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Deutscher EU-Austritt: AfD ändert Aussage im Wahl-O-Mat
DPA/Christoph Soeder

Soll Deutschland aus der EU austreten? Im Wahl-O-Mat hatte die AfD diese Frage zunächst mit Ja beantwortet. Nun hat sich die Partei umentschieden.

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pepe-b 12.05.2019, 19:24
10. @ jonath2010

Warum eine politische Union? Zwei einfache Antworten: Wirtschaft ohne Politik gibt es nicht. Und auf der politischen Weltbühne ist jedes europäische Land für sich genommen ein sogenannter Fliegenschiss. Auch Deutschland. Und diese Tendenz nimmt zu je stärker andere Global Player werden. Wenn Sie sich also nicht komplett von den USA und China und irgendwann auch von Indien und anderen Ländern fremdbestimmen lassen, sondern zumindest teilweise noch selbst gestalten wollen, dann braucht es ein politisches Gegengewicht mit entsprechender Bedeutung durch Masse.

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claus7447 12.05.2019, 19:26
11. Also praktisch das macht was die AfD tut

Zitat von geotie1
Ich halte es nicht für verkehrt, wenn die Partei sich nach dem Willen der Bevölkerung richtet und dann dafür kämpft. Wenn es eine Partei gäbe würde, die in der allgemeinen Bevölkerung, und nicht nur in der eigenen Partei, nach der Willen fragt würde, mich hätte man sofort als Parteigenosse! Selbst wenn die Umfrageergebnisse nicht meine Wunschvorstellungen entsprechen würden. Nur mal so dahingestellt, es gibt schon genug Parteien, die viel Mist auf der Agenda festgeschrieben haben und davon nicht abrücken wollen oder die auch nur einfach verlogen ist.
Heute dies morgen das. Nur, das ist dann Populismus. Denn alles anreissen nichts fertigmachen und wenn es in die Hose geht abhauen und untertauchen, andere den Mist wieder aufbauen lassen. Die dann womöglich harten Massnahmen andere präsentieren lassen!

Das kann man ja auch Strategie nennen, nur wäre das dän fatal für Land und Bürger.

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upalatus 12.05.2019, 19:26
12.

Zitat von jonath2010
Die AfD ist (sofern sich grundlegende Reformansätze nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen) für die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft anstelle der EU. Was wäre eigentlich falsch daran? Wir haben 16 Landtage und einen Bundestag mit 709 Abgeordneten. Ist das nicht genug gesetzgebende Gewalt? Warum also noch ein Europäisches Parlament mit (aktuell) 751 Abgeordneten? Wir haben eine Bundesregierung mit einer Kanzlerin und 14 Minister(innen) und wir haben 16 Landesregierungen mit 16 Ministerpräsident (innen). Ist das nicht genug Regierungskraft? Warum also noch eine EU-Kommission? Wir haben ein Bundesverfassungsgericht, einen Bundesgerichtshof, ein Bundesarbeitsgericht, einen Bundesfinanzhof, ein Bundessozialgericht, ein Bundesverwaltungsgericht. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum also noch einen Europäischen Gerichtshof? Dieses Konstrukt namens EU kostet je-des Jahr viele Milliarden Euros und Deutschland ist der Hauptnettozahler.
Haben Sie die Intentionen eines Europa verstanden?

Und was ist so wahnsinnig übel daran, wenn ein überaus wirtschaftsstarker Europäer, der auch noch eine ausgesprochene Zugmaschinenfunktion innehat, nettomäßig viel einzahlt??

Eine afd hat keine Geduld, wie sie in der politischen Landschaft notwendig ist, und tagträumt von einem seligen Inseldasein gepaart von Wunschkonzertvorstellungen. Nach deren holpriger Denke muss ein ungemein mühsames Riesenprojekt wie Europa in kürzester zu 100 Prozent erfolgreich abgeschlossen sein. Wenn nicht, gibt man halt leichtfertig auf (ein Merkmal großblasiger Populisten), und eröffnet eine neue Baustelle. Die kann aber auch nichts werden, da die Großblaser grundsätzlich gegen ein Europa eingestellt sind und mit dieser Prinzipeinstellung auch Wähler anköderten.

afd's Rumgeeire stört deren Fans wahrscheinlich nicht mal (... wem man mal die Treue geschworen hat....).

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pavel1100 12.05.2019, 19:28
13. Da wäre ne Menge falsch dran

Zitat von jonath2010
Die AfD ist (sofern sich grundlegende Reformansätze nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen) für die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft anstelle der EU. Was wäre eigentlich falsch daran? Wir haben 16 Landtage und einen Bundestag mit 709 Abgeordneten. Ist das nicht genug gesetzgebende Gewalt? Warum also noch ein Europäisches Parlament mit (aktuell) 751 Abgeordneten? Wir haben eine Bundesregierung mit einer Kanzlerin und 14 Minister(innen) und wir haben 16 Landesregierungen mit 16 Ministerpräsident (innen). Ist das nicht genug Regierungskraft? Warum also noch eine EU-Kommission? Wir haben ein Bundesverfassungsgericht, einen Bundesgerichtshof, ein Bundesarbeitsgericht, einen Bundesfinanzhof, ein Bundessozialgericht, ein Bundesverwaltungsgericht. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum also noch einen Europäischen Gerichtshof? Dieses Konstrukt namens EU kostet je-des Jahr viele Milliarden Euros und Deutschland ist der Hauptnettozahler.
Gegen den Willen der EU Staaten die eine immer engere Zusammenarbeit wünschen wäre das nicht durchzusetzen. Und wenn das nicht durchzusetzen ist verfolgt die AfD den Austritt. Der Schaden für Deutschland wäre gewaltig. Da um das bisschen Geld zu jammern, den die EU Institutionen benötigen ist die reine Heuchelei. Der Agentur für Desinformation gehts wohl auch nicht darum. Sie verfolgt einfach die Agenda ihrer Sponsoren: Die EU als Gemeinschaft schwächen oder zerschlagen um die Macht ihrer Gegenspieler zu stärken. Die Einzelstaaten als Spielball von Autokraten.

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upalatus 12.05.2019, 19:32
14.

Zitat von geotie1
Ich halte es nicht für verkehrt, wenn die Partei sich nach dem Willen der Bevölkerung richtet und dann dafür kämpft. Wenn es eine Partei gäbe würde, die in der allgemeinen Bevölkerung, und nicht nur in der eigenen Partei, nach der Willen fragt würde, mich hätte man sofort als Parteigenosse! Selbst wenn die Umfrageergebnisse nicht meine Wunschvorstellungen entsprechen würden. Nur mal so dahingestellt, es gibt schon genug Parteien, die viel Mist auf der Agenda festgeschrieben haben und davon nicht abrücken wollen oder die auch nur einfach verlogen ist.
Wenn sich eine Partei den Dexit explizit auf die Wahlfahne geschrieben hat, damit dem Willen von TEILEN der Bevölkerung nachkommt (oder ihnen aufplappert) und dadurch maßgeblich Stimmen erhält

dann ist das jetzige Umschwenken gleicher Partei geradezu ein Verrat an deren Wählern.

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Kai Bleker 12.05.2019, 19:39
15.

Zitat von jonath2010
Die AfD ist (sofern sich grundlegende Reformansätze nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen) für die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft anstelle der EU. Was wäre eigentlich falsch daran? Wir haben 16 Landtage und einen Bundestag mit 709 Abgeordneten. Ist das nicht genug gesetzgebende Gewalt? Warum also noch ein Europäisches Parlament mit (aktuell) 751 Abgeordneten? Wir haben eine Bundesregierung mit einer Kanzlerin und 14 Minister(innen) und wir haben 16 Landesregierungen mit 16 Ministerpräsident (innen). Ist das nicht genug Regierungskraft? Warum also noch eine EU-Kommission? Wir haben ein Bundesverfassungsgericht, einen Bundesgerichtshof, ein Bundesarbeitsgericht, einen Bundesfinanzhof, ein Bundessozialgericht, ein Bundesverwaltungsgericht. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum also noch einen Europäischen Gerichtshof? Dieses Konstrukt namens EU kostet je-des Jahr viele Milliarden Euros und Deutschland ist der Hauptnettozahler.
Und dieses Konstrukt namens EU hat uns unsere Investitionen (die "vielen Milliarden Euros" "jedes Jahr") mehr als wieder eingespielt. Und nebenbei weiß ich von Finnland bis Portugal so ungefähr, was mich gesetztechnisch erwartet, und noch besser: ich kann da hin, so oft, so lange und wie ich will.

Wenn Ihnen Ihre armseligen Bundesländchen da genug sind, bitte.

Mir nicht.

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as@hbx.de 12.05.2019, 19:44
16. Oh, da hat jemand den Sinn nicht begriffen.

Zitat von jonath2010
Die AfD ist (sofern sich grundlegende Reformansätze nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen) für die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft anstelle der EU. Was wäre eigentlich falsch daran? Wir haben 16 Landtage und einen Bundestag mit 709 Abgeordneten. Ist das nicht genug gesetzgebende Gewalt? Warum also noch ein Europäisches Parlament mit (aktuell) 751 Abgeordneten? Wir haben eine Bundesregierung mit einer Kanzlerin und 14 Minister(innen) und wir haben 16 Landesregierungen mit 16 Ministerpräsident (innen). Ist das nicht genug Regierungskraft? Warum also noch eine EU-Kommission? Wir haben ein Bundesverfassungsgericht, einen Bundesgerichtshof, ein Bundesarbeitsgericht, einen Bundesfinanzhof, ein Bundessozialgericht, ein Bundesverwaltungsgericht. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum also noch einen Europäischen Gerichtshof? Dieses Konstrukt namens EU kostet je-des Jahr viele Milliarden Euros und Deutschland ist der Hauptnettozahler.
Deutschland hat auch 294 Landkreise. Und damit beispielsweise auch 294 Zuständige für Bau, Kultur, Soziales, Ordnung und Sicherheit. Dazu kommen noch all die Gewählten in den Kreistagen. Die trinken eh nur Secco den ganzen Tag, denn für Schampus, wie in Brüsseloder Berlin reicht’s ja wohl nicht ;-))) Ist das nicht genug Regierungsgewalt? Und dann die ganzen Kreis- und dann noch die Amtsgerichte. Ist das nicht Rechtsprechung genug? Warum so blöde *Erfindungen* wie das Land- oder gar Bundesgericht. Weg damit! Am besten wir bleiben unter uns, oder noch besser, jeder bleibt unter sich. Wollen wir wetten, dann braucht’s keine Gerichte, Parlamente und erst recht keine Kriege.

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kein-freund-von-despoten 12.05.2019, 19:46
17.

Zum Glück betrifft mich das nicht : Beim meinem Wahl-O-Mat Fun-Test hat die AfD das schlechteste Ergebnis aller Parteien erzielt. Sogar die offen rechts extremen Parteien haben ein paar Prozente mehr Übereinstimmung mit meiner politischen Überzeugung. Im Grunde ist die Anpassung der AfD doch nur der Hoffnung geschuldet, dass sie dadurch ein paar Wähler von anderen rechten Parteien für sich gewinnen können. Es ist also nur ein Verteilungskampf um den rechten Anteil der "Torte".

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radlrambo 12.05.2019, 19:52
18. Was macht die AfD, wenn sie sich auch beim Klimawandel geirrt hat?

Ab welcher Wasserhöhe stellt sie dann dazu den Wahlomat um? Dann war sie halt da auch daneben, wie bei der EU, null Problemo.

Geht ja um nix, der DEXIT hätte uns alle nur, wie von Experten immer schon vorausgesagt, uns alle ins politische und wirtschaftlich Chaos gestürzt, da darf man schon mal daneben liegen.

Man kann sich ja auch rechtzeitig Gummistiefel kaufen, also hört auf zu jammern, mein Gott!

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pepe-b 12.05.2019, 20:22
19. @ radlrambo

Die AfD hat Ihre Meinung zum Dexit nicht geändert, sondern nur die Antwort darauf im Wahl-O-Mat. Das bedeutet nur, dass sie zu dem Schluss gekommen sind, dass sich ihre unveränderte Haltung zum Dexit besser in der verkürzten Antwort neutral widerspiegelt als in der anderen verkürzten Antwort ja. Das ist übrigens das Problem mit verkürzten und einfachen Antworten.

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