Forum: Politik
Deutsche Brexit-Befürworter: Jung, pessimistisch, rechts
KIRSTEN NEUMANN/EPA-EFE/REX

Der britische EU-Austritt droht chaotisch zu verlaufen, trotzdem findet er auch hierzulande Zuspruch. Eine SPON-Umfrage zeigt, wie deutsche Brexit-Anhänger ticken.

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fmschertes 12.03.2019, 20:05
100. Die EU handelt als Monopolist! Ja, natürlich.

Zitat von bedireel
Der in der Times veröffentlichte AKK-und Co-Brief ist der Versuch, den Brexit-Ball möglichst in der englischen Spielhälfte zu fixieren, und er ist eine politische Nebelkerze vor den Wahlen zum EU-Parlament. Der englische Freund hat vollkommen Recht. Im Umgang mit den Briten zeigt die EU ihr wahres Gesicht: Jetzt wird ein Exempel statuiert, damit es ja kein weiteres EU-Land jemals wagen sollte auszutreten. Koste es, was es wolle. Das EU-Imperium forciert seinen totalitären Kurs. Die EU verhält sich wie ein Monopolist: Die Briten werden höchst unfrei und unfein aus der EU entlassen. Norwegen zahlt jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag, um am EU-Binnenmarkt teilnehmen zu können. Die Schweiz soll in ein ähnliches Rahmenabkommen gezwungen werden. Eine interne Weisung der EU-Kommission vom 10.01.2019 besagt, dass der heutige Marktzugang der Schweiz ohne Rahmenabkommen zu erodieren droht. So wird der Abschluss neuer Verträge über die Beteiligung der Schweiz an Teilen des EU-Binnenmarkts ohne Rahmenvertrag ausgeschlossen. Die EU versucht, systematisch die Souveränität der europäischen Länder zu untergraben. Sie denkt gar nicht daran, ihre zentralistische Bürokratie auch nur ansatzweise in Frage zu stellen. Im Gegenteil: Sie setzt den „Kurs der Vertiefung“ stärker denn je fort. An den Aussage A: ... und wissen, dass die EU reformiert werden muss. Aussage B: Freier Warenverkehr und Personenfreizügigkeit sind untrennbar und nicht verhandelbar. Das EU-Imperium wird die Wahlen zum EU-Parlament noch abwarten und uns dann in aller Offenheit vorführen, wie die Demokratien in den einzelnen EU-Ländern auf der Strecke bleiben. M.f.G.
ad i.
Das UK hat gekündigt.

ad ii.
Ich konnte bisher noch nicht vernehmen, dass die Norweger als auch die Schweizer ihren Vertragsstatus mit der EU beklagten. Oder ständig Nachverbesserungsverhandlungen forderten. In Summe scheinen beide Länder mit ihren Handelsbeziehungen zu der EU doch recht zufrieden.

ad iii.
Natürlich ist die EU zentralistisch; sie handelt im Auftrag ihrer Mitglieder. Wollte das dem Austritt zugeneigte UK etwa mit 27 Verhandlungsführer verhandeln? 27 Kündigungsschreiben formulieren? Oder gibt´s da in London ein Standardformular?
EU= 1 VF UK= 1 VF
Einfacher geht nicht. Auf jeder Seite ein Verhandlungsführer. Ich weiß auch überhaupt nicht, was es da den ganzen langen Tag zu nörgeln gibt? Frau May ist, lt. ihrer eigenen Aussage, mit den bestmöglichen Deal nach Hause gefahren. Also, was gibt es da noch zu verhandeln, gar nachzubessern? Alle Punkte abgehakt. Der Rest -, ist ein ernstes innenpolitisches Problem, dem Frau May viel mehr Zeit widmen sollte.

ad iv.
Zitat:
Freier Warenverkehr und Personenfreizügigkeit sind untrennbar und nicht verhandelbar.
Zitat Ende.
Was genau an den o.g. Grundsätzen, denen sich die Mitglieder verpflichtet sehen, erregt denn da ihren Unmut?

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s.l.bln 12.03.2019, 20:05
101. Denen ist mein...

Zitat von blackfear
mit denen die den Brexit nur beführworten damit die Diskussionen ende März endlich ein Ende nehmen?
...Mitleid sicher, weil sie u.U. eine Verschlechterung der Lebensqualität ihres Kontinents in Kauf nehmen, um eine "nervige Diskussion" loszuwerden.
Keine Ahnung, wie man zu solchen Prioritäten kommt.

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njotha 12.03.2019, 20:07
102. alt, optimistisch und links...

... und trotzdem dafür, dass England jetzt geht und für sich zur Ruhe kommt - ohne Vorwurf.
Inzwischen muss Europa zu sich kommen und so stabil und attraktiv werden, dass England gerne wieder beitritt und den Nutzen erkennt und würdigen kann. (Ja, England - Schottland und Wales wollten ja gar nicht gehen)

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bergle 12.03.2019, 20:09
103. Ich hätte es wissen müssen

Das vorweg, ich beteilge mich seit einiger Zeit an den Umfragen, weil ich dachte, ich kann mich an einer Diskussion beteiligen. Allerdings kommt es mir so vor, als werde ich nur ausgehorcht, bespitzelt.
1. Wie hier gerade dargelegt werden Rückschlüsse gezogen, dass der Forist der für den Brexit ist z.B. etwa der demokratisch gewählten AfD angehört oder ein ungebildeter Arbeiter ist. Das ist Bespitzelung und Meinungsmanipulation mit elektronischen Mitteln in Höchstform.
Ich z.B. bin nicht jung, nicht Parteimitglied der AfD, nicht depressiv und trotzdem wird mir bei dieser EURO-EU angst und bange. Ich sehe die Zukunft nur in einer EU der wirtschaftlichen Zusammenarbeit von Nationalstaaten.
2. Es werden auch immer mehr Werbeanfragen gestellt, z.B ob ich bald ein Auto kaufen oder den Mobilfunkanbieter wechsel will.
Das ist nicht seriös, das ist Produktwerbung pur.

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ekel-alfred 12.03.2019, 20:13
104. Stimmt

Zitat von Newspeak
Ich weiss aber auch etwas. So gewinnt ihr keine Leser.
Und mit völlig willkürlichen (oder steckt da doch eine Lenkungsabsicht dahinter?) Abweisungen von Beiträgen, die weder gegen die Netiquette verstoßen, noch sonst wie justiziable Inhalte haben, erst recht nicht.
Aber der Hochmut kommt ja immer vor dem Fall.

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Ezechiel 12.03.2019, 20:21
105. Dafür oder dagegen.

Ich bin gegen den Brexit. Da er aber offensichtlich unvermeidlich ist, bin ich dafür, dass er jetzt so schnell wie möglich vollzogen wird, damit sich die EU um andere Probleme kümmern kann. Das sind aber nicht die Dinge, die Herr Macron aktuell auf die Tagesordnung gesetzt hat, sondern die Überschuldung und Liquiditätsprobleme, Tendenz steigend, vieler EU Staaten.

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kochra8 12.03.2019, 20:23
106. fatales stehenbleiben

Vielerorts liest man heute immer wieder von der 'Alte Schule'. Das Vokabular stammt von Ultrakonservativen. Andere meinen damit Erziehung wie zur Hitlerzeit. Wenn nicht gar jene Soldateska-Allüren des Kaisers alt' Hof gemeint sind.
Also tut Bildung Not:
Doch die fachgerechte pädagogisch Ausgewiesene! Investiert endlich in ein debütantes Europa. Oder die letharge Masse schlänkert in alle Richtungen.

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Ratzekarl 12.03.2019, 20:25
107. Eigentlich wäre ich ein Brexit-Befürworter gewesen

Eigentlich wäre ich ein Brexit-Befürworter gewesen - das Dumme ist nur, dass die anderen Befürworter in UK offensichtlich alles dabei im Kopf haben, nur das Wohl ihres Landes nicht. So kommt es, dass die größten Befürworter schlicht überhaupt nichts, nicht einen einzigen Handschlag für die erfolgreiche Durchführung getan haben. Außer dummem, unreflektierten Gequatsche war nichts zu vernehmen. Unter diesen Bedingungen kann das Unterfangen nur in die Hose gehen. Leute wie Rees-Mogg werden sich damit eine goldene Nase verdienen, soviel ist klar.

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deufin 12.03.2019, 20:32
108. 40, studiert, links...

Der Artikel und die Analyse treffen auf mich zu 100% NICHT zu.

Ich bin 40+, habe studiert und wähle seit jeher links. Auch mit Nationalismus oder Ausländerfeindlichkeit hab ich rein gar nichts am Hut. Nichtsdestotrotz bin ich für eine Abschaffung der EU in Ihrer jetzigen Form und begrüße daher den Brexit.

Die EU kümmert sich nur um die Wirtschaft und gibt alle Nase lang völlig idiotische Regelungen heraus, wie jetzt z.B. die neue Urheberrechts-Regelung. Zudem ist die EU völlig undemokratisch in Ihren Strukturen.
Wir dürfen zwar das EU-Parlament wählen, aber das Parlament hat nicht einmal das Recht Gesetze vorzuschlagen. Das Parlament ist lediglich Stimmvieh. Dort wo 90% der EU-Politik betrieben wird, nämlich in der Kommision, dem Europäischen Rat und dem Rat der Europäischen Union haben die Bürger rein gar nichts mitzureden bei der Wahl der Leute.

Die Gründe der Briten auszutreten waren teils hahnebüchend, aber die Grundidee wieder Souveränität zu erlangen war absolut richtig.

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omop 12.03.2019, 20:40
109. Diffamierungsjournalismus übelster Sorte..

Wenn einem die Gegenseite inhaltlich nicht passt, muss man eben diffamieren...
Der Brexit hat sicherlich mehr Nach-als Vorteile und ich persönlich halte ihn auch für ein Eigentor, aber die freie Entscheidung eines Landes gilt es immer noch zu respektieren.

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