Forum: Politik
Deutschland gegen Griechenland: Bitte aufhören!
REUTERS

Vorwürfe, Drohungen, Spott: Der Ton zwischen Deutschland und Griechenland verschärft sich mehr und mehr. Das macht Kompromisse schwieriger und schürt Ressentiments auf beiden Seiten. Ein Appell zur verbalen Abrüstung.

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andihh75 13.03.2015, 18:53
260.

Zitat von Justitia
Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass man so viel Unsinn in einem Post unterbringen kann! Nicht Schäuble und andere "Pappnasen" (schön, dass Sie sich der Aufforderung der verbalen Abrüstung sofort anschliessen) verhindern die Umsetzung der Wahlversprechen, sondern Griechenland selbst. Griechenland hat sich in die Situation hineinmanövriert, Griechenland hat in den Euro gewollt (und die anderen Partner mit falschen Zahlen betrogen), Griechenland hat Verträge abgeschlossen und diese stehen nun den Wahlversprechen entgegen. Das meiste Geld der Hilfszahlungen ist übrigens deswegen bei Banken angekommen, weil es bei den Hilfszahlungen um fällig gewordene Rückzahlungen von Krediten ging, zu denen sich Griechenland verpflichtet hatte. Das war jedem der die Situation auch nur ein bisschen kannte klar und wer etwas anderes erwartet hatte, muss ziemlich geträumt haben oder träumt heute noch. Diese Kredite, die Griechenland aus freier Entscheidung aufgenommen hatte, hatte man in Griechenland zuvor "verfrühstückt" ohne auch nur im entferntesten sich zu überlegen, wie man sie wieder zurückzahlen wird. War ja auch nur zu schön, selbst kaum Steuern zu zahlen, aber trotzdem die Segnungen eines Sozialstaats in Anspruch zu nehmen.
Als die anderen Partner merkten, dass sie betrogen worden waren, hätten diese einseitig die Verträge kündigen können. Dies ist nicht geschehen.
Es kann mir auch keiner erzählen, dass nicht schon vorher bekannt war, dass G. betrogen hat bzw., dass deren "Bilanzen" geschönt waren! G. wollte in den Euro, das ist richtig, es gab allerdings auch andere Interessen, die wollten, dass G. dem Euro beitritt, wie ich denke! Sonst hätte sich G. am Ende noch mit dem bösen "Osten" verbündet!
Außerdem habe ich in meinem Post geschrieben, dass es nötig gewesen wäre das Geld der gr. Bevölkerung und Wirtschaft zugute kommen zu lassen, statt der Rückzahlung von Schulden die das gemeine Volk nicht gemacht hat! Ich glaube auch nicht, dass jedem klar gewesen ist wohin die Rettungsmilliarden tatsächlich gingen, denn dies wird ja schön klein gehalten, es heißt immer nur Griechenland Rettung, davon sind wir aber m.E. weit entfernt.
Was denken Sie denn wie es weitergehen sollte? Weiter schön Zinsen tilgen und Bevölkerung und Wirtschaft ihrem Schicksal überlassen?
Vielleicht sollten Sie sich einmal alternativ von Mainstream informieren um etwas mehr "Weitblick" zu bekommen!

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lemmy01 13.03.2015, 18:54
261.

Ich habe absolut nichts gegen die Griechen. Ich habe aber auch kein Geld für die Griechen. Und letztendlich geht es nur ums Geld

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helro56 13.03.2015, 18:57
262. Deutschland gegen Griechenland... wie bitte??

genau das Gegenteil ist der Fall !! durch Beschimpfungen
und Drohungen der neuen Griechischen Regierung um
T. und V. ergibt sich eigentlich nur eine Logische Konsequenz, nähmlich.. die Ächtung vor Achtung zu stellen!!

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ka117 13.03.2015, 19:00
263. Schade.

Zitat von 68bella68
Island will nicht rein, die Polen waren so klug, den Euro nicht zu wollen. Geht Greece raus, stirbt die EU und das bedeutet Arbeitsplatzverlust für die Eurokraten in Brüssel und sonstwo.
Da muss ich Ihnen in allen Punkten voll zustimmen.

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politpop 13.03.2015, 19:00
264.

Vielleicht sollte die ARD erstmal ihre sinnlosen Meinungsumfragen unterlassen. Diese bewirken nur, dass die vielen Unentschlossenen die so etwas lesen, der Meinung der "Mehrheit" der 1000 Befragten zustimmt.

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d.meinung 13.03.2015, 19:03
265. Bitte aufhören!

In der Tat. Schmeisst Griechenland endlich aus der EU, dieses Land hat im ziviliserten Teil der Welt nichts verloren.

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derinvestigator 13.03.2015, 19:06
266. Das einseitige Griechenlandbashing ist eine sehr verkürzte Sichtweise!

Mit Ausnahme der deutschen Regierung, insonderheit Schäuble und Merkel, war selbst den Stammtischen seit vier Jahren klar, dass die vom deutschen Duo Infernale gegen jede ökonomische Vernunft durchgezogene Griechenland-Rettung einfach nicht funktionieren kann. Um den Wählern nicht erklären zu müssen, dass die von Deutschland garantierten Milliarden sowie die Target2-Gelder Griechenlands endgültig und offiziell abgeschrieben werden müssen, log der eine, der „Lügner vom Dienst“ (so Prof. Hankel) ständig vor, dass Griechenland sich auf dem rechten Weg befände, während die andere mantrahaft die stumpfsinnige Parole ausgab: Wir wollen Griechenland in der Eurozone halten, koste es, was es wolle! Kein Zweifel: Wir wurden von unserer Regierung belogen und um viel Steuergeld gebracht!
Nachdem die griech. Regierung sich in ihrer existenziellen Notlage mit den Reparationsforderungen stark im Ton vergriffen hat, haben Schäuble und Merkel die öffentliche Meinung hinter sich bringen können. Nun können sie dem dummen Michel erklären, dass ihnen der Grexit a u f g e z w u n g e n wurde. Nachdem also das seit langem Unausweichliche immer näher rückt, sehen wir hier den dreisten Versuch, der neuen gr. Regierung einseitig das Desaster in die Schuhe zu schieben und vom eigenen Versagen abzulenken. Merkel und Schäuble, die beide durch Insolvenzverschleppung maßgebliche Mitverursacher dieser Krise sind, haben erfolgreich die Opferrolle für sich okkupiert. Das momentan modische Griechenlandbashing – auch hier im Forum - kommt der deutschen Regierung jedenfalls nicht ungelegen. Jetzt, wo der öffentliche Widerstand in Deutschland spürbar zugenommen hat, kann es tatsächlich sein, dass nun der Grexit kommt, verursacht natürlich von den Griechen. Wahrscheinlich wird der deutsche Michel sich damit zufriedengeben und brav für das Versagen der Eurofantasten in Berlin und Brüssel brav die Sauce auslöffeln.

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huddi03 13.03.2015, 19:06
267. Richtig!

Zitat von Leto13
Niemand in Europa war scharf darauf, Deutschland einen Schuldenschnitt epischen Ausmasses zu gewaehren, und das nur 8 Jahre nach dem Ende des Massakers an der europaeischen Bevoelkerung, das Deutschland durchgefuehrt hat. Trotzdem wurde es getan.
Nur das die Griechen einen Schuldenschnitt als grossen Triumph feiern würden und an ihrer Einstellung, dass ihr Staat ein Selbstbedienungsladen zu sein hat nichts ändern würden. Ein Schuldenschnitt wäre nichts anderes als der Beginn einer neuen Konsumorgie und würde hinsichtlich wirtschaftlichem Wachstums gar nichts bringen. Ihr verfrühstückt anderer Leute Geld, wollt immer mehr und habt nicht einmal Danke gesagt. Stattdessen beschimpft ihr die Deutschen als Nazis. Ohne die Solidarität der Europäer könnte euer Staat keinen Euro Rente oder Gehalt mehr zahlen. Beschlagnahmt alles deutsche Eigentum in eurem Land und werdet glücklich! Die Griechen hatten genug Chancen. Grexit jetzt! Morgen am besten raus aus der EU und rein in Putins Eurasische Union! Europa ist ohne euch definitiv besser dran.

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Rebellierender 13.03.2015, 19:10
268. Widerspruch

Zitat von Justitia
Ihr "Hm" in Ihrer Überschrift ist berechtigt, allerdings kommen Sie nicht selbst auf die tatsächlichen Ursachen für das "Spardiktat" das in Tat und Wahrheit gar keines ist. Tatsächliche Ursache für die von Ihnen aufgezeigten Folgen ist einzig und allein das, was griechische Regierungen in der Vergangenheit an Entscheidungen getroffen hatten. Diese hatten nämlich entschieden der EU und dann auch dem Euro beizutreten. Diese hatten entschieden, Eurostat zum Euro-Beitritt falsche Zahlen zum Staatshaushalt vorzulegen. Diese hatten entschieden, die Bevölkerung mit Sozialleistungen zu segnen, die man nicht aus eigenen Einnahmen erwirtschaftet hatte und erwirtschaften konnte. Diese hatten entschieden Kredite aufzunehmen, die schlussendlich den Staatshaushalt überforderten. Diese hatten entschieden, bei den eigenen Bürgern noch nicht einmal die fällig gewordenen Steuern einzutreiben, geschweige denn für neue Steuereinnahmequellen zu sorgen. Würde man sich in Griechenland um solche kümmern und/oder wohlhabende Steuerpflichtige an der Staatsfinanzierung massiv stärker beteiligen, dann müssten nicht die ärmsten in der Bevölkerung nun leiden. Aber an genau dieser Politik der nicht vorhandenen nationalen Eigenverantwortung schliesst sich Tsipras nun nahtlos an. Die einzige Reformrichtung, die bei Tsipras derzeit erkennbar ist, ist sogar noch weiter zurück zu noch weniger Eigenverantwortung als sie seine unmittelbaren Regierungsvorgänger hatten.
Die Troika hat mit ihren "Rettungspaketen" den Schuldenberg Griechenlands exorbitant explodieren lassen. Dabei waren die Vorgängerregierungen Griechenlands willfährige Werkzeuge. Diese "Rettungspakete" hatten erinzig das Ziel, die durch die Finanzkrise (Hier scheint ja ein Großteil der Foristen der Meinung zu sein, dass Griechenland dafür verantwortlich war.) entstandenen Risiken von den Banken weg auf die Steuerzahler zu verlagern. Mittlerweile ist das Projekt weitestgehend abgeschlossen. Den konservativen Wählern sei Dank.

Die jüngste Regierung Griechenlands beabsichtigt jedoch, das Land wieder auf eigene wirtschaftliche Füße zu stellen. Jede Reform braucht ein wenig Zeit, damit sie ihre Wirkung entfaltet. Diese Zeit will man der linken griechischen Regierung nicht einräumen. Das nämlich darf die herrschende konservative Elite in Europa keinesfalls zulassen: Ein Erfolg alternativer (linker) Politik könnte ein fatales Signal an den Rest Europas (man denke an die bevorstehenden Wahlen in Spanien) sein. Also hält man Griechenland weiter unter der Knute und erpresst die griechische Regierung. Uns wird dann das als alternativlose Politik verkauft - so widersinnig das auch ist.

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schwaebischehausfrau 13.03.2015, 19:14
269. @Leto:

Zitat von Leto13
Genau die Parteien, die die deutsche Regierung lieber weiterregieren sehen wuerde, PASOK und ND, haben das Land in die Situation manoevriert, die dann ab 2010 mit dem Spardiktat zum endgueltigen Desaster gefuehrt hat.
.."genau die Parteien" sind aber von der griechischen Bevölkerung gewählt worden. Wohl auch , weil sie ordentlich Wohlstand, Gehaltserhöhungen und noch mehr neue Beamten-Positionen versprochen haben.
Ach ja, nicht das "Spardiktat" hat zum endgültigen Desaster geführt - dummerweise war Griechenland schon bankrott, bevor die "böse Troika" zum 1. Mal überhaupt griechischen Boden betreten hat. Die komplette Verdrängung der Realität ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass diesem Land nicht zu helfen ist. "Schuld sind immer die Anderen!!!"

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