Forum: Politik
Deutsche Reaktion auf Macron: Schon wieder Schulmeister
AFP

Kaum ist Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs gewählt, hagelt es aus Deutschland Kritik an seinen Reformplänen für Europa. Doch Berlin täte gut daran, die Chance für die EU nicht zu verspielen - es könnte ihre letzte sein.

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renaudguy 10.05.2017, 12:15
150. aus Frankreich gesehen

Ihre Analyse ist sehr triftig, eine Zusammeanarbeit zwischen Frankreich und Deutshland in einem Klima des Vertrauens ist die letzte Chance für Europa

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lobivia 10.05.2017, 12:53
151. Ich kann es nicht mehr hören!

Ich träume von Konsequenz und dem Ende der Schwätzerei! Darum mein Vorschlag: Alle, die Eurobonds befürworten, lassen sich registrieren und übernehmen direkt die anfallenden Kosten.

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Liberalitärer 10.05.2017, 13:10
152. Falsche Richtung - wie fast immer

Zitat von crazy_swayze
Ohne verfügbares Einkommen können Menschen auch keine Importgüter kaufen. Daran mangelt es in Deutschland, in der 25% der Menschen prekäre Bezahlung erfahren, am meisten. Die Untergrenze an Bezahlung muss hochgesetzt werden, und mittlere Einkommen steuerlich entlastet werden.
Sie wollen den Kuchen vergrößern, verständlich und auch nötig. Mir ging es um den Abbau der volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte. Das geht mit einem Federstrich und ohne kontraproduktive Transferunion oder gemeinsamen Haushalt. Es ist doch klar, dass man in Brüssel gern mehr Geld von A nach B schieben will (Pöstchen). Man schiebt es nur in die falsche Richtung. Das begreift man aber nicht. So killt man den Euro. Der Exporteur bezahlt seine Exporte, also muss F mehr bezahlen.

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skater73 10.05.2017, 15:10
153. Chance für Europa

Der Artikel zeigt es sehr gut: Président Macron hat Ideen für Europa. Ihn zu unterstützen, wäre die Möglichkeit, Deutschland und Frankreich wieder in einen Gleichklang zu bekommen. Sagen wir Deutschen den Franzosen doch: Legt uns einen Plan vor, lasst uns dann in gutem Vertrauen unsere Sicht der Dinge ergänzen und wenn es passt, machen wir das zusammen. Frankreich hat Deutschland 2003/2004 vertraut, als Schröder seine Pläne für die Zukunft Deutschlands darlegte. Das sollten wir auch umgekehrt machen.
Das Eurobonds dabei ein absolutes No-Go sind, muss man nicht öffentlich als Erstes hinausposaunen. Man könnte bei der Darlegung der Reformpläne erläutern, dass dieses mit dem deutschen Volk nicht machbar ist, weil wir nicht noch mehr Blanko-Schecks ausstellen werden. Aber die Idee, dass es einen Euro-Finanzminister (besser wäre noch ein EU-Finanzminister mit Veto-Recht) und ein Euro-Haushalt (besser noch EU-Haushalt) gibt, ist ein richtiger Schritt. Eigentlich wäre das sinnvollste, wenn wir Bürger ohne Landesgewichtung etc. direkt das EU-Parlament wählen und dieses dann eine EU-Regierung mit eigenem Haushalt und klar abgegrenzten Gebieten, die von einer nationalen Regierung zu erlassen sind und nicht von der EU-Regierung konterkariert werden dürfen (Bsp: Gesundheitssektor oder Landwirtschaft), wobei die nationalen Regierungen dann keine Schulden machen dürften und jedwede Finanzlast, die durch Beschlüsse der nationalen Regierungen/Parlamente entstehen, ausschließlich durch einen einzigen, öffentlichen Haushalt aufzubringen sind. Abweichungen durch Verschiebungen von Lasten, zeitlich oder strukturell sind dabei unter Zustimmungsvorbehalt der EU-Regierung, außerhalb dieser Zustimmung muss eine solche Umsetzung strafbar sein. DANN könnten wir, das Volk, schlechte Politiker auch abwählen.

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skater73 10.05.2017, 15:20
154. Nichts ist geraubt!

Zitat von ser4t
Der Kommentar ist in sich schlüssig und beleuchtet ein seit langem wachsendes Problem: Die Bundesregierung spielt auf der Welle steigenden Wirtschaftswachstums den Oberlehrer. Genau das haben sie aber mit Hilfe des Euro den weniger produktiven EU-Ländern geraubt. Die grassierende Jugendarbeitslosigkeit in den Südländern der EU ist ein ernstes Problem.
Zu behaupten, dass das Wirtschaftswachstum von den anderen Ländern geraubt sei, ist eine Unverschämtheit!
Deutschland war 2003 "der kranke Mann Europas", wurde offen belächelt. Dann haben wir schmerzhafte Strukturreformen hinter uns gebracht, DEREN Früchte wir heute ernten. Niemand hat die Südschiene gezwungen, keine Strukturreformen anzugehen. Niemand hat sie gezwungen, auf Pump zu leben. Niemand hat sie gezwungen, das Geld Deutschlands zu verprassen (ja, genau das haben sie getan, weil ihre Politiker das natürlich extrem viel einfacher und toller fanden, als ihren Bürgern schmerzhafte Reformen aufzudrücken).
Mit den Reformen, so wird gern kolportiert, habe Deutschland ein Lohndumping gemacht, weil wir Lohnzuwächse unterhalb des Produktivitätszuwachses hatten und damit die Lohnkosten gesenkt haben und DAMIT hätten wir uns Marktanteile am Weltmarkt erobert. Das ist blanker Unsinn! Wir sind damit wettbewerbsfähiger geworden, das ist richtig. Aber die Lohnstückkosten sind immer noch weit über denen der Südschiene (Italien allerdings nur mit Einschränkungen). Aber nicht der Preis basierend in der Kalkulation auf den Kosten ist allein entscheidend. Nein, es müssen auch Produkte sein, die die Käufer haben wollen. Und haben wollen diese die Produkte, weil sie schön sind, schick sind, Qualität haben, die eigene Leistung verbessern... kurz gesagt, weil sie einen Nutzen bringen.

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theodtiger 10.05.2017, 16:31
155. Wirklich

Zitat von habenix
Das Elitenkonstrukt EU hat sich überdehnt. Kein Land, nicht eines in dem das Volk abstimmen darf wird einer übertragung von noch mehr Kompetenzen an Brüssel zustimmen.
Die EU ist ein Projekt der Volker Europas, die dies immer wieder durch demokratische Wahlen in den Mitgliedstaaten sowie zum Europaparlament bestätigen. Ob es zur Übertragung von weiteren Kompetenzen nach Brüssel kommt oder ob einige zurückverlagert werden, wird die Zukunft zeigen. Jendenfalls sind bisher immer mehr Kompentenzen zur EU übertragen worden, und dies demokratisch legitimiert durch Abstimmungen in den Parlamenten und/oder Volksabstimmungen (wie z.B. in Irland und Frankreich).

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Erstdenken! 10.05.2017, 16:57
156. Mutter Teresa war nicht besser

Ich bin von der überwältigenden Opferbereitschaft vieler Forenmitglieder überrascht.
Wer in dieser Weise die Vorsicht der CDU kritisiert, wird sich hoffentlich über die Folgen seiner Beweihräucherung des Herrn Macron im klaren sein. Oder wurde da nur dem Verfasser des Berichtes nachgeplappert.
Die Franzosen werden mit Hilfe ihrer starken Gewerkschaften jeden Einschnitt in ihr Sozialwesen zu verhindern wissen. Die lassen lieber die Deutschen später und mit einer gekürzten Rente in den Ruhestand gehen und möchten dann den von uns erwirtschafteten Mehrwert überwiesen bekommen.
Bevormunden sollte man Macron und das französische Volk aber nicht. Was ich allen Deutschen raten möchte:
Mund und Brieftasche verschlossen halten.

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kraus.roland 10.05.2017, 17:15
157. Der schlechte Ruf..

..der Bundesregierung in Frankreich ist zwar übertrieben, aber auch nicht ganz unberechtigt. Angesichts der Beckmessereien deutscher Geizknüppel ist zu befürchten, dass eine einmalige Chance zunichte gemacht wird, weil das Geschrei der Rückwärtsgepolten von einer blinden Bundesregierung ernst genommen wird. Deutschland hat sich einen grossen, beispielhaften Vorteil erarbeitet: es hat nicht deindustrialisiert, wie Frankreich, wo das Kapital vor virulenten Gewerkschaften die Flucht ergriffen hat. Macron hat das erkannt und auch benannt. Wir haben grösstes Interesse, ihm jetzt beizustehen, weil uns das gemeinsam voranbringt. Wir brauchen einen Helmut Schmidt!

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axeljean 10.05.2017, 17:18
158. Macron

Die gute Bilanz der BDR ist auch eine Folge des Handels mit den andern Mitgliedstaaten ; deshalb sind die Pläne Macron's verständlich und teilweise notwendig. Ist Macron nicht erfolgreich, wird es zu spät werden für Europa und Le Pen und andere Extremisten werden Europa in Frage stellen. Also Merkel, ran an die Bouletten !

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aljusch 10.05.2017, 17:26
159.

Jetzt oder nie! Nicht nur Lippenbekenntnisse zu Europa und Euro, sondern mit Frankreich daran arbeiten, dass es endlich eine handlungsfähige Einheit gibt.

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