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Deutsche Waffenlieferungen: Panzerknacker für die Peschmerga
DPA/ K. Schneider/ Bundeswehr

Berlin will in Kürze bekannt geben, welche Waffen Deutschland an die Kurden im Nordirak liefern will. Viel deutet auf panzerbrechende "Milan"-Raketen hin. Die Abgabe von modernen G36-Sturmgewehren hingegen scheut die Regierung noch.

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privado 21.08.2014, 16:54
1. Finde es gut, dass...

...die Bundeswehr die kurz vor dem Verfallsdatum stehenden Milan-Systeme an die Kurden liefert. Wir müssen schließlich sparen und nichts wird weggeworfen. Und die Bundeswehr kann dann Nachschub beim Hersteller bestellen - das sichert deutsche Arbeitsplätze.

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fredadrett 21.08.2014, 16:59
2. Die Türken werden sich freuen

Wenn ihnen die Kurden demnächst mit deutschen Waffen hochgerüstet gegenüberstehen und einen Staat mit Teilen der Türkei gründen wollen.
Wie kurzsichtig ist das denn.
Waffen in Krisengebiete zu liefern ist genauso sinnvoll wie zum Löschen Öl ins Feuer zu gießen.

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pauschaltourist 21.08.2014, 17:00
3. Sperrmüll

Sabotage durch Hilfslieferung von Militärschrott?

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marthaimschnee 21.08.2014, 17:09
4. Warum keine G36?

Es ist doch sehr wahrscheinlich, daß die Kurden derart aufgerüstet irgendwann in die Türkei einfallen. Dann stehen sie wieder auf der anderen Seite und die Bundeswehr (NATO-Bündnisfall!) kann sich sicher sein, daß der Gegner nur mit wirkungsarmem Plunder auf sie schießt.

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pieterbruegel 21.08.2014, 17:10
5. G36?

..ausgerechnet das G36,das die BW nicht mehr anschafft wg.mangelnder Zielgenauigkeit.

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Wahrheit_oder_Pflicht 21.08.2014, 17:10
6. ... da muß man aber nicht mehr überlegen, oder ?!

Jungs, nehmt die MG42 und laßt die G36 sausen - was will man mit einer Waffe, deren Rohr im Feuerkampf auf "Handwärme" abkühlen muß, um wieder so etwas wie einen verwertbaren Haltepunkt zu bekommen?

Eine effektivere Infanteriewaffe als das MG42 werden die Kurden nirgendwo bekommen können. Ja ich weiß, auch dessen Rohr wird heiß, aber das kann man wenigstens wechseln....
Mit der Kadenz dieses MG werden auch die Angriffe der IS auf ihren modernen Kamelen (= Pick-ups) schnell zum Erliegen kommen.

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gpp_marvin 21.08.2014, 17:10
7. Milan? Wirklich?

Wie kann man nur Milan Systeme in die Region liefern wollen!? Das sind genau die Waffen die dann letzten Endes auch gegen westliche Fahrzeuge verwendet werden können, wenn sie denn in die falschen Hände gelangen. Und die Erfahrung in der Region zeigt doch genau, dass die Waffen dort früher oder später immer in die falschen Hände gelangen. Gepanzerte Fahrzeuge aus 2km ausschalten zu können dürfte für Taliban, IS und Konsorten ein feuchter Traum sein.

Wenn wir unbedingt Waffen liefern müssen (nicht die beste Idee meiner Meinung nach), dann können wir ja die Gelegenheit nutzen unsere G36 endlich loszuwerden und für die Bundeswehr das wesentlich bessere HK416 anzuschaffen.

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dherr 21.08.2014, 17:11
8. Das wird teuer...

für den Steuerzahler, denn diese Waffen werden ganz sicher nicht aus dem Schrott reaktiviert, wie es mit den schusssicheren Westen geplant war (sowieso ein hirnrissiger Gedanke). Diese Waffen müssen beim Produzenten bezahlt werden. Kompensierung der Exportausfälle der Waffenindustrie nach Russland??

Eigentlich könnte man doch Kalaschnikows und Panzerbüchsen von Russland kaufen (Import ist nicht verboten) und sie dann an die Kurden liefern. Da brauchte man keine Ausbilder schicken...

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hobbyleser 21.08.2014, 17:11
9. Wer weiß es?

Ist es nicht etwas übertrieben, mit Panzerfäusten auf Toyotas zu schießen? Die zwei erbeuteten Panzer können die Gottesstaatler doch eh nicht bedienen. Höchstwarscheinlich scheitern sie schon an der richtigen Betankung. Ausserdem müssen die zwei Dinger immer im Hintergrund der Videobotschaften stehen, nehmen also an Kampfhandlungen nicht teil.

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