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Deutsche Politiker reagieren auf Erdogans Tiraden : "Infam, abstrus, inakzeptabel"
AFP

Verstört reagieren deutsche Politiker auf den Nazi-Vergleich des türkischen Präsidenten Erdogan. Die CSU wettert über "den Despoten vom Bosporus", die Linke fordert ein Ende des Flüchtlingsdeals. Justizminister Maas will auf Dialog setzen.

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eunegin 06.03.2017, 07:18
1. schräg - aber Glück gehabt

Irre, schräg, autoritär - das fällt mir en, wenn ich an Erdogans Türkei denke. Dabei war das Land einmal toll und hoffnungsvoll auf einem demokratischen Pfad. Jetzt nutzt er auch noch das Erpressungspotential der Flüchtlingspolitik. Menschliche Schutzschilde für autoritäres Herrschen. Trotz allem lauten Herumgepöbel des Herren: wir haben Glück gehabt, dass es dieses Land nicht in die EU geschafft hat. Erdogan wäre der Totengräber, von denen es ja einige selbsternannte gibt, nur er hätte das automatisch geschafft. Türkei, ein Partner? Nein, leider nicht mehr.

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b.ivanova 06.03.2017, 07:21
2.

Im Prinzip ist es völlig inakzeptabel, als politische Führer eines Landes ihre eigene politische Kampagne auf dem Territorium eines anderen souveränen Staates zu verfolgen.
Nach der Deutschen-Türken fühlen sich Türken und die Propaganda der türkischen Führer akzeptieren - gehen dann in die Türkei!

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mika2000 06.03.2017, 07:22
3. Schlaue Taktik

Je schneller und kürzer der türkische Präsident seine Nadeln setzt in Form von immer neuen Provokationen, desto unüberschaubarer wird die Gesamtsituation und sowohl unsere Politiker als auch Medien können nur noch reagieren. Der Morgen beginnt sehr ernüchternd oder wie war ein Schlagwort an diesem Wochenende "inakzeptabel".

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think-twice! 06.03.2017, 07:22
4. Die Linke Partei hat Recht

und macht die richtigen Vorschläge. Von Merkel kommt wie üblich nichts, von der SPD solch gewichtige Aussagen wie "wir müssen im Dialog bleiben" usw. Ach, und was der neue Hoffnungsträger Schulz dazu? Er wollte ja unbedingt die Türkei in der EU haben.Jetzt Immer noch?

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ackergold 06.03.2017, 07:23
5. Erdogan kann kommen...

... es gibt keinen Grund, ihm privat die Einreise zu verweigern, denn auch die abstrusesten Meinungen fallen meistens unter die Meinungsfreiheit und das ist gut so. Worauf er allerdings kein Anrecht hat, ist vor einer genehmigungspflichtigen Veranstaltung zu sprechen, für die keine Genehmigung vorliegt. Auch Erdogan hat sich an das Recht zu halten, so gerne er sich auch als Sultan sieht. Noch gehört Europa nicht zu seinem Sultanat.

In Deutschland gelten die deutschen Gesetze und Rechtsnormen und die besagen, dass die Kommunen auf Basis einer Sicherheitsanalyse Veranstaltungen genehmigen oder eben nicht genehmigen. Der Rechtsweg steht offen.

Alles andere kann sich der Herr Minister sparen. Es gibt kein göttliches Recht auf eine Propagandaveranstaltung in irgendeiner Kommune der Republik, sondern es wird auf Basis der Rechtsnormen entschieden.

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horstvonork 06.03.2017, 07:24
6. So langsam...

... bin ich der Meinung dem langen Palavern müssen einmal Taten folgen. Ich denke drei Dinge wären angebracht. Erstens sofortiger Abzug der deutschen NATO-Truppen aus der Türkei un damit verbundener sofortiger Investitionsstopp ind die Luftwaffenbasis. Es wird ja gerne vergessen oder verschwiegen, dass Deutschland dort mal eben zig Millionen investiert. Zweitens Kündigung des Flüchtlingsdeals - es wird Frühling, die EU kann auch Griechenland statt der Türkei unterstützen! Und drittens eine erste allgemeine Reisewarnung für die Türkei aussprechen. Wenn selbst Frauen auf Demos verhaftet werden, wäre das nur konsequent!.

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th.diebels 06.03.2017, 07:25
7. Rede- und Versammlunmgsfreiheit

und Meinungsfreiheit hat Grenzen.
Aber dazu bedarf es NUR einer starken Regierung, die klare Kante zeigt !
Nicht mehr - aber auch nicht weniger !

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Real Nobody 06.03.2017, 07:26
8. Doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen

Ich höre gerade einen Beitrag im Radio, in dem uns ein in Deutschland lebender Türke sagt, wie undemokratisch er es fände, dass türkische Politiker in D nicht zu ihren Bürgern sprechen dürften.

Hier ist immer noch Deutschland. Doppelte Staatsbürgerschaften gehören abgeschafft. Dann ist klar, zu welchem Land man gehört, und dann ist auch klar, wer die Politiker DIESEN Landes sind.

Despoten wie Erdogan sind es definitiv nicht.

Und Redefreiheit für Typen wie Erdogan hat nichts mit Demokratie zu tun, denn seit wann es ist demokratisch, Diktatoren in den Sattel zu helfen, damit diese hernach die Freiheit jagen und abknallen?

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fisa_thul 06.03.2017, 07:29
9. Wenn man die Drecksarbeit auslagert

wird man halt erpressbar. Allerdings ist es undemokratisch Wahlkampfreden zu untersagen - damit gibt man Erdogan nur noch mehr Auftrieb. Ausserdem: Wenn die Türken unbedingt eine Diktatur wollen sollen sie doch eine kriegen.

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