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Deutschland nach der Wahl: Lauter Verlierer
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Angela Merkel hat die Wahl gewonnen, Martin Schulz in der Niederlage eine neue Rolle gefunden. Die AfD taumelt vor Freude, die erstarkte FDP, weil sie sich in die Regierung gezwungen sieht. Ein Abend der Niederlagen.

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marialeidenberg 25.09.2017, 11:44
20. Ein großes Glück,

dass Schulz nicht in der Regierung Verantwortung trägt. So dünnhäutig und nervenschwach darf man auch nach einer Rekordniederlage nicht sein. Wir beklagen uns ja schon über Merkels emotionsgesteuerte Entscheidungen, aber verglichen mit seinem wenig staatsmännischen Auftritt bei Anne Will ist sie ein Ausbund an Contenance und Führungsqualität.

Anhand seiner gestrigen Performance hat er sich das Attribut 'Giftzahn' ehrlich verdient.

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Dumme Fragen 25.09.2017, 11:48
21. Also:

Ich finde, SPD, Grüne, FDP und Linkspartei sollten auch einmal miteinander sprechen und eine Koalition sondieren. Ist wie Jamaika ja auch "nur" eine Viererkoalition, und die Linkspartei ist nach links genauso problematisch wie die CSU nach rechts hin. Und überhaupt: SPD, Grüne, FDP und Freie Wähler in Bayern sollten mal diskutieren, ob sie nicht gemeinsam nächstes Jahr die CSU nach der Landtagswahl in die Opposition schicken wollen.

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santoku03 25.09.2017, 11:53
22.

Zitat von Olaf
Ich freue mich auf Debatten im Parlament, die diesen Namen auch verdienen und bei denen es um grundsätzliche Positionen geht und nicht um wischi-waschi.
Ihr Wort in Gottes Gehörgang. Bei der Zusammensetzung der AfD-Fraktion kann ich mir keine Sachdebatte mit denen vorstellen. Das wollen die doch erklärtermaßen überhaupt nicht!

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l.augenstein 25.09.2017, 11:58
23. Schulz hat gestern in der Elefantenrunde

das getan, was er in den letzten 9 Monaten hätte tun sollen - attackieren, Fehler benennen usw.! Gestern Abend war es nur ein beleidigtes Abrechnen mit der ach so schlimmen Zeit in der Regierungsverantwortung und den Wählern, weil die so gemein waren. Hätte er in den 9 Monaten seit Januar so aggressiv Wahlkampf gemacht - das Ergebnis gestern wäre für die SPD besser ausgefallen! Aber zumindest tut die SPD dieses Mal etwas richtig! Sie geht in die Opposition und wird (vielleicht) wieder das, was sie mal war!
Was Merkel an gleicher Stelle war schon sehr erhellend und hat bestätigt, was man seit langem weiß - ihr geht es nur um Machterhalt! Wer so ein Debakel wie die gestrige Wahl als Sieg bezeichnet, zeigt, wes Geistes Kind er ist.
Gewonnen hat leider erst mal nur die AfD und da stimme ich Schulz zu - das kann sich in der Hauptsache Merkel an die Brust heften, obwohl die das natürlich vehement bestreitet!

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Olaf 25.09.2017, 12:04
24.

Zitat von santoku03
Ihr Wort in Gottes Gehörgang. Bei der Zusammensetzung der AfD-Fraktion kann ich mir keine Sachdebatte mit denen vorstellen. Das wollen die doch erklärtermaßen überhaupt nicht!
Ich kann mich noch gut an Debatten im Bundestag erinnern mit Rednern wie Herbert Wehner und Franz-Josef Strauss. Da flogen die Fetzen und die Probleme wurden beim Namen genannt. So muss das meiner Meinung auch mal sein, besonders wenn es um grundsätzliches geht.

Heute hat man den Eindruck, gleich läuft jemand heulend aus dem Saal, wenn mal tacheles geredet wird.

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von_hintendrop 25.09.2017, 12:12
25.

Lustig, wie FDP und Grüne erschrocken über die Rolle sind, die sie plötzlich einnehmen müssen. Als sei der Wahlkampf eine reine Marketingkampagne ohne Konsequenzen gewesen. Vor diesen stehen sie nun und müssen mit der Titanic untergehen, zerrissen zwischen rechts und links. Und in der Opposition freut sich die SPD als Zuschauer, wie sich die künftige Regierung selbst zerlegt und sich selbst dabei neu erfinden kann. Alles richtig gemacht, Herr Schulz.

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charlybird 25.09.2017, 12:13
26. Schön, die SPD hat die Absicht in die Opposition zu gehen.

Das warten wir doch erst mal ab. Was soll's denn dann geben ? Jamaika?
Da gibt’s nicht nur im richtigen Leben Hurrikane, sondern auch in der Politik.
Auf Länderebene mag so etwas funktionieren, aber ich kann mir das nicht auf Bundesebene vorstellen.
Lindner und die Günen, dass ist wie Mettwurst mit Schlagsahne.
Und so ein dehnbares Rückgrat haben selbst die Grünen nicht, um sich den neoliberalen Träumen der FDP zu beugen.
Und möglichen Konsens, muss man auch noch der Basis verklickern.
Das wiederum wird bei der FDP einfacher funktionieren, als bei den Grünen.
In jedem Fall wird es spannender als vorher.
Ein wirklicher Schock ist nur die AfD, leider wird man sich mit ihr auseinandersetzen müssen und das macht der Herr Seehofer ja schon mit kleinen Avancen.
Vielleicht bilden CSU und AfD ja eine Bayern - Ostdeutschland - Achse im Parlament.
Dann wird es nicht nur spannend, sondern dann ist auch für einen erhöhten Spaßfaktor gesorgt.

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schwerpunkt 25.09.2017, 12:18
27.

Zitat von Olaf
Ich kann mich noch gut an Debatten im Bundestag erinnern mit Rednern wie Herbert Wehner und Franz-Josef Strauss. Da flogen die Fetzen und die Probleme wurden beim Namen genannt. So muss das meiner Meinung auch mal sein, besonders wenn es um grundsätzliches geht. Heute hat man den Eindruck, gleich läuft jemand heulend aus dem Saal, wenn mal tacheles geredet wird.
Ja, man darf und soll sich im Bundestag inhaltlich fetzen.
Aber mit den Krawallbrüdern der AfD, welche nun in den Bundestag einziehen, ist so was nur schwer vorstellbar. Zumindest haben sie sich bisher nicht durch irgend etwas inhaltliches ausgezeichnet. Egal ob ruhig und sachlich oder emotional vorgetragen.

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martinm70 25.09.2017, 12:24
28. Das Neuwahlen die AFD stärken glaube ich nicht

Eher das Gegenteil.
Diversen AFD Anhängern dürfte vielleicht erst jetzt klar sein das die großen Parteien niemals mit der AFD eine Koalition eingehen, das wird unter keinen Umständen passieren. Die AFD wird solange Opposition bleiben bis sie 51% der Stimmen haben.
Da wird die CDU eher noch eine 5er Koalition mit allen anderen eingehen, auch den Linken.

Kurz und gut, die AFD wird absolut unter gar keinen Umständen niemals im Leben etwas in Punkto Flüchtlingspolitik entscheiden können. Eher noch wird die Regierung mit Absicht eine zur AFD gegenteilige Position einnehmen um nicht als Nazis gelten und das vierte Reich zu verhindern.

Wenn die von der CDU zur AFD gewechselten Anhänger also noch etwas Restverstand haben wählen sie die CDU oder die FDP und sorgen dafür das beide eine Koalition eingehen können.
Denn CDU und FDP haben längst signalisiert das sie bei der Flüchtlingspolitik eine härtere Position einnehmen wollen und die Masseneinwanderung stoppen, bzw. das wurde bereits gemacht.

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Gruuber 25.09.2017, 12:29
29. Trotz der verdienten krachenden Niederlage der SPD

die ja glaubte, unter Schröder, Müntefering, Steinmeier als noch bessere CDU als diese Partei selbst auftreten zu müssen, hätten die linken Parteien mit SPD, Grünen und den Linken noch immer eine deutliche(!) Mehrheit gegenüber Merkels Hausparteien CDU und CSU.

Obwohl der Wahlverlierer Schulz, der Mann mit dem fehlenden Draht zum deutschen Volk, ja schon wie wieder wie wild an der nächsten Wahlniederlage der SPD bastelt. Welche Wahl sollte bitte Nahles gewinnen, die in der Vergangenheit eher immer ein Garant für das Vertreiben von Wählern gewesen ist?

Die Möglichkeit einer Regierungsübernahme durch die linken Parteien hätte übrigens schon einmal ohne große Schwierigkeiten bestanden, aber die SPD wollte damals unbedingt die rechten Parteien CDU und CSU an der Macht halten.

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