Forum: Politik
Deutsche Sicht auf Russland: In der anti-amerikanischen Nische

In der Auseinandersetzung mit Russland zeigt sich bei Teilen der deutschen Bevölkerung anti-amerikanisches Denken. Das mutet an wie ein pubertärer Komplex.

Seite 1 von 85
Phil2302 18.04.2014, 17:29
1.

Mir hat jetzt irgendwo die Begründung gefehlt, warum ich meine Meinung ändern sollte. NSA Skandale sind für mich eine ebenso große Bedrohung für Frieden und Freiheit wie das, was gerade auf der Krim geschieht. Und bei aller Liebe, aber die heutige USA kann nicht mehr mit dem Land von vor 70 Jahren verglichen werden.

Beitrag melden
spiegelfreak 18.04.2014, 17:32
2. Hinsetzen, 6, Thema verfehlt

Der "Anti-Amerikanismus" in Deutschland hat GAR NICHTS mit Putin oder der Ukraine zu tun - sondern lediglich mit den USA - die sich seit geraumer Zeit wie ein Elefant im Porzelan Laden benehmen.

NSA, Kriege anzetteln, sich überall auf der Welt illegal innenpolitisch einmischen - das alles kommt eben nicht gut an in DE.

Die USA hat in Europa nichts -aber auch GAR NICHTS- verloren, und sollte sich hier schleunigst und am besten komplett verziehen. Wir brauchen in Europa keine USA.

Die Kritiker jetzt "pupertär" zu nennen ist - nun ja - pupertär.

Beitrag melden
bobdee 18.04.2014, 17:35
3. Super!

Danke für diesen Artikel. Es scheint wirklich so zu sein. Auch bei vielen russischsprachigen Menschen ist der Verweis auf einen notwendigen "Gegenpol" zur USA (der dann natürlich nur Russland sein darf) und der Verweis "Der Westen hat sowas auch schon gemacht", stark verbreitet. Allerdings stelle ich in meinen Gesprächen mit diesen Menschen fest, dass Putin das Steuer mittlerweile etwas überrissen hat. Viele sehen seinen Weg mittlerweile auch kritisch und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Widerstand organisiert. Und genau davor hat der "kleine Vladimir" am meissten Angst.....

Beitrag melden
jacksparrow12345 18.04.2014, 17:39
4. ...

Zitat von sysop
In der Auseinandersetzung mit Russland zeigt sich bei Teilen der deutschen Bevölkerung anti-amerikanisches Denken. Das mutet an wie ein pubertärer Komplex.
70 Jahre in Frieden und Wohlstand unterm Schutzschirm der USA?
Also zu den ersten 50 Jahren halte ich mal zurück aber seit dem ich hier auf der Welt rumlaufe kommt mir es jedenfalls nicht vor als würden wir hier unter einem Schutzschirm der USA leben.
Jedes Land hat seine eigenen Interessen die USA so wie Russland und Deutschland u.s.w. Dreck am stecken haben doch alle also was bringt es hier irgendwen zu heroisieren und den anderen zu dämonisieren?

Mag sein das es Teile der Bevölkerung gibt die die USA zunehmend kritischer sieht was ich in gewissem Maß nachvollziehen kann, aber es gibt sicher weit aus mehr die Russland weit kritischer sehen als die USA insofern trifft der Artikel wohl eine Minderheit die sowieso so ideologisch ist das Sie sich nicht schnell oder garnicht ändern wird.

Beitrag melden
schreiberausthür.89 18.04.2014, 17:42
5.

Es stimmt zwar, dass es in Deutschland leider viele ideologisch verblendete und politisch ungebildete Zeitgenossen gibt. Man sollte aber dennoch nicht gleich alles dramatisieren. Die angesprochene Umfrage zeigt schließlich auch, dass 83 Prozent der Deutschen dann eben doch wissen, dass Länder wie Somalia, Iran, Nordkorea etc. die größte Bedrohung für den Weltfrieden sind, und nicht unserer wichtigster Verbündeter. Die 17 Prozent sind halt die antiamerikanischen rechten und linken Spinner im Lande. Zudem stellt auch nicht jeder Bürger gleich die NATO zur Disposition, wenn er im Ukrainekonflikt Deutschland als Vermittler zwischen Westen und Russland sehen möchte.

Beitrag melden
Walther Kempinski 18.04.2014, 17:42
6. Antiamerikanismus

Antiamerikanismus ist der kleinste gemeinsame Nenner der Linken und Rechten. Die USA haben nämlich das Nazi-Reich zerschmettert. Danach haben Sie die Sowjetunion in Grund und Boden wett-gerüstet. Sowas nagt natürlich an den Jüngern beider Ideologien. Aber natürlich ist niemand offen ein Kommunist oder gar ein Nazi. Nur ein bisschen sozialistisch oder ein wenig "gesund" nationalistisch.

Beitrag melden
schicksal_00 18.04.2014, 17:47
7. Russland-Versteher

Ich denke, den "Russland-Verstehern" geht es schlicht und einfach zu gut. Sie wissen nicht, wie es sich anfühlt, unterdrückt und bedroht zu werden. Oder sie sind Menschen, die erhebliche private Probleme haben und somit Sündenböcke suchen, die natürlich an allem schuld sind.
Ich versuche bei einem Konflikt immer ALLE Beteiligten kritisch zu beäugen. Ob Russland oder die USA, beide Staaten haben ihre Stärken und Schwächen.

Beitrag melden
danielkrautk 18.04.2014, 17:51
8. Vielleicht liegt es daran

das ein gewisser John Kerry neulich einen Witz gemacht hat: "Im 21.Jahrhundert gehört es sich nicht fremde Länder augrund von falschen Tatsachen anzugreifen". Das gehört sich wirklich nicht, aber dann sollen sich die Cowboys auch selbst daran halten. Alles andere beleidigt die Intelligenz von uns Deutschen.

Beitrag melden
Germanicus 18.04.2014, 17:52
9. Das ist kein Antiamerikanismus

sondern begründete Kritik! Diese Kritik als "pubertäre Auswüchse" zu bagatellisieren ist an der Realität vorbei. Die Menschen haben es einfach satt, dass so offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird und die Medien dieses Spiel kommentarlos mitspielen.
Zitat:"Sie in all ihren Facetten zu beleuchten und nicht ins Schwarzweißmuster zu verfallen? "
Einverstanden - dann sollen die Medien aber bitte mit gutem Beispiel voran gehen!
Wenn man jede Kritik an Amerika als Antiamerikanismus abtut lebt es sich als Journalist natürlich leichter - schönen gruß zurück!

Beitrag melden
Seite 1 von 85
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!