Forum: Politik
Deutscher EU-Austritt: AfD ändert Aussage im Wahl-O-Mat
DPA/Christoph Soeder

Soll Deutschland aus der EU austreten? Im Wahl-O-Mat hatte die AfD diese Frage zunächst mit Ja beantwortet. Nun hat sich die Partei umentschieden.

Seite 1 von 8
pirx64 12.05.2019, 18:04
1.

Ja was denn nun. Ja? Nein? Weiß nicht? Fähnchen in den Wind?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 12.05.2019, 18:16
2. Die AfD spielt falsch

Nur weil die Damen und Herren mittlerweile wie ein Herr Salvini gemerkt haben, dass ein Austritt aus der EU bei der Wählerschaft nicht zieht, hat man jetzt noch schnell die Meinung eingedreht. Aber die Schwurhand hinterm Rücken zeigte an: gilt nicht. Wenn wir könnten gehen wir raus. Die Populisten predigen doch immer den Nationalstaat, da macht doch für sie die EU keinen Sinn. Ausser man kann sich als EU Abgeordneter die Taschen mit Steuergeldern vollstopfen und in Brüssel den Schampus trinken.

Man sollte sich nicht beirren lassen: Wer die AfD in D wählt wählt den Austritt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jonath2010 12.05.2019, 18:40
3. Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - was ist falsch daran?

Die AfD ist (sofern sich grundlegende Reformansätze nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen) für die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft anstelle der EU. Was wäre eigentlich falsch daran? Wir haben 16 Landtage und einen Bundestag mit 709 Abgeordneten. Ist das nicht genug gesetzgebende Gewalt? Warum also noch ein Europäisches Parlament mit (aktuell) 751 Abgeordneten? Wir haben eine Bundesregierung mit einer Kanzlerin und 14 Minister(innen) und wir haben 16 Landesregierungen mit 16 Ministerpräsident (innen). Ist das nicht genug Regierungskraft? Warum also noch eine EU-Kommission? Wir haben ein Bundesverfassungsgericht, einen Bundesgerichtshof, ein Bundesarbeitsgericht, einen Bundesfinanzhof, ein Bundessozialgericht, ein Bundesverwaltungsgericht. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum also noch einen Europäischen Gerichtshof? Dieses Konstrukt namens EU kostet je-des Jahr viele Milliarden Euros und Deutschland ist der Hauptnettozahler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
radlrambo 12.05.2019, 18:58
4. Nur mal kurz in einer zentralen Forderung geirrt

na das kann doch jedem mal, passieren: Da waren die, die alles besser wissen, in einer zentralen Forderung halt total FALSCH gelegen. Wenn ich nicht irre, war die Anti-EU Politik sogar der Grund, warum diese Partei gegründet wurde. Aber bei allen anderen Forderungen ist die AfD garantiert richtig! (wie zum Bsp. beim Klimawandel?)

Na und? Macht doch nichts, das kann doch jedem mal passieren!
Das ist so, als wenn die Grünen jetzt von heute auf mogen die Atomkraft super finden.

Den AfD Wählern ist ja bekanntlich alles egal, so wie schon bei der Auslandsfinanzierung. Mein Gott, ist doch Wurst, ob der Bürger entscheidet, wer die Regierung stellt oder Putin.

So kleinlich sollte man wirklich nicht sein. Wie die Schafe immer nur alles hinterherblöken, was ist doch egal...wichtig ist nur ein Ziel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie1 12.05.2019, 19:00
5.

Zitat von pirx64
Ja was denn nun. Ja? Nein? Weiß nicht? Fähnchen in den Wind?
Ich halte es nicht für verkehrt, wenn die Partei sich nach dem Willen der Bevölkerung richtet und dann dafür kämpft. Wenn es eine Partei gäbe würde, die in der allgemeinen Bevölkerung, und nicht nur in der eigenen Partei, nach der Willen fragt würde, mich hätte man sofort als Parteigenosse! Selbst wenn die Umfrageergebnisse nicht meine Wunschvorstellungen entsprechen würden.
Nur mal so dahingestellt, es gibt schon genug Parteien, die viel Mist auf der Agenda festgeschrieben haben und davon nicht abrücken wollen oder die auch nur einfach verlogen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
titzck 12.05.2019, 19:11
6. Reiner Populismus

Es kann doch wirklich Niemanden wirklich überraschen. Der AfD geht es nicht um Inhalte. Es geht nur darum die Protesthaltung einer Vielzahl von Wählerinnen und Wählern abzubilden, um ein möglichst gutes Wahlergebnis zu erzählen. Das ist nicht verboten. Und sicher versucht jede Partei, mit ihrem Programm zu überzeugen, um ein möglichst gutes Wahlergebnis zu erzielen.

Der Unterschied zu den etablierten Parteien besteht aber darin, dass die AfD keine eigenen Grundsätze hat. Für die CDU sind dies im Innern die soziale Marktwirtschaft, die Bedeutung der Familie und im Äussern die Westintegration und die Europäische Einigung. Ebenso liessen sich Ziele der SPD, der FDP oder der Grünen formulieren. Im Prinzip sind solche Positionen für diese Parteien nicht verhandelbar.

Bei der AfD ist dies in erschreckender Weise anders. Es kommt ihr nicht wirklich auf die Inhalte an. Bedeutung hat nur der Erfolg bei den Wählern. Dies ist deshalb so gefährlich, weil viele Menschen auf Popolisten hereinfallen. Sie bieten vermeintlich einfache Lösungen für vertrackte Probleme an.

Deswegen rate ich jeden ab, diese Partei zu wählen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klaus Iffland 12.05.2019, 19:13
7. AFD ändert seine Meine im WahlOmat

Spätestens jetzt müssten die Wähler in D feststellen, dass die AfD
die Wähler an der Nase herumführt. Im "Wahlomat" eine Antwort
auf eine Frage zu ändern, nur um nicht so radikal da zu stehen ist doch lächerlich. Ich finde den Kommentar von RadlRambo um 18.58 dazu super. Meine Meinung: Liebe Wähler, der AfD kann man nicht trauen. Finger weg davon!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 12.05.2019, 19:19
8.

Die AfD hat viele Argumente gegen die EU. ZB. Die Orban-Regierung bekommt ca 4% ihrer Landesbudgets aus dem EU Topf, ohne eine Gegenleistung. Das darf nicht sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klaus Iffland 12.05.2019, 19:21
9. Fakten statt Polemik

Zitat von jonath2010
Die AfD ist (sofern sich grundlegende Reformansätze nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen) für die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft anstelle der EU. Was wäre eigentlich falsch daran? Wir haben 16 Landtage und einen Bundestag mit 709 Abgeordneten. Ist das nicht genug gesetzgebende Gewalt? Warum also noch ein Europäisches Parlament mit (aktuell) 751 Abgeordneten? Wir haben eine Bundesregierung mit einer Kanzlerin und 14 Minister(innen) und wir haben 16 Landesregierungen mit 16 Ministerpräsident (innen). Ist das nicht genug Regierungskraft? Warum also noch eine EU-Kommission? Wir haben ein Bundesverfassungsgericht, einen Bundesgerichtshof, ein Bundesarbeitsgericht, einen Bundesfinanzhof, ein Bundessozialgericht, ein Bundesverwaltungsgericht. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum also noch einen Europäischen Gerichtshof? Dieses Konstrukt namens EU kostet je-des Jahr viele Milliarden Euros und Deutschland ist der Hauptnettozahler.
Diesem Beitrag ist nicht fundiert und basiert nicht auf Fakten. Wir haben eine EU Struktur, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Eine vollkommene "Verschrottung" der aktuellen EU Struktur und die Bildung einer vollkommenen neuen EU kostet doch bei weitem mehr,
als die vorhanden Struktur zu verbessern. Die Gründung einer neuen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft ist ist doch analog zu: "Rücken Sie vor zur BAdstarße - ziehen Sie keine 4.000 € über Los ein"

Man gründet ja auch nicht eine neue Bundesliga, bloß weil mir die
Handspielregel nicht gefällt. Da muss ich halt die Regeln optimieren.
Und man kauft sich auch nicht ein teures neues Auto, bloß weil das bisherige Auto nicht optimal läuft - Oder ?
Da muss man optimieren in einer Demokratie !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8