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Der Westen und der Hunger: Wir Terroristen
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Der Westen bekämpft den islamistischen Terrorismus. Warum nicht den eigenen? Die Zahl der Menschen, die uns zum Opfer fallen, ist viel höher. Alle zehn Sekunden verhungert ein Kind. Es ist unsere Schuld.

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brut_dargent 17.10.2014, 14:46
360.

Doch, natürlich hat der Westen eine Mitverantwortung. Als Einstiegslektüre empfehle ich folgende Broschüre: http://www.medico.de/media/fluchtursache-reichtum-migration-und-rohstoffhande.pdf

Das es aber auch anders geht, zeigt dieses Beispiel:
"Revolution der Landwirtschaft: Äthiopiens grünes Wunder ..." http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/landwirtschaft-und-bewaesserung-im-norden-aethiopiens-a-911326.html

Das Programm "Nachhaltige Landbewirtschaftung" der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Addis Abeba unterstützt dabei das äthiopische Landwirtschaftsministerium.

Die Foristen hier, denen es egal ist, dass trotz gewaltigem Reichtums auf der Erde 800.000.000 Menschen täglich Hunger leiden: Ihre fehlende Empathie ist einer mit der tragischen Hauptursachen, warum die Welt so ist, wie sie ist. Zuviele Soziopathen, denen jedes Mittel recht ist, sich zu bereichern. Das Gute: Immer mehr Menschen wird dies bewusst. Soziopathisches Verhalten wird eines Tages geächtet sein, dessen bin ich mir sicher.

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ratio_legis 17.10.2014, 14:52
361. Na wenns so ist

Zitat von hendrik677
weil die afrikanischen Länder bzw. die jeweilige Staatsregierungen die Tendenz haben, die Anbaurechte zu verkaufen bzw. zu verpachten. Das heisst die jeweiligen Regierungen sind nicht wirklich am langfristigen Wohlergehen der Bevölkerung interessiert, sondern am sofortigen Cash Flow!
Ok verstehe, daran sind wir natürlich schuld.

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B.Buchholz 17.10.2014, 15:11
362. Raubtier-Sozialismus

Zitat von double-U13
So sieht die neoliberale Realität aus. Hatten die Amerikaner doch schon Ende der vierziger Jahre im letzten Jahrhundert erkannt, das sozialstaatliche Alternativen zum amerikanischen Raubtierkapitalismus in anderen Länder nicht geduldet werden können, damit das eigene System nicht in Frage gestellt wird. Deshalb will man heute ganze Staaten (wie Libyen) platt bomben, in denen Menschen ein auch nur einigermaßen funktionierendes soziales System entwickelt haben. Aber in Europa ist das meist gar nich nötig, weil hier die Neokons selbst alles soziale planieren wollen (via TTIP, CETA und was noch alles kommt)in denen Menschen
Ich kann dieses "Raubtierkapitalismus" nicht mehr hören bzw. lesen. Aber Linkspopulismus ist halt gesellschaftsfähig. - Überall da, wo irgendwelche wirklichen oder vermeintlichen Ungerechtigkeiten ausgemacht werden, die "irgendwas mit Geld" zu tun haben, ist natürlich "der Kapitalismus" schuld, bzw. der "neoliberale Marktradikalismus", weil sich das noch anarchisch-brutaler anhört. Im Westen, bei uns besonders, ist derart viel vom Staat gelenkt und durchzogen (quasi "sozialistisch"), dass man nicht von einer freien Marktwirtschaft reden kann. Den Bürgern werden rund 70% ihrer Einnahmen vom Staat für sein Agieren abgenommen, fast 40% leben von staatlichen Transferleistungen, ganze Wirtschaftszweige sind in staatlicher Hand, es gibt staatliche Medien mit Zwangsgebühren, unzählige Vorschriften und eine gigantische staatliche Bürokratie und Verwaltung. Der Staat hält seine Türen für viele Lobbyisten aus der Wirtschaft auf, lässt also grade nicht den Markt entscheiden, sondern Staatsverbandelungen. Angekreidet werden solche Dinge aber nicht als Versagen durch zuviel Staat, sondern als Versagen des "Kapitalismus", obwohl es geradezu das Gegenteil von Kapitalismus ist. Und so entstehen auch viele globale Sauereien westlicher Konzerne: Netzwerke, Lobbyismus, Hinterzimmer, Verbandelungen mit Politik, Geheimdiensten und Militärs. Mit Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Und fast alle armen "Problemländer" sind Oligarchien, Diktaturen und sozialistisch-planwirtschaftliche Systeme. Sicherlich nur Zufall, deren Probleme sind natürlich nur die Schuld des westlichen "Kapitalismus". Wie gesagt, undifferenzierter Populismus.

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fotowilly 17.10.2014, 15:27
363.

Jeden Tag das Bild eines verhungerten Kindes auf die Titelseiten der Gazetten. Und jeden Tag ein kurzer Beitrag in Tagesschau und heute. Ich weiss, ein Wunschtraum. Die Genannten boykottiere ich seit Wochen.

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kinngrimm 17.10.2014, 15:29
364. nach dem Motto

Die Sozialsystem der meisten westlichen Länder dürfte einer Überhohlung und Reformierung nicht schlecht zu Gesicht stehen.

Mein Traum geht immer in die Richtung, schaut euch an was und warum verscheidneene Maßnahmen in verscheidenen Ländern besonders gut funktioniert, sei es umgang mit Gefangenen in Norwegen, legaliserung/dekrimialiserung von Drogen in Holland und Spanien, Universelle Krankenversicehrung in Kanada/England. Scheiden wir uns die Scheiben ab die richtig gut sind, damit wir als einzelne in unserer Gesellschaft besser zurecht kommen, damit wir dann international Tätig werden können als Vorbilder oder zumindest uns nichts zurückhält.

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appendnix 17.10.2014, 15:32
365. Luxuriöses Betroffenheitsgesülze

Ein typischer Augsteinscher Beweissatz: „Korrupte Regierungen, unfähige Verwaltungen, der Westen ist dann mal mehr, mal weniger verwickelt.“ Will er uns damit doch suggerieren, WIR sind immer schuld, auch wenn wir „weniger verwickelt“ sind.

Herr Augstein dieses Betroffenheitsgesülze, von Leuten die selbst in Deutschland zu den Bessergestellten gehören, kann ich nicht mehr lesen. Ihren Artikel habe ich nur deshalb zu Ende gelesen, weil ich die ganze Zeit auf diesen Schlüsselsatz wartete:

„Und deshalb gehe ich mit gutem Beispiel voran und verschenke mein ganzes Vermögen an all die Armen und Bedürftigen dieser Welt und ziehe mich schuldbewusst in Demut und Bescheidenheit zurück.“

Der Satz kam aber nicht.

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e_rybin 17.10.2014, 15:41
366. vor allem müsste die Überbevölkerung eingedämmt werden

dieser Planet verträgt niemals 12 Milliarden Menschen, schon 7 sind viel zu viel. Wirksame Empfängnisverhütung, Bildung und Recht auf den eigenen Körper für die Frauen... dann hat die Menschheit vielleicht eine Chance...

und ja, unabhängig davon muss der Wahnsinn aufhören, dass Konzerne und Hedgefonds ganze Staaten erpressen können und irgendwelche dubiosen Schiedsgerichte sprechen ohne öffentliche Verhandlungen den konzernen Milliarden zu

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marienkäfer 17.10.2014, 15:53
367.

Zitat von CommonSense2006
Solange Sie in diesem wortreichen Artikel nicht einmal erklären, was Sie persönlich gegen dien Hunger in der Welt unternehmen (und Sie verfügen ja über erhebliche ökonomische Mittel), muss ich leider sagen: Sie sind ein Salonkommunist.
Woher wissen Sie das so genau? Woher wissen Sie, was Herr Augstein nicht getan hat? Ich nehme mal an, das sind die üblichen Diffamierungen! Wie kommen Sie eigentlich auf das schmale Brett, dass Linke auf jeden Fall ihr privates Geld einsetzen müssen, um die Welt zu retten? Ich bin der festen Überzeugung, dass Herr Augstein aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten reichlich spendet. Spenden Sie überhaupt irgendetwas? Ich glaube nicht, so wie Sie drauf sind!

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marienkäfer 17.10.2014, 16:11
368.

Zitat von d-c-r
aber jemand mit Ahnung vom System könnte die Argumente sicher schnell zerpflücken. Richtig bleibt vermutlich, dass der Staat gefragt ist. Man kann nicht von Unternehmen erwarten, dass sie wider ihre Natur handeln.
Hä, "Wieder ihrer Natur"? Wo haben Sie denn diesen Quatsch her?!

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