Forum: Politik
Deutschland gegen Griechenland: Bitte aufhören!
REUTERS

Vorwürfe, Drohungen, Spott: Der Ton zwischen Deutschland und Griechenland verschärft sich mehr und mehr. Das macht Kompromisse schwieriger und schürt Ressentiments auf beiden Seiten. Ein Appell zur verbalen Abrüstung.

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brotherandrew 13.03.2015, 19:14
270. Welches ...

Zitat von exmachine
Dann macht den Anfang SPON und stellt als erstes dieses Griechenlandbashing ein.
... Griechenlandbashing? Lassen wir doch einfach einen Griechen zu Wort kommen:

http://www.focus.de/finanzen/videos/pana-tsoukatos-ueber-seine-landsleute-eine-gnadenlose-abrechnung-mit-den-griechen_id_4529490.html

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forumgehts? 13.03.2015, 19:20
271. Wo

liegt denn nun wieder hier das Problem. Im normalen Leben stellt sich doch zuerst immer nur die Frage "Wer will was von wem?" Und wer etwas will sollte sich so benehmen und und solche Vorschläge machen, dass sowohl Benehmen als auch Vorschläge beim Adressaten akzeptabel sind. Aber Politiker können es eben nicht!

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toskana2 13.03.2015, 19:20
272. welche Hilfen denn?

"Zudem sinkt (...) die Bereitschaft, den Griechen weitere Milliardenhilfen zu gewähren."

Dabei ist es inzwischen hinlänglich bekannt,
dass man nicht den Griechen,
sondern, vor allem den eigenen Finanzzockern unter die Armen gegriffen hat.

Die hatten eben unzählige, wertlose griech. Staatsanleihen in ihren Tresoren gebunkert.
Tolle Hilfe!

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Justitia 13.03.2015, 19:23
273.

Zitat von Leto13
Genau die Parteien, die die deutsche Regierung lieber weiterregieren sehen wuerde, PASOK und ND, haben das Land in die Situation manoevriert, die dann ab 2010 mit dem Spardiktat zum endgueltigen Desaster gefuehrt hat.
Gut, immerhin stimmen Sie zu, dass die vielen Vorgängerregierungen Griechenland in die momentane Situation hineinmanövriert hatten. Genau diese Einsicht UND die daraus resultierende nationale Eigenverantwortung durch Griechenland nun in Form der Regierung Tsipras fehlt jedoch. Es mag ja sein, dass die deutsche Regierung PASOK oder ND bevorzugen würde. Dies hat aber auf die aktuelle Situation keinen entscheidenden Einfluss. Der Staat Griechenland hat sich gegenüber seinen Gläubigern zu Reformen und einem ausgeglichenen Staatshaushalt verpflichtet. Daran kommt nun auch Tsipras nicht daran vorbei, wobei ja seitens der EU-Staaten durchaus Gesprächsbereitschaft besteht, um die stärksten Missstände in der Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Man verlangt dafür aber auch die verbindliche Erklärung der Bereitschaft zur Umsetzung von Reformen. Genau daran fehlt es, ebenso wie an der Eintreibung berechtigter Steuerforderungen bei den eigenen Bürgern. Würde man seitens des griechischen Staats die Steuereinnahmen erhöhen, müsste auch weniger gespart werden, um den Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern nachzukommen. Genau deswegen ist es auch trotz Ihrer Wiederholungen hierzu kein Spardiktat. In welchem Umfang Griechenland Sparen muss ist zu einem erheblichen Teil selbstbestimmt und selbstbestimmbar.

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DocW 13.03.2015, 19:24
274. Warum verhandelt D. mit G.?

Kann mir mal jemand erklären, warum eigentlich fast nur Deutschland (Schäuble) als Verhandler mit Griechenland im Rampenlicht steht? Sollen das doch mal unsere Freunde aus Frankreich machen. Oder aus Italien. Wäre wirklich lustig zu sehen, ob es andere Resultate gäbe. Man könnte ja meinen, es gehe um die D-Mark, nicht um den Euro!

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huddi03 13.03.2015, 19:28
275. Dann

Zitat von Rebellierender
Die Troika hat mit ihren "Rettungspaketen" den Schuldenberg Griechenlands exorbitant explodieren lassen. Dabei waren die Vorgängerregierungen Griechenlands willfährige Werkzeuge. Diese "Rettungspakete" hatten erinzig das Ziel, die durch die Finanzkrise (Hier scheint ja ein Großteil der Foristen der Meinung zu sein, dass Griechenland dafür verantwortlich war.) entstandenen Risiken von den Banken weg auf die Steuerzahler zu verlagern. Mittlerweile ist das Projekt weitestgehend abgeschlossen. Den konservativen Wählern sei Dank. Die jüngste Regierung Griechenlands beabsichtigt jedoch, das Land wieder auf eigene wirtschaftliche Füße zu stellen. Jede Reform braucht ein wenig Zeit, damit sie ihre Wirkung entfaltet. Diese Zeit will man der linken griechischen Regierung nicht einräumen. Das nämlich darf die herrschende konservative Elite in Europa keinesfalls zulassen: Ein Erfolg alternativer (linker) Politik könnte ein fatales Signal an den Rest Europas (man denke an die bevorstehenden Wahlen in Spanien) sein. Also hält man Griechenland weiter unter der Knute und erpresst die griechische Regierung. Uns wird dann das als alternativlose Politik verkauft - so widersinnig das auch ist.
muss die jüngste Regierung Griechenlands ihre Pläne doch nur in die Tat umsetzen. Einen Anspruch auf Finanzierung durch die Europäer besteht aber nicht. Für überzeugende Konzepte finden sich im Kapitalismus immer Geldgeber. Dort geht es nur um Rendite und nicht darum mit wem diese erzielt werden können . Aber wahrscheinlich wissen auch Sie, dass Syriza nur der Kaiser in den neuen Kleidern ist.

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schwaebischehausfrau 13.03.2015, 19:29
276. @Leto: Wachstum geht anders!!

Zitat von Leto13
Die Preise stiegen mit dem Euro seit 2002 um bis zu 300%. Die Wirtschaftskraft ist von 2009 bis 2013 um 25% eingebrochen, weil im Rahmen des Spardiktates, und das geben sogar Experten der Institutionen zu, nur auf Sparen gesetzt wurde, statt auf Wachstum.
sie und ihr Land verwechseln offensichtlich "Wachstum" mit "Konsum". Dadurch, dass eine Gesellschaft einen riesigen Beamten-Apparat schafft und am Leben hält und mit geliehenem Geld konsumiert auf Teufel komm raus (in importierte Produkte) schafft man noch lange kein nachhaltiges Wachstum.

Und niemand hindert diejenigen Griechen, die seit seit Jahren hunderte Milliarden Euro ihres Vermögens ins Ausland schaffen, dieses Geld in Griechenland zu investieren in den Aufbau von Unternehmen. Oder hat das auch die "böse Troika" zu verantworten???

Europa sollte sich jedenfalls um die Länder kümmern, die ernsthaft etwas ändern wollen - Griechenland gehört ganz sicher nicht dazu...

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ka117 13.03.2015, 19:30
277.

Zitat von Leto13
Die Wirtschaft wurde nicht wettbewerbsfaehiger, das Wachstum war erklaertermassen nicht Ziel des Spardiktats und wenn sich die Loehne und alles andere auf das Niveau von Bulgarien und Rumaenien anpassen sollen, dann aber bitte auch die Lebenshaltungskosten. Haben die sogenannten Griechenlandretter irgendetwas in dieser Richtung unternommen?
Wer, wenn nicht (bestimmte) Griechen profitiert denn von den viel höheren "Lebenshaltungskosten" in Griechenland als in Rumänien oder Bulgarien?

Sollen jetzt etwa deutsche Politiker auch auf diese Griechen einwirken, dass sie ihre FORDERUNGEN entsprechend der wirtschaftlichen Situation anpassen? Warum können die Lebenshaltungskosten trotz Euro in der Slowakei oder in den baltischen Staaten deutlich niedriger als z.B. in Deutschland sein?

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child in time 13.03.2015, 19:31
278. der Umgangston

ist ja nur ein Geplänkel. Beleidigungen hin oder her. Der Kern der Sache ist die Angst vor einem Scheitern des Euro. Einem Euro, der imho von Anfang an eine Totgeburt war. Eine Währung für so unterschiedliche Mentalitäten und Volkswirtschaften. Ohne Vorbereitung, wie das schaffen einer Fiskalunion, einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik. Das kann doch nicht gut gehen. Googeln sie mal nach der lateinischen Münzunion. Der Euro Vorgänger, quasi. Da war Griechenland übrigens auch dabei, wenn auch nicht bis zum Ende.

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bananenrep 13.03.2015, 19:32
279. Ausgerechnet....

ein deutscher Finanzminister, der sich nicht mehr an den Verbleib eines Schwarzgeldkoffers erinnert, hat die große Klappe.

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