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Deutsch-französische Freundschaft: Was der "Vertrag von Aachen" verspricht
NEIL HALL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Er galt als Motor der europäischen Einigung: Jetzt wollen Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron den Élysée-Vertrag in Aachen ergänzen. Was steht drin?

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r.mehring 22.01.2019, 07:12
1. Etwas signifikant Neues kann ich nicht erkennen.

Es waren immer schon die Menschen die die Deutsch-Französische Aussöhnung voran getrieben haben. Die Arbeiten des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge die schon sehr früh in Frankreich arbeiteten. Gerade i der Normandie hörten sie anfangs immer den "Kosenamen" Boche wenn von ihnen die Rede war. Nach ein paar tagen oder Wochen aber kam es dann zu gemeinsamen Festen und Feiern. Dann fiel das Schimpfwort Boche nur noch viel liebevoller zum Necken. Nicht Parlamentarier haben diese langsame allmähliche Veränderung geschaffen sondern "einfache" Menschen in den Grenzgebieten.

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touri 22.01.2019, 07:14
2.

"Ein wichtiger Punkt ist die Schaffung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums, der bürokratische Hürden zwischen beiden Ländern abbauen soll. Dazu soll ein "Rat der Wirtschaftsexperten" entstehen, mit zehn unabhängigen Fachleuten."

Das hört sich für mich an, als ob man sich bereits jetzt auf ein scheitern der EU vorbereiten will. Oder warum braucht es einen deutsch-französischen Wirtschaftsraum innerhalb der EU?

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sam46 22.01.2019, 07:26
3. Dieser Vertrag von Aachen ......

ist in diesen Zeiten mit unfähigen Nationalisten und Rechtspopulisten wichtig für Europa . Schade dass diese Kanzlerin wieder Jahre gebraucht hat , um sich von ihren Beratern zu einer Entscheidung durchringen zu lassen. Solche Verfahren enden wohl hoffentlich " irgendwie " in absehbarer Zeit. Ist eigentlich in Frankreich bekannt woher die " Gelbwesten " das Geld für ihre Proteste erhalten ? Madame Le Pen mit ihrem russischen Freund ist an einem funktionierenden Europa sicher nicht interessiert .

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teacher20 22.01.2019, 07:27
4.

Immer weniger deutsche Schüler sprechen heute Französisch? Französisch hat jedoch in den grenznahen deutschen Gebieten immer noch eine wesentlich höheren Stellenwert, als Deutsch in Frankreich hat, je hatte und trotz der Neuauflage des Vertrages je haben wird.
In beiden Ländern ist (daran wird sich der Brexit nichts ändern) bei Schülern Englisch die erste Wahl.
In meinem Bundesland ist Französisch nur deshalb noch halbwegs gut aufgestellt, weil seine Vermittlung von vom Kindergarten an politisch gefördert wird.
Bis 2043, so die Utopie der ehemaligen Ministerpräsidentin, soll das Ländchen gar "bilingual" werden.

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testuser2 22.01.2019, 07:32
5. 2 Angeschlagene flüchten sich in einen Vertrag

Macron durch Proteste im Land zu Zugeständnissen gezwungen, die er nicht wollte und Merkel, die durch schwindenden Rückhalt für ihre Politik in der Bevölkerung und dann auch innerhalb ihrer Partei abgestraft zum Rückzug gezwungen wurde, flüchten sich in einen Vertrag. Zuvor war die von Macron angebotene engere Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland zur Konsolidierung der EU brüsk von Merkel gleich mehrfach zurückgewiesen worden. Nachdem immer iffensichtlicher wird, dass doch genau die Politik Merkels als ausschlaggenender Grund für Auflösungserscheinungen der EU und des Brexits von vielen Briten angegeben wird, ist Merkel sogar zum Ende ihrer Amtszeit eine Hilfesuchende und wendet sich in ihrer Einsamkeit an die, die sie zuvor nicht wollte. Dabei zeigt sich die Verbundenheit zwischen Menschen, egal ob Franzosen oder Deutschen viel eher in Sendungen auf Arte, in denen ein Franzose und eine Deutsche die Sendung wunderbar präsentieren als in dem Papier.

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wanderer8 22.01.2019, 07:59
6. Richtiger Schritt

Und ein gutes Signal in Zeiten von Brexit und Salvini. Hoffen wir, dass sich konkrete Verbesserungen für die Menschen ergeben, z.B. dass die strukturschwachen Regionen diesseits und jenseits der Grenze davon profitieren können.

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DKH 22.01.2019, 08:01
7. Das macht sprachlos

Eine Bundeskanzlerin auf Zeit und ein französischer Präsident der noch 20% Rückhalt hat im eigenen Land wollen sich noch ein Denkmal schaffen. Es ist genau das Vorpreschen der beiden Länder die im Resteuropa die EU-Abneigung fördert.

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hwmueller 22.01.2019, 08:01
8. Eine Wiederneugründung Europas ist die Zukunft.

Dazu gehört auch alte Zöpfe anzuschneiden. Seien es polnische oder ungarische.
Ein starkes Kerneuropa bestehend aus dem Benelux, Skandinavien, Südgürtel und natürlich den Achsenmächten Deutschland und Frankreich.
Wenn der eher unrühmliche Ostteil abgewickelt ist, kann auch Britannien sicher wieder eintreten wollen.

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mistermister 22.01.2019, 08:05
9. Klopapier

Dem Aachener Vertrag kann ich nichts Positives abgewinnen. Bürokratische Hürden abbauen, gegenseitige Anerkennung von Bildungsabschlüssen? Das regelt bereits die EU. Unterstützung im Angriffsfall? Das wiederum regelt die Nato. Es muss mit dieser EU echt schlecht bestellt sein, wenn so ein Vertrag als Fottschritt verkauft wird. Lächerliche PR Kampagne einer Kanzlerin und eines Präsidenten, die beide am Ende ihrer politischen Karriere stehen.

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