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Deserteure im Irak: Eine Armee zerfällt
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"Wir sterben nicht für Maliki": Im nordirakischen Arbil stehen Hunderte für Flugtickets an - es sind Soldaten der Regierungstruppen. Die Millionenstadt Mossul haben sie kampflos den Isis-Dschihadisten überlassen. Dafür haben sie klare Gründe.

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C.Galki 15.06.2014, 17:24
1. Das ist alles vollkommen sinnlos

Tja was soll man denn dazu sagen? Egal was dort getan oder gelassen wird, es ist völlig sinnlos. Die wollen einen Diktator und offensichtlich brauchen die auch einen Diktator. Jemanden der alles klein hält und sofort gnadenlos zuschlägt wenn jemand aus der Reihe tanzt. Der Westen hat dort nichts zu suchen denn Predigen über Demokratie, Freiheit, Menschenrechte sind dort ungefähr genauso wirksam als würde man zu einer Mauer sprechen.

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kuac 15.06.2014, 17:26
2.

Maliki alleine trägt die Verantwortung für alles, was jetzt in Irak geschieht. Seine Ausgrenzung der Sunnitischen Politiker, Militär, Polizei, Beamten und Angestellten sind die Gründe, warum jetzt die Soldaten nicht kämpfen wollen.
Jetzt stellen die USA Bedingungen an Maliki. Das ist womöglich zu spät.
Warum hat der Westen das alles so lange schweigend geduldet?

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Valis 15.06.2014, 17:32
3. Besser so???

Sie desertieren vor Monstern anstatt geschlossen gegen Sie zu kämpfen! Sie bringen sich in Sicherheit und lassen Familien, Kinder und all dejenige zurück die es sich nicht leisten können. Die nun Terror,Vergewaltigungen,Verstümmelungen und Tod ausgesetzt sind.
Das sind keine politischen Deserteure! Das sind Egoisten und Feiglinge! Es wird immer ein Disput in diesen Ländern gegenüber der Regierung geben, da man es keinem Sunniten oder Schiiten recht machen kann! Es wird aber einmal Zeit das sie zumindest in der Krise, zumindest in einer solchen Bedrohung jeglicher Lebensqualität die sich auch die Iraker wünschen, geschlossen ein Nationalstolz entwickeln und kämpfen!!!

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Das Pferd 15.06.2014, 17:42
4. 456789

Zitat von sysop
"Wir sterben nicht für Maliki": Im nordirakischen Arbil stehen Hunderte für Flugtickets an - es sind Soldaten der Regierungstruppen. Die Millionenstadt Mossul haben sie kampflos den Isis-Dschihadisten überlassen. Dafür haben sie klare Gründe.
Hm vielleicht sollte man im Irak gar keine Armee mehr aufstellen. Ist billiger, seit 25 Jahren sehe ich die nur verschreckt und demoralisiert aus Panzern klettern. Im Iran-Irak-Krieg haben die doch noch funktioniert?

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bssh 15.06.2014, 17:55
5. Erbärmlich

Seltsame Einstellung. Die Soldaten sollen auch nicht für Maliki kämpfen, sondern für die Menschen in Mossul!
Zu erzählen, dass 30000 Soldaten vor 800 Kämpfern fliehen und eine Stadt dann schutzlos Leuten überlässt, die dort Menschen die Hände abhackt und Frauen vergewaltigt, das ist mehr als erbärmlich.
Stattdessen sollen jetzt Freiwillige, ältere Männer und Leute, die nichts vom Kämpfen verstehen, die Lage retten.

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winki 15.06.2014, 17:56
6. Erschreckend was da zu lesen ist.

Am Wahrheitsgehalt dürfte es keine Zweifel geben.
Alles in Allem wieder ein Beweis, dass die die Amis dort wo sie ihre Hände im Spiel haben nur Chaos hinterlassen . Gibt es denn nur niemanden auf der Weltbühne, der das denen mal eindringlich sagt.

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kaiserudo 15.06.2014, 17:58
7. Die Leute dort sind doch selber schuld.

Wie kann man nur so doof sein, das Land irgendwelchen religiösen Spinnern in die Hand geben die einen gottesstaat mit Scharia errichten wollen. Religionen sind eben Mörder. Ganz gleich welche Religion. Seit 2000 Jahren führen Religionen Krieg. Gegen die Menschen. Diese Gruppen dürfen keine Macht bekommen. Wer sein Land und seine Leute kampflos irgendwelchen religiösen Spinnern überlässt ist selber schuld.

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nurEinGast 15.06.2014, 18:08
8.

Zitat von sysop
"Wir sterben nicht für Maliki": Im nordirakischen Arbil stehen Hunderte für Flugtickets an - es sind Soldaten der Regierungstruppen. Die Millionenstadt Mossul haben sie kampflos den Isis-Dschihadisten überlassen. Dafür haben sie klare Gründe.
Für mich lesen sich die Gründe wie Ausreden von Feiglingen. Was sie wohl auch sind.

Stellt sich nur die Frage, was schiefgelaufen ist. Sicher, nach so vielen Jahren Diktatur erreicht man nicht über Nacht eine Einigkeit in der Bevölkerung. Aber solch eine Zersplitterung? Da gibt es nicht den Hauch von Vaterlandsliebe, Loyalität oder Verantwortungsgefühl.

Der Irak ist ein failed state- in mehrfacher Hinsicht. Ich denke, Isis auszurotten wird nichts bringen. Der Irak muss nach innen erstmal geeint werden. Das Maliki dafür nicht geeignet ist, hätten diejenigen, die ihn einsetzten, schon lange wissen müssen.

Ich denke, die USA haben genug Schaden dort unten angerichtet. Die können vielleicht noch Waffen oder Geld abgeben, aber mehr bitte nicht. Es sind schon genug Menschen durch deren Inkompetenz, Dummheit und Grössenwahnsinn gestorben.

Die einzigsten, die wohl wirklich etwas bewegen könnten, sind wohl die Iraner. Sie mögen radikal in ihren Ansichten sein, aber sie sind das einzigste islamische Land dort unten, welches wenigstens einen Hauch von funktionierender Demokratie besitzt. Und das ist mehr, als alle amerikanischen Vasallen dort unten aufweisen können.

Wenn die arabische Halbinsel nicht bald wieder Stabilität bekommt, könnte sich das ganze zu einem Flächenbrand auswirken, den letztendlich Europa wird ausbaden müssen. Afrika hat uns allen einen kleinen Vorgeschmack davon gezeigt, was kommen könnte.

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barabbaschen 15.06.2014, 18:08
9. Die Einheiten

Zitat von sysop
"Wir sterben nicht für Maliki": Im nordirakischen Arbil stehen Hunderte für Flugtickets an - es sind Soldaten der Regierungstruppen. Die Millionenstadt Mossul haben sie kampflos den Isis-Dschihadisten überlassen. Dafür haben sie klare Gründe.
welche Mossul kampflos übergaben bestanden aus vielen Sunniten. Das Statment das sie für Maliki nicht kämpfen wollen, wird auf alle Sunniten zurückfallen. Denn genau desshalb hatten die Schiiten den Sunniten misstraut und die Entbaahtisierung welche die USA begannen fortgesetzt. Sie erwarteten einfach, dass sich die Sunniten nicht mit der verlorenen Macht von 2003 abfinden werden.

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