Forum: Politik
Deutsche Spaltung: Einigkeit und Rechts und Brechreiz
REUTERS

Deutschland feiert den Tag der Einheit. Aber die Wahl hat gezeigt, wie gespalten das Land in Wahrheit ist: Reich und Arm, Ost und West haben sich immer weniger zu sagen. Ist eine deutsche Einheit möglich?

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razer 02.10.2017, 14:56
20.

Zitat von hschu
wenn ich Sie richtig verstanden habe, gibt es für Sie nur eine Einheit in Multikulti- Deutschland. Da müssen Sie aber sehr lange warten. Die Uneinigkeit des Volkes resultiert aus dieser Multikultipolitik der Linken. Wenn Sie eine Einheit des Volkes wollen, dann sind Sie jetzt am Zuge.
Eine Einheit, egal in welcher wesentlichen politischen Frage, hat es auch in der alten BRD nie gegeben. Im Gegenteil es hat grade in den 70er extrem harte politische Auseinandersetzungen gegeben.
Der Unterschied ist nur, dass es dabei um den Streit zwischen Demokraten (ohne RAF mit Anhang) ging.
Heute geht es darum, das es auf der einen Seite ein breit aufgestelltes demokratisches politisches Spektrum mit unterschiedlichsten Positionen gibt und auf der anderen Seite eine rechtspopulistische, nationalistische, völkisch und marktradikal orientierte antidemokratische Bewegung (AfD, PEGIDA).

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Nobody X 02.10.2017, 15:02
21. Herr Augstein - was ist denn so schlimm daran,

wenn "die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt"? Wo soll man denn sonst Deutscher sein, wenn nicht in Deutschland? Wenn viele Zeitgenossen links der Mitte Deutschland auch am liebsten gänzlich abschaffen würden - das Anliegen, dass Deutschland Deutschland bleibt, ist nicht nur vollkommen legitim, sondern es existiert sowohl im Osten als auch im Westen. Ihre angebliche Spaltung zwischen Ost und West ist purer Unsinn.

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muellerthomas 02.10.2017, 15:03
22.

Zitat von eulenspiegel1979
Was hat sich denn für Sie persönlich durch die Wiedervereinigung verschlechtert?
Na Sie merken es doch: Ewiggestrige Autrokratiebefürworter, engstirnige Fremdenfeinde und Verschwörugnstheoretiker übernehmen Teile des öffentlichen Diskurses und bestimmen so auch das gesellschaftliche Klima.

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chardon 02.10.2017, 15:04
23. @#2 hschu

Zitat von hschu
wenn ich Sie richtig verstanden habe, gibt es für Sie nur eine Einheit in Multikulti- Deutschland. Da müssen Sie aber sehr lange warten. Die Uneinigkeit des Volkes resultiert aus dieser Multikultipolitik der Linken. Wenn Sie eine Einheit des Volkes wollen, dann sind Sie jetzt am Zuge.
Sie haben offensichtlich nicht die Nachkriegszeit erlebt. Wohl waren die damaligen Flüchtlinge (oder auch Flichtling genannt) Deutsche, willkommen waren sie nicht. Zwar waren sie der deutschen Sprache mächtig, trotzdem war es so ein ganz anderes Deutsch, ein Deutsch aus längst vergangener Zeit, einer anderen Welt, rrrrolendes"R" z.B.! Worte, die nur sie kannten. Manche Frauen haben ihr Kopftuch, ja, ja das gehörte zu ihrem täglichen "outfit", getragen und es wurde darüber gelästert, gegrinst. Beide Seiten haben sich vorgeworfen, die andere auszunützen. Lebensmittel von Bauern gegen Perserteppiche oder Zigaretten, war eine Zeitlang die Währung, mit den Teppichen sollen sich die Bauern angeblich ihre Ställe tapziert haben!! Die Deutschen haben sich an die Neuankömmlinge gewöhnen müssen, schon mal auch wegen ihres schlechten Gewissens, damals! Heute werfen sich Ossis und Wessis alles Mögliche vor. Frau Köpping, sächsische Ministerin, hat in einem Interview in der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" den alten Bundesländern den Vorwurf gemacht, sie hätten bis heute nicht die Ostdeutschen integriert (nicht integrieren wollen?). Uneinigkeit(?) es scheint eine deutsche Eigenart zu sein, und hat nichts mit Multikulti zu tun, man will nicht teilen!! oder ist "man" eigenbrötlerisch? ;-)

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chardon 02.10.2017, 15:05
24. @#2 hschu

Sie haben offensichtlich nicht die Nachkriegszeit erlebt. Wohl waren die damaligen Flüchtlinge (oder auch Flichtling genannt) Deutsche, willkommen waren sie nicht. Zwar waren sie der deutschen Sprache mächtig, trotzdem war es so ein ganz anderes Deutsch, ein Deutsch aus längst vergangener Zeit, einer anderen Welt, rrrrolendes"R" z.B.! Worte, die nur sie kannten. Manche Frauen haben ihr Kopftuch, ja, ja das gehörte zu ihrem täglichen "outfit", getragen und es wurde darüber gelästert, gegrinst. Beide Seiten haben sich vorgeworfen, die andere auszunützen. Lebensmittel von Bauern gegen Perserteppiche oder Zigaretten, war eine Zeitlang die Währung, mit den Teppichen sollen sich die Bauern angeblich ihre Ställe tapziert haben!! Die Deutschen haben sich an die Neuankömmlinge gewöhnen müssen, schon mal auch wegen ihres schlechten Gewissens, damals! Heute werfen sich Ossis und Wessis alles Mögliche vor. Frau Köpping, sächsische Ministerin, hat in einem Interview in der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" den alten Bundesländern den Vorwurf gemacht, sie hätten bis heute nicht die Ostdeutschen integriert (nicht integrieren wollen?). Uneinigkeit(?) es scheint eine deutsche Eigenart zu sein, und hat nichts mit Multikulti zu tun, man will nicht teilen!! oder ist "man" eigenbrötlerisch? ;-)

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rieberger 02.10.2017, 15:10
25.

Die deutsche Einheit wurde politisch erst 1871 umgesetzt, um dann 1945 unterbrochen zu werden. Die Renaissance gab es dann wieder 1989. In der langen deutschen Geschichte ist somit die deutsche Einheit nicht nur recht jung, sondern mit ca. 100 auch nur sehr kurz.
Das erklärt für mich die Wichtigkeit des Stellenwertes, denn offensichtlich hat die deutsche Kleinstaaterei bis heute im Unterbewußtsein Auswirkungen.
Der Rechtsruck, der durch Deutschland geht ist kein Alleinstellungsmerkmal, denn in der westlichen Welt blühen diese gestrigen Strömungen wieder auf.
Dieses Land aber in Grund und Boden zu reden, ist aber nicht statthaft. Probleme sind da, um gelöst zu werden. Und das ist Aufgabe jeden einzelnen Bürgers, bei sich anzufangen.
Realiv zu unseren Nachbarn gesehen, wären viele dieser Nachbarn froh, sie hätten unsere Probleme.

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beuerlein 02.10.2017, 15:11
26. Herr Augstein

wieder geben Sie sich Mühe, die Gräben weiter aufzureißen. Nein, ich glaube die Deutschen waren schon schlimmer gespalten als heute. schon die Überschrift schafft es Wähler der AfD zu vom Rest der Bevölkerung abzuspalten. Das Gegner der Modernisierung nur bei den Konservativen zu finden sind ist schlichtweg falsch, schauen Sie sich mal das Programm der Grünen an, das heutige und auch das aus den 80er Jahren. Diese Analyse ist weder sorgfältig erarbeitet noch richtig! Solche Berichte treiben die Spaltung nur weiter voran und sind mit ein Grund für das Erstarken der Afd!

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stammbus 02.10.2017, 15:15
27. Höcke und Gauland ...

... sind Westexporte nach Ostdeutschland, bitte nicht vergessen.
Der Kern liegt woanders als bei West und Ost, nämlich wie viel politischen Spielraum man den Rechten lässt.
Vergleichen Sie mal die Wahlergebnisse von Ostbayern mit denen im ähnlich geprägten Südoldenburger Land.

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bettina_krause 02.10.2017, 15:16
28. Zeitgeschichte

Ich (JG 63) sprach unlängst mit meiner politisch sehr interessierten Nichte (JG 02) über Zeitgeschichte - über Marshall-Plan, Rosinenbomber, Trizonesien, Mauerbau- und - Fall etc. Wir leben im LK Göttingen, also im ehemaligen “Zonenrandgebiet“, und ich habe 1989 alle Ereignisse hautnah miterlebt, war dann auch nach “der Wende“ in Dessau tätig, so dass ich Ost und West ganz gut kenne.

Nun zum Kern: Meine Nichte war etwas erschüttert, dass die ursprünglichen “Wir sind das Volk“-Skandierungen und die Leipziger Montags-Demos heutzutage fast durchgängig der rechten Szene, also den Pegida- Leuten, zugeordnet werden und nicht der friedlichen Revolution, die dann die Wiedervereinigung ermöglichte. Also, als “das Volk“ noch nicht “völkisch“ war. Diese Tatsachen sollten mal wieder aus dem kollektiven Gedächtnis hervorgekramt werden, finde ich. Ich werde jetzt mal wieder “Nikolaikirche“ hervorkramen und mit dem Mädchen anschauen.

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skater73 02.10.2017, 15:16
29. Ähm

Zitat von muellerthomas
korrekt. Es gibt kein zurück aus dem Pluralismus.
Sie verwechseln wohl Pluralismus und Anarchie in Beliebigkeit.

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