Forum: Politik
Deutsche Brexit-Befürworter: Jung, pessimistisch, rechts
KIRSTEN NEUMANN/EPA-EFE/REX

Der britische EU-Austritt droht chaotisch zu verlaufen, trotzdem findet er auch hierzulande Zuspruch. Eine SPON-Umfrage zeigt, wie deutsche Brexit-Anhänger ticken.

Seite 13 von 18
Schartin Mulz 12.03.2019, 21:43
120. Dass Leute,

die eine EU-skeptische Partei wählen, eher für den Brexit sind als andere, welche Überraschung.
Mich persönlich würde mal interessieren, was eigentlich die wählen, die sich hier immer so vehement gegen den Brexit aussprechen, aber andererseits die Briten lieben heute als morgen aus der EU werfen würden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
letztes_wort 12.03.2019, 21:51
121. Für die Statistik

Über 50, Akademiker, Optimist, spreche 8 Sprachen, treibe Sport, in der Mitte angesiedelt, finde extreme Parteien ganz links und rechts zum K*tzen.
EU- Befürworter, auch wenn es Verbesserungpotential gibt, aber freue mich auf den Brexit.
Drei Jahre haben die Briten nichts auf die Reihe bekommen mit ihrem Brexit. Wird Zeit, dass das Elend beendet wird, damit die EU sich um die wichtigen Dinge der EU kümmern kann.
Ach ja, Tunnel zuschütten nicht vergessen.
Ich hoffe, die Schotten können sich von dem versinkendem Königreich lösen. Herzlich willkommen in der EU Schottland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bedireel 12.03.2019, 21:57
122.

Irritierend an der EU und am Migrationspakt ist vor allem die weitgehende Gleichsetzung bzw. Gleichbehandlung von regulärer und irregulärer Migration. Das ist gewollt. Für die meisten linken sind Offiziell die »Populisten« schuld am Zerfall der EU. In Wirklichkeit aber haben europäische Fanatiker wie Schulz, Juncker und Verhofstadt, die Grünen und jetzt auch noch die CDU/CSU mit dem befürworten des Migrationspaktes den Niedergang zu verantworten. Anstatt das zur europäischen Geschichte und Kultur passende »Europa der Vaterländer« [de Gaulle] auf- und auszubauen, haben sie mit der Idee von »Vereinigten Staaten Europas« - eine Art ‘Abklatsch’ der USA , aber ohne gemeinsame Sprache den Bogen überspannt. Der Niedergang begann bereits mit der übereilten Aufnahme unreifer Beitrittskandidaten (hauptverantwortlich: Günter Verheugen), wurde
fortgesetzt mit der vorschnellen Schaffung des EURO (Kohl, Mitterand, Delors, Weigel) - goldenes Kalb und Gott-Mammon Europas - und wurde vollends in Fahrt gebracht durch die unkontrollierte Massenimmigration nach Deutschland (hauptverantwortlich: Angela Merkel). Der Brexit ist vor allem das Werk unserer Kanzlerin und die Herabstufung von Deutschland als sicheres Land ist Global gesehen nur Logisch.
M.f.G.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 12.03.2019, 22:01
123. Ach? Ach was?

Ich bin nicht jung, trotz zweier Krebsoperationen immer noch optimistisch und ganz bestimmt nicht rechts. Trotzdem befürworte ich den Brexit. Die Briten haben sich in Jahrzehnten als Rosinenpicker und Blockierer geoutet. Es mag eine wirtschaftliche Delle in der EU geben - langfristig geht es besser ohne einen "Partner", der nur noch mit "Wenn ich Zustimmung wollt, müsst ihr uns dies und jenes gewähren" argumentiert. Das ist wie mit Krebs. Geschwüre müssen weg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
c.weise 12.03.2019, 22:05
124. Viel Gerede, wenig Inhalt

Diese Analyse der BREXIT Befürworter ist entbehrlich. Interessanter wäre es die Argumente für den BREXIT zu hören. Aus UK-Sicht sprechen auch viele ökonomische Argumente für den BREXIT: die EU ist eine Schulden-Union, ein von ständiger Expansion abhängiges Schneeballsystem, den Beiträgen steht kein Gegenwert gegenüber, die Abgabe der Souveränität an die Brüsseler "Staubsauger-Experten" ist schmerzlich u.s.w.. Wer England liebt oder dem Land zumindest ein gewisses Wohlwollen entgegen bringt, muss eigentlich, bei verständiger Analyse der Vor- und Nachteile, die Daumen für den BREXIT halten. Das gilt gerade auch wegen der Kampagne der EU-Medienlandschaft gegen den BREXIT.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Stein! 12.03.2019, 22:12
125. Danke für Ihre Antwort

Zitat von vera gehlkiel
Der drohende Brexit ist eine vom hanebuechenen politischen Dilettieren des Wertkonservatismus herrührende massive Vernichtung von Ressourcen, wieviel hundert Milliarden schwer, wagt man noch kaum ins Auge zu fassen. Diese Zeche wird der vielbeschworene kleine Mann, mit der tapferen kleinen Frau an seiner Seite, und deren kleine Kinder, bezahlen. Und zwar mit Zins und Zinseszins, und bis ins letzte Glied. Alles wegen dem Alkoholiker Farage, dem Weichei Cameron, dem Bobtail mit Attitüde Johnson. Wegen dem halsstarrigen Linksopa Corbyn und der irgendwie, von was auch immer, besessenen Poweroma May. Sowas zynisch gut finden können wohl nur ewig Gestrige. Für die keine Weltfrage wichtiger ist als die, wann Barbarossa endlich aus dem Kyffhäuser (er schreibt sich in der Tat so, nicht mit "i", liebe Leute) hervorbricht. Oder eben die reichen Schweizinvestler, denen der Putin in Europa Flügel verleiht. Welche demokratisch bindende Wirkung daraus hervorgehen soll, dass ein verfassungsrechtlich keineswegs verbindliches Referendum der Antriebsmotor jenes verhängnisvollen Drifts wurde, erschließt sich mir nicht. Als britische Abgeordnete würde ich mich dem Wahnsinn total verweigern, wg. drohendem nationalem Notstand, soviel ist sicher.
allerdings kann ich dieser nicht entnehmen, warum Sie es als Antwort auf meinen Beitrag formuliert haben!
Dass das Referendum "eigentlich unverbindlich" war, beschrieb ich bereits selbst. Die Politiker haben daraus ein "Gottesurteil" gemacht.
Auch die Folgen des Brexit habe ich nicht negiert, nicht einmal ansatzweise erwähnt.
Ich habe beschrieben, warum ich die ganze Debatte für "erledigt" halte: Allen Argumenten zum Trotz, ob Pro oder Kontra, ist nach meinem Empfinden der Zug in dieser Debatte nicht nur abgefahren sondern bereits in Zielnähe.
Der Vorgang lässt sich nicht wieder rückabwickeln.
Einzig Ihr letzter Satz ("Als britische Abgeordnete würde ich mich dem Wahnsinn total verweigern, wg. drohendem nationalem Notstand, soviel ist sicher.") geht auf meinen Beitrag nachvollziehbar ein, und darauf kann ich nur Folgendes erwidern: Was meinen Sie wohl, was in Berlin Anfang/Mitte dieses Jahrzehnts losgewesen wäre, wenn eine politisch relevante Kraft zum Volksentscheid bezüglich der Bebauung des Tempelhofer Feldes gesagt hätte: "Okay, wir haben die Abstimmung zwar verloren aber weil wir in Berlin Wohnungen dringend benötigen nehmen wir das Ergebnis zwar zur Kenntnis, handeln aber entgegengesetzt. Ist sozusagen ein Notstand."
Der Erste Mai wäre dagegen wohl Kindergeburtstag (von welcher politischen Seite ausgehend schreibe ich jetzt mal nicht um die Chance einer Veröffentlichung dieses Beitrags zu erhöhen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schartin Mulz 12.03.2019, 22:22
126. Ach, wissen Sie,

Zitat von vera gehlkiel
Der drohende Brexit ist eine vom hanebuechenen politischen Dilettieren des Wertkonservatismus herrührende massive Vernichtung von Ressourcen, wieviel hundert Milliarden schwer, wagt man noch kaum ins Auge zu fassen. Diese Zeche wird der vielbeschworene kleine Mann, mit der tapferen kleinen Frau an seiner Seite, und deren kleine Kinder, bezahlen. Und zwar mit Zins und Zinseszins, und bis ins letzte Glied. Alles wegen dem Alkoholiker Farage, dem Weichei Cameron, dem Bobtail mit Attitüde Johnson. Wegen dem halsstarrigen Linksopa Corbyn und der irgendwie, von was auch immer, besessenen Poweroma May. Sowas zynisch gut finden können wohl nur ewig Gestrige. Für die keine Weltfrage wichtiger ist als die, wann Barbarossa endlich aus dem Kyffhäuser (er schreibt sich in der Tat so, nicht mit "i", liebe Leute) hervorbricht. Oder eben die reichen Schweizinvestler, denen der Putin in Europa Flügel verleiht. Welche demokratisch bindende Wirkung daraus hervorgehen soll, dass ein verfassungsrechtlich keineswegs verbindliches Referendum der Antriebsmotor jenes verhängnisvollen Drifts wurde, erschließt sich mir nicht. Als britische Abgeordnete würde ich mich dem Wahnsinn total verweigern, wg. drohendem nationalem Notstand, soviel ist sicher.
es gab keine Mehrheit für den Brexit im Parlament.
Aber in der Bevölkerung.
Hier ist also die Beschimpfung der Politiker ziemlich eher sinnfrei, denen man doch sonst immer vorwirft, das sie der Wille der Bürger nicht interresiert.
Weder Frau May noch Herr Corbyn haben das initiiert, da können Sie noch so "originelle" Schimpfnamen für die erfinden.
Diese Politiker haben nur beschlossen, den vom Volk formulierten Willen umzusetzen.
Ob man die Entscheidung jetzt für falsch oder richtig hält.

Jetzt mal ganz ehrlich: Meinen Sie, in GB sähe es heute beser aus, wenn die Politik sich über das Referendum einfach weggesetzt hätten? Das möchte ich mir lieber nicht vorstellen, wie die Politikverdrossenheit heute aussähe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
musician 12.03.2019, 22:53
127.

Seit wann haben wir denn in der Gesamtbevölkerung eine Arbeitslosigkeit von 26,5 Prozent?
Wenn alle Zahlen in dieser unsäglichen Statistik so falsch abgeschrieben wurden, dann Dankeschön.
Bisschen mehr Handwerk und journalistische Sorgfalt bitte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 12.03.2019, 23:08
128. Möglicherweise

Zitat von Schartin Mulz
es gab keine Mehrheit für den Brexit im Parlament. Aber in der Bevölkerung. Hier ist also die Beschimpfung der Politiker ziemlich eher sinnfrei, denen man doch sonst immer vorwirft, das sie der Wille der Bürger nicht interresiert. Weder Frau May noch Herr Corbyn haben das initiiert, da können Sie noch so "originelle" Schimpfnamen für die erfinden. Diese Politiker haben nur beschlossen, den vom Volk formulierten Willen umzusetzen. Ob man die Entscheidung jetzt für falsch oder richtig hält. Jetzt mal ganz ehrlich: Meinen Sie, in GB sähe es heute beser aus, wenn die Politik sich über das Referendum einfach weggesetzt hätten? Das möchte ich mir lieber nicht vorstellen, wie die Politikverdrossenheit heute aussähe.
lag das an den im Artikel beschriebenen Effekten: Da die Bevölkerung im statistischen Mittel weniger gebildet und ärmer als die Parlamentarier sind, neigt sie zu schlechter durchdachten Entscheidungen, die darüber hinaus durch eklatante Ahnungslosigkeit in Bezug auf politische Realitäten und Korrelationen geprägt sind. Da wirken simplifizierende Sprüche wie "take back control" und dass man mit dem gesparten Geld das Gesundheitswesen fördern werde, natürlich besonders effektiv. Dass das Volk von den eigenen Volksvertretern auf's Glatteis geführt wird, merkt es ja regelmäßig viel zu spät.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pompeo Davyd 12.03.2019, 23:13
129. Sie sollten

Zitat von denkdochmalmit
....da sieht man halt wo die Demokraten sitzen. Es gab ein demokratische Wahl in GB zum Thema Brexit und das Ergebnis ist bekannt. Daher bin ich auch dafür das GB nun aus der EU austritt. Ob das für die EU oder GB wirtschaftlich nun besser ist oder nicht und ob in GB dann in Zukunft nie wieder Tee getrunken werden ist doch völlig egal. Das in vielen linken Stuhlkreisen über den Brexit rumdisskutiert wird zeigt doch nur das Demokratieverständnis dieser Leute - am liebsten würde man so lange abstimmen lassen bis das Ergebnis genehm ist. Bis dahin wird dann wahlweise der Teufel an die Wand gemalt oder Trump bemüht ( was ja fast das Selbe ist)
sich an Ihren eigenen Worten messen lassen ("so lange abstimmen lassen, bis das Ergebnis genehm ist").
Warum gab es denn eine Abstimmung, wo es doch schon die dritte zum Thema war?
Daran haben Sie vermutlich gerade nicht gedacht, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 18