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Designierter Verteidigungsminister: Obamas Kandidat blamiert sich im Kreuzverhör
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Kreuzverhör, Finten, Wortgefechte: Barack Obamas designierter Verteidigungsminister Chuck Hagel musste sich durch achteinhalb Stunden Befragung im Senat quälen. Die Republikaner waren aggressiv, Hagel nicht gut vorbereitet - jetzt muss er zittern.

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Rahvin 01.02.2013, 10:17
10. optional

Diese Form der Befragung und das Bestehen auf "Ja" oder "Nein" als einzig möglicher Antwortform sind extrem unsinnig. Das Ganze ist ein Mediengetöse um nichts, in dem sich Republikaner aufspielen, die Geschichte zu kennen: Die Situation im Irak als gut zu bezeichnen ist gelinde gesagt zynisch. Die Position der Amerikaner gegenüber Israel ist extrem unkritisch und hat sicher keine Menschenfreundlichkeit als Grundlage. In diesem Tenor geht diese Befragung weiter, und am Ende wollen die Senatoren als Rockstars der Wahrheitsfindung gefeiert werden. Die Befragung diente wohl eher der Profilierung der Fragenden, weniger der Klärung, welche Positionen der Kandidat denn nun tatsächlich einnimmt. Schlecht vorbereitet war er trotzdem, und DAS ist das einzige Kriterium, das für mich wirklich zählen würde.

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coyote38 01.02.2013, 10:27
11. Billigste Polemik ...

... aber etwas anderes ist von stockkonservativen (um kein "schärferes" Wort zu benutzen) Republikanern auch nicht zu erwarten.
Es ist ein GANZ EINFACHER und ebenso uralter wie bekannter rhetorischer Trick, eine komplexe Frage, die in der Beantwortung einer hintergrundigen Ausführung und Begründung bedurft hätte, auf eine "Ja-oder-Nein-Erwartungshaltung" zu reduzieren. Weder "ja" noch "nein" werden der Frage gerecht und im Ergebnis steht der Antwortende wenigstens als inkompetent und kurzsichtig da. Wenn man es schafft, die Fragestellung sogar noch mit einer moralischen Dimension zu versehen, dann steht der Antwortende sogar als unglaubwürdig, verlogen und moralisch höchst zweifelhaft da. Ein solches Vorgehen erspart dem Fragenden die leidige Notwendigkeit der sachlichen Diskussion, weil man bequem aus der Position eines vermeintlichen moralischen Gefälles hinaus "argumentieren" kann.
In Methode und Duktus sehr nahe an Roland Freislers Volksgerichtshof aber UNGLAUBLICH wirkungsvoll ... allemal dann, wenn der Befragte nicht darauf vorbereitet ist.

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Worldwatch 01.02.2013, 10:39
12. Der Senat war scharf ...

... aber auch nicht unueblich scharf in seiner Befragung. Man mag mit guten Gruenden die Art und Weise der kreuzverhoer-aehnlichen Befragung kritisieren, und auch den Sinn und Zweck von "Ja-Nein/Schwarz-Weiss" Fragen in Frage stellen.

Aber das politische System der 'checks & ballances' der angloamerischen Politik, also der gegenseitigen Kontrolle, vor allem wenn, wie in der Vergangenheit der bundesrepublikanischen Politik eine "Opposition" versiegt und nicht stattfindet, hat seine Vorteile.

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spmc-135322777912941 01.02.2013, 10:51
13. Ach so ...

Zitat von maxderzweite
Dieser Mc Cain...in den Irak einmarschieren und selbst vor der UNO die falschen Gründe angeben...und dann so einen dreisten Satz sagen. Ich würde sagen jeder einzelne Senator der für den Irakkrieg gestimmt hat steht auf der falschen Seite der Geschichte...
Hillary Clinton z. B.

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spmc-135322777912941 01.02.2013, 10:58
14. Zeichen der Überparteilichkeit - oh Ihr Ahnungslosen

Zitat von f_aus_m
wie schon Vorkemmentatoren angemerkt haben (mit freislerisch usw.) war die Befragung nicht nett/jovial. Aber er muss sich den Respekt auch erkàmpfen, will er doch Verteidigungsminister der stàrksten Atommilitàrmacht der Welt werden. Tea party Jùnglinge werden auch von Mc Cain nicht ernst genommen, er will aber, dass ein Verteidungsminister im Stress den Ueberblick behàlt und das gefecht der verbundenen Waffen beherrscht. McCain geht es doch nich um seine Positionen von damals, er ist doch viel zu intelligent, um deren tw. Fragwùrdigkeit nicht erkannt zu haben. Klassische Prùfungssituation: Wie regaiert der Kandidat unter Stress? Denn dann wird deutlicher, wie gefasst ein Mensch bei echter Gefahr, in verwirrenden Situationen ist!
ein Versuch einen sog. Republikaner zu instrumentalisieren um die Partei zu spalten. Die Schwachpunkte Hagels waren im Vorfeld bekannt, seine Aussagen, die zu erwartenden Angriffspunkte, alles, aber auch alles war bekannt. Und trotzdem war er so schlecht vorbereitet dass der Obamafreundliche Spiegel von Blamage schreiben muss. Der Mann hat, wie vorhergesagt, nicht das Format für einen Verteidigungsminister der USA, vielleicht wäre er für San Marino gerade noch zu gebrauchen.

Und für die ganz Unwissenden: Es ging nicht um Irak im allgemeinen sondern umden Surge, der von Obama veranlasst wurde und den Hagel als den grössten militärischen Fehler seit Vietnam bezeichnet hatte.

Und dann noch die Bemerkung, er habe eh nichts zu sagen bestätigt doch ganz klar dass Hagel sich als nicht denkenden Befehlsempfänger Obamas sieht. Auch das war vorgesagt. Obama ist doch nicht zu klug wie er sich gibt.

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Berlin-Fan 01.02.2013, 10:58
15. Rethorisches Getöse

Wer in den USA Politikprofi sein will, muss mit Ja/Nein-Fragespielen umgehen können. Dass eine solche Performance aber nichts über die Eigung zum Ministeramt aussagt, ist auch klar.
Dennoch haben wir uns ja auch gefreut, als Mrs. Palin bei einfachen Fragespielen in Talk-Shows kläglich versagte. Ihre Eignung musste zum Glück nicht auf die Probe gestellt werden.
Übrigens: wie antwortet man eigentlich, wenn man nur Ja/Nein sagen kann auf die Frage: Haben Sie inzwischen aufgehört, ihre Kinder zu schlagen, oder tun Sie das noch immer?

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Freewolfgang 01.02.2013, 10:59
16. Kein Wunder...,

Zitat von sysop
Kreuzverhör, Finten, Wortgefechte: Barack Obamas designierter Verteidigungsminister Chuck Hagel musste sich durch achteinhalb Stunden Befragung im Senat quälen. Die Republikaner waren aggressiv, Hagel nicht gut vorbereitet - jetzt muss er zittern.
... dass die Republikaner diesen Kandidaten so hart rannehmen. Schließlich ist es alles andere als in ihrem Interesse, dass Obama hier eine Art "Große Koalition" zu installieren beginnt, indem er einen Republikaner in die Verantwortung nimmt.

M.E. ist es eine hervorragende Wahl, einen ehemaligen Soldaten zum Verteidigungsminister zu machen. Er weiß wie es sich anfühlt, zu bluten...

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_derhenne 01.02.2013, 11:00
17.

Zitat von spmc-135322777912941
Hillary Clinton z. B.
Hm, ja und? Ist @maxderzweite ausgesprochener Fan von Frau Clinton, oder wozu dient der Einwurf? Ich verstehs nicht, bitte klären Sie mich auf.

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plleus 01.02.2013, 11:01
18. Unsinn

Zitat von ITWorker
Ich kann fuer den Mann kein Mitleid empfinden. Man stelle sich mal vor, dass so einer ueber Krieg und Frieden entscheiden darf. Es scheint wahnwitzig diese Aufgabe in die Haende eines Mannes zu legen, der nicht mal weiss warum er sich wann, wie entschieden hat.

Was für ein Unsinn, in dieser Funktion kann er nicht über einen Krieg entscheiden.
Wenn man ihn ausreden lassen würde, könnte er sicher einiges klären. Aber das war ja wohl nicht Sinn diese Show.

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plleus 01.02.2013, 11:07
19. Vorteile

[QUOTE=Worldwatch;11907718
Aber das politische System der 'checks & ballances' der angloamerischen Politik, also der gegenseitigen Kontrolle, vor allem wenn, wie in der Vergangenheit der bundesrepublikanischen Politik eine "Opposition" versiegt und nicht stattfindet, hat seine Vorteile.[/QUOTE]


Wo bitte ist oder waren denn die Vorteile dieser angeführten Kontrolle?
In dieser unsinnigen Befragung von Kandidaten ist doch nur Polemik und ansonsten nichts von Wert.

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