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Deutsche und internationale Pressestimmen: "May wird freiwillig nicht gehen"
REUTERS

Mit einer Niederlage hat Theresa May gerechnet - aber so? Viele Kommentatoren fürchten: Großbritannien ist mit der Ablehnung des Brexit-Abkommens ein Stück weit unregierbar geworden.

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klaus.rode 16.01.2019, 16:24
60. Der Back-Stop

in der vereinbarten Form ist Futter für die britischen Hard-Brexit Extremisten. Warum musste dieses Alibi-Argument in dieser Form in das Abkommen. Klar ist doch, dass faktisch ein unbegrenzter Back-Stop bis in alle Ewigkeit unrealistisch ist.Austritt -Fest vereinbarte Verhandlungen für ein umfassendes Freihandelsabkommen-und Zollunion bis zum Ende der Verandlung (entweder es tritt in Kraft oder eine Seite erklärt das Scheitern) wäre doch eine echte Lösung.

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hoffnungstraeger078 16.01.2019, 16:51
61. GB spielt der EU was vor.

Nun liegt die Mitleidskarte auf dem Tisch. Das arme Volk leidet und wird unter der Unfähigkeit des Parlaments leiden, sich zu einigen. Nun EU, das kannst du doch nicht zulassen. Also bitte, Termin im März verschieben, EU-Status erst mal belassen und den Vertrag schnell voll mit den bisherigen Vorzügen anpassen. Dann gegen wir auch zufrieden. Denn raus aus der EU wollen wir ja immer noch.

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g.eliot 16.01.2019, 17:08
62. Misstrauensvotum gegen May

Heute soll es doch zu einer Abstimmung für ein Misstrauensvotum gegen May kommen.
Man erwartet allerdings, dass May die Abstimmung überlebt. Denn die Konservativen, die gestern gegen ihren Deal abgestimmt hatten, werden sie nicht im Stich lassen, weil sie mit allen Mitteln verhindern wollen, dass die Labour/Corbyn die Macht übernimmt.

Theresa May hat bei ihrem Deal nicht an ihr Volk gedacht, sondern nur an ihre Partei. Nun ist sie bei beiden fulminant gescheitert.

Vielleicht passiert ein Wunder, May verliert und es kommt zur Neuwahl und zur zweiten Brexit Abstimmung. Ich glaube, dass die Brexit Begeisterung inzwischen deutlich abgeflacht ist und dass vor allem junge Briten diesmal in Scharen zur Wahl gehen werden.

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hman2 16.01.2019, 17:14
63.

Zitat von klaus.rode
in der vereinbarten Form ist Futter für die britischen Hard-Brexit Extremisten.
Dabei ist Back-Stop der beste Teil in dem Vertragsentwurf, er verhindert einen Religionskrieg...

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Leser1000 16.01.2019, 17:30
64. Dagens Nyheter....

..bringt das Ergebnis der britischen Politik auf den Punkt. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Der Ball liegt ansobsteb im Spielfeld GB's. Also warten wir gespannt auf die kommenden Tage. Jedenfalls eins kann GB nicht erwarten, nämlich das die EU den Ball ins eigene Feld trägt und den Ball sodann im eigenen Tor versenkt. Irgendwie glaube ich, gerade das erwarten die Briten. Dieser Wunsch ist aber Hybris.

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lulu636 16.01.2019, 17:46
65. take back control

... das war eigentlich nie das einzige, wirkliche Ziel, weder von Boris Johnson noch von Nigel Farage, sondern was diese Politiker anstreben ist die Rückkehr des alt ehrwürdigen Empire. Darauf verweist auch der Parteiname UKIP (united kingdom independent party), von united kingdom kann doch schon lange keiner mehr reden.

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derjoey 16.01.2019, 19:13
66.

Zitat von simonweber1
Kein Wunder, das die Briten sagten wir wollen raus aus dieser EU.
Lustigerweise haben Sie erst belegt, dass GB besonders von der EU profitiert hat, um dann diesen Schluss zu ziehen. :-)

Zitat von simonweber1
Platz 2: Großbritannien, der Brexit hat sich dort nicht negativ ausgewirkt
Der Brexit wurde noch gar nicht vollzogen, er konnte entsprechend auch noch keine Auswirkungen haben. Man weiß ja noch nicht einmal, wie der Brexit überhaupt am Ende aussehen wird, auch wenn sich aktuell konkretere Szenarien ausbilden.

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k.Lauer 24.01.2019, 18:18
67. Theresa und die Quadratur de Kreises

Sie schafft es auch nicht. Wenn das UK samt Nordirland die EU verläßt, dann wird es eine Zollgrenze zwischen dem zur EU gehörenden Irland und dem britischen Nordirland geben müssen, weil die WTO-Regeln Zölle vorschreiben, es sei denn man vereinbarte eine Zollunion und die Waren könnten, wie das bislang der Fall ist, frei und unbürokratisch ausgetauscht/gehandelt werden. Durch die backstop-Vereinbarung soll sichergestellt werden, dass der zukünftige Warenaustausch zwischen der EU und dem UK hinsichtlich der Zölle nicht unterlaufen wird. Nichts wäre einfacher, als die Waren über Nordirland zollfrei nach Irland und von dort aus ins übrige EU-Gebiet zollfrei weiterzutransferieren (oder umgekehrt von einem EU-Staat über Irland/Nordirland ins übrige UK). Was bedeutet, dass die Zollgrenze und damit der backstop unverzichtbar ist. Wie gesagt, man vereinbart eine Zollunion, wie man das bei Norwegen und der Schweiz auch so gehandhabt hat.

Der backstop ist keine Kompromis- oder Verhandlungssache, sondern eine Frage der Einsicht, dass alles andere nicht geht, auch wenn Theresa noch 5 mal nach Brüssel fährt und darüber verhandeln will. Dass das von ihr nicht erkannt wird, läßt den Schluß zu, dass sie die Unverzichtbarkeit einer Zollgrenze zwischen den beiden Irlands nicht erkannt hat, auch, dass sie nicht die richtigen Berater hat, die ihr das sagen, und dass sie deshalb einfach mit ihren Brexitvorstellungen im Parlament scheitern muß. Es gibt nur die Alternative Zollunion oder harter Brexit, was gleichbedeutend mit Wiedererrichtung der alten Grenzen zwischen Irland und Nordirland ist. Letzteres will aber auch niemand. Es ist nun mal so:you can nocht eat the cake and have it. Und wie die alten Römer den Zwang zur Entscheidung zwischen zwei Alternativen aufzeigten: Tertium non datur. Was aber nicht ganz richtig ist. Theresa und das Parlament können auch so verfahren wie es ein griechischer Philosoph einmal im alten Athen gemacht hat. Er blieb auf der Stufe einer Treppe hoch zum Pantheum stehen, überlegte und kehrte nach einer Weile um mit den Worten: ich habe es mir anders überlegt.

Man möchte gerne Theresa die Weisheit dieses alten Mannes gönnen.

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