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Deutsch-türkische Beziehungen: "Ich erwarte eine Charme-Offensive von Erdogan"
REUTERS

Außenminister Maas reist nach Ankara, in drei Wochen wird der türkische Präsident Erdogan in Berlin erwartet: Nach Monaten der Krise bemühen sich Deutschland und die Türkei um Annäherung. Warum?

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Nachtsegler 04.09.2018, 12:45
1. Solange die Türkei

Deutsche, ohne jede rechtsstaatliche Grundlage, als Geiseln festhält, sollte unsere Regierung sich mit dem Despoten vom Bosporus nicht gemein machen. Schon was er mit den eigenen Staatsbürgern macht, sollte genügen, ihn nicht einzuladen.

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HerrPeterlein 04.09.2018, 12:49
2. Nichts verstanden von Seiten der Türkei

Wenn so eine kleine Attacke von Trump eine ganze Währung zu Fall bringt, war diese schon vorher sehr schwach.
Weil es also schon vor 20 Jahren keine Demokratie in der Türkei gab (wie soll dann Erdogan an die Macht gekommen sein), sollen wir also alles was besser ist als damals loben, den Rest einfach hinnehmen?
Wie gut die Qualifikation von seinem Schwiegersohn ist, und Erdogan selbst, sieht man doch an den völlig falschen Handlungen.

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Atheist_Crusader 04.09.2018, 12:51
3.

Es macht Sinn, wenn die Budnesregierung nicht will dass die Türkei zusammenbricht. Noch einen instabilen islamischen Staat vor Europas Haustür können wir wirklich nicht gebrauchen.

Aber: deswegen dürfen wir weder vergeben noch vergessen (das ist für echte Reue reserviert). Die Türkei braucht uns, aber an ihrer mangelnden Wertschätzung für uns und unsere Werte hat sich null geändert. Für die sind wir (lies: Europa) immer noch die bösen Nazis. Und als Nazis müssen wir den in uns gesetzten Erwartungen gerecht werden und allermindestens mal brutal hart verhandeln.
Ergo: Keine Hilfen ohne wichtige Zugeständnisse. Krieg in Syrien beenden, Bürgerrechte wiederherstellen, Geiseln freilassen, etc.

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paula_f 04.09.2018, 12:51
4. bleibt die Hoffnung ?

oder tritt Maas in die Fußstapfen seines Vorgängers? Flüchtlinge aus Syrien produzieren mit Waffen von Rheinmetall geliefert mit
Hermesbürgschaften - um über diese Frage zusammen mit der Bundeskanzlerin die EU zu zerlegen. England ist kein Einzelfall.

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ossimann 04.09.2018, 12:54
5. Ja da wird der rote Teppich ausgerollt .

Die Wirtschaftslobbyisten werden schon die Regierung ordentlich instruiert haben das man Menschenrechte hin oder her wieder "Lieb Kind" zu Erdogan sein soll . Schließlich geht es um Profit und da hören Gefühlsduselein auf . Fragen wann die Türkei aus Syrien abzieht , den besetzten Teil von Zypern räumt oder die Menschenrechte im eigenen Land achtet sind völlig deplaziert . Andere Staaten werden dafür ratz fatz als "Schurkenstaaten" deklariert . Das kennzeichnet wer in unserer "Demokratie" wirklich das Sagen hat .

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Knack5401 04.09.2018, 12:56
6. Hart bleiben!

Herr Mese leidet offenbar an einer gestörten Wahrnehmung. Ein Wisch und das Vergangene ist weg oder wie? Ihm wie auch der türkischen Delegation sollte klar gemacht werden, dass wir nicht Politik wie im Kindergarten betreiben wollen. Weil es daheim schlecht läuft fressen sie momentan wieder Kreide, um dann bei nächster Gelegenheit wieder die Maske fallen zu lassen. Ich hab's satt. Hart bleiben.

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Hoberg 04.09.2018, 12:57
7. na das ist ja mal ein neutraler Experte

er kennt nicht einmal den Unterschied zwischen Rechtsstaat, Gewaltenteilung und Demokratie. Schwiegersohn zu sein ist sicher kein hinreichender Hinweis für Inkompetenz. Der Währungskurs dann doch. Die bekannte Unterstützung von Islamisten durch Erdogan auch nicht it erwähnt. Na, dann...Schwamm drüber und weiter finanzieren??

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c700 04.09.2018, 12:59
8. Betteloffensive

Ich erwarte von Erdogan nur eine Betteloffensive und ich hoffe Frau Merkel verberennt in der Türkei-Diktatur keine weiteren Steuergelder!

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pragmat 04.09.2018, 12:59
9. Anti-Amerikanismus

Herr Erdogan möchte, dass sich Deutschland der vom Iran, Russland und Assad geleiteten Allianz gegen die USA anschließt. Er vertraut darauf, dass das Trump-Bashing in Deutschland solche Wirkungen gezeigt hat, dass sich Herr Maas und andere Hasardeure mit ihrem Anti-Amerikanismus durchsetzen können.

Die Türkei hat sich zu einer islamischen Republik gewandelt und haßt Israel. Erdogan und die Seinen unterscheiden sich insofern nicht mehr von den Mullahs im Iran. Sie möchten daher gerne Rüstungsprojekte und ähnliche Abenteuerlichkeiten verwirklichen, um ihre regionalen Interessen mit Gewalt durchsetzen zu können.
Wegen der Sanktionen der USA brauchen sie jetzt Kapital und Ausrüstung dafür. Und Deutschland soll es richten.

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