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Designierter Bürgermeister Bovenschulte zu Seenotrettung: "Bremen ist ein sicherer Ha
JONAS NOLDEN/EPA-EFE/REX

Rot-Grün-Rot - jetzt auch im Westen: SPD-Mann Andreas Bovenschulte setzt in Bremen auf ein Linksbündnis. Im Interview spricht er über die Probleme der Stadt, seine Partei und das Sterben im Mittelmeer.

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fridericus1 09.07.2019, 11:54
1. Der beste Schutz ...

... der Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer ist es, sie daran zu hindern, nicht hochseetüchtige Gefährte zu besteigen, auf die hohe See hinaus zu fahren und sich dadurch in Gefahr zu begeben. Wie man die Menschen daran hindert - und vor allem Kriminelle daran hindert, sie dazu zu bringen - sollte vorrangig Ziel europäischer Aktivitäten sein. Denn eine lückenlose Überwachung des Mittelmeeres ist nich möglich.

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whitewisent 09.07.2019, 12:09
2.

Solange Bremen Nettoempfänger des Länderfinanzausgleichs ist, wirkt das "wir sind bereit zu helfen" etwas merkwürdig. Es wird eben auch das Missverständnis verstärkt, dass man sich bei Seenot aussuchen kann, welchen "sicheren Hafen" man will. Wenn es Praxis wird, die Gerettenen direkt nach Bremen zu bringen, wäre es wesentlich einfacher, dieser Aussage zu folgen.

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tpro 09.07.2019, 12:10
3.

"...Bildung hat hohe Priorität, da sind sich SPD, Grüne und Linke einig..."

Einig sein reicht nicht. Man muß auch etwas machen. Ein Bremer Abitur reicht nur zum Schullehrer in Bremen.

"....Ich will die sichere und saubere Stadt. Dass wir liberal und weltoffen sind, heißt nicht, dass wir Müll und Kriminalität gut finden...."

Dann mal los. Ich habe noch nie eine so schmutzige Stadt rund um den Bahnhof gesehen, wie Bremen.

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Cannonier 09.07.2019, 12:11
4. Ein positives Signal aus Bremen

Ich hoffe die Kapitäne und Kapitäninnen beherzigen die Botschaft. Wem also etwas an den Menschen liegt die er rettet lässt sich nicht auf wochenlanges, grausames Gezerre mit Italien oder Malta ein, sondern steuert den sicheren Hafen Bremen an. Das könnte auch der anti-deutsche Stimmungsmache Salvinis und Orbans den Boden entziehen.

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j.soergel 09.07.2019, 12:15
5. Wenn er das mit den sicheren

Hafen als regierender Bürgermeister als politisch beschlossener Verwaltungsakt verabschiedet ist alles andere nur noch eine Frage der logistischen Organisation und einer etwas höherer Spendenbereitschaft für die Seenotretter. Zusätzlich finanziert zu der bestehenden Flotte müssten etwa 3 grössere Shuttleschiffe, die zwschen Mittelmeer und Bremen pendeln, wobei die erstrettenden kleineren Schiffe, die Geretteten auf hoher See an die grösseren Schiffe übergeben können, bis die jeweils voll sind und sich auf den Weg machen können. Dieses ganze Theater mit Italien / Malta könnte so elegant „umschifft“ und die europäische Verteilung von Bremen/Deutschland aus effizient organisiert werden.

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Korken 09.07.2019, 12:21
6. Wie #1 schon treffend darstellt

Beitrag #1 hat es schon treffend beschrieben. Meiner meinung hat Herr Bovenschulte auch ein bisschen was durcheinandergebracht. Gehen wir mal auf die erste Antwort ein und verzichten auf unnötige Adjektive wie "jämmerlich" und dergleichen. Seenotrettung ist selbstverständlich kein Verbrechen, wie kommt er auf die Idee, dass dies nur für ihn feststehe? Es ist sogar eine Pflicht eines jeden Schiffsführers. Daher muss das auch nicht in staatliche Hände gelegt werden (kann natürlich zusätzlich gemacht werden wenn man will) aber jeder, der zufällig am Platz ist, ist verpflichtet, zu helfen. Zu unterscheiden davon bleibt allerdings Missbrauch und damit erzwungen herbeigeführte Notmaßnahmen, die anderweitig (indem man den tatsächlich wirklich nächsten sicheren Hafen ansteuert) viel schneller gelöst werden können, so dass den aufgenommenen Hilfe an Land zugeteilt werden kann.

Nun denn, er erwartet in der zweiten Antwort Lösungen der "Zuständigen". Wer könnte das sein? Ansonsten müsse man über Alternativen nachdenken... nun ja, welche Alternativen? Wird hier eine Drohung versteckt? Oder sollte man vielleicht tatsächlich darauf hinarbeiten, den Schleppern nicht mehr zu helfen und von vornerein zu verhindern sucht, dass man mit einem Schlauchboot aufs Meer will?

In der dritten Aussage ist Bremen selbstverständlich ein sicherer "Hafen" wie tausende andere auch. Man frägt sich, was diese Frage und Klarstellung überhaupt bezweckt. Nachdem nun genug Bühne für Worte gegeben wurde sollte man vielleicht mal was tatkräftiges tun.

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hansriedl 09.07.2019, 12:21
7. Migrationsexperte Knaus

Deutschland soll gerettete Flüchtlinge aufnehmen. Die von deutschen Schiffen geretteten Bootsflüchtlinge sollten nach Deutschland gebracht werden, fordert der Macher des EU-Türkei-Deals. Italiens Innenminister Salvini kritisiert er scharf.
Die von deutschen NGOs geretteten Menschen, bei denen es sich lediglich um einige Hundert im Monat handle, sollten nach Deutschland gebracht werden, sagt Knaus. Damit würde man Salvini seinen falschen Mythos wegnehmen.

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weltverbesserer75 09.07.2019, 12:30
8.

Das Problem ist aktuell, dass sich die Geflüchteten, bevor sie gerettet werden, immer erst auf dem Mittelmeer in Lebensgefahr begeben müssen. Weshalb setzt die EU und insbesondere Deutschland nicht darauf, dass diese lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer künftig nicht mehr nötig ist? Da gäbe es viele Ansatzpunkte, beispielsweise könnte die EU Schiffe direkt an der Küste Libyens stationieren, die die Geflüchteten in sichere Häfen in Europa bringen. Ebenso verstehe ich nicht, weshalb die Geflüchteten Schlepper bezahlen müssen, um diese unsichere Reise nach Europa anzutreten, wenn sie für das Geld auch mit dem Flugzeug nach Europa gelangen könnten. Auch hier kann Deutschland und die EU ansetzen und diesem Schrecken auf dem Mittelmeer ein Ende bereiten, wenn sie Geflüchteten erlauben würden, sicherere Wege nach Europa zu nehmen.

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Thilo_Knows 09.07.2019, 12:32
9. Bremen ist ein Sanierungsfall

Hat man in Bremen zu viel Geld? Soweit ich weiß, hängen die seit Jahrzehnten am Tropf des Länderfinanzausgleichs. Also mit wessen (Steuer!)Geld möchte man die Versorgung der Einwanderer finanzieren? Gibt’s in Bremen nicht reichlich sozial Schwache, die Unterstützung gut gebrauchen könnten? Aber typisch Linke: Ganz groß darin, das Geld anderer Leute auszugeben. R2G ist und bleibt ein Schreckgespenst für jeden, der für sein Geld arbeiten muss und seiner Familie einen bescheidenen Wohlstand ermöglichen möchte.

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