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Designierte SPD-Chefin: Nahles oder nichts
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Andrea Nahles' Plan ist dahin: Sie wollte die SPD-Spitze übernehmen, ohne mit Martin Schulz zu brechen. Nun muss sie eine zutiefst verunsicherte Partei retten.

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Mister Stone 13.02.2018, 11:58
150. Nahles wird hurtig verklärt

Mir fällt auf, dass seit einigen Tagen nur noch positive darstellende Fotos von Frau Nahles (ganz besonders in der heutigen Zitate-Show) gezeigt werden. Mal lustig lachend, aber meist scheinbar nachdenklich und seriös, fast schon "staatsmännisch". Dabei gäbe und gibt es sehr viel mehr unschöne Fratzenfotos von ihr, die viel eher zu "Bätschi", "Fresse", "verdammte Kacke" (siehe ihre Sprüche) und ihren Intrigen passen würden. Die sieht man aber bei SPON nicht. Für mich ist das Teil der offensichtlichen Groko-Propaganda. Geschickt gemacht.

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qjhg 13.02.2018, 12:31
151. Die meisten Beiträge befassen sich mit Sekundäreigenschaften

von Frau Nahles. Wodurch hat sie sich eigentlich programmatisch bzw. Strategisch hervor getan? Nichts! Und das wäre in Zukunft ihre Hauptaufgabe. Woher nehmen eigentlich die Befürworter von Frau Nahles zur Vorsitzenden der SPD die Zuversicht , dass Frau Nahles das auf einmal kann?

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Matze38 13.02.2018, 16:10
152.

Ist ja fast wie damals als das Politbüro Honecker stürzte und sich dann krampfhaft an Krenz klammerte, der wahrscheinlich noch unbeliebter als Honecker war.
Das passiert dann halt, wenn man die Bindung nach ganz unten verliert und sich nur noch alles um Macht dreht.
Dann vergisst man auch schnell das man selbst im Volke unbeliebt ist.

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skeptikerjörg 13.02.2018, 16:30
153.

Zitat von Neandiausdemtal
Wäre aber in diesem Fall verdient. Entweder verschwinden dann die Seeheimer endlich und es gibt wieder eine richtige SPD oder es ist aus. Beides besser als der jetzige Zustand.
Nun mal ernsthaft und nicht nur aus dem Bauch heraus: Glauben Sie ernsthaft, dass ausschließlich der linke Flügel die SPD "lebensfähig" und wichtiger, politisch relevant machen kann? Wenn Sie die Seeheimer aus der SPD heraus haben wollen, wieviele Wähler, die die SPD wegen der Seeheimer, oder sagen wir es neutraler, wegen einer Mitte-Links-Position, wählen, werden dann wohl auch gehen. Eine nur linke SPD hat bis Ende der 60er nirgendwo Wahlen gewonnen; und da gab es noch keine LINKE als Konkurrenz. Erst eine Öffnung zur Mitte hat die SPD regierungsfähig gemacht. Und Regierungsfähigkeit ist Voraussetzung, überhaupt Programmatik - zugegeben in Koalitionen nur in Teilen - zu realisieren. Ansonsten kann man natürlich die reine Lehre vertreten, wie die LINKE seinen Anhängern utopische Ziele präsentieren und zusehen, wie die anderen Politik machen.

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petromax 13.02.2018, 17:40
154.

Zitat von skeptikerjörg
Eine nur linke SPD hat bis Ende der 60er nirgendwo Wahlen gewonnen; und da gab es noch keine LINKE als Konkurrenz. Erst eine Öffnung zur Mitte hat die SPD regierungsfähig gemacht. Und Regierungsfähigkeit ist Voraussetzung...
...Sie halten also die derzeitige SPD - in der seit Helmut Schmidt (wie dessen Regierungszeit endete, wissen Sie hoffentlich) der konservative Seeheimer-Kreis alles abnickt, bevor es in der Partei beschlußfähig ist; der auch das Personal abnickte, bevor es "regierungsfähig" werden sollte - für regierungsfähig ?

Abgesehen davon, daß es eine "nur linke SPD" nie gab.

Ist das Ihr Ernst? Nur eine SPD, in der beide Strömungen gleichberechtigt miteinander streiten und Politik aushandeln, wäre regierungsfähig.

Man kann es nicht oft genug schreiben: Der Seeheimer Kreis ist und bleibt eine rotangestrichene CDU innerhalb der SPD.

Soll die gesamte Truppe doch in die CDU wechseln - erst DANN könnte die SPD neu beginnen.

Ansonsten wählen die Menschen eben das "Original" - und das ist die CDU.

Zu Ihrer Information:

Daneben waren die beiden nachfolgenden SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier Teil der Seeheimer. "Steinmeier zählt aber, wie Peer Steinbrück, zum Herausgeberkreis der 'Berliner Republik', was seine Sympathien für die Netzwerker andeutet."[8]

Auch der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat zur Bundestagswahl 2017 Martin Schulz gehört dem Seeheimer Kreis an.


Die SPD hätte von Anbeginn an in die Opposition gehen sollen. Die vier Jahre schwarz-grün oder Jamaika hätte die Republik nicht von den Füßen auf den Kopf gestellt.... .

Jetzt ist die "alte Tante" vorerst am Ende. 17 % in den Umfragen, wenn am Wochenende Bundestagswahlen wären... .
Glückwunsch an die Seeheimer, die Totengräber der SPD.

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skeptikerjörg 13.02.2018, 18:33
155.

Zitat von petromax
...Sie halten also die derzeitige SPD - in der seit Helmut Schmidt (wie dessen Regierungszeit endete, wissen Sie hoffentlich) der konservative Seeheimer-Kreis alles abnickt, bevor es in der Partei beschlußfähig ist; der auch das Personal abnickte, bevor es "regierungsfähig" werden sollte - für regierungsfähig ? Abgesehen davon, daß es eine "nur linke SPD" nie gab. Ist das Ihr Ernst? Nur eine SPD, in der beide Strömungen gleichberechtigt miteinander streiten und Politik aushandeln, wäre regierungsfähig. Man kann es nicht oft genug schreiben: Der Seeheimer Kreis ist und bleibt eine rotangestrichene CDU innerhalb der SPD. Soll die gesamte Truppe doch in die CDU wechseln - erst DANN könnte die SPD neu beginnen. Ansonsten wählen die Menschen eben das "Original" - und das ist die CDU. Zu Ihrer Information: Daneben waren die beiden nachfolgenden SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier Teil der Seeheimer. "Steinmeier zählt aber, wie Peer Steinbrück, zum Herausgeberkreis der 'Berliner Republik', was seine Sympathien für die Netzwerker andeutet."[8] Auch der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat zur Bundestagswahl 2017 Martin Schulz gehört dem Seeheimer Kreis an. Die SPD hätte von Anbeginn an in die Opposition gehen sollen. Die vier Jahre schwarz-grün oder Jamaika hätte die Republik nicht von den Füßen auf den Kopf gestellt.... . Jetzt ist die "alte Tante" vorerst am Ende. 17 % in den Umfragen, wenn am Wochenende Bundestagswahlen wären... . Glückwunsch an die Seeheimer, die Totengräber der SPD.
Wir könnten jetzt wahrscheinlich tagelang diskutieren. Aber nun gut: Natürlich war die SPD unter Schumacher und Ollenhauer "nur links", oder besser, bis zum Godesberger Programm. Können Sie sich noch erinnern? Sie meinen, die Seeheimer seien die Totengräber der SPD? Ich sage, der Totengräber der SPD war Oskar Lafontaine! Als er seinen Willen nicht bekam, hat er nicht als Parteivorsitzender für seine Überzeugungen gekämpft, sondern der Partei den Vorsitz vor die Füße geschmissen und als Konkurrenz die WASG gegründet. Einige linke Genossen, einige linke IG Metaller sind ihm gefolgt, überwiegend aber Leute aus der außerparlamentarischen Linken. Als sich die WASG als Flop erwies hat er mit Gregor Gysi gedealt und aus WASG und PDS die LINKE gemacht - seitdem stagniert die LINKE bei 9-10% und die SPD sackt durch. Linke Mehrheiten gibt es schon lange nicht mehr (auch 2013 nicht, denn weder die Mehrheit der Fraktion der LINKEN noch der SPD wären dafür zu haben gewesen). Mehrheiten sind nur in der Mitte zu holen, wobei es egal ist, ob man sich der Mitte von links oder von rechts nähert. Selbst bei den GRÜNEN haben die Fundis das kapiert, nur in der SPD kapiert es der linke Flügel nicht. Und damit Sie das einordnen können, ich war 30 Jahre Mitglied dieser Partei, bis mir das "dann geh doch zur CDU" zu viel wurde. Die aktuellen Sterbehelfer heißen mMn übrigens Schulz, Nahles, Gabriel und Kühnert.

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mkpeter 14.02.2018, 03:24
156. Ur-Wahl

Eine Partei und eine zukünftige Parteivorsitzende sind für mich wenig glaubwürdig, wenn man den Mitgliedern zwar die Entscheidung über eine neue Bundesregierung zutraut, bei der Wahl des oder der Vorsitzenden aber vor einer Ur-Wahl durch die Mitgliedern kneift.

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petromax 14.02.2018, 12:08
157.

Zitat von skeptikerjörg
Wir könnten jetzt wahrscheinlich tagelang diskutieren. ...
besser nicht. Das Godesberger Programm. Natürlich erinnere ich das, uralter Schnee von vorvorgestern...

Das Godesberger Programm war von 1959 bis 1989 das Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Ein außerordentlicher SPD-Parteitag in der Stadthalle von Bad Godesberg, heute ein Stadtbezirk Bonns, verabschiedete es mit großer Mehrheit am 15. November 1959. Mit diesem Grundsatzprogramm kam der Wandel der SPD von einer sozialistischen Arbeiterpartei hin zu einer Volkspartei zum Ausdruck. Zentrale Elemente des Godesberger Programms gelten bis heute – hierzu gehören das Bekenntnis zur Marktwirtschaft und zur Landesverteidigung, die Formulierung von Grundwerten und der Anspruch, Volkspartei zu sein.

Hmhm. Volkspartei - mit 17 %. Da haben wohl einige den Schuß noch nicht gehört, die dieses Programm immer noch vertreten.

Lafontaine? Naja - wenn Sie ein Feindbild brauchen, bitteschön.

Zitat von
Die aktuellen Sterbehelfer heißen mMn übrigens Schulz, Nahles, Gabriel und Kühnert....
Kühnert ist Juso-Chef - falls Sie es nicht wissen - die „gewendete“ Frau Nahles war auch einmal Juso-Chefin.

Die aktuellen Sterbehelfer heißen Klingbeil & Consorten - Schulz wurde von deren Gnaden Parteivorsitzender - seit gestern abend offiziell Geschichte.

Zitat von
Mehrheiten sind nur in der Mitte zu holen, wobei es egal ist, ob man sich der Mitte von links oder von rechts nähert. Selbst bei den GRÜNEN haben die Fundis das kapiert, nur in der SPD kapiert es der linke Flügel nicht.
Sie haben entweder meinen Beitrag nicht verstanden, oder gar nicht gelesen.

Der linke Flügel spielt keine Rolle - und genau das ist das Problem.

Die "Mitte" wird von der CDU/CSU/FDP/den Realo-Grünen besetzt. In welcher Zeit leben Sie eigentlich?

Zitat von
Und damit Sie das einordnen können, ich war 30 Jahre Mitglied dieser Partei, bis mir das "dann geh doch zur CDU" zu viel wurde.
Das war dann eine offenbar korrekte Empfehlung.... .

Vielleicht macht der Seeheimer Kreis mal einen Flyer - wie Westerwelle: 15 % + X......

Diese Partei ist tot - und schleppt sich jetzt mit dem geschröderten Scholz über die Runden:

Während der Kanzlerschaft Gerhard Schröders (1998 bis 2005) setzte er sich für dessen Reformpolitik ein wurde er dem Kreis der „Schröderianer“ zugerechnet. Er galt zudem als Pragmatiker[21] und half etwa als Arbeitsminister in der großen Koalition 2005–2009 maßgeblich mit, die Rente mit 67 durchzusetzen.[22] Vor der Bundestagswahl 2009 nannte er die programmatischen Unterschiede zwischen SPD und Die Linke „größer als zu allen anderen Parteien“.

Schröder hat der Partei - als Egomane der er immer noch war und ist – schon damals als „Genosse der Bosse“ schwerst geschadet, erinnern Sie sich noch?
Daran krampft der Laden bis heute.... .

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tomsperl 22.04.2018, 23:49
158. Wow, Frankenstein's Monster...

...wird Chefin der sPD! Wäre ja nicht so als wenn die "liebe Frau Nahles" nicht alle der miesen, asozialen Entscheidungen (welche nur die Reichen und die Lobbyisten bzw. deren Bosse freuen) mitgetragen hätte!

Soweit mir bekannt war diese "Dame" (ich benutze das Wort vorsichtig, denn mit ihrem infantilen "Bätschi" und "auf die Fresse" (sogar das "Jagen" der AfD ist hier erwachsener!) etc. kommt sie mir eher wie eine ehemalige Koma-Patientin vor die Jahrzehnte lang im Wachkoma lag und jetzt im Körper einer erwachsenen Frau steckt, aber geistig noch ein Teenager ist!) sogar schon zur Zeit des asozialen Kanzlers Schröder (der astreine Unionspolitik gemacht hat - nicht umsonst verteidigt die Union die Agenda 2010 gegen Kritik und verbreitet das Märchen des kranken Mannes von Europa weiter! Nein, das waren wir nicht! Es war nur eine wirtschaftliche Abkühlung die es nicht rechtfertigt arbeitende Menschen in die Armut zu treiben, die Rentner zu ruinieren, das Gesundheitssystem zu zerstören (arme Menschen erkennt man jetzt an ihren Zähnen bzw. daran das sie hässliche Brillen haben, weil die GKV solche Sachen nicht mehr bezahlt!), den Niedriglohnsektor und die Zeitarbeit aufzublasen (anstatt, wie Russland - nein, ich bin kein Putin-Fan (im Gegenteil!) - diese zu verbieten!) etc. etc. (von Hartz IV gar nicht zu reden...einen reichen Ausbeuter von einem Manager Sozialpolitik machen zu lassen gehört bestraft!) - und meiner Ansicht nach eher eine CDU-Kanzler als ein SPD-Kanzler war!) Einflussreich (sie hat sich gegen den damaligen Parteichef zur Generalsekretärin wählen lassen!)!

Ergo ist diese Frau zur Erneuerung der Partei total ungeeignet! Sie will diese ja nicht mal (es geht eher darum dass das "Pack", danke Herr Gabriel, ruhe gibt! Die werden schon wieder SPD wählen!) und selbst wenn sie es wollen würde:

So kann sie nicht am Vormittag am Regierungstisch sitzen und Unionspolitik mit tragen und am Nachmittag das Profil der SPD schärfen - denn dazu muss sie ja gegen die Regierung Position beziehen, was sie nicht kann bzw. darf!

Für echte Erneuerung braucht es neue Köpfe, eine neue Satzung (die die Macht des Seeheimer-Kreises und der Partei-Führung bzw. der Partei-Elite beschneidet!) und eine neues "Godesberger Programm" (d.h. zurück zu sozialer Politik für den Bürger - nicht für Reiche und Unternehmer! BACK TO THE ROOTS!)

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tomsperl 22.04.2018, 23:59
159.

Zitat von dwg
Das wird nichts. Frau Nahles polarisiert - einen kann sie höchstens den Teil, der auf ihre krawallige Art anspricht. Das mag bei den Parteimitgliedern noch ausreichen, jedoch verstört das einen weiteren Teil der potentiellen Wähler. Dann noch die "alternativen" Außenminister Maas, Opppermann, oder Barley. Da hat niemand das nötige Format. Gabriel hat sich nun ja selber heraus katapultiert (einen Tag lang die Klappe gehalten und er wär's).
Was? Herrn An-Maas-end schlagen sie vor? Nein danke, sein NetzDG (Verfassungswidrig!) und seine "nette" Anklage gegen Netzpolitik.org (Landesverrat für etwas das die Aufgabe von Medien und Journalisten exakt trifft, nämlich der Politik als "vierte Gewalt" auf die Finger zu schauen!) liegen mir noch schwer im Magen (er hätte damals aus dem Kabinett entfernt werden müssen, aber Anstand haben Politiker heute leider nicht mehr, auch wenn sie gerade einen astreinen Bock geschossen haben!)...ps: Dieser falsche Fünfziger ist ja jetzt leider Außenminister...schlimm das so eine Witzfigur uns repräsentieren darf!

Auch die anderen Beiden wären eher Gift...warum nicht Herrn Kühnert? Der ist jung, aktiv, dynamisch und lässt sich noch was sagen (ohne sich an der Nase herumführen zu lassen bzw. keine eigene Meinung zu haben!) - außerdem gehört er NICHT zur Partei-Elite bzw. zur jetzigen Parteiführung (er ist zwar auf dem Sprung da hin, aber eben noch nicht drin!)

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