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Deutschland nach den Terroranschlägen: Die Angst kriecht
DPA

Der Terror zielt nicht auf die Toten, sondern die Verunsicherung der Lebenden. Trotz ist eine Antwort, aber er allein schafft kein Vertrauen.

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hugahuga 18.11.2015, 19:58
1. Die Erinnerung ist immer noch wach -

wenn ich an die 70er Jahre denke, wo nach den div. Flugzeugentführungen und Attentaten Panzerwagen auf dem Flugvorfeld fuhren und Beamte mit MP Streife liefen.
Am lästigsten waren die aufwendigen Kofferraumdurchsuchungen in den Autoschlangen. Aber man hatte sich irgendwann daran gewöhnt. Sicherheit ist das oberste Gebot. Das galt damals und sollte auch heute seine Gültigkeit haben. Man muss eben mehr Zeit einplanen - man weiß ja weshalb und wofür. Die Gewohnheit tut ein übriges.

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knumue 18.11.2015, 20:02
2. Angst

beschleicht mich vor allem deshalb, weil der Mann, der für die Sicherheit in Deutschland verantwortlich ist, selbst das größte Sicherheitsrisisko ist. LdM hat in den letzten Monaten keine Panne ausgelassen und erwartet jetzt einen Vertrauensvorschuss. Er selbst traut seinem Volk aber nicht zu, dass es seine Antworten verkraften könnte.

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Sangit raju 18.11.2015, 20:04
3. Aus meiner Sicht, ...

... ein sehr stimmiger und durch die Wortwahl ausgezeichneter Beitrag.., den leider nur 0,01% der bundesdeutschen Bevölkerung zur Kenntnis nehmen wird... Danke...

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windpillow 18.11.2015, 20:09
4. Vertrauen? -Nein Danke!

Wenn der eigene Innenminister das Volk nicht für Voll nimmt, es behandelt wie kleine Kinder und nicht sagt was Sache ist -dann bekommt man Angst.

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Harry Callahan 18.11.2015, 20:14
5. Reaktion zählt

Die Terroristen können die Art, wie wir leben, nicht ändern. Sie können Menschen töten - das ist richtig. Aber ändert das unsere Gesellschaft? Es ist tragisch, dass in Paris nun fast 140 unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind. Aber pro Jahr sterben wahrscheinlich 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens und Tausende werden von besoffenen Autofahrern getötet. Was sind im Vergleich dazu denn 140 Tote?
Was unsere Gesellschaft ändert ist nicht der Terror, sondern die restriktiven Gesetze, die nun wieder gefordert werden, um den Terror zu bekämpfen.

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MarkusW77 18.11.2015, 20:16
6. Trittbrettfahrer

Müssten, wenn sie gefasst werden sehr schnell sehr hart Medienwirksam verurteilt werden. Und auch öffentlich begleitet die vollen Kosten in Rechnung stellen, damit sowas sofort aufhört, bevor es anfängt.

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Sumerer 18.11.2015, 20:18
7.

Das ist schon richtig so. Das Grundvertrauen der Menschen geht im Zusammenhang von Terroranschlägen leider und eben auch zu Recht verloren.

Unabhängig davon sollte aber unser Leben weiter geführt werden - in der unausweichlichen Erkenntnis, dass es sowieso begrenzt ist.

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rofis 18.11.2015, 20:22
8. Zufall?

Seit vier Tagen pausenlos Artikel zum Terror in Paris -verstehe ich sogar, aber kann Spon mal berichten, dass es gerade aktuelle Erkenntnisse gibt (bei Politico - also US-Mainstream), dass vor 9/11 die amerikanische Regierung bewusst Warnungen zurück gewiesen hat, dass spektakuläre Anschläge drohten? Condoleezza Rice sagte zum CIA-Direktor George Tennett "we don't want to set the clock ticking" - heißt, der Präsident sollte nicht informiert werden, um nach den Anschlägen sagen zu können, man habe nichts gewusst. War immer schon zu ahnen, aber es ist der Skandal mindestens des Jahrzehnts. Schreiben Sie darüber!

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justus0jonas 18.11.2015, 20:31
9. Sie sprechen nicht für mich.

Ich habe von Kindesbeinen an gelehrt bekommen, dass die Freiheit unser höchstes Gut ist. Und damit nicht verhandelbar für mich. Das schlimmste, was passieren kann, ist, diese Freiheit genommen zu bekommen.

Das schließt die Freiheit meiner Gedanken ein. Ich soll mir oktroyieren lassen, worüber ich mir Gedanken zu machen habe? Mich mit Wahrscheinlichkeiten beschäftigen? Zu welchem Nutzen?

Ist es nicht sinnvoller, sich stattdessen bewusst zu machen, was das Leben für einen selbst bedeutet und dieses Leben zu leben?

Dann fällt auch die Angst ab und ich kann gemäß der arabischen Redewendung "Inschallah!" der Zukunft gelassen entgegenblicken.

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