Forum: Politik
Der Tod Bin Ladens - ein nachhaltiger Schlag gegen den Terror?

Er war der meistgesuchte Mann der Welt: Osama Bin Laden, der Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida, ist tot. US-Spezialkräfte haben ihn bei einer Kommandoaktion in Pakistan getötet. Wir die weltweite Terrorgefahr nun geringer?

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Alexis K. 02.05.2011, 19:34
1690.

Zitat von off_road
Verschwörungtheorien zeigen eine gewisse Hilflosigkeit mit der Realität klar zu kommen und zwar bei denjenigen, die sie verbreiten.
Das ist es. NATÜRLICH lügen Regierungen, Politiker, Firmen, und so weiter. Aber nur, wenn sie einen tatsächlichen Vorteil davon haben.

Daran kranken diese ganzen Hypothesen: Sie alle sind entweder in der Realität nicht verheimlichbar, oder ihnen fehlt die Motivation. Bin Laden jetzt auszupacken bringt niemandem etwas.


Das Problem ist eben, das viele Verschwörungsfans einfach relativ wenig Erfahrung mit der Welt haben. Sie kennen halt ihre Filme und Scifi-Serien, wo natürlich alles immer klappt und einen tieferen Sinn hat, alles geplant ist.

In der Realität ist das halt einfach nicht so. Menschen machen Fehler, teils schlicht dämliche Fehler. Sie vergessen Dinge, täuschen sich, und schwups, eine weitere "Frage" ist geboren die natürlich "beweist", das "irgend etwas fault ist" - siehe "9/11 ist ein Inside Job!".

Das jeder Einzige "Beweis" für diese Hypothese bereits widerlegt wurde - Schwamm drüber! Der Verschwörungsfan muss sich halt besser und klüger fühlen als der Rest der Menschheit, da fällt solche Realitätsleugnung einfach nicht ins Gewicht :)

Es ist halt einfacher zu glauben, das IRGEND JEMAND die Welt lenkt, als zu akzeptieren, dass die Welt schlicht ein sehr chaotischer Ort ist, an dem viele Menschen jeden Tag viele dumme Entscheidungen treffen.

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elektrav 02.05.2011, 19:35
1691. In meinem ;o)

Zitat von shine31
In welchem Rechtsstaat gibt es das denn, daß ein Mensch durch seine Taten seine Rechte verwirkt hat? Achso, das gibt es in USA und Israel. Diese Länder kennen das politische Liquidieren (Töten) von "Feinden".
Es geht um außerordentliche Verbrechen, und die in Folge. Und meinem Rechtsempfinden nach, darf das Opfer nciht schlechter behandelt werden als der Täter.

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ghostuser 02.05.2011, 19:35
1692.

Zitat von GeorgAlexander
auf welch niedrigem Niveau die Kritikfähigkeit des 'aufgeklärten' Bürgers angesiedelt wird. Das ist Kindergarten. Leider scheint es hier in Europa auch nicht viel besser zu sein...
Richtig!

Die Frage für alle muss doch lauten, warum man diesen Bin Laden nicht lebend an einen unbekannten Ort verbracht hat?
Man hätte ihn dort mit "allen Mitteln" zum Reden bringen können und so die Struktur des Terror-Netzwerkes in Erfahrung bringen können! Warum hat man diese einmalige Chance, die Welt vor kommenden Anschlägen zu schützen, nicht genutzt?
Sterben hätte er auch später noch gekonnt, so zynisch sich das auch anhört.

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sappelkopp 02.05.2011, 19:36
1693. Na, da...

Zitat von uhu
Hier findet vor unseren Augen ein extrem bedenklicher Prozess der politischen Verwahrlosung statt. Mord als politische Problemlösung und der Mob jubelt... Was unterscheidet uns eigentlich von den "Terroristen"? Man hätte den Unterschied demonstrieren müssen, in dem man Bin Laden festnimmt und ihm in einem rechtsstaatlichen Verfahren den Prozess macht.
...bringt aber einer einiges durcheinander. Einen Prozess machen? Unsinn!
Wahrscheinlich hat Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 Ihrer Messlatte nach auch als "politisch Verwahrloster" gehandelt.

Uns unterscheidet von den Terroristen, dass wir keine unschuldigen Menschen mutwillig töten. Jetzt kommen Sie mir bitte nicht mir irgendwelchen Beispielen, wo es doch mal passiert ist.

Es grüßt ein Teil des Mobs!

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mainstreet 02.05.2011, 19:36
1694. Aw -Der Tod BIn Ladens-

Man muß es nicht aus dem Forennamen Mainstreet ableiten aber Meinungen zu Terror
sollte es in einer Demokratie eigentlich nicht geben denn dieser ist und bleibt verboten.
Er ist nicht das Geschwür einer Gesellschaft denn diese wüsste ja sonst nicht sich irgendwie gegen Terror zu verteidigen . Die Amerikaner haben es getan mit Krieg in Afghanistan mit fälschlichem Krieg gegen den Irak und nun endlich haben Sie den vermeintlichen Topterroristen Bin Laden getötet obwohl zweifelhaft ist und bleibt ob er mit dem Anschlag “9 Eleven“ überhaupt etwas zu tun hatte und mit der Tötung diesen Bin Ladens kann man es nun nie auflösen.
Zweifellos hatte er mit anderen Anschlägen “Dreck am Stecken“ aber mit dieser 10 Jährigen Odysee der amerikanischen Politik und einer schlussendlichen Erschiessung kann man sich keine Lorbeeren verdienen. Weder Obama noch Bush rechtfertigen die vielen Tausend Menschen die unschuldig um das Leben kamen.
Bin Laden mag nun Tot sein oder nicht ein Platz in der Geschichte dürfte Ihm sicher sein und sein
flammender Antiamerikanismuss wird die arabische Welt auch ganz ohne Terror im Nachhinein weiter beeinflussen den Bin Laden war einer von Ihnen.
Für mich hat Bin Laden gezeigt was die Amerikaner wirklich sind , vielmehr als die Welt mit Kriegen zu überziehen können die nicht und gerade dies erhöht die Gefahr für Terror umso mehr,
der Tod Bin Ladens für den die Beweise eigentlich fehlen wird daran wenig ändern.
Die eigentliche Frage wo die Mitschuld Amerikas an 9-11 besteht bleibt gewollt unbeantwortet.

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A. Schulz 02.05.2011, 19:36
1695.

Zitat von Christer Nykopp
Wir sind wieder soweit. Kriege werden nunmehr durch speziell ausgebildeten Mördern geführt. Die betroffenen Führungskräfte stellen fest, wer zu sterben hat, die Spezialisten besorgen dann die Vollstreckung. Man wähnt sich in die Scheibenweltromane des Terry Pratchett versetzt.
Und die Medien verstärken nebensächliche Singularitäten bis
den Menschen vom Nachrichtengedröhn das Trommelfell zerreisst.
Eine Hauptkampflinie verläuft mitten durch das Schlachtfeld der Begriffshoheit.

>Gut<, >Böse<,
>Terror<, >Freiheit<,
>Frieden<, >gerecht<,
>Demokrat<, >Diktator<,
>Schuld<,
FREIHEITLICH->demokratisch<,
RADIKAL->islamisch<

werden von den Kriegsparteien eingekesselt.
Dem Verlierer gebührt die Schuld.

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logikerhh 02.05.2011, 19:36
1696. Belastbare Argumente?

Zitat von Loddamaddaeus
(...) Es natürlich jedem seine eigene Sache, ich persönlich habe in diesem Thread noch kein einziges belastbares Argument gelesen, dass mich von einer Fälschung überzeugen könnte. Die offizielle Darstellung scheint mir soweit relativ plausibel zu sein. (...)
Ab wann ist ein Argument denn "belastbar"?

Da Fakten in diesen Stunden ohnehin nicht geliefert werden können oder wurden, bleiben ja nur Indizien, die bewertet werden. Sehr unterschiedlich, wie man hier sieht.

Was zumindest mich hellhörig macht, sind folgende Meldungen:

1) Der Kopfschuss Bin Ladens.

Wenn man einen Terroristen nur verhaften wollte, dann kann man ihn auch anderweitig unschädlich machen, z.B. in die Arme schießen, um ihn kampfunfähig zu machen. Wer das kleine Ziel "Kopf" beherrscht, wird das größere "Arme" nicht viel schlechter treffen.
Die Medien reden inzwischen glücklicherweise auch davon, dass es ein Todeskommando war und nichts anderes. Just dies weckt den Mordvorwurf.

2) Die schnelle Seebestattung.

Selbst wenn es diese muslimische Regelung der Bestattung innerhalb von 24 Stunden tatsächlich geben sollte, ging dies nun doch sehr schnell vonstatten. Offenbar geschah die Beerdigung innerhalb von 10, wenn nicht weniger Stunden. Wozu diese Eile? Einen objektiven Grund für diese Eile gibt es jedenfalls nicht.

3) Die angebliche DNA-Bestätigung.

Nein, wir befinden uns nicht in einer Folge von CSI, sondern in der Realität. Eine "Blitz-DNA-Probe" ist mir nicht bekannt, irgend einem Foristen sonst? Wenn ja, bitte gerne Verlinkung auf eine seriöse Quelle, die diese Möglichkeit bestätigt. Ansonsten erscheint vor allem dieser Punkt höchst unglaubwürdig.

4) Die Bestätigung der Ehefrau.

Die Ehefrau Bin Ladens soll also den Leichnam identifiziert haben. Das kann nur möglich sein wenn sie vor Ort war, angesichts des kleinen Zeitfensters bis zur Bestattung wäre ein Einfliegen der Ehefrau äußerst unrealistisch.
Hat sich die Ehefrau nicht gewehrt und wurde deswegen nicht erschossen, oder warum blieb sie vor Ort am Leben? Auch ungeklärte Fragen, die zumindest stutzig machen.

5) Die schnelle Verkündung des Todes.

Was machte die USA so sicher, dass es der echte Bin Laden ist? Warum wurde ein DNA-Test nicht abgewartet, um dann die gesicherte Information herauszugeben? Auch das sind ungeklärte Fragen.

---

Die derzeitige Informationspolitik jedenfalls lässt mehr Fragen offen als sie Antworten liefert.
Eine gewisse gesunde Skepsis darf da schon einmal angebracht sein. Vor allem die schnelle Seebestattung (von der es bis dato keine Bilder gibt) macht hellhörig.

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dr.shiwago 02.05.2011, 19:37
1697. ...

Zitat von bekir
Zugegebn, das Beispiel war ein schlechtes. ... Frauen, die Schwanger sind, dürfen nicht Fasten. Auch nicht im Ramadan. Hier hat die Gesundheit des Kindes priorität.
Gleich noch eins hinterher.

>Schwangere Frauen müssen nicht fasten, wenn es ihrer Gesundheit oder der des Kindes schadet.

Ein Beleg hierfür findet sich im Koran, Sura 2, Vers 185: "... (über das Fasten) ... und wer krank ist oder auf einer Reise, so (faste er) eine Anzahl von anderen Tagen, Allah möchte das leichte für euch, ...". In diesem Fall ist die Schwangerschaft als Krankheit zu interpretieren. Allgemein gilt, dass das Fasten keine Pflicht zur vorgeschriebenen Zeit ist, wenn die Gesundheit des Fastenden dadurch ernsthaft gefährdet ist.

Die medizinische Unfähigkeit zu fasten sollte im Einvernehmen mit dem behandelnden Gynäkologen der Schwangeren geklärt werden. <

http://islam.de/1641.php

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emmelmann 02.05.2011, 19:37
1698. Zweifel?

Mann muss im zweifelsohne anerkennen, dass er sich so lange versteckt halten konnte. Ob teilweise mit pakistanischer Deckung oder nicht. Aber gut, dass er nun "wahrscheinlich" geschnappt worden ist.

Wäre jedoch lustig, wenn die USA den Tod feststellen würde er sich aber in einer Woche per Videobotschaft meldet.

Wäre nicht das erste Mal!

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schmiedt 02.05.2011, 19:37
1699. Gut, aber...

Zitat von
+++ 16.12 Uhr +++ Wulff dankt USA +++ Bundespräsident Christian Wulff hat den US-Sicherheitskräften für die tödliche Aktion gegen Bin Laden gedankt. [...] "Ich halte die Ausschaltung von Osama Bin Laden für einen unschätzbaren Erfolg im weltweiten gemeinsamen Kampf gegen den menschenverachtenden Terrorismus", betonte der Bundespräsident. :D
Davor hat sich die Bundeskanzlerin ebenfalls zufrieden geäußert. Selbstverständlich können wir Menschen uns freuen, oder uns zumindest erleichtert fühlen, dass dieser Mensch keinen Unheil mehr anrichten kann. Und sich privat so zu äußern ist sicher korrekt, wenn es so fühlt. Das ist unchristlich, aber verständlich - ich kann es nachvollziehen. Wenn jedoch die höchsten Vertreter eines Landes, in dem die Todesstrafe qua GG abgeschafft ist, sich erfreut über eine "Ausschaltung" (ich meine, das richtige Wort wäre Liquidierung) öffentlich äußern, dann finde ich es mehr als bedenklich.
Und man komme mir bitte nicht mit den Subtilitäten des Lissaboner Vertrages, die Äußerungen bleiben bedauerlich.

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