Forum: Politik
Deutscher Völkermord an Herero und Nama: Worauf wartest du, Deutschland?
AFP

114 Jahre liegt der Völkermord durch deutsche Soldaten an Herero und Nama in Namibia bereits zurück. Deutschland muss dafür endlich die Verantwortung übernehmen - juristisch, moralisch und finanziell.

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Erkläromat 28.08.2018, 14:23
1. Ausgerechnet amerikanische Gerichte sollen das entscheiden?

Wenn die amerikanischen Gerichte den Herero Entschädigungen zusagen, können sie vorher die USA an die Ureinwohner zurückgeben.

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norgejenta 28.08.2018, 14:25
2. Immer diese Lust an der deutschen Selbstverstümmelung

Wo ist den diese Klage zugestellt worden? In der Botschaft? Beim Außenminister? Bei der Kanzlerin? Welche Vollstreckungsmaßnahmen hätte eine erfolgreiche Klage mit einem Titel? etc.. Wer ist da Rechtsnachfolger und woraus ergibt sich, dass die Bundesrepublik Deutschland der Nachfolger des Deutschen Reiches von 1910 ist? Dazwischen waren die Weimarer Republik, das sogenannte Dritte Reich, die DDR wär auch noch dagewesen. Alleinvertretungsanspruch der BRD? Genauso gut kann man behaupten, das heilige römische Reich deutscher Nation wäre ein noch früherer Rechtsvorgänger der BRD gewesen. Dann könnte auch Deutschland Reparationen an Frankreich und Schweden stellen, wegen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung zwischen 1618 und 1648.. Bei allem Verständnis für historische Verantwortung, aber wie weit will man zurückgehen?

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redfish 28.08.2018, 14:28
3. Der Herr Kaleck mal wieder...

.... was soll man groß dazu sagen. Fällt mir nur ein Satz von den "Ärzten" ein: lasse reden... ?

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Lankoron 28.08.2018, 14:29
4. Entschuldigungen, Anerkennung als Völkermord,

Unterstützung ok.... Und wo zieht man eine Grenze....können wir Schweden und Frankreich für Gräuel des Dreissigjährigen Krieges verklagen? Die Italiener für die Besetzung während der Römerzeit? An welchem Punkt der staatlichen Entwicklung sind heutige Staaten für solche Verbrechen noch materiell haftbar?

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DasOrakel 28.08.2018, 14:29
5. tut mir leid aber nein

114 Jahre ist eine ziemlich lange Zeit, so lange, dass man wenn man sich auf ihre These einlässt auch sagen könnte die Bayern und Schweden sollten ihre Opfer von Völkermord aus der Zeit des 30 Jährigen Krieges von 1618-1648 entschädigen. Verstehen sie mich nicht falsch ich möchte keinen whataboutism anführen, sondern ihnen lediglich exemplarisch vor Augen führen, dass eine "Haft" für zweifellos grausame Ereignisse aus Gründen der Kausalität - sie können es auch Vernunft nennen- zweifellos gekoppelt sein muss an verantwortliche Personen und Systeme, die besagte Taten geplant und ausgeführt haben. Das Deutschland von dem sie dort reden existiert nicht mehr, die Verantwortlichen auch nicht mehr und sie mögen sich an dieser Stelle bitte einmal überlegen, was meine Generation (Kind der 90er) überhaupt noch mit dieser Epoche verbindet und vor allem warum sie auf die Idee kommen mich -im übertragenden Sinne als Steuerzahler- haftbar machen zu wollen? Ich weiß die Moral und all dieses steht in ihrem Pamphlet. Nun es steht Ihnen sicherlich frei Ihre Meinung dazu zu äußern, glücklicherweise haben Sie jedoch wenig Einfluss ihre persönlich gehegten Wünsche mir und anderen aufzuzwingen, daher bin ich an dieser Stelle entspannt. Dennoch bitte sehen Sie ein, dass man zwar aus moralischer Sicht und darüber hinaus mit anderen weitsichtigen Argumenten, sicher eine Mehrheit dafür finden kann aus bestimmten Fördertöpfen die spezielle Volksgruppe (so sie denn noch existiert) zu fördern und im erweiterten Sinne einer europäischen Afrika Strategie (die überfällig ist) zu versuchen vergangenes Unrecht und Nachteile auszugleichen, ich lehne es allerdings ab es aus den von Ihnen angegeben Gründen zu tun, alleine schon weil es sämtlichen Nachfolgeforderungen für verganenes Tor und Tür öffnen würde, egal wie absurd sie sind. Wie gesagt, Wirtschaftshilfe umstrukturieren, gerechter machen, fokussieren ja, mir und anderen Haftung für Großkaiser Wilhelm den I. aufbürden, nein.

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realplayer 28.08.2018, 14:34
6.

Die Amis spielen sich als Weltrichter auf . Da können sich die USA selber anklagen wegen Ausrottung und Verfolgung von Andersdenken.

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kayakclc 28.08.2018, 14:37
7. Falsches Instrument

Das Völkerrecht, so wie wir es heute kennen, gab es um 1900 nicht. Auch sind die Menschen, die damals Taten begangen haben sollten, lange tot. Das Deutsche Reich ist 1918 nach der Kapitulation untergegangen, mit den bekannten Gebietsverlusten im Osten und Westen. Dann ist das Deutsche Reich nochmals mit der bedigungslosen Kapitulation 1945 untergegaben, wieder mit weitern Gebietsabtretungen im Osten und im Westen; das Saarland kam erst später wieder zurück zur BRD. Daher ist die ganze Diskussion ist daher juristisch fragwürdig, auch weil in den USA geklagt wird. Wer soll verklagt werden? Entschädigung können nur Menschen heute, die mit Vorgänger vor 100 Jahren nichts zu tun haben, bezahlen. Auch das ist juristisch nicht haltbar, weil das Sippenhaft wäre.

Die Diskussion muss daher poltisch und nicht juristisch geführt werden. Hier ist schon seit langen Unterstützung und auch finanzieller Hilfe für Namibia als ganzes von vielen Bundesregierungen angeboten worden. Leider wollen da Leute, die sich als Nachfahren präsentieren, und letztlich nicht persönlich betroffen sind, sich auf Kosten Deutschland persönlich finanziell bereichern. Die Position aller bisherigen Bundesregierungen ist daher zu unterstützen.

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Bundesbanker 28.08.2018, 14:38
8. Diese angeblichen Menschheitsverbrechen

fanden vor 114 Jahren statt. Es dürften wohl keine Herero mehr leben, die damals direkt betroffen waren. Irgendwann muss Schluss sein, auch wenn manche verwirrten Weltverbesserer das nicht einsehen wollen.

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lailamiriam 28.08.2018, 14:40
9. Was sind das für Zyniker in diesem Forum?

Erkläromat Heute, 14:23
1. Ausgerechnet amerikanische Gerichte sollen das entscheiden?
Wenn die amerikanischen Gerichte den Herero Entschädigungen zusagen, können sie vorher die USA an die Ureinwohner zurückgeben.

Mir stehen die Haare zu Berge bei so viel Zynismus!

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