Forum: Politik
Deutsche Brexit-Befürworter: Jung, pessimistisch, rechts
KIRSTEN NEUMANN/EPA-EFE/REX

Der britische EU-Austritt droht chaotisch zu verlaufen, trotzdem findet er auch hierzulande Zuspruch. Eine SPON-Umfrage zeigt, wie deutsche Brexit-Anhänger ticken.

Seite 18 von 18
Karl Stotz 14.03.2019, 10:14
170. @-68 pompeo david

Das sollten Sie gelassener sehen, wenn die braunen Völkischen hopsen und sich über ihnen Unliebsame Beiträge aufregen. Für diese Unbedarften existieren Argumente nur dann, und eben nur dann, wenn diese derern eigene Meinung unterstützen. Tun Argumente, egal welcher Art auch immer, dies nicht, sondern sind gar konträr zur Meinung dieser Unbedarften, so sind dies derer Auffassung nach Beschimpfungen und Beleidigungen. Gefolgt zumeist dann noch mit dem dazu gängigen *Sie wollen wohl alle, die nicht Ihrer Meinung sind mundtot machen*, oder ähnliches. Die übliche Masche dieser braunen Würstchen. Damit fluten die dann die Foren und sind dann ganz böse, wenn sie bemerken, dass noch nicht, entgegen derer bedauernswerten Phantasie, noch nicht alles braun ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 14.03.2019, 10:18
171.

Zitat von bammy
Kann es aber auch sein, das man ständig nur auf Negativpunkte verweist und die Positiven Punkte verschweigt, damit man sein Ziel erreicht? Ja man zahlt in die EU, aber auch ja, man bekommt was zurück. Was ist denn der Urgedanke der EU (EWG, EG)? Bestimmt nicht Egoismuns.
Nun, die positiven Punkte der EU werden nach dem Austritt GBs für jeden ersichtlich werden. Und das nicht nur in GB, sondern auch hier in D.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schartin Mulz 14.03.2019, 10:48
172. Sie wiederholen immer dieselben Behauptungen

Zitat von Pompeo Davyd
Ich habe Argumente genannt. Ich kann nichts dafür, dass Sie diese nicht erkennen. Das Volk wurde in der Tat nicht über die Risiken und andere Folgen aufgeklärt, sondern es wurde nach Strich und Faden belogen. Das ist keine Legende. Sie können das jederzeit mit Hilfe der Suchmaschine Ihres geringsten Misstrauens herausfinden. Die Wahlbeteiligung nenne ich, weil Befragungen dieser Größenordnung und Folgenschwere grundsätzlich an bestimmte Bedingungen geknüpft werden müssen. Eine davon ist die Höhe der Wahlbeteiligung, andere habe ich schon genannt. Natürlich halte ich die Entscheidung der Briten (obwohl es ja eigentlich nur die Engländer sind, evtl. noch die Waliser, nicht aber z.B. die Schotten) für falsch und die derzeitige Entwicklung gibt mir da Recht. Auch wenn das eine Mehrheit entschieden hat, muss es noch lange nicht gut sein, vor allem dann nicht, wenn diese Mehrheit, wie in diesem Fall, völlig uninformiert war und leider immer noch ist. Ich habe den Eindruck, dass Sie das Ganze eher aus einer Anti-EU-Haltung heraus gut finden, was durchaus Rückschlüsse auf Ihre offensichtlich blaue politische Ausrichtung zulässt.
Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es doch In GB nicht nur Farage und co gab. Sie schreiben, die Briten seine nicht aufgeklärt worden über die Risiken des Brexit. Von Farage natürlich nicht. Aber doch von den anderen. Sie erwecken den Eindruck, die Briten hätten außer dem, was Farage gesagt hat, keine Informationen bekommen. das ist doch grotesk. Alles, was wir über den Brexit lesen konnten, konnten die Briten doch genauso lesen.
Aber Ihr Schlussatz zeigt ja schon, das Sie meine zahlreichen und ziemlich ausführlichen Beiträge überhaupt nicht verstanedne hjaben. Da werde ich, was scheint ja heute das Pseudo-Argument schlechthin zu sein, in die "blaue Ecke" geschoben. Ich bin ehemaliger SPD-Wähler, aktuell Linken-Wähler, hätte mir gewünscht, die Briten hätten sich gegen den Brexit entschieden. Aber sie haben sich nun mal anders enstchieden und ich bin der Meinung, dass man das einfach akzeptieren muss. Dass man mit der Forderung, das Ergebnis einer demokratishcen Abstimmung zu akzeptieren, schon zum AfD-Sympatisant wird, ist schon sehr bedenklich.
Ich habe auch keine Anti-EU-Haltung, sehe aber viele Entwicklungen innerhalb der EU kritisch. Deshalb ja auch mein Wunsch, dass in der EU mal ein Nachdenken kommt, ob die zunehmende EU-Verdrossenheit vielleicht auch durch eigene Fehler provoziert wurde.
Dazu sind aber offensichtlich nicht einmal die Kommentatoren hier bereit, wie ich an den Reaktionen sehe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pompeo Davyd 14.03.2019, 13:34
173.

Zitat von Schartin Mulz
Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es doch In GB nicht nur Farage und co gab. Sie schreiben, die Briten seine nicht aufgeklärt worden über die Risiken des Brexit. Von Farage natürlich nicht. Aber doch von den anderen. Sie erwecken den Eindruck, die Briten hätten außer dem, was Farage gesagt hat, keine Informationen bekommen. das ist doch grotesk. Alles, was wir über den Brexit lesen konnten, konnten die Briten doch genauso lesen.
Die Briten haben in der Tat überwiegend Informationen darüber bekommen, wie toll das alles nach dem Brexit wird. Der Brexit wurde mit viel Geld und entsprechendem Getrommel unterstützt, das Remain hingegen bei weitem nicht. Ich habe Verwandschaft in GB und kann das anhand der Erzählungen recht gut beurteilen.
Also: die Briten waren nicht hinreichend bzw. falsch informiert und wurden darüber hinaus durch hanebüchene Propaganda manipuliert.
Ich habe im übrigen nicht gesagt, dass ich das Ergebnis nicht akzeptiere. Was anderes bleibt mir ohnehin nicht übrig.
Ich bleibe aber dabei, dass es nicht hinreichend demokratisch war, ein gutes Beispiel gegen Referenden ist und ansonsten die dümmste Idee der letzten mindestens 500 Jahre.
Das Sie Wähler der Linken sind, glaube ich Ihnen nach Ihrer Argumentation nicht.
Zu guter Letzt: ich bin froh, wenn die Briten die EU endlich verlassen haben werden. So einen Chaoshaufen kann sich keine Gemeinschaft wünschen.
Und jetzt bin ich hier raus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 14.03.2019, 22:06
174. Mathematisch und Demokratie

Zitat von mostly_harmless
Demokratie basiert auf Annahme, dass die Chance auf "richtige" Entscheidungen steigt, wenn alle erwachsenen Bürger, völlig egal ob inkompetent, dement, alkoholabhängig, dumm etc. pp. wählen können. Empirisch hat sich das als korrekt erwiesen. Das heisst aber nicht, dass jede demokratisch getroffene Entscheidung "richtig" ist.
Mathematisch gesehen ist diese Annahme nur dann richtig, wenn die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, dass jeder Einzelne die richtige Entscheidung trifft, über 50% liegt. Man geht in der Demokratie davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Abstimmungsberechtigten vernünftig und überlegt abstimmt. In dem Moment, in dem dies nicht mehr zutrifft, kommt es zu solchen Katastrophen wie in Deutschland zwischen 1933 und 1945. Insofern kann man Ihre Behauptung ganz empirisch bereits als widerlegt einstufen, denn es reicht nicht, dass bei Wahlen nur im statistischen Mittel ein vernünftiges Ergebnis erzielt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 14.03.2019, 22:16
175. Ihre Ziele

Zitat von Armutsrentner2032
...in irgenein Kästchen müssen wir ja die Menschen stecken. Ich bin gegen diese EU...aber noch lange kein AfD Anhänger. Für mich ist es eher die tatsache, dass diese EU rein Wirtschaftlich und bei Profiten schnell gemeinsamkeiten finden, aber in sachen Humanität, Soziales oder Gerechtigkeit total versagen. Die EU ist für mich eine Institution die rein dem Handel und Wirtschaft dient, jedoch wir Bürger für alles Haften bzw. Bürgen dürfen. Dafür bekommen wir eine Vermögenfressende EZB Nullzinspolitik und ein bisschen Reisefreiheit...aber sonst ausser Bevormundung und verlust der Souverinität - gar nichts! Wenn jedoch andere Länder sehen werden, wie GB den Brexit schafft, und als Gewinner hervorgeht, bin ich mir sicher, dass andere Länder folgen werden.
sind mit der EU, wenn auch sehr mühsam und schwer, erreichbar, ohne EU höchstwahrscheinlich nicht. Ich sehe die Bevormundung durch die EU auch nicht auf einer anderen Ebene als auf der der Bundesregierung, die ja eine viel unmittelbarere Macht auf mich als deutschen Bürger ausübt. Die Souveränität ist ebenfalls nicht verloren, sondern findet sich nur auf einer höheren Ebene wieder. Franz Josef Strauß sah in seinem 1964 erschienenen Buch "Entwurf für Europa" sogar die "Vereinigten Staaten von Europa" als eigentliches Ziel des europäischen Zusammenschlusses. Ich kann ihm da nur voll und ganz zustimmen und fordere jeden Anhänger der CSU auf, dieses Buch noch einmal in die Hand zu nehmen.

In einem irren Sie jedoch: Die Nullzinspolitik der EZB ist mitnichten "vermögenfressend", ganz im Gegenteil. Sie ermöglicht enorme Vermögenssprünge, wenn man etwas Mut und Kreativität hat, da die Kapitalkosten z. Zt. extrem niedrig sind, was wiederum hohe Eigenkapitalrenditen ermöglicht.

Was den Brexit betrifft, so passt das aktuelle britische Geschäftsmodell leider sehr schlecht zum Anspruch britischer Politik. Daher bleibe ich, was den Erfolg dieses Unternehmens angeht, etwas skeptisch. Und vor allem: Wer sollte denn bitte sonst austreten wollen und wohin?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 18 von 18