Forum: Politik
Deutsche Reaktion auf Macron: Schon wieder Schulmeister
AFP

Kaum ist Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs gewählt, hagelt es aus Deutschland Kritik an seinen Reformplänen für Europa. Doch Berlin täte gut daran, die Chance für die EU nicht zu verspielen - es könnte ihre letzte sein.

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danduin 09.05.2017, 20:06
1. Wer A sagt muss auf B sagen. D ist gefordert

Der Artikel beleuchtet richtig die Einmalige Chance Deutschlands eine starke europäische Union zu schaffen. Wie ich unsere Politiker kenne versagen Diese jedoch mal wieder und erkennen nicht das Potential.

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luenesir 09.05.2017, 20:18
2.

Von deutschen Politikern und besonders aus Regierungskreisen hört man immer wieder den Satz: Wir wollen Europa und wir brauchen Europa. Jedes mal wenn ich das höre klingt für mich unterschwellig der nächste Satz darin mit: Aber nur wenn es nach unserer Pfeife tanzt.
Das kann und darf es nicht sein. So schafft man keine Gemeinschaft, keinen Zusammenhalt und kein geeintes Europa. Deutschland muss sich von dem Wunschgedanken lösen eine Kolonialmacht in Europa zu sein.
Die heute jungen Generationen haben das geschafft und (er)leben auf ihren Reisen Gemeinshcaft und Gemeinsamkeit in Europa. Sie lernen in der Schule die französische, englische oder auch spanische Sprache und haben keine Kontaktprobleme. Vielleicht sind manche unserer führenden Politiker auch schon etwas zu alt um dieses Gefühl des miteinander und füreinander entwickeln zu können. Ich hoffe die folgenden Generationen werden es besser machen.

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zynischereuropäer 09.05.2017, 20:21
3.

Es ist ein Jammer, wenn man sieht, wie die Konservativen diese einmalige (und womöglich) letzte Chance verspielen. Die EU muss jetzt reformiert und vertieft werden, in 5 Jahren ist es zu spät.
Aber Nein, man gefällt sich lieber in der Rolle des arroganten Musterschülers, anstatt etwas für die Gemeinschaft zu tun.
Es ist zum heulen.

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ebenfalls.hofnarr 09.05.2017, 20:23
4. Gewerkschaften in Frankreich

wichtig ist, daß die französischen Gewerkschaften mitziehen, denn bisher sind alle Versuche der diversen Regierungen etwas in Frankreich zu reformieren am Widerstand der extrem linksstehenden Gewerkschaften gescheitert.
Am Ende muß entweder das selbe passieren wie in GB unter Thatcher oder Macron wird gegen die Wand laufen.
Ansonsten: nein, die deutschen EInwände sind durchaus berechtigt und haben mit Arroganz nicht viel zu tun.
Es kann nicht angehen, daß Deutschland wieder und wieder Risiken trägt für andere, deren Regierungen vor verbohrten Gewerkschaften (deren Funktionäre Angst haben ihre Pfründe zu verlieren) und anderen Interessenverbänden (Bauern) kuschen und der Staat alles durch Schulden kompensieren und finanzieren muß.

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n.strohm 09.05.2017, 20:24
5. Schulmeisterei auzf

kommt nirgendwo gut an. Siehe auch Griechenland...
Andererseits kann ich die Sprüche "Deutschlands Wirtschaft ist zu stark, die Handelsbilanz inakzeptabel" nicht mehr hören.

Deutsche Arbeitnehmer und Arbeitgeber, basierend auf dem gegebenen politischen Umfeld haben uns dahin gebracht wo wir sind. (... ursächlich auch durch HARTZ IV und dessen Folgen für das soziale Ungleichgewicht in unserer Gesellschaft)

In den USA gibt es weniger soziale Absicherung und weniger Rechte für Arbeitnehmer. (Kündigungsfrist: Was ist das ? Staatliche Rente ab x Jahren : Was ist das ? - vielleicht bis auf Pensionsfonds für Mitarbeiter, dessen Pensionen sich bei Chapter 11 oftmals in Luft auslösen)

In Frankreich ist die Gewerkschaft so stark - teilweise militant, dass ein weiterer Druck auf französische Arbeitnehmer kaum durchsetzbar scheint (Beispiel Heraufsetzen des Renteneintrittsalters)

Ergo:
Was konkret erwarten "diese Ländern" eigentlich von uns ? Geld von uns ;-) , damit deren Leid erträglicher wird ?

Ich dachte, wir alle haben uns dem selben globalen Wettbewerb zu stellen.
Deren Schulmeisterei ist genauso unerträglich wie die unsrige....

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Leo Löwe 09.05.2017, 20:32
6. Am deutschen Wesen

mag die Welt genesen. Emanuel Geibel und Kaiser Wilhelm II aus dem Jahr 1861, bzw. 1907 lassen herzlich grüßen. Emanuel Macron ist gerade mal seit 02 Tagen gewählt und sicher dankbar für die - unerbetenen -Ratschläge zur wirtschaftlichen und politischen Gesundung der "Grande Nation". Zunächst wird er sich auf die anstehenden Wahlen und die Bildung seines Kabinetts konzentrieren und dann mit den "Kollegen" innerhalb der EU und mit Deutschland erörtern, was im Interesse Europas und der beiden Staaten machbar sein wird. Dass wir - vgl. die heutigen Meldungen über den erneuten Exportweltmeister - kooperativ sein sollten, dürfte hoffentlich auch den in wirtschaftlicher Hinsicht sogenannten "Hardlinern" noch aufgehen.

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karibien 09.05.2017, 20:35
7. Deutschland und seine Besserwisser

Ich lebe in Frankreich und ich mit anderen haben die beiden Wahlen mit Zittern verfolgt. Es war nahe, diesmal schon. Das nächste Mal kann es anders ausgehen. Warum müssen die Konservativen einschl. FDP (kaum wiederauferstanden von den Toten) denn nun gleich loslegen mit Kritik? Kann man denn nicht erstmal auf ein Gespräch warten und sich austauschen, möglichst ohne Presserummel?
Deutschland verbaut sich und Frankreich möglicherweise

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oli69 09.05.2017, 20:38
8. Argumente

liefert Becker nicht, nur ein Argument: Macron stärken um LePen zu schwächen. Wie krank ist den dass, wenn die EU Länder sich für die politische Richtung (gemäss Becker) der Nachbarn einsetzen müssen ? Schlussendlich ist jedes Land eine Demokratie und wählt seine Politiker. Wenn diese nicht alle mit EU Einheitsbrei einverstanden sind, sollte man das respektieren. Ansonsten sollte man diese "koste es was es wolle gegen die Rechtspopulisten" einfach Linkspopulisten nennen. Denn sie sind genau so intolerant wie die Rechtspopulisten, nur haben sie es gar nicht gemerkt, weil sie so voll Hass auf die "Rechtspopulisten" sind. Extreme und intolerante sind nie gut, weder links noch rechts.

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sibbi78 09.05.2017, 20:38
9. Mit einem alternden Juristen

als Finanzminister, der sich für einen Finanzexperten hält und der sturen Meinung der Reichsten - und damit der Wirtschaft - im Rücken der Regierung, sind solche Schnellschüsse alleine nicht zu erklären: Hier spielt wohl der vorauseilende Gehorsam und die beckmesserische Schulmeisterei als der Deutschen liebste Eigenschaft eine mindest gleichgroße Rolle. Wir sind schließlich die Vorzeigenation - oder etwa doch nicht? Schön wär's.
Wie der Autor Markus Becker richtig schreibt, sollte unser Land die Chance auf eine Reform der EU nicht leichtfertig vergeben. Sie wäre DRINGEND nötig, sonst besteht die Rest-EU irgendwann nur noch aus Deutschland. Vermutlich einem recht braunem Deutschland...
Reichen wir Frankreich, reichen wir Europa die Hand! Wenn es nur Geld und Überwindung kostet, sollte das doch kein Problem sein. Herr Schäuble weiß offensichtlich ohnehin nicht, wohin mit den unverhofften Steuermilliarden - in dringend benötigte Infrastrukturmaßnahmen z.B. steckt die Regierung eine alberne Milliarde. Reicht offensichtlich...

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