere Geschichte als den Nationalsozialismus und die Deutsch-Deutsche-Teilung hat. Auch wenn sich die allabendlichen Knop´schen Dokumentationen nur über diese zwei Themen drehen. Warum? Sicherlich ist es interessant und man kann mitreden, aber vielleicht auch, weil man eine Bezugsgröße hat. Die Urgroßeltern, Großeltern und Eltern. Doch mit dem 3. Oktober 1990 entstand eine Generation die maximal aufgrund von Vorurteilen zwischen Ost und West unterscheidet. Zwei bloße Himmelsrichtungen, die keine Bedeutung mehr haben. Es wird unsere Generation sein, die Europa ausgestaltet und zur Einheit führen wird. Hier wird ein Konflikt erzürnt, der aus der heutigen Perspektive nur einen bitteren Beigeschmack hat und bedeutungslos ist. Es gibt nur ein wir.

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larsmach 15.12.2015, 15:56
233.

Eine Mutter mit Megaphon echauffierte sich darüber, dass die Schule ihrer Tochter offenbar Pläne habe, SchülerInnen in Flüchtlingsheime mitzunehmen, damit diese einmal tatsächlichen Kontakt zu Menschen aus Bürgerkriegsländern haben würden. Vor einem versammelten Mob fragte die Mutter ihre Tochter, ob sie das wolle. Die gewünschte Antwort kam auf dem Fuße. So wird der Hass schon an die kommende Generation weitergereicht. Hass anstelle von Lebensfreude.

Alexander Humboldt wird ein Zitat nachgesagt, das mir beim Anblick dieser in Ostdeutschland aufgezeichneten Szene in den Sinn kam: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."

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frazis 15.12.2015, 15:56
234. Besserwisserei

Vielleicht sind die Menschen in der ehemaligen DDR noch nicht ganz so stromlinienförmig, wie sie sich manche im Westen wünschen. Ich halte viel davon, wenn man seine Gedanken frei formuliert auf, auch wen sie nicht immer auf einer gewünschten Linie liegen. Wenn ich jetzt den gerade ablaufenden Parteitag der CDU sehe mit einer fast hundertprozentigen Zustimmung der Delegierten zum Leitantrag. Was soll ich dazu noch sagen. Wo bleiben da denn die ganzen kritischen Stimmungen, die es doch zum Beispiel in der Flüchtlingsproblematik gibt. Da muss dann ein Seehofer vorsichtige Kritik ausüben. Stattdessen wird lange geklatscht. So stelle ich mir Politik nicht vor.

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PerIngwar 15.12.2015, 15:57
235. Auferstehung...

Zitat von Leser161
Vielleicht sind die Menschen im Osten einfach misstrauischer gegenüber den Versprechungen und Durchhalteparolen der Politik? Die Erinnerung an eine abgehobene Führungskaste und verordnete Meinungen ist dort weit frischer als im Westen. Denken Sie mal drüber nach.
Natürlich sind diese Menschen zutiefst misstrauisch; sie kennen die Parolen, da klingen vielen die Ohren.
Und täglich erleben sie derzeit die Auferstehung von "Aktuelle Kamera" und "Neues Deutschland" neu.
2017 werden die ersten wohl zu Hause warten, bis sie der Genosse zum betreuten Wählen abholt.

Die Grünen werden dann als neue Schwesterpartei der CDU beigetreten sein, und gegen den Rest laufen in Karlsruhe Verbotsverfahren.
Schöne Neue Welt ("merkelich reduziert....").
Nun walte Deines Amtes, Zensor.

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behemoth1 15.12.2015, 15:57
236. Die Wiedervereinigung..

..war das Beste was Helmut Kohl getan hatte und ob es anderen auch so gelungen wäre, dass muss bezweifelt werden.
Allen Kritiker möchte ich nur sagen, schauen sie mal in Richtung Osten und dann sagen sie noch, dass die Wiedervereinigung ein Fehler war.
Wer heute glaubt, dass es besser hätte ablaufen sollen und die Ostdeutschen schneller zu den gleichen Lebensbedingungen kommen sollten, der ist nur ein armer Träumer, ich als EX DDR Bürger bin imgrunde froh und glücklich darüber, dass alles so gelaufen ist.
Deutschland ist wieder zusammengewachsen, wenn auch hier und da noch einige verbesserunswürdig scheint, aber in welchem land gibt es denn keine unterschiedliche Lebensbedingungen?
Sicherlich man kann es nicht allen richtig und gut machen, aber wer von den Kritikern hätte es denn besser machen können?

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Patriot75 15.12.2015, 15:58
237. Das wird man doch mal sagen dürfen

Ich liebe Ihren Artikel Herr Fleischhauer. Denn er trifft einen der vielen Kerne der Probleme die wir im Moment haben. Und wenn ich mir die Geisteshaltung vieler Pegiden, AfDler usw. anschaue kann ich keinen Unterschied mehr zu islamistisch motivierten Terroristen erkennen. (Presse manipuliert, Weltverschwörung, apokalyptische Visionen...)

Als Nachfahre einer ostpreußischen Familie kann ich nur hoffen, dass sich diese Geisteshaltung nie wieder in D durchsetzt!

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huger56 15.12.2015, 15:58
238. Holla!

"...so wie der Islam stets abstreitet..." Wer ist dieser Islam und wo macht er seine Aussagen? Oder meinten Sie hier vielmehr, "so wie Muslime stets abstreiten"? Auch das wäre eine pauschale Aussage, aber die gewählte Formulierung ist jedenfalls völlig verfehlt.

Auch wenn uns diese feinen Unterscheidungen beim nächsten Anschlag fanatischer Islamisten nichts nutzen wird, ist es doch eine kulturelle Errungenschaft, die nicht einem quid-pro-quo-Denken geopfert werden sollte.

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ostborn 15.12.2015, 15:58
239. Nein, die Wiedervereinigung war kein Fehler.

Sie war notwendig, um Ostdeutschland von der damals herrschenden Nomenklatura zu befreien.
Jetzt wird es für den Osten aber Zeit, seine eigenen Wege zu gehen.

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