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Deutsche Rolle im Syrien-Konflikt: Merkel kann sich nicht wegducken
DPA

Die Bilder der Giftgas-Opfer in Syrien sind eine Herausforderung für die Weltgemeinschaft. Deutschland und die Regierung Merkel müssen Position beziehen: Sollten die Uno-Inspektoren den Chemiewaffen-Einsatz bestätigen, kann es eine Enthaltung wie im Falle Libyens nicht geben.

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whitemouse 27.08.2013, 21:14
230. Vorsicht

Niemand von uns weiß, ob es überhaupt einen Giftgaseinsatz gegeben hat. Bildern kann man nicht glauben (siehe "Wag the Dog").

Sollte es einen Giftgaseinsatz gegeben haben, warum sollte man den Propaganda-Aussagen Glauben schenken, der Einsatz sei Assads gewesen? Wo sollte der Nutzen für Assad gewesen sein? Cui bono?

Selbst wenn es einen von Assad befohlenen Giftgas-Einsatz gegeben haben sollte: Warum sollte man deswegen das syrische Volk bekämpfen? (Wäre es dann nicht sinnvoller, den Verantwortlichen aus dem Verkehr zu ziehen?) Und was sollte der Sinn eines gegen das syrische Volk geführten Krieges sein? Die islamischen Fanatiker zu stärken?

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espressoli 27.08.2013, 22:26
231.

Zitat von eckawol
zeigen doch, dass nur eine eindeutige und glaubwürdige Feststellung des Chemiewaffen- Einsatzes durch das Assad-Regime den möglichen Einsatz der BuWe in Betracht ziehen lässt. Die Beteiligung am Irak-Krieg lehnte damals die rot-grüne Regierung Koalition ab, weil es keinen überzeugenden Beleg für das Vorhandensein von A-Waffen im Irak vorlag. Diese Ablehnung kritisierte Frau Merkel heftigst wegen der dt.-amerikanischen Freundschaft. Nunmehr ist die Kanzlerin in einer ähnlichen Situation wie Schröder/ Fischer damals. Es muß jetzt ein klares "Ja" oder "Nein" geben und keine lauwarme Enthaltung!
Merkel fehlt für diesbezügliche, klare Worte jegliche, wirkliche Staatsmann-Grösse...

Man kann bereits jetzt gut beobachten, wie sie Westerwelle plötzlich als Minister entdeckt und ihn medial "vorschiebt", um selbst keine derzeitigen Entscheidungen treffen zu müssen...

Schröders und Fischers Ablehnung gegen die Teilnahme am Einmarsch in den Irak rechne ich der damaligen rot-grünen Regierung auch heute noch hoch an...

Merkel reiste extra in die USA, um - per Artikel - in der "Washington Post" der amerikanischen Bush-Regierung ihr Kriegs-Wohlwollen bezügl. Irak-Einmarsch zum Ausdruck zu bringen:

Beitrag in US-Zeitung: Merkels Bückling vor Bush - SPIEGEL ONLINE

CDU/CSU: Merkel verteidigt Irak-Krieg - Politik - FAZ

Zitat:
...."Trotz der weit verbreiteten Bedenken an der CDU-Basis und in der deutschen Bevölkerung verteidigte Merkel den amerikanisch-britischen Angriff ausdrücklich als unumgängliche Schadensbegrenzung."...

Diese "Schadensbegrenzung" - man könnte sie auch totale "Merkelsche Fehleinschätzung" nennen - müssen die Menschen im Irak auch heute noch täglich an Leib und Seele spüren... Das Desaster im Irak ist heute - immer noch - grösser als je zuvor...

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jenekken 31.08.2013, 21:00
232. Lasst euch nicht von der Rüstungsindustrie belügen!

Zitat von sysop
Die Bilder der Giftgas-Opfer in Syrien sind eine Herausforderung für die Weltgemeinschaft. Deutschland und die Regierung Merkel müssen Position beziehen: Sollten die Uno-Inspektoren den Chemiewaffen-Einsatz bestätigen, kann es eine Enthaltung wie im Falle Libyens nicht geben.
Gewalt als Mittel gegen Gewalt hat noch nie gewirkt, im Gegenteil, die Gefahr eines daraus entstehenden gigantischen Weltkriegs würde unermesslich steigen. wollt ihr den totalen Krieg? Na denn schon mal gute(ewige) Nacht! Nie wieder Krieg! Niemand ist verpflichtet, an einem Krieg teilzunehmen! Oder haben wir immer noch nichts dazugelernt?

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