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Deutsch-französische Syrien-Politik: Der schwierige Monsieur Macron
AFP

Präsident Macron trifft nächste Woche die Kanzlerin. Ein dringend notwendiger Besuch - denn Frankreichs Syrien-Pläne bringen die deutsche Außenpolitik in eine verzwickte Lage.

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wahrsager26 13.04.2018, 22:53
20. Militärische Komponente ...

in Frankreich-nicht so in Deutschland.Im Grunde beide Verhaltensmuster falsch! Falsch deswegen,weil im Falle Frankreichs natürlich der Hang zur 'Grösse' der Nation eine Rolle spielt,seit jeher. Deutschlands Verhalten ist genau so falsch( nicht ausschließlich wegen Syrien) ,da wie ja aus der Vergangenheit 'gelernt' haben .Mögen wir nur nie einer ausländischen 'Belastungsprobe' unterzogen werden......denn dann würde man recht schnell erkennen ,wie fatal die Lage für uns sein würde! Natürlich ist das 'nein' der Kanzlerin auf Macron gemünzt.Was sollte Amerika mit uns anfangen ,ungerüstet wie wir sind? Vermutlich werden wir ein kompliziertes Verhältnis zu Frankreich haben,denn Macron möchte allein wegen seiner innenpolitischen Schwierigkeiten auch einmal groß dastehen in der Außenpolitik! Danke

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meresi 13.04.2018, 23:27
21. Ich bin höchst unzufrieden mit deinen Absonderungen...

weil du offensichtlich schon vergessen hast wieviel verbrannte Erde Frankreich in Libyen hinterlassen hat. Das wird noch 10 Jahre dauern bis dort wieder was wächst. Nun wollt ihr Kriegstreiber dasselbe in Syrien veranstalten. Wie würde es dir oder den Frenchmen gefallen wenn sich Algerien/Tunesien und Marrokkko Frankreich unter den Nagel reißen würden, mit der Begründung es leben so viele ihrer Artgenossen dort. Lern Geschichte, aber so wie Macaroni und du noch nie einen Krieg selbst hautnah miterlebt hatten ist es leicht die Pappn auf zureißen und ins Kriegshorn zu blasen

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petros_mpourdas 14.04.2018, 00:50
22. Europa der Philosophie.

Endlich, ein Europäer (Makron), der sich gegen dieses aufkeimende Weltgeschehen wagt und aufsteht der in seinem Namen hört: Putin, Assad, khamenei.

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brohltaler 14.04.2018, 02:12
23. Militärpolitischer Zwerg!

Zitat von theodtiger
Was soll denn mit Militäraktionen gegen Assad erreicht werden? Eine Verlängerung des Kriegs in Syrien und weitere Fluchtbewegungen Richtung EU Länder? Macron ist da schwer zu verstehen. Selbst wenn Assad hier Giftgas eingesetzt hätte, besteht keine Aussicht auf einen Regimewechsel. Eine deutliche Beteiligung verbietet sich schon deshalb, weil es die Teilnahme an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg wäre.
...der Deutschland verboten, Fankreich aber erlaubt wäre? Wo steht das geschrieben? Selbstbewusste Nationen unternehmen stets das, was in ihrem Interesse ist! F und GB sind selbstbewusste und stolze Länder, ob mit oder ohne Trump ist ihnen egal. Deutschland ist das Gegenteil davon! Wenn´s ernst wird, ab in die Büsche. Bleibt ja auch gar nichts anderes übrig mit einer Truppe ohne Ausrüstung. Hierzulande wurde von "Friedensdividende" schwadroniert als anderswo längst wieder hochkampffähige Armeen erhalten oder aufgebaut wurden. Dabei sind deutsche Soldaten gewiss nicht weniger tapfer als die der Verbündeten.
Frankreich verfügt über 4 Atom-U-boote und 10 U-Boote, Hochtechnologie vom feinsten, top ausgerüstet und weltweit jederzeit einsetzbar. Deutschland hat 6 konventionelle Klein-U-boote, nicht eines davon einsatzfähig. Unsere U-Bootfahrer vermögen nicht einmal mehr zu üben. Ähnliches gilt für Korvetten und Fregatten, bedingt, sehr bedingt nur einsatzfähig! Transporter, Jagd- und Kampfflugzeuge sowie Hubschrauber, die nicht fliegen, Panzer die nicht rollen, sogar Gewehre, die nicht schießen! Keine Ersatzteile! Was "hier" gebraucht wird, wird "dort" ausgebaut. "Blechbüchsenarmee" a la Augsburger Puppenkiste! Das ist deutsches Militär im Jahre 2018! Die Armee der Weltwirtschaftsmacht Nr. 4! Was soll Macron mit Merkel bereden? Er wird ihr höflich zuhören und dabei auf die Uhr schauen. Hat besseres zu tun. Kein Wunder, dass weder Russland noch die Westmächte Deutschland in irgendeiner Weise außen- und militärpolitisch ernst nehmen. Quantité négligeable!

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Süddeutscher 14.04.2018, 06:11
24. Und DEN sollen wir gut finden?

Was haben nicht alle vor Le Pen gewarnt. Stattdessen sollte Macron Der Heilsbringer sein. Jene Franzosen, der auch Europa zu einer finanzpolitischen Einheit verschmelzen möchte, die bitteschön die Deutschen bezahlen sollen. Innen- und außenpolitisch will aber Frankreich weiterhin die Zügel halten. Das ist auch völlig legitim, denn wir haben immer noch Nationen mit unterschiedlichen nationalen Interessen. Und das ist auch gut so. Aber es widerspricht sich eben. Marcon ist nicht der Heilsbringer für Europa. Er ist keinen Deut besser oder schlechter als Marine Le Pen. Vielmehr ist er ein verkappter französischer Nationalist. Es wird Zeit, nicht länger von einem geeinten Europa zu schwadronieren, das mit einer Stimme spricht. Dieser naive Traum, der zugleich die Steuerzahler Deutschlands verhöhnt, ist susgeträumt. Zurück zu EWG, einer "Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft". Das ist das Maximum des Gemeinschaftlichen. Und das ist such gut so. Wer mehr will, ist ein naiver Utopist.

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iasi 14.04.2018, 07:58
25. International Verantwortung übernehmen, indem man tagelang schweigt

und selbst nach diesem Schweigen eigentlich nichts zur Lösung von Krisen beizutragen hat. Deutschland kann international eigentlich nur Waren verkaufen - dazu muss Deutschland aber z.B. keinen Platz im Sicherheitsrat erhalten. Der Einsatz von Chemiewaffen ist verboten - doch was nutzen Verbote, wenn keine Konsequenzen folgen. Anderen Planlosigkeit vorzuwerfen, während unsere deutsche Regierung die Politik des Aussitzens fortführt, ist beschähmend.

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garno 14.04.2018, 09:14
26. Propagandaschlacht

Immerhin scheint sich Frankreich in diesem Dreierbündnis mit seinen Ansichten durchgesetzt zu haben, nämlich nur punktuell anzugreifen und auf keinen Fall Russland weiter zu provozieren. Der Westen hat sein "Gesicht gewahrt", die Befriedung Syriens mit Assad unter russischem Kommanda kann vollendet werden, vorausgesetzt es folgen nicht weitere inszenierte Provokationen. Weitergehen dürfte auf jeden Fall der Propagandakrieg - keine Seite ist mehr glaubwürdig.

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nikaja 14.04.2018, 09:22
27. FR hautnah

Nach bewaehrtem Muster, kein Erfolg im Inneren, sucht M Macron sich aussenpolitisch als starker Mann zu positionieren. Mit Erleichterung las ich, dass Berlin nicht in Syrien eingreifen wird. Die amerikanische Regierung schuert Konflikte, die sie dann gerne von den Verbuendeten ausloeffeln laesst und zurueck bleiben verheerende Verhaeltnisse, Somalia, Irak, Libyen.
Darum Finger weg aus der Region . Kein Stellvertreter Krieg in Syrien, nach dem Motto, man meint den Esel und haut den Sack.
Wenn die USA Krieg mit Russland wollen, sollen sie sich den Allerwertesten an der Beringstrasse abfrieren.

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isikat 14.04.2018, 09:26
28. Ein selbstbewusstes Deutschland

würde sich von GB, F und USA deutlich distanzieren, wenn Militärschläge aufgrund völlig unbewiesener Behauptungen geplant oder ausgeführt werden. DAVOR hätte ich Respekt. Lediglich zu verkünden, Deutschland beteilige sich nicht, aber sich zugleich hinter die Kriegstreiber bzw. völkerrechtswidrigen Angreifer zu stellen ist pure Heuchelei und durch und durch verlogen. Wenn alle behaupten, sie hätten nun Beweise, dann sind diese Beweise auch klar und offen auf den Tisch zu legen, im Interesse aller Menschen. Können sie aber nicht, weil es keine Beweise gibt. Macron legt sie ja nicht einmal gegenüber seinen Kriegspartnern oder gegenüber dem Geheimdienst offen. Und solche Leute nennt man dann "Freunde" oder "europäische Partner", dabei sind es allesamt nur hinterhältige Lügner. Und Merkel sollte sich besser nicht mit Macron treffen, sondern mit dessen Frau. Sie dürfte doch die stille treibende Kraft hinter dem Bubi sein.

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heinz.murken 14.04.2018, 10:19
29. Wie jetzt?

Weiter zu gucken und rote Linien überschreiten lassen oder handeln wenn ein barbarisches Regime Chemie gegen das eigene Volk einsetzt?
Sowas wie dieser Artikel kann auch nur in Deutschland geschrieben werden: lass mal die anderen machen, bloß nicht mit uns, aber dagegen haben wir auch nichts.
Ihr Pazifisten seid auch nur solange Pazifisten, solange Euer Pazifismus nicht angegriffen wird.

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