Forum: Politik
Deutsche Kritik an US-Botschafter Grenell: "Partnerschaft und Kasernenhof-Ton schließ
DPA

Erster Tag im Amt, gleich die Gastgeber düpiert: Der neue US-Botschafter in Berlin erntet harsche Kritik für seine Aufforderung an hiesige Unternehmer, sich sofort aus dem Iran zurückzuziehen. Beobachtern zufolge verheißt dieser Start nichts Gutes.

Seite 5 von 20
Scharf und mit Sosse 09.05.2018, 15:03
40.

Zitat von dunnhaupt
Der Mann ist kein Neuling. Als Botschafter an der UNO und im Sicherheitsrat war er ein Vorgänger von Nikki Haley. Er kennt sich also auch hinsichtlich des Iranvertrags aus, und weiß, dass deutsche Firmen davon betroffen sind. Kein Grund pikiert zu sein, weil er daran erinnert.
Es gibt vielmehr keinen Grund Amerikanischen Forderungen bezüglich deren widerrechtlichen ud einseitigen Aufkündigung eines internationalen Vertrages Folge zu leisten.

Das Iran Abkommen kann genauso wie zB das Kyoto Protokoll auch ohne die USA weitergeführt werden.

Die derzeitigen USA sind das durch unrechtmässige Wahleinflußname an die Macht peputschte Regime eines Siziopathen, einer Marionette Putins. Es ist im Interesse der zivilisierten Welt sich von dieser ehemaligen und langsam zerfallenden Weltmacht abzuwenden und nicht etwa deren erratisches Fehlverhalten nachzuäffen.

Trump hat das Iranabkommen verlassen. Aufgekündigt hat er es nicht, dieses Abkommen kann auch sehr gut ohne die USA weiter fortgeführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NauMax 09.05.2018, 15:05
41.

Zitat von krogiuk
...ist das Auftreten dieses Botschafters. Die Kritik daran ist berechtigt. Aber warum wird nicht die Tatsache thematisiert, daß er unmittelbar nach Dienstantritt sofort einen Termin beim BuPrä erhalten hat?? Die USA haben sich 15 Monate Zeit gelassen, ihn zu entsenden. Ihm sofort zu akkreditieren, ist servil und liebedienerisch. Nach zwei Wochen hätte auch gereicht - dann hätte er diesen Mist auch nicht twittern können.
Das hat nichts mit "servil" zu tun. Neu ernannte Diplomaten haben schlicht zeitnah akkreditiert zu werden, um ihre Arbeit aufnehmen zu können. Völlig egal ob es der Botschafter der USA, Nordkorea oder von Sansibar ist... Für diese Forderung im Befehlston hätte ich ihn allerdings gleich mal eine formelle Protestnote mitgegeben - in Diplomatenkreisen ist das etwa wie eine Abmahnung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carahyba 09.05.2018, 15:06
42.

Zitat von mimas101
Grenell führte sich auf als wenn er Kommandant einer Kolonie wäre. Sowas schickt sich allerdings für einen Botschafter nicht. Wenn einige Mitforisten das umdeuten in "er wäre der Gute und hätte nur einen freundlichen Rat gegeben" dann ist dem entgegen zu halten das man bereits wußte was kommen wird; Sanktionen nämlich und das die USA auf einer Nibelungentreue der NATO-Mitgliedsstaaten bestehen werden. Sprich - die Sanktionen, die die USA einseitig wieder in Kraft setzen wollen haben gefälligst auch alle anderen vorzunehmen. Macht auch Sinn - Die USA schneiden sich ins eigene Exportfleisch wenn nur sie sanktionieren und es wäre auch herzlich kontraproduktiv. Schon jetzt wird sich nämlich Boeing von einem 20 Mrd-US$-Auftrag verabschieden dürfen (wenn die aktuellen News in meinem US-Chat richtig sind). Und Tump steht ziemlich alleinig im US-Pressewald herum, da gibt es nämlich so gut wie keinen Beifall für sein Husarenstück. Er kann (bisher) nur auf Teile seiner Wählerschaft bauen und dem einem oder anderen ihm gewogenen TV-Kanal.
Boing kann damit rechnen eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, das ist nach dem geltenden Iransanktionsgesetz möglich. Ob diese kommen wird ist fraglich, auch die iranische Regierung könnte den Auftrag zurückziehen.

Siemens hat schon reagiert, zieht sich als Siemens zurück und bleibt mit Firmen zurück, die börsennotiert sind und die Aufträgr durch Banken finanziert werden, die sich aus den USA zurückgezogen haben. North-Sstream-2 läuft auch schon so. Die EU und auch Deutschland werden nicht den Sanktionen beitreten, das ist doch schon mal eine gute Entwicklung.

Mittelfristig werden die US-Sanktionen ins leere laufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hank-the-Voice 09.05.2018, 15:07
43. Die Welt darf sich nicht vom US-Präsidenten erpressen lassen.

Es wäre jetzt das falsche Signal vor Trump einzuknicken und seinen Sanktions-Forderungen nachzugeben. Er würde dies als Schwäche auslegen und weiter so verfahren. Vielmehr muss jetzt der Rest der Welt (Europa, China, Russland, Kanada, etc.) Trump in die Schranken weisen. Handelt mit dem Iran! Wenn er damit durchkommt, macht er sich die Welt wie sie ihm gefällt und das wäre schrecklich. Die Welt darf sich nicht erpressen lassen, auch nicht vom US-Präsidenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Vikings 09.05.2018, 15:07
44. Derart kluge Ratschläge kann er sich sparen.

Zitat von dunnhaupt
Der Mann ist kein Neuling. Als Botschafter an der UNO und im Sicherheitsrat war er ein Vorgänger von Nikki Haley. Er kennt sich also auch hinsichtlich des Iranvertrags aus, und weiß, dass deutsche Firmen davon betroffen sind. Kein Grund pikiert zu sein, weil er daran erinnert.
Als wüsste Deutschland nicht,
dass auch deutsche Firmen betroffen sind.
Es geht auch nicht um die Etikette.

Es geht um die Tatsache an sich,
dass die Aktionen der USA
zunehmend Deutschland und der EU schaden
und die USA begünstigen.

Sie sind übrigens ziemlich allein heute Morgen,
der 5. Kolonne Washingtons bleibt anscheinend zunehmend
der Kloß im Hals stecken,
und in Fort Meade scheint man noch zu schlafen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
acitapple 09.05.2018, 15:07
45.

Zitat von bruceatspon
der das nicht unbedingt als Aufforderung liest (im Englischen) sondern es vielmehr als "Rat" aufnimmt?! Sinngemäß: Die US-Sanktionen werden den Iran schwer treffen... um nicht davon getroffen zu werden, SOLLTEN sich die deutschen Firmen zurückziehen. und nicht: Deutsche Firmen zieht euch aus dem Iran zurück!!! Eventuell unglücklich formuliert, aber bevor man ihn jetzt gleich steinigt, sollte man erstmal abwarten, was er dazu sagt bzw. was in Zukunft so kommt...
Von einem Diplomaten in solch einer Position kann man erwarten, dass er sich korrekt ausdrückt. Wer erst einmal rumbrüllt und schaut was passiert ist auf so einem Posten falsch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NauMax 09.05.2018, 15:08
46.

Zitat von bruceatspon
der das nicht unbedingt als Aufforderung liest (im Englischen) sondern es vielmehr als "Rat" aufnimmt?! Sinngemäß: Die US-Sanktionen werden den Iran schwer treffen... um nicht davon getroffen zu werden, SOLLTEN sich die deutschen Firmen zurückziehen. und nicht: Deutsche Firmen zieht euch aus dem Iran zurück!!! Eventuell unglücklich formuliert, aber bevor man ihn jetzt gleich steinigt, sollte man erstmal abwarten, was er dazu sagt bzw. was in Zukunft so kommt...
"Be adviced" wird im Englischen Militärjargon als eine Art, indirekt Befehle zu äußern verwendet. Unteroffiziere verwenden das z.B. um die Uffz. anderer Einheiten in der Nähe vor einem Fliegerangriff das Signal zum Rückzug zu geben. Die Art, das so zu äußern ist für einen Diplomaten trotzdem eine Frechheit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Strichnid 09.05.2018, 15:09
47.

Zitat von bruceatspon
der das nicht unbedingt als Aufforderung liest (im Englischen) sondern es vielmehr als "Rat" aufnimmt?! Sinngemäß: Die US-Sanktionen werden den Iran schwer treffen... um nicht davon getroffen zu werden, SOLLTEN sich die deutschen Firmen zurückziehen.
Dieser Sichtweise widerspricht die Tatsache, dass Herr Grenell das Wort "immediately" eingebaut hat. Das schließt aus, dass er es lediglich als Rat gemeint hat, und unterstreicht den Befehlston des Tweets.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 09.05.2018, 15:10
48. @paulchenGB

Grenells statement ist kein freundlicher Rat, sondern eine Drohung, die an Erpressung grenzt. Die USA ist, zumindest unter trump kein zuverlässiger Partner mehr. Deswegen sollte man weder auf das hören, was von da kommt, noch sollte man sich beeindruckt zeigen. Die USA sind Wortbrüchig und dafür deutlich zu belangen. Unglaublich, glaubt trump wirklich Politik machen Heisst die Politik Obamas rückgängig zu machen. Was anderes hat trump bisher nicht geschafft, ach doch, per Steuerreform Millionen für seinen Clan gerettet. Dieser Mann gehört isoliert. Der hat nur Unfug im Kopf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Scharf und mit Sosse 09.05.2018, 15:11
49. Der Vetrag besteht weiterhin

Es gibt keinen Grund den Amerikanischen Forderungen bezüglich deren widerrechtlichen und einseitigen Aufkündigung eines internationalen Vertrages Folge zu leisten.

Das Iran Abkommen kann genauso wie zB das Kyoto Protokoll auch ohne die USA weitergeführt werden.

Die derzeitigen USA sind das durch unrechtmässige Wahleinflußname an die Macht peputschte Regime eines Siziopathen. Ein Marionettenstaat Putins.

Putin ist der einzige Nutznießer von Trump's Vertragsaufkündigung. Gerade darum sollte me di derzeitige Situation als das verstehen was sie ist: Trump stellt die USA global ins Abeits. Nur ein Narr würde sich dieses Verhalten zum Vorbild machen.

Es ist im Interesse der zivilisierten Welt sich von dieser ehemaligen und langsam zerfallenden Weltmacht abzuwenden und nicht etwa deren erratisches Fehlverhalten nachzuäffen.

Trump hat das Iranabkommen verlassen. Aufgekündigt hat er es nicht, dieses Abkommen kann auch sehr gut ohne die USA weiter fortgeführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 20