Forum: Politik
Der Wohlstand und seine Feinde: Wie man eine Volkswirtschaft ruiniert
DPA

Bei vielem, was in Amerika oder Brüssel gegen die deutsche Autoindustrie unternommen wird, geht es darum, Deutschland zu schwächen. Warum fällt es vielen Politikern bloß so schwer, das zu begreifen?

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wastl300 28.03.2017, 15:22
510. Sind sie jetzt Prophet geworden?

Zitat von specialsymbol
Nicht alle Gewerkschafter werden auch verbeamtet! Das vorneweg. Was ist denn das für eine bekloppte Drohung: "Nimmt man die Ausrüster und Dienstleister dazu, kommt man auf zwei Millionen Arbeitsplätze, die mehr oder weniger direkt vom Wohlergehen des Automobilbaus abhängen. Das sind die Zahlen, die man im Kopf haben sollte, wenn man das Ende des Verbrennungsmotors herbeiwünscht." Na und? Müssen Elektrofahrzeueg nicht gebaut werden? Muß an der Effizienz nichts geforscht werden? Ist es unsere Schuld dass das nicht in Deutschland, sondern in den USA und China passiert? Die deutschen Autohersteller haben einfach gepennt - sie haben "schlecht gewirtschaftet", wie das der BWLer so sagt. Was sonst immer das Mantra der Neoliberalen ist, der Markt regelt sich selber - das ist jetzt auf einmal falsch? Jetzt, wo es dem Erstgeborenen der heimischen Industrie an den Kragen geht? Wen interessiert es wie viele da arbeiten! Dann haben sie halt aufs falsche Pferd gesetzt. Was hat man den alten Finanzassessoren gesagt, die durch Excel ersetzt wurden? Was ist mit Kolorateuren, die Handzeichnungen in der Werbung noch händisch ausmalen? Was den Schreibkräften? Den Schreibmaschinenherstellern? Wer hat die gerettet? Was den Heizern auf den Dampfloks, die bei den Elektroloks nicht mehr gebraucht wurden (Was hat M. Thatcher, die Heilsbringern des Neoliberalismus, dazu gesagt!?). Was hat man den Horden an Bauern gesagt, die im Zuge der ersten Agrarrevolution überflüssig wurden? Wenn es denn die Masse machen würde. Was ist aus freien Märkten geworden? Bei Autos wird der Fleischhauer ganz schnell protektionistisch. Hauptsache es ändern sich die Verhältnisse nicht. Das ist der Kern des Konservativen.
Marktwirtschaft mit politischer Einmischung ist keine Marktwirtschaft. Der Höhepunkt der E-Fahrzeuge ist bereits zur Jahrhundertwende eingeläutet worden. Mit Jahrhundertwende ist das 19. auf 20. Jahrhundert gemeint. Dieses künstliche protegieren von einem bereits toten Gegenstand kann nicht Zukunft sein.

Lösen sie sich von ihren radikal - konservativen Ansichten, und sehen sie in die Zukunft. Da gibt es Wasserstoff, LPG-Hybride, und ...

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gerd0210 28.03.2017, 15:24
511.

Zitat von localpatriot
Mercedes und BMW bauen Autos in den USA und die Importe und Exporte sind gar nicht so weit voneinander entfernt und zu etwa 80% ausgeglichen. Es sollte im Rahmen des Möglichen sein die Exporte aus den USA noch ein wenig zu fördern und vollen Ausgleich zu erreichen. Deutsche Autofirmen bauen auch in China und es klappt.
Gibt es denn eine europäische Firma, die nicht in den USA Autos baut? Ok, da fällt mir gerade Renault ein, aber sonst?

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spon-facebook-1515230754 28.03.2017, 15:28
512. Weltweites Sterben an Luftverschmutzung und Klimawandel ... versus deutsche Arbeitslosigkeit

"Das sind die Zahlen, die man im Kopf haben sollte, wenn man das Ende des Verbrennungsmotors herbeiwünscht."

Also lieber weiter weltweites Sterben an Luftverschmutzung und Klimawandel ... denn die deutschen Arbeitnehmer dürfen nicht arbeitslos werden ...
Seine Prioritäten sind da SEHR KLAR ...
.

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mostly_harmless 28.03.2017, 15:32
513.

Zitat von Bondurant
sondern das ganze Auto. Das, was die Wohlmeinenden wollen, nämlich einfache leichte Kisten mit kleinem Motor, kann man in China und Indien sehr viel billiger herstellen als hier.
Gewiss. Leichte Kisten mit kleinem Motor, 250 PS, von 0 auf 100 in 3 sec, 50-100 elektrischen Steuergeräten, von ABS bis zur Einparkhilfe ....

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Anonym____ 28.03.2017, 15:33
514. Politik- lass die Finger davon

Die Automobilindustrie weis selber was zu tun ist, und wird auch richtig handeln. Die Zukunft ist Elektromobilität, aber ein sofortiger Umstieg auf reine Elektromobilität ist Schwachsinn. Es fehlt noch an so vielem... Außerdem ist es gesamtwirtschaftlich betrachtet fraglich, ob Elektromobilität wirklich schon Umweltfreundlicher ist, den für die Herstellung von Batterien werden äußerst seltene Erden/Rohstoffe benötigt und ob der Umwelt da geholfen ist, ist fraglich. Das ist auch ein Grund warum die Produktionszahlen von Tesla kaum steigen. Diese Technologie muss noch deutlich mehr ausreifen. Mal ganz abgesehen von der jetzigen Stromversorgung bei der vermehrt auf Kohlekraft zurückgegriffen wird.

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Klangmaler 28.03.2017, 15:43
515. Brillant !!!

Auch wenn man von Verschwörungstheorien nicht viel hält, ist die Logik in diesem Artikel umwerfend !

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sers 28.03.2017, 15:48
516.

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt ,die Elektromobilität wird auch zunehmen,ganz ohne Geschrei und Getue.Die alten Herrschaften brauchen um einigermaßen mobil zu bleiben E-Rollstühle o. andere E-Fahrzeuge.Die E-Revolution wird so oder so stattfinden,allerdings nicht auf den Straßen sondern auf den Gehwegen.

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licht_und_schatten 28.03.2017, 15:49
517.

...und dieses ganze Theater in einem Land, in dem die durchschnittliche Lebenserwartung trotz "verpesteter" Luft verhältnismäßig hoch liegt.
Waaaahnnnsinn!

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Aberlour A ' Bunadh 28.03.2017, 15:52
518. Deindustrialisierung?

Zitat von barstow
Mir fehlt eine überspitzte Fragestellung. Wer kommt nach der Deindustrialisierung für die Gehälter der steuergeldfinanzierten Jobs des Grün Klientel auf? Selber schaffen es die Damen und Herren in der Regel ja nicht vom eigenen Händen zu leben.
Ich weiß nicht, ob Sie s wissen, aber schon heute erfolgt 70% der Wertschöpfung in modernen "Industriestaaten" im DIENSTLEISTUNGSSEKTOR. Produzierendes- und Baugewerbe haben gemeinsam nur noch einen Anteil von knapp 30%. Holz- und Landwirtschaft sind kaum noch messbar (0,9%). Daher wäre es fatal, unter Fleischhauers Ägide die deutsche Volkswirtschaft in ein Industriemuseum zu verwandeln, in dem der Staat bestimmte Industrien schützt. Aus den Erfahrungen des Ostblocks sollte man gewarnt sein, wohin das frühen kann. Letztlich sind die Staaten des ehemaligen Ostblocks auch daran zugrunde gegangen, weil sie einen Raubbau an der Natur vorgenommen haben. Mit letztlich fatalen Folgen für die eigene Innovationsfähigkeit. Denn da wo es keine unabhängige Justiz gibt, gibt es keine Bürger die den Rechtsweg bestreiten können. Da wo der autoritäre Staat die Umwelt als freies Gut behandelt, braucht sich auch nicht mehr angestrengt zu werden. Im Zweifel landet der Giftmüll einfach in der Landschaft oder den Flüssen und Seen. Umweltpolitik ist daher in einer Demokratie immer Teil der Wirtschaftspolitik. Als Teil der sogenannten Allokationspolitik ist es ihre Hauptaufgabe unter Zuhilfenahme des Umweltrechts externe Effekte zu internalisieren. Marktwirtschaftlich ausgerichtete Ökonomen favorisieren hierbei die (Umwelt-)Lizenzenlösung, weil hier die Nachfrager nach sauberer Umwelt Lizenzen kaufen können und so als eine Marktpartei die effektive Emissionsmenge mitbestimmen können. Um Falle des motorisierten Individualverkehres haben wir es aber mit einer sehr hohen Zahl (atomistischer) Emittenten zu tun. In diesem Fall ist eine am Schadstoffausstoß ansetzende Abgabenlösung die ökonomisch effizienteste Lösung.

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