Forum: Politik
Designierter Verteidigungsminister: Obamas Kandidat blamiert sich im Kreuzverhör
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Kreuzverhör, Finten, Wortgefechte: Barack Obamas designierter Verteidigungsminister Chuck Hagel musste sich durch achteinhalb Stunden Befragung im Senat quälen. Die Republikaner waren aggressiv, Hagel nicht gut vorbereitet - jetzt muss er zittern.

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uselessdm 01.02.2013, 11:24
20. Lächerlich

Die ganze Veranstaltung ist ja lächerlich. Sobald er eine Antwort geben wollt die aus mehr als einem Wort bestand wurde ihm ja scheinbar sofort das Wort abgeschnitten. Damit haben sich die Republikaner wieder mal disqualifiziert.

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denkdochmal 01.02.2013, 11:49
21. Eine Demonstration...

Zitat von sysop
Kreuzverhör, Finten, Wortgefechte: Barack Obamas designierter Verteidigungsminister Chuck Hagel musste sich durch achteinhalb Stunden Befragung im Senat quälen. Die Republikaner waren aggressiv, Hagel nicht gut vorbereitet - jetzt muss er zittern.
ur-demokratischer Gepflogenheiten. Meine Hochachtung! ;-)

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konrat-kommunikator 01.02.2013, 11:50
22. Inquisition

Jede Frage darf nur einmal gestellt werden,
die Befragug darf nur eine halbe Stunde andauern-
so lernte ich mal über die Eindringliche-Befragung.
Todesurteile fällte die Kirche keine -

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viceman 01.02.2013, 11:52
23. ist klar, daß sich jeder

Zitat von sysop
Kreuzverhör, Finten, Wortgefechte: Barack Obamas designierter Verteidigungsminister Chuck Hagel musste sich durch achteinhalb Stunden Befragung im Senat quälen. Die Republikaner waren aggressiv, Hagel nicht gut vorbereitet - jetzt muss er zittern.
der derart angegangen wird verhaspeln muß.und wenn hagel schon länger in der politik ist, dann hat er auch schon viel sachen gesagt, die angriffspunkte bieten. typisch ein 42 jähriger tea-party-senator, der mit verdrehten/falschen zitaten vorgeht und über den angeblichen "kriegshelden" mc cain erübrigt sich jeder kommentar...

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winkdon 01.02.2013, 11:54
24. ...

Zitat von sysop
McCain: "Gut, dann vermerken wir im Protokoll, dass Sie die Antwort verweigern. Die Geschichte hat längst ein Urteil gefällt, und Sie sind auf der falschen Seite."
Die Geschichte hat noch kein Urteil gefällt. Die Amerikanische Öffentlichkeit hingegen schon: Chuck Hagel steht auf der richtigen und John McCain auf der falschen Seite. Der Irak-Krieg war ein riesiger Flop, der auf den Lügen der Neocons aufbaute. Die Geschichtsschreibung wird dereinst zu den gleichen Ergebnissen kommen wie die Amerikanische Öffentlichkeit heute.

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spmc-135322777912941 01.02.2013, 11:55
25. Auch der unfähige Hagel wird knapp durchkommen

Zitat von poensi
,,, muß ich meine Unwissenheit gestehen. Ich dachte immer der gewählte Präsident darf seinen Ministerstab alleine bestimmen. Da gewinnt einer die Wahl und muß sich gleich danach wieder mit dem seit Jahren blockierenden Senat und Kongress rumschlagen, für mich persönlich ein äußerst dummes Prinzip. Aber, ich lasse mich gerne belehren.
auch wenn der Iran so viel lobende Worte für ihn übrig hat.

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westerwäller 01.02.2013, 11:56
26. Da will der Friedensfürst ...

... einen Friedensprinzen als Kriegsminister (oh Pardon: Verteidigungsminister) und die erzreaktionäre (um gemäß einem Mitforisten nicht von Schlimmerem zu reden) Clique einer Partei der Leute, die im letzten Jahrtausend stehengeblieben sind, untersteht sich, ihm unangenehme Fragen zu stellen ...

Der Sturm der Empörung im SPON-Forum wird nur noch übertroffen vom Diesellärm der Farmer im Mittelwesten, die sich - Mistgabeln und Sensen schwingend - gen Washington aufmachen, um die sozialistische Revolution zu verteidigen.

Hier ist ein klarer Klassenstandpunkt gefragt (oder etwa schon verlernt?):

Schützt den US-Verteidigungsminister!

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gercon 01.02.2013, 12:09
27.

"Mit einem Scheitern allerdings ist trotz der mauen Performance vorm Verteidigungsausschuss nicht zu rechnen."

Steht im 12. Kapitel. Ich frage mich, wo der Sinn dieses Berichtes liegt? Jeder, der sich einigermaßen mit diesen US Senatsausschüssen auskennt, weiß, dass das alles nur Show ist. Natürlich wird Hagel gewählt.

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plleus 01.02.2013, 12:11
28. Hagel

Zitat von spmc-135322777912941
Auch der unfähige Hagel wird knapp durchkommen.... auch wenn der Iran so viel lobende Worte für ihn übrig hat.

Und wie messen Sie die Fähigkeit oder Unfähigkeit eines Kandidaten in diesem Fall?
Was die Bemerkung über den Iran angeht, bleibt wohl deren Sinn im Dunkel.

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Dr_EBIL 01.02.2013, 12:27
29. Auf Linie trimmen....

.... nennt man das. Hagel wirkte so unsicher und verloren, denn würde er die Fragen, die im rechtslastigen Radiostil von Rush Limbaugh und Bill O'Reilly gestellt wurden, ehrlich beantworten, hätte das einen Bruch mit seiner Partei bedeutet. Er musste also seine verrückten Kollegen von der Teepartei-Fraktion beruhigen ohne die Demokraten und - falls es das noch gibt - gemässigte Republikaner vor den Kopf zu stossen. Vielleicht wurde ihm auch während der 8h klar, dass er sich diesen Affenzirkus nicht antun will oder auch wie ideologisch kaputt seine eigene Partei ist.

Wenn man Chuck Hagel und seine Gegenspieler, Teepartei-Jünger wie Cruz, der Israel-Lobby oder einfach rückratlose Typen wie McCain mit Ronald Reagan, dem Jesus der Republikaner, vergleicht, wird man feststellen:

Hagel vertritt z.B. wie Reagan die Position nuklearer Abrüstung. Die Teepartei-Fraktion dagegen zeigt immer wieder, dass sie sich zwar gerne als Christen oder Reagan-Verehrer betiteln, aber wenn es um das geht, was ihre vermeintlichen Idole gepredigt haben, nehmen sie es nicht so genau und propagieren öfter mal das Gegenteil. Die Teepartei-Brüder sind aber in vielen Positionen radikaler Reagan und die Republikaner früher waren. Die Teepartei-Fraktion regt sich z.B. auf, dass Hagel die Kriegsführung im Irak Nachhinein kritisiert hat. Dabei hat Hagel immer alle Entscheidungen unter Bush mit durchgewunken. Er war also selbst in der Bushregierung folgsam. Aber das reicht einem Teebeutel nicht. Der Krieg muss auch als fehlerlos charakterisiert werden. Man darf nie Kritik äussern. Die Truppenaufstockungen waren natürlich aus Teepartei-Sicht berechtigt, auch wenn manche Generäle es anders sahen. Teebeutel-Brüder hätten auch den Vietnamkrieg weitergeführt – bis zum Endsieg.

In Wirklichkeit geht es den Teepartei-Lobbyisten - das sind sie nämlich wirklich - darum die Ausgaben für den Verteidigungsetat und Subventionen für Israel, wovon ein zu grosser Teil als Aufträge an ihre Sponsoren aus der Rüstungs- und Söldnerindustrie geht, zumindest auf dem jetzigen Niveau zu halten, wenn nicht zu erweitern. Dafür werden sie bezahlt. Dafür müssen sie kämpfen.

Dabei hat der US-Verteidigungshaushalt schon einen Umfang grösser als der aller Staaten, die auf Position 2-13 der grössten Verteidigungsbudgets und Armeen weltweit folgen. Die Teepartei-Brüder müssen deshalb so extrem sein und solche hetzerischen Fragen stellen, weil ihre Position so extrem ist. Sonst könnten vernünftige Leute, wie es vielleicht Chuck Hagel sein könnte (eher zweifelhaft), auf die Idee kommen, den Etat zu kürzen, damit die USA dringend benötigtes Geld in ihr eigenes marodes Land umleiten für Schulen, Polizei, Sozialausgaben oder Infrastruktur. Die Republikanische Partei dagegen ist schon lange tot, genauso wie sich ihr vermeintlicher Held Reagan im Grab umdrehen würden, wenn er dieses Schauspiel der Teepartei-Lobbyisten sehen würde.

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