Forum: Politik
Deutlicher Zuwachs: AfD gewinnt rasant an Mitgliedern
DPA

Die Alternative für Deutschland zählt mittlerweile fast 20.000 Mitglieder. Damit hat sich die Zahl innerhalb von anderthalb Jahren mehr als vervierfacht. Besonders die Wahlerfolge treiben der AfD neue Anhänger zu.

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kenterziege 06.10.2014, 13:22
220. Ich habe fast das Gefühl...

Zitat von dertieftaucher
...bekomme ich einen ernsthaften Brechreiz. OK, die Afd ist eine Protestpartei und die haben als Ablassventil durchaus ihre Berechtigung. Aber noch nie kam eine Protestpartei so armselig und kleinkariert daher wie die Afd. Sie ist die Partei all der kleinen Loser, die selbst nichts auf die Reihe kriegen und dafür gern die Politik, Europa, die Schwulen oder die Migranten verantwortlich machen. Einfach widerlich.
....der kleine Loser sind Sie! Wahrscheinlich haben Sie noch nicht einmal das Arbeitseinkommen, dass ehemalige Leistungsträger als Pension haben!

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curiosus_ 06.10.2014, 13:24
221. Damit wären wir mal wieder ….

Zitat von nixkapital
Schlimm ist nur, das alle Parteien an der kurzfristigen Denke leiden. Niedrige Löhne werden auf die Preise drücken. Es setzt dann die Abwärtsspirale ein, die dann den Konsum im Binnenmarkt senkt. Man weicht dann in den Export aus, dessen "Konsumlaune" mit Krediten befeuert wird. Wenn dann die Blase platzt, bezahlt's ja eh der Depp, der Steuern zahlt.
…. bei meinem absoluten Lieblingsthema:

Wir haben in Deutschland das Problem, dass wir Exportüberschussweltmeister sind.

Der € macht Lohndumping in D überhaupt erst möglich. Dadurch hat sich seit der €-Einführung ein Leistungsbilanzüberschuss von 1,6 Bio. € angesammelt, zwangsläufig verknüpft mit 1,8 Bio. € Kapitalexport.

Das Kapital wurde von denjenigen exportiert, die die Exportüberschüsse eingefahren haben. Und das waren sicher nicht die abhängig Beschäftigten.

Zu DM-Zeiten hätte das nie und nimmer funktioniert, da die DM munter aufgewertet hätte. Hat sie z.B. von 1960 bis 1996 um 178% ggü. dem $.

Früher, zu Karl Schillers Zeiten, als noch fachkundige Experten zu Wirtschaftsministern ernannt wurden, war das als „Sozialdividende“ bekannt. Sprich, die Kaufkraft der abhängig Beschäftigten stieg aufgrund der durch die Aufwertung sinkenden Importpreise.

Damals goss man diese Erkenntnis auch noch in so Gesetze wie dem „Stabilitätsgesetz“. Dort steht als einem von 4 Zielgrößen:

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Aber heute sind unsere fachfremden Wirtschafts-Politiker komplett (Export-Industrie-) Lobbyistenverseucht. Da versteigt sich sogar ein SPD-Wirtschaftsminister zu solchen Aussagen:

fordert die Gewerkschaften in der aktuellen Tarifrunde auf, keine überzogenen Lohnforderungen zu stellen: Laut Gabriel müssten Produktivität und Lohnhöhe „korrespondieren“

Dass sie das spätestens seit der der €-Einführung sicher nicht getan haben wird hier belegt. Die Produktivitätszuwächse gab es zwar, aber nicht für die Beschäftigten.

Also, munter weiter so. Letztes Jahr hatten wir ja „nur“ über 7% des BIPs (200 Mrd. €) Wohlstand exportiert. Da ist noch was drin.

Übrigens – auch Lucke sieht das so:

Die Aufwertung eines „Rest-Euro“ ... erhöht die Kaufkraft deutscher Haushalte erheblich... Eine erhöhte Kaufkraft der deutschen Haushalte führt ... dazu, dass ....auch mehr inländische Waren gekauft werden, weil mehr reales Einkommen vorhanden ist. .....

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HighFrequency 06.10.2014, 13:25
222.

Zitat von suplesse
Zum Thema Einwanderung muss man nur die Geschichtbücher aufschlagen. Angefangen mal so 70000 v.Chr. bis heute. Man wird feststellen, dass auch die eigenen Vorfahren garantiert Einwanderer sind... Und da sollen wir nicht die paar Flüchtlinge verkraften können?
Sicher gab es früher viele Wanderbewegungen - die aber vielfach von Mord und Totschlag begleitet wurden.
Nur in jüngerer Zeit lief das friedlicher ab.
Wollen wir hoffen, dass nicht die Gewaltpotentiale, die immer noch im Menschen schlummern, wiedererweckt werden.

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gegenpressing 06.10.2014, 13:26
223.

Zitat von Zores
Grundlage des meinungspolitischen Diskurses sollte immer die inhaltliche Auseinandersetzung sein, sprich Überzeugung mit Argumenten. Beleidigungen und/oder Diffamierungen sind nicht zielführend und gehören eher in das Programm von RTL2.
Inhaltliche Auseinandersetzung? Ok.

erstens:
Die AfD will Banken und Staaten morgen pleite gehen lassen.
Wie will sie von dem Hintergrund der Folgen der Pleite von Lehman Brothers eine unkontrollierte Ansteckung der hiesigen Banken und die damit verbundenen Folgen für die Wirtschaft (Arbeitsplatzverluste, explodierende Sozialkosten usw. usf.) verhindern? Bitte um Stellungnahme.

zweitens:
Warum will die AfD eine Deutschquote im Radio? Sollten das nicht die Sender bzw. die Hörer selbst entscheiden dürfen? Wie passt das mit einer Partei zusammen, die sich selbst einen "freiheitlichen" Anstrich verpasst hat?

drittens:
Die AfD will die EU beschränken. In welchen Bereichen? Hat man sich dazu schonmal konkret geäußert? Welche Regelungshoheit will man denn der EU entziehen? In wiefern sollte es effizient sein, wenn jedes Land selbst sein eigenenes Süppchen darüber kocht, was auf Lebensmittelverpackungen stehen sollte oder ob eine Ware gefährlich ist. Kann mir das mal jemand erklären?
Will man Handelsklassen generell abschaffen? Bitte um KONKRETE Stellungnahme.

viertens:
Der Vorsitzende der AfD behauptet allen ernstes, in der DDR wäre die innere Sicherheit besser gewesen als jetzt. Ist Herrn Lucke bewusst, dass die offiziellen Kriminalitätsstatistiken der DDR nicht unbedingt der Realität entsprochen haben? Wie kann Herr Lucke ernsthaft behaupten, dass man Bürger in einem Land sicherer war, in dem man für einen politischen Witz eingesperrt werden konnte. Ist das Herrn Luckes Vorstellung von Sicherheit?

fünftens:
Warum beschweren sich gerade die AfD Politiker über Überfremdung, in deren Ländern die wenigsten Ausländer in ganz Deutschland aufhalten? Warum behaupten AfD Politiker, dass alle, die keine Anerkennung als Asylberechtigte bekommen, Wirtschaftsflüchtlinge sind, die das Asylrecht missbrauchen, um in Deutschland zu bleiben? Und das, wo sie doch wissen müssten, dass unter dem Rest sehr wohl Menschen sind, die vor Krieg flüchten oder denen in der Heimat Folter oder Todesstrafe droht.

Bitte eine kurze Stellungnahme zu obigen Punkten.

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meerrettich 06.10.2014, 13:28
224. Tja, ...

Zitat von friedrich_eckard
Von mir aus, wenn das die Zusammenarbeit von SPD, GRÜNEN und LINKEN erzwingt...
wenn die AfD allerdings bundesweit 7-8% oder mehr holt, können Ihre "Volksfront"-Parteien aber "zusammenarbeiten" so viel sie wollen. De facto läuft es dann doch immer nur darauf hinaus, daß sich SPD und Grüne darum balgen dürfen, von Mutti auserwählt zu werden.

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Manollo 06.10.2014, 13:48
225. Phobien?

Zitat von nixkapital
Das, was man zwischen den Zeilen liest, sagt mehr aus, als das, was Sie eigentlich schreiben. Bei so vielen Phobien fühlt man sich bei der AfD vielleicht ja sogar aufgehoben.
Sie halten die Niedrigstzinsen, mit denen vor allem kleine Sparer und Rentner enteignet werden, für eine "Phobie"? Wohl auch die dreisten Vertragsbrüche der EU-Apparatschicks, mit denen Milliardenschiebereien von Bank zu Bank Tür und Tor geöffnet werden? Dass D'land - etwa im rotgrünen NRW und Bremen - inzwischen Hochburg von Salafisten und Exporteur von Dschihadisten ist, entspringt natürlich auch alptraumhaften Horrorvisionen und hat nichts, aber auch gar nichts mit Realität zu tun.

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mfins 06.10.2014, 13:50
226. ja, und zahlen die Mitglieder wenigstens?

Vielleicht sind es viele aus der PIRATENPARTEI die den untergehenden Kahn links liegen gelassen und sich bei der AfD eine neue Heimat gesucht haben, wer weiß? Auf jeden Fall haben am Wochenende zum Landesparteitag der hessischen Piratenpartei von 1139 stimmberechtigten Personen (angeblich noch 1500 Mitglieder) lediglich noch rd. 85 Unbeirrbare (rd. 7,5%) am basisdemokratischen Zirkus teilgenommen. Ob das Problem der nichtzahlenden Piraten-Mitglieder (2/3, rd. 17.190 * 48 EUR/jährlich = 825.120 EUR Außenständen zahlen partout ihren Mitgliedsbeitrag nicht) ähnlich die AfD heimsuchen wird, bleibt abzuwarten. In den 20.000 Mitgliedern werden sich viele „Dünnbrettbohrer“ befinden, wobei der Mitgliedsbeitrag von 120,00 EUR/jährlich eine etwas andere Hausnummer ist. Wenn es passieren sollte, dass ähnlich, wie bei der Piratenpartei, 2/3 der Mitglieder ihren Mitgliedsbeitrag nicht bezahlen, wäre es ein finanzielles Fiasko für den Newcomer am politischen Firmament. Hingegen stecken es die Piraten scheinbar mal ganz locker weg, wenn niemand mehr seinen Mitgliedsbeitrag in der Partei zahlt. -:)

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CommonSense2006 06.10.2014, 13:54
227.

Zitat von rama-6
Also, für mich sind alles Spinner, die einer "Partei" hinterherlaufen, die noch nicht mal ein Wahlprogramm hat! Die diesen Spinnern noch nicht mal bei Wahlveranstaltungen sagen/Erklären kann, wie sie die vorgetragenen Argumente umsetzen will! Was sind Zuwanderer? Warum die Gesetzgebung zum Vorteil der Schwulen und Lesben abgeschaft werden soll? Wo steht Deutschland nach dem Austritt aus der EU? Wo steht Deutschland nach dem Austritt aus dem Euro?
Erstens gibt es natürlich ein Wahlprogramm, wenn Sie sich mal die Mühe machen würden, das uaf der Website er AfD nachzulesen, würden Sie so etwas nicht behaupten.

Zweitens steht da ganz klar drin, dass die AfD eine Zuwanderung nach kanadischem Vorbild für Deutschland will. Sie will außerdem auf gar keinen Fall das Asylrecht abschaffen, im Gegenteil möchte sie es verbessern und den Asylanten auch die Möglichkeit geben, zu arbeiten.

Die Gesetzgebung zum Vorteil der Schwulen und Lesben soll nicht abgeschafft werden, das steht da nrigendwo drin. Die AfD forddert nur, dass sich die Politik stärker auf die Familien und hier insbesondere auf die Kinder konzentrieren möge.

Der Austritt aus der EU wird nirgendwo gefordert, steht auch überhaupt nicht zur Diskussion.

Deutschland steht nach dem Austritt aus dem Euro-Währungsraum mittelfristig hoffentlich dort, wo Schweden oder Dänemark heute schon stehen, vielleicht noch etwas besser wegen der starken, exportorientierten Industrie Deutschlands.

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HighFrequency 06.10.2014, 13:57
228.

Zitat von Steve Holmes
Die AfD wird die Macht von Angela Merkel sichern, denn sie ist eine neue Koalitionsoption. So kann sie sich der SPD entledigen.
Na ja, dann müsste Mutti die AfD aber auf opportunes Stimmverhalten dressieren.
Würde man an den nächsten Entscheidungen zur EU und zum Euro erkennen - falls dafür unser Parlament überhaupt noch zuständig ist.
Wenn in einem solchen Falle die AfD Mutti-konform abstimmt, würde sie ihr eigenes Fundament unterminieren und wäre wohl bald Geschichte...

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medermark 06.10.2014, 13:58
229. Sie hat ihren Wert

Ich wähle die AFD nicht. Sie ist mir zu neoliberal. Nichtsdestotrotz muss man einräumen, dass die AFD
Werte wie Familie, Recht und Ordnung und ähnliches vertritt. Ob man diese Werte in der stringenten AFD Variante schätzt ist eine andere Frage. Aber im Vergleich zur neoliberalen FDP, die, moralisch ganz entseelt, nur noch die Steuersenkung für Reiche und den ungehemmten Cannabiskonsum für ihr libertäres Klientel fordert, ist da zumindestens noch etwas von moralischer Substanz bei der AFD. Auch die Europosition der AFD ist nicht gänzlich schlecht. Eine europäische Gemeinschaftswährung mag prinzipiell gut sein, aber der Euro kam andererseits viel zu früh, und Europa leidet sehr stark daran. Zu guter Letzt mischt die AFD das politische Spektrum auf und bringt frischen Wind in unsere politische Landschaft. Nein, ich wähle sie nicht, aber irgendwo hat ihre Existenz doch seinen Wert.

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