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Der Osten und die Toleranz: War die Wiedervereinigung ein Fehler?
DPA

Der Osten weist den Vorwurf stets von sich, fremdenfeindlich zu sein. So wie der Islam stets abstreitet, mit Terror etwas zu tun zu haben. Warum aber votiert jenseits der Elbe jeder Dritte für Parteien, die ein Problem mit Andersartigkeit haben?

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postatspiegel 15.12.2015, 15:58
240. Recht hat er.

Der Osten ist intoleranter und hegt einen Hang zur Gleichmacherei. Aber wen wundert's? Jahrelange Bevormundung und permanente Unterdrückung eigener Gedanken können nicht spurlos an den Menschen vorüber gehen. Sie sind geprägt und es wird noch ewig dauern, bis sich das legt. Dazu kommt das permanente Minderwertigkeitsgefühl uns Wessis gegenüber, eine angespannte Wirtschaftslage und das fast vollständige Fehlen anderer Kulturen. In dieser Gemengelage kann kein freier und toleranter Geist wachsen. Das darf man den Menscher dort aber nicht permanent unter die Nase reiben. Wenn wir das machen, anstatt sie zu unterstützen, sind wir auch nicht besser. Dann sind halt die Ossis unsere "Fremden", von denen wir nichts wissen wollen.

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cairne 15.12.2015, 15:59
241. Interessanter Kommentar

aber wenn die Problem an mangelnder Christlichkeit liegen, dann müssten ja die christlichen Polen besonders aufgeschlossen gegenüber Flüchtlingen sein.

Aber sonst stimme ich Fleischhauer zu. Was waren das nicht für Kämpfe 67/68, wenn jemand z.B. die Haare länger trug. ( "Schaut euch diese Typen an." Bürgermeister Schütz in Westberln). Diese Kämpfe hat es im Osten viel weniger gegeben. Der Westen hat sich geändert, der Osten wenig.

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anjo1970 15.12.2015, 15:59
242. Klischees allerorten...

Irgendwie haben ja alle Recht - und irgendwie liegen die meisten falsch: der Pegidawahn hat im Osten seinen Anfang genommen, im Westen ist er angekommen. Die Linken sind in Osten stark, aber auch im Westen anzutreffen (Wobei man den Eindruck hat, dass die Westler radikaler sind als die Ostler). Natürlich haben die ehem. DDR-Bürger die Einheit gewollt (Kommt die D-Mark nicht nach hier, gehn wir zu ihr), aber ihnen ist auch das Blaue vom Himmel - oder besser: das Blühen der Landschaften versprochen worden. Dennoch besteht kein Grund, seinen Frust an anderen, fremden abzulassen. Die Flüchtlinge können nichts für Kohls Versprechungen!

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nine1011 15.12.2015, 15:59
243. endgültig disqulifiziert

...sich damit brüsten, dass er in Dresden war, alle Achtung!
... darauf stolz sein, dass er Ossis kennt... cool!
...Herr Fleischhauer, Sie schreiben auf Formusdiskussionsniveau!
Dieser Artikel ist kein Denkanstoss - er ist rassistisch, arrogant, narzisstisch und unreflektiert und was weiß ich noch alles.
Zu Ihrer Info... wären Sie doch nur mal in München gewesen (oder sonstwo in Bayern)... meinen Sie, dass Ihnen dort die weltoffensten Deutschen begegnet wären... hüstel...?!
Ganz ehrlich: mit diesem Artikel mit dieser Überschrift fordere ich Ihre Entlassung!

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mara_toni 15.12.2015, 16:00
244. Recht so...

Zitat von dborrmann
Besser fände ich eine West-EU ohne Sachsen, Brandenburg, Meck-Pom und definitiv ohne Polen usw. Sonst infiziert uns noch die rechtsnationale Gesinnung.
Dann nehmen wir gleich Frankreich (30% FN) und die anderen EU-Länder (Österreich, Dänemark, Finnland u.s.w), in denen rechte oder rechtspopulistische Parteien einen ähnlichen Zuspruch haben wie in Ostdeutschland haben, dazu. Da wird es einsam um uns. Aber es bildet ziemlich genau ab, in welcher Situation innerhalb Europas sich Deutschland in der Flüchtlingskrise befindet

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kobalt55 15.12.2015, 16:01
245.

Die Antwort ist doch recht Einfach.Es liegt wohl daran,dass die Ostdeutschen noch nicht mit Wohlstand und Konsum ruhig gestellt sind.Es ist das gleiche Problem wie mit den deutschen Christen.....dick und fett bewegt man sich eben seltener.
Ansonsten ist das eine dumme und einfältige Frage.
ich könnte ja auch fragen,weshalb löschen sich im Westen ständig ganze Familen im Suizid aus und im Osten kaum???

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echterfuffziger 15.12.2015, 16:01
246. Erinnern tut Not!

In den 25 Jahren die seit der Wende vergangen sind, ist wohl so einiges durcheinander geraten? Die zig-Tausende, die im Herbst '89 um den Leipziger Ring zogen riefen WIR sind das Volk an die SED-Bonzen adressiert. Das änderte sich in wenigen Wochen zu: WIR sind ein Volk. Man wollte ursprünglich eine Reform der DDR und nachdem sich dies als Illusion herausstellte, wollte genau diese Menschen die D-Mark. Da durch die mangelnden Informationen über die wirklichen Verhältnisse in der Bundesrepublik ein falsches Bild entstand, erhoffte man sich den Himmel auf Erden. Und die Verheissungen des "Kanzlers der Einheit", die nur allzu begierig für bare Münze genommen worden, konnte nicht ausbleiben, was keiner Wahrhaben wollte: Enttäuschung weiter Kreise der DDR-Bevölkerung. Vor allem bei denen die ihre Arbeistplätze eingebüßt haben. Die hohlen Phrasen von den blühenden Landschaften und keinem soll es nach der Wiedervereinigung schlechter gehen als zuvor, führten zu einer weiteren Desillusionierung der Menschen. Ob sich die Probleme, wie von Herrn Fleischhauer vermutet durch eine "Rechristianisierung" beheben lassen darf mit Recht bezweifelt werden, Mitteldeutschland hat eine Tradition von Religionsferne, die ins Kaiserreich und dessen unrühmliches Ende zurückreicht und die haben sich die Kommunisten zu Nutze gemacht.

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Kassandro5000 15.12.2015, 16:02
247.

"Wer für das Recht auf Individualismus und gegen die Kuhstallwärme der Volksgemeinschaft eintritt, hat dort bis heute einen schweren Stand."
Das stimmt auch andersrum. Wer sich von der zunehmenden Orientalisierung Deutschlands nicht bereichert fühlt und dies im ach so liberalen Westen zum Ausdruck bringt, hat dort ebenfalls keinen leichten Stand. Als ob das links-grüne Milieu nicht seine eigene Kuhstallwärme haette...

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Morgenstern064 15.12.2015, 16:03
248. Benachdrucken

die Medien vielleicht nicht auch fremdenfeindliche Ausschreitungen wenn sie denn im Osten der Republik stattfinden? Dieser Artikel versucht etwas zu erklären ohne objektive Daten wie Fallzahlen, Täterprofile usw. in der Analyse einzubinden. Genauso subjektiv ist meine eigene Erfahrung: Ich war (als nicht-Deutsche) oft im Osten Deutschlands und habe die Leute dort nicht als verschlossen oder intolerant empfunden, ganz im Gegenteil! Fremdenfeindlichkeit geht (und das ist empirisch bewiesen) sehr oft von unzufriedenen Menschen aus. Und die gibt es leider zuhauf, auch ausserhalb von Deutschland. Sogar (!) in den östlichen Bundesländern hat es ein Wahlergebnis wie neulich in Frankreich (45% frür den Front National) noch nie gegeben und wird es in der näheren Zukunft warscheinlich nicht geben!

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Pontifex 15.12.2015, 16:03
249. Das Ende des Vier-Parteiensystems

Es ist alleine ostdeutschen Wählern geschuldet, dass dass bundesrepublikanische System der vier Parteien, bestehend aus CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP endete. Durch das Hinzutreten der antidemokratischen DIE LINKE, Nachfolgepartei der SED, wurde dies gut austarierte System vernichtet. Bestes Beispiel hierfür ist, dass die SPD auf absehbare Zeit keinen Kanzler mehr wird stellen können.

Zur nächsten Bundestagswahl werden uns ostdeutsche Wähler ein weiteres Geschenk machen: Erdrutschartige Gewinne der AfD im Osten. Über 33% werden dann dort Parteien wählen, die mit westlicher Demokratie so gut wie nichts zu tun haben.

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