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Deutsches Überlegenheitsgefühl: Imperialismus des Herzens
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Bislang galt als Axiom deutscher Politik, niemandem in Europa unseren Willen aufzuzwingen. Damit ist es vorbei. Dass wir diesmal nicht im Kampfstiefel, sondern in Birkenstock-Sandale den Nachbarn Mores lehren, macht die Sache nicht besser.

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Bueckstueck 15.09.2015, 17:41
100. Verschwurbelter Rechtsdrall?

Schon zum zweiten mal diese - eigentlich nicht erkenntnisbringende - verschwurbelte Endlos-Kolumne von Jan Fleischhauer zum Thema, die einem ratlos zurücklässt. Was will er uns unterm Strich denn sagen?

Etwa, dass man es wie die Staaten der ehemaligen "Koalition der Willigen unter Bush Jr."*, also Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei hätte machen sollen und die Vertriebenen in Ermangelung Aufnahmebereitschaft wieder zurück in die "Heimat" zum sterben schicken? Also die "Endlösung" suchen?

Oder was ist hier der Vorschlag des Herrn Fleischhauer abseits von "Ich habs doch immer gesagt!" gewesen? Ja, ich frage was wäre der Vorschlag damals gewesen, abgesehen von oben stehender "Endlösung".

Man wird an etlichen Kommentaren auch wieder mal erkennen, welcher Gesinnung Jan Fleischhauer mit solchen Kolumnen eine Bühne gibt um die sich die ewig Gestrigen scharen werden. Und die Frage lautet weiterhin: Was bezweckt er damit?

Und übrigens: Ja, Deutschland darf jetzt ruhig mit allen Fingern auf die doofen Nachbarn zeigen, die zuweilen selbst fleissig Wirtschaftsflüchtlinge produzierten und produzieren, aber weder für die eigenen Leute genug tun noch irgendwas für diese Vertriebenen.

* "Die Koalition der Willigen" hat 2003 mit dem Angriffskrieg gegen den Irak den Grundstein für das heutige Chaos im nahen Osten gelegt. Sie sind also mittelbar mitverantwortlich. Staaten wie GB und FRA haben in jüngerer Vergangenheit Diktatoren weggebombt und somit dem Schlachten, das heute stattfindet, Vorschub geleistet - und was tun die jetzt. Kaum etwas.
Deutschland sollte deshalb seine Macht und Einfluss jetzt nutzen und sie zum Handeln zwingen. Da könnte man sich doch mal nützlicherweise den Amis anbiedern - die wissen selbst, dass sie auch mitverantwortlich sind - und um Rückendeckung betteln. Wenn der Ami ruft, springen nicht nur die deutschen Politiker...

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triqua 15.09.2015, 17:41
101.

Für Betroffenheitsschlüpfe und Sozialromantiker ist nun einmal auf der Welt kein Platz ... Irgendeiner muß in Europa die Führerschaft übernehmen ... Wer wenn nicht wir?

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politikverehrer 15.09.2015, 17:41
102. So ist es!

Vielen Dank, Herr Fleischhauer. Sehr gut auf den Punkt gebracht.

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eulenspiegel98 15.09.2015, 17:42
103. Ein guter Beitrag

Allerdings sollte man daraus nicht schließen, dass unsere Hilfsbereitschaft falsch sei oder aufhören muss. Man muss stattdessen darauf achten, dass der Rahmen nicht gesprengt wird und gleichzeitig müssen wir unseren Einfluss auf die EU ausnutzen um andere Staaten zu beeinflussen. Sollte Deutschland als entscheidender Faktor des wichtigsten Friedenproßesses in der europäischen Geschichte es nicht schaffen, eine gemeinsame Linie mit den Nachbarn oder zumindest einen Kompromiss zu finden, ist die EU in größter Gefahr.

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JayMAF 15.09.2015, 17:42
104. Bei den Lemmingen ...

Zitat von Grafsteiner
Nur die Ausschaltung aller Vernunft. Die Lemming laufen wieder.
Bei den Lemmingen bin ich mir da längst nicht mehr sicher.
.
Nur weil der Hype in den Medien stattfindet, spiegelt das nicht unbedingt - wie früher einmal - die mehrheitliche (?) Meinung der Bürger dieses Landes wider.
.
Unbestätigten oder teilbestätigten Meldungen nach, soll
a) die Wahlbeteiligung von 20-40% und
b) die Abwahl einiger gesetzter Kandidaten
bei der Kommunalwahl in NRW dieses ganze Theater eine Rolle gespielt haben.

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markus.k 15.09.2015, 17:42
105.

Wie wahr.Herr Diez trifft mal wieder ins Schwarze.
Kein (DDR-)Jubelbeitrag wie man ihn von anderer
Stelle gewohnt ist.
Merkel hat die ganze Welt zu sich eingeladen, will aber
jetzt die Gäste auf die Nachbarn verteilen, die dass
gar nicht wollen. Sie hat unnötig den Geist aus der
Flasche gelassen, und weiss nun nicht, wie wieder mit ihm hinein. Quotensysteme bringen da auch nichts, denn alle werden ins gelobte Merkelparadies wollen.
Deutschland wird deren Wünsche aber nicht erfüllen können, was dann? Man kann auch nicht die eigenen Bevölkerung einfach austauschen, wie man sich das vielleicht bei Rot/Grün gedacht hat.
Hier zeigt sich wieder Merkels Unfähigkeit, wie in der Griechenlandkrise. Nur Aussitzen wird sie diesmal, das Flüchtlingsproblem nicht mehr können.
Und den Nachbarn weiter zu drohen, ist keine gute
Option für Deutschland.

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flieger7 15.09.2015, 17:42
106. Verlust

Der Vernunft trifft es!!! Wir werden es noch bitter bereuen... Auch wenn es zensiert wird, aber es ist meine Meinung! Die durfte man früher mal äußern. Dass wieder zensiert wird, sagt alles

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Oskar45 15.09.2015, 17:43
107. Wer hats verbockt! Merkel hast verbockt

Was wir machen ist Irrsinn. Die Mehrheit der Bevölkerung will keinen ungebremsten Zuzug von Flüchtlingen. Die anderen EU-Staaten sind nicht dümmer als wir und schützen ihr Land vor einer Überforderung.

Bevor man alle herein lässt sollte man vor Ort in Syrien oder sonstwo Hilfe leisten bzw. die betroffenen Staaten wie Libanon, Türkei, usw. finanziell unterstützen.

Was mich am meisten stört ist, dass für die eigenen Landsleute nie Geld zur Verfügung steht, aber wenn es um Hilfen für die Griechen oder für Flüchtlinge geht, dann steht auf einmal unbegrenzt Geld für Integrationskurse, Wohnungsbau, Krankenversicherung usw. zur Verfügung. Das finde ich gegenüber unserer teilweise ebenfalls armen Bevölkerung nicht richtig. Diese sollte vorrangig unterstützt werden.

Was sich Merkel in der Flüchtlingsproblematik geleistet hat ist Politikversagen höchster Güte. Der dadurch verursacht finanzielle Schaden geht in den zweistelligen Milliardenbetrag. Merkel hat vollkommen versagt und sollte zurück treten.

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aggro_aggro 15.09.2015, 17:43
108. Und was schlagen sie vor?

Es wird immer so getan, als ob die Politik, das Volk, die Kanzlerin die Wahl hätten.
Wenn man aber ernsthaft Alternativen sucht zur Aufnahme, dann muss man sofort zu brutalen Methoden greifen.

Machen wir die Grenzen dicht, stranden Zehntausende in Österreich, macht Österreich die Grenzen dicht stranden Zehntausende in Ungarn, macht Ungarn.... Griechenland, Malta und Italien haben keine Wahl, kein moderner Staat kann Flüchtlingsbooten das Anlanden verbieten.

Unser "Problem" ist, dass die Flüchtlinge gern nach Deutschland kommen würden, nicht nach Polen oder Spanien. In Deutschland gibt es mehr Hoffnung auf Zukunft und die Flüchtlinge brauchen jede Hoffnung die sie kriegen können.

Will Europa die Flüchtlingskrise lösen, muss Syrien befriedet und wieder aufgebaut werden.
Irak und Afghanistan auch. Und der Westbalkan.
Machen wir das mal eben.

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markus.k 15.09.2015, 17:43
109.

Zitat von vox veritas
Der Beitrag war lange überfällig. Vielen Dank dafür, daß dies endlich mal ausgesprochen wurde.
Einer der besten und ehrlichsten Artikel im Spiegel seit
langem finde ich.

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