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Deutsche und internationale Pressestimmen: "May wird freiwillig nicht gehen"
REUTERS

Mit einer Niederlage hat Theresa May gerechnet - aber so? Viele Kommentatoren fürchten: Großbritannien ist mit der Ablehnung des Brexit-Abkommens ein Stück weit unregierbar geworden.

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pizzerino 16.01.2019, 08:08
1.

Komisch dass fast nur von der Regierung geschrieben wird und kaum vom Wähler. Der Wähler wählt die Regierung und der Wähler wählte den Brexit. Ende März ist es soweit und dann wird sich das Chaos sortieren. Die Idee den gordischen Knoten einer derartigen Mega - Verflechtung per Verhandlung und Abstimmung zu entwirren war von Anfang an unrealistisch.
Schön dass sich auch mal andere blamieren.

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blödbacke 16.01.2019, 08:10
2. Der historische Vergleich:

Eines Tages wird der Brexit zusammen mit Chamberlains Appeasement-Politik in den Geschichtsbüchern stehen!

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leberhart 16.01.2019, 08:13
3. Was steht da eigentlich drin?

Wäre super, wenn hier mal zu dem ausgehandelten Vertragsentwurf geschrieben würde.
Ich lese immer nur davon, aber was drin steht, weiß ich nicht.

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Leser161 16.01.2019, 08:29
4. Dialog

Das Problem kann man nur durch Dialog lösen. Die harten Brexiteeres fühlen sich aufgrund der Volksabstimmung im Recht und sind obwohl sie in der Minderheit sind auf der Zielgeraden, denn wenn nichts passiert gewinnen sie.

Die weichen Brexiteers und die nicht-Brexiteers wollem zwar keinen harten Brexit sind aber zerstritten, weil Labour die May fertigmachen will. Die englischen Parteien sollten mal aufhören sich aufs gegenseitige fertigmachen zu konzentrieren sondern stattdessen mal ihren Auftrag bedenken und der Auftrag aller ausser den harten Brexiteers ist es den harten Brexit zu verhindern. Wenn das geschafft ist kann man weiter über Details streiten.

Das wird sonst wie die Charge of the Light Brigade. Hinterher alle tot, weil niemand über seinen Schatten springen wollte.

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Vadomar 16.01.2019, 08:33
5. welche Alternativen ?

Das Problem der Briten ist, dass viele noch ihre Empire-Denkweise nicht abgelegt haben. Das "Britannia rules the waves" mit der Forderung, die EU sei an allem Schuld ist unter den Nationalkonservativen weit verbreitet. Schaut man sich so manchen Artikel in der Murdoch-Presse oder im Daily Telegraph an, denkt man, der 2. Weltkrieg müsste noch einmal ausgefochten werden.

Die Situation im Unterhaus ist verfahren:
- Eine Mehrheit will den May-Deal nicht
- Eine Mehrheit will auch keinen Exit vom Brexit
- Eine Mehrheit will auch keinen harten Brexit
- Neuwahlen wird es auch nicht geben, da MAy wohl die Vertrauensabstimmung gewinnt.
- MAy und Corbyn haben auch ein 2. Referendum abgelehnt.
Liebe Briten, was wollt Ihr dann ?

Vielleicht würde ein harter Brexit helfen, die Briten zur Vernunft zu bringen.

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Koana 16.01.2019, 08:40
6. Was für eine Show.....,

..... die Geschäfte laufen wie geschmiert, die Menschen ohne gutbezahlte Jobs, jene, die eben die Schattenseite zu beleben haben, mucken so oder so etwas auf, es kommt Konkurrenz um die Posten an den Trögen auf, gut, doch das lässt sich eben deichseln.
Jede Wette, bald lautet die Lösung, Exit vom Brexit... und es bleiben schon genug Posten für die Brexitschauspieler, die Wut der Verfügungsobjekte, die wird in Tränengas erstickt, zumal die sicher nur am Feierabend Randale machen werden, ansonsten aber brav ihre Pflicht am Arbeitsplatz erfüllen.
(Im nächsten EU Parlament sitzen neben den Brexitwesen sicher auch französische Gelbwesten, wahrscheinlich mit roten Haaren und Jungphilosophen, die nun die Rechnungen an der Hotelbar smart über das Spesenbudget abrechnen können.... - wir kaufen ein paar Köpfe, lassen sie mit den Steuern bezahlen und der brave Untertan ist spätestens in einem Jahr wieder europaweit ruhig, wählt vielleicht eher unerfreuliche Figuren, doch die sind eben auch nur ein windiger Kostenfaktor, es sei den, wir verspekulieren uns wieder mal, so wie vor einem knappen Jahrhundert......)

Die arbeitenden Menschen sind geduldig, belastbar und vor allem devot, die Schule funktioniert, sie müssen nicht klug sein, sie müssen benutzbar und willig sein!

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isi-dor 16.01.2019, 08:41
7.

Ich sehe es anders, nämlich eher so, wie die Kommentatoren der gestrigen Nachrichtensendungen: Frau May ist im Amt unmöglich noch haltbar, sie hat so viele schwere Fehler gemacht in den letzten 3 Jahren, dass sie umgehend zurücktreten muss, um den Weg für Neuwahlen frei zu machen. Nur so kann wieder eine handlungsfähige Regierung in England demokratisch legitimiert werden. Bis dahin ist der Brexit auszusetzen. Momentan geht überhaupt gar nichts mehr, weil keine Lösung eine Mehrheit bekommt. Wenn die May jetzt nicht zurücktritt, dann befördert sie ihr eigenes Land absichtlich in eine Katastrophe.

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Kurt-C. Hose 16.01.2019, 08:45
8.

Zitat von leberhart
Wäre super, wenn hier mal zu dem ausgehandelten Vertragsentwurf geschrieben würde. Ich lese immer nur davon, aber was drin steht, weiß ich nicht.
Wenn es Sie ernsthaft interessieren würde, hätten Sie es sich ja runterladen können, offenbar besitzen Sie ja einen Internetzugang...

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ambulans 16.01.2019, 08:47
9. dieses

ergebnis (2/3 zu 1/3, gegen den "deal") von gestern abend ist unerwartet eindeutig, mehr als nur erratisch und bizarr, und mehrere dafür verantwortliche (david cameron und theresa may beispielsweise) müssen sich fragen (lassen), wieso sie sich derart verschätzen konnten, während andere (nigel farage und boris johnson etwa) instinktsicher demgegenüber die "wahre meinung des volkes" erahnten. neu-wahlen vorm brexit-datum, die wirtschaft muss jetzt sofortmaßnahmen ergreifen, um sich zu schützen, im mai dann EU-wahlen - so einen hindernis-parcour schafft keiner; und deshalb erwarte ich bald folgende anzeige: "älteres ehepaar sucht repräsentativen, seniorengeeigneten ruhesitz nähe hannover. seriöse angebote bitte an: buckingham palace, london". mal sehen ...

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