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Deutsches Überlegenheitsgefühl: Imperialismus des Herzens
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Bislang galt als Axiom deutscher Politik, niemandem in Europa unseren Willen aufzuzwingen. Damit ist es vorbei. Dass wir diesmal nicht im Kampfstiefel, sondern in Birkenstock-Sandale den Nachbarn Mores lehren, macht die Sache nicht besser.

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hawe 15.09.2015, 21:11
570.

Zitat von Heike Schrader
Das aktuelle Überlegenheitsgefühl scheint eher von den folgenden zwei Faktoren herzurühren: 1) die Tatsache, dass die allermeisten Flüchtlinge nur nach Deutschland wollen und in kein anderes Land, wir sind also Platz 1 auf der internationalen Beliebtheitsskala, wer hätte das gedacht?, 2) die Nachbarn Deutschland durchaus für seine Großzügigkeit und uneigennützige Mentalität respektieren. Ob und wie lange dieses Gefühl noch anhalten wird, ist die große Frage.
ist halt leider ein verdammt teures Gefühl

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fed_joe 15.09.2015, 21:12
571. Danke !

Treffender kann die Situation und die wahrscheinlichen Konsequenzen -fern ab von jeglicher rechten Gesinnung- nicht beschrieben werden !

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constantinsander 15.09.2015, 21:12
572. Ungarn als Vorbild?

Ach, Herr Fleischauer. Wie man es auch macht, gibt es Geschrei. Hätten wir es wie die Ungarn machen sollen? Stacheldraht und Polizeiknüppel? Ich wette, die Kanzlerin wäre wieder mit Hitlerbärtchen und SS-Uniform auf den Titelseiten abgebildet worden. Das Bild von KZ-Angi hätte die Runde gemacht.
Nein, hier geht es in erster Linie um Menschen, nicht um Massen. Und Humanität hat mit Imperialismus nun wirklich nichts zu tun. Dass Sie als bekennender konservativer sich dieses Sowjet-Jargons bedienen, ist schon erstaunlich.
Europa hat sich einen Grundkonsens gegeben, zu dem unter anderem die Menschenrechte gehören und damit auch das Asylrecht. Dass Ungarn keine Flüchtlinge registrieren will, wie im Dublin Abkommen vorgesehen, sondern sie so schnell wie möglich aus dem Land treiben möchte, steht diesem Grundgedanken diametral entgegen.
Und wirklich, Herr Fleischauer, mir ist ein Deutschland mit Willkommenskultur allemal lieber als ein nationalistisches Deutschland, das seine Ressentiments pflegt und Menschen wie Vieh behandelt.

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Wittgenstein 15.09.2015, 21:12
573.

Zitat von prologo
.. Und Merkel lächelt für die Flüchtlinge. Aber für das eigene Volk tut sie nichts.
Das ist nicht geil genug.-
Für die eigenen Leute tun alle Politiker etwas.-

Merkel will in die Geschichte eingehen-da muss man dann etwas tun,was andere nicht tun.-

Ein hartes Schicksal-aber anders gehts nicht.

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yadi 15.09.2015, 21:12
574. Wer ist schuld?

Was will uns Herr Fleischhauer denn mit seinem Kommentar sagen? Offenbar mal wieder, dass die Bundesregierung an der aktuellen Situation Schuld sei. Das ist aber wohl reichlich an den Haaren herbei gezogen. Wenn nicht der ganze Balkan inklus. Griechenland plus Umgarn und Österreich die Flüchtlinge weiterreichen würde, gäbe doch keinen Handlungsbedarf. Das einzige Problem ist, dass die Kanzlerin die Asylanten aus Syrien willkommen geheißen hat und sich nun alle auf dem Weg in's gelobte Land machen. Deutschland aber nun dafür und für die (halbherzige) Grenzsicherung zu beschimpfen und für die Lage verantwortlich zu machen, greift doch arg kurz. Medien wie der Spiegel sollten sich eher fragen, ob sie zu dem "Hype" nicht nich beitragen und die widerstrebenden Meinungen damit befeuern. Ein solcher Kommentar wie dieser trägt dabei leider zu keinerlei Versachlichung der Diskussion bei. Dennoch hat der Kommentator in einem leider recht: Die EU ist in bisheriger Form bereits gescheitert.

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p-schrader 15.09.2015, 21:13
575. Fleischhauer hat recht

ich bin entsetzt über Merkels Entscheidung, Asylbewerber in unbegrenzter Anzahl aufnehmen zu wollen. Was sagt dazu ihr Amtseid! Mit dieser Entscheidung macht sie nicht nur den deutschen Wohlstand kaputt, sondern zerstört auch den inneren Frieden, da der Schwerpunkt der Flüchtlinge junge moslimische nicht deutsch sprechende Männer sind. Schon in der Vergangenheit haben wir sehr viele Muslime nicht integrieren können. Was Merkel macht ist unumkehrbar! Sie wird als Totengräberin Deutschlands in die Geschichte eingehen. Bisher habe ich sie immer gewählt, das ist jetzt vorbei.

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diekhus 15.09.2015, 21:13
576. Tugendterror

An deutschem Wesen, soll die Welt genesen.
Daran hat sich seit Adolfs Zeiten nichts geändert. Die Arroganz
derer , die schon immer vom hohem , moralsichen Rosse ihrer Selbstüberzeugtheit andere besserwisserisch kujonieren, hat nur den Strassengraben gewechselt, sonst nichts.

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danido 15.09.2015, 21:14
577.

Zitat von Tiberias
Was hätten Sie denn damals beim Fall der Mauer geraten? Alle wieder zurücktreiben ins den kommunistischen Nachbarstaat, am besten mit Waffengewalt? Aber es ist wohl schon wieder vergessen, dass wir 89' auch ein Flüchtlingsproblem hatten und diesen ganzen schlecht gekleideten Ostdeutschen sogar noch 100 Mark Begrüßungsgeld in die Hand gedrückt haben, damit die sich auch endlich mal eine Banane kaufen können. Die DDR-Bürger waren Wirtschaftflüchtlinge oder besser noch "Armutsflüchtlinge", die nicht in Lebensgefahr schwebten. Die Ostdeutschen kamen in den Westen, um auch mal andere Autos, als Trabi oder Wartburg zu fahren. Waren das nachvollziehbare Asylgründe? Eigentlich hätte man die alle sofort abschieben müssen, statt gigantische Summen zu investieren, um dieses in den 50er Jahren steckengebliebene Land mit Westdeutschland zu vereinen. Sie sollten vielleicht mal einen Gedanken zu Ende denken, bevor Sie von Chauvinismus und "Imperialismus des Herzens" schwadronieren. Aber vom hohen Ross herab lacht es sich leicht ober den, der im Staub liegt, nicht wahr?
Das war kein Nachbarstaat sondern ein sowjetisch besetzter Teil Deutschlands. Darum nennt man es auch "Wiedervereinigung". Und, dass Sie glauben, dass diesen Leuten keine Gefahr gedroht hätte wenn sie zurückgeschickt worden wären, zeigt, dass Sie in Geschichte eindeutig gepennt haben.

Vielleicht sollten Sie einen Gedanken erst zu ende denken bevor Sie Ihre massiven Bildungslücken so unvorteilhaft zur Schau stellen ;)

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merkur08 15.09.2015, 21:15
578. Das Wort wir halte ich für mich

unangemessen. Ich denke in dem Fall so wie die Osteuropäer und ich weiß auch von meinem Büro, dass die allermeisten so denken.
Mal schauen wann die Willkommensgutmenschen den Spaß an ihrem Spielzeug verlieren und etwas anderes schick und hipp ist. Zum Beispiel, wen die Probleme auftreten, wenn der vormals freundliche moslemische Flüchtling von den Helferinnen verlangt sein Klo sauber zu machen, weil das Frauenarbeit ist. Kommt mittlerweile schon verstärkt vor. sexuelle Übergriffe eingeschlossen.

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hawe 15.09.2015, 21:16
579.

Zitat von Tiberias
...aber was ist denn die Konsequenz? Die Leute sind nun mal da und es ist besser, den Flüchtlingen zu helfen - direkt und menschlich - als sie wie unbestellte Fracht durch Europa zu schleusen, wie es Griechenland, Ungarn und Co. gerne tun. Dass die finanziellen und organisatorischen Probleme bei Versorgung und Eingliederung groß sind, bestreitet keiner, der Verstand besitzt. Aber manchmal lassen sich die Dinge nicht nach unserem Gusto (dem der Europäer wohngemerkt) gestalten. Wir sind ein kleiner aber reicher Kontinent in einer Welt aus Elend und Krieg. Was, lieber Herr Fleischhauer, schlagen Sie den vor, um einen Strom unbewaffneter Menschen aufzuhalten? Soll man diese in letzter Konsequenz am besten erschießen oder ihre Schiffe versenken? Was hätten Sie denn damals beim Fall der Mauer geraten? Alle wieder zurücktreiben ins den kommunistischen Nachbarstaat, am besten mit Waffengewalt? Aber es ist wohl schon wieder vergessen, dass wir 89' auch ein Flüchtlingsproblem hatten und diesen ganzen schlecht gekleideten Ostdeutschen sogar noch 100 Mark Begrüßungsgeld in die Hand gedrückt haben, damit die sich auch endlich mal eine Banane kaufen können. Die DDR-Bürger waren Wirtschaftflüchtlinge oder besser noch "Armutsflüchtlinge", die nicht in Lebensgefahr schwebten. Die Ostdeutschen kamen in den Westen, um auch mal andere Autos, als Trabi oder Wartburg zu fahren. Waren das nachvollziehbare Asylgründe? Eigentlich hätte man die alle sofort abschieben müssen, statt gigantische Summen zu investieren, um dieses in den 50er Jahren steckengebliebene Land mit Westdeutschland zu vereinen. Sie sollten vielleicht mal einen Gedanken zu Ende denken, bevor Sie von Chauvinismus und "Imperialismus des Herzens" schwadronieren. Aber vom hohen Ross herab lacht es sich leicht ober den, der im Staub liegt, nicht wahr?
Entschuldigen Sie bitte, sind Sie neu hier?

Das wurde doch schon zig mal geschrieben, daß man die Ex-DDR nicht mit der Flüchtlingskrise vergleichen kann.

Gleiche Sprache
gleiche Religion
genug Wohnraum vorhanden

usw.

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