Forum: Politik
Deutschland und der Brexit: Schweigen und zittern
AFP

Verlassen die Briten wirklich die EU? Für Deutschland wäre das eine Katastrophe. Dennoch hält sich Kanzlerin Merkel mit allzu lauten Warnungen vor dem Brexit zurück - aus Furcht.

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bristolbay 11.06.2016, 13:28
50. Erst sich spät und halbherzig zu Europa bekannt

und nur, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.

England oder GB hat sich noch nie für Europa interessiert, es ist erst sehr spät auf diesen Zug aufgesprungen.

Wer brutal seine egoistischen Ziele wie Maggie Thatcher durchsetzte, dem ist nicht an Europa gelegen. Das ist heute nicht anders und Cameron konnte seine Forderungen aus der Erfahrung der Vergangenheit in Brüssel nicht durchsetzen.

Wir sollten endlich aufhören, nur DIE Wirtschaft in der EU zu sehen, es geht um die Menschen und um friedliches Miteinander. Es ist deshalb erstaunlich, dass nur die wirtschaftlichen Folgen im Vordergrund steht, den Bankern und Finanzbetrügern in London geht das alles am A.... vorbei, die sitzen dann halt übermorgen in Lux oder am Main und wenn GB interessante Produkte herstellt, dann werden die auch später noch gekauft, genauso wie europäische Produkte in GB.

Wer meint, seine Brötchen selbst backen zu müssen, der soll das tun. Er muss dann auch sehen wo die "Kohle" herkommt.

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Luna-lucia 11.06.2016, 13:28
51. die Zukunft des Westens

hängt doch bisher fast nur vom Amiland ab! Einer der Gründe, warum die Briten gegen den Verbleib in der EU stimmen werden! Denn sie haben auf Grund des Einflusses der USA, bezogen auf Europa, fast ohnehin nix zu sagen! Auch von daher, weil sehr viele Briten denken, > wer uns nicht zuhört, braucht uns auch nicht! < Und das ist für viele Briten extrem wichtig! Wird vermutlich eine größere Mehrheit für einen Austritt stimmen!

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black-mamba 11.06.2016, 13:29
52. katastrophal...

für die EU könnte sein, dass nach dem möglichen Austritt der Briten die Erkenntnis erlangt wird, dass man auch dann mit anderen Staaten Verzräge schließen kann, die dem Wohle aller Beteiligren sind, selbst wenn man keiner Gemeinschaft wie der EU angehört. Und das im allerschlimmsten Fall sogar ohne zusätzliche negative Regularien. Fatal wenn man dann auch noch feststellt, dass man mit den Ländern die einem mehr Kosten als Nutzen bringen sigar andere - den Gegebenheiten angepasste - Verträge schließen kann. Wenn dann trotzdem Eintracht und Frieden fortbesteht haben wir nur noch ein Problem: Was soll mit den Wirtschaftswissenschaftlern geschehen die pausenlos den Untergang der Welt predigen, wenn die EU zerbricht? Hm... Hartz4? ;-) Egal ich glaube unser soziales Netz hält das aus :-D

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sunglider 11.06.2016, 13:29
53. Ihr Briten,. zeigt es den Besserwissern BREXIT NOW

Die Briten sind und waren kluge Leute. Sie werden aus Europa verschwinden. Und es wir nicht ein Geschäft weniger gemacht als vorher. Bilaterale Verträge wird es geben.
Und wenn die EU zickt, werden die Briten eine Steueroase mitten in Europa. Und Sanktionen gegen die briten, da lachen ja die Hühner.
Insbesondere wenn noch mehr Länder die EU verlassen. Dann wird man bald über Sanktionen gegen die EU reden.

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Izmir..Übül 11.06.2016, 13:30
54. @curiosus_

Fragen Sie doch mal gerade bei exportorientierten mittelständischen deutschen Unternehmen wie Herrenknecht oder Festo nach, ob die sich die Situation vor der Etablierung EU zurückwünschen! Die "Hidden Champions" (die übrigens gar nicht so hidden sind) profitieren nämlich mit am meisten davon.

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dweik01 11.06.2016, 13:31
55. Brexit als Chance

Lieber Spiegel, Ihr Artikel ist mal wieder einseitige Meinungs- und Angstmache. Ich kenne die Interessenlage Ihrer Redaktion nicht, vielleicht fürchten die um ihre Londoner Immobilien, vielleicht um die steuerfreien Arbeitsverträge als Expads mit britischen Tochtergesellschaften oder aber die Journalisten sind einfach überfordert? Ich weiß es nicht.

Sicher ist, wir brauchen keine Briten, die an jeder Ecke ihr Veto einlegen, um die EU zu behindern und an der nächsten Ecke einen finanziellen Vorteil für sich einzufahren. Wir brauchen keine Scheichs, die immens von den Flächenstilllegungsprämien der EU profitieren. Wir brauchen keine Briten, die historisch immer ihren eigenen Nationalstaat und das Commonwealth höher halten werden als eine gemeinsame EU, in Zeiten in denen wir mehr Europa brauchten. Wenn gleichzeitig Deutsche Nationalstaatlichkeit soweit reicht, daß wir ÜBER NACHT die gesamte EU OHNE VORHERIGE Abstimmung in einem Alleingang zur Flüchtlingsaufnahme und -integration, zur gescheiterten Griechenlandrettung oder zu einem Atomausstieg zwingen, sollten wir erst mal vor der eigenen Tür kehren. Dann will auch unsere Regierung keine stärkere EU!
Im Übrigen wären die Briten mit der Klammerdose gepudert, nicht auszuscheren. Ein abwertendes Pfund stärkt deren Wirtschaft, es gibt viele positive Nebeneffekte, deren Banken haben genug Polster und in Frankfurt und Paris eine Niederlassung, der Währungs- und Rohstoffhandel bleibt wegen der weltweiten Verbindung und dem Commonwealth ohnehin in London, die Kosten des Brexit sind sehr überschaubar und fast alle bilateralen Vereinbarungen und der Grenzverkehr könnten auch ohne Mitgliedschaft fortgesetzt werden. Wie haben wir den vor der EU mit den Briten Geschäfte gemacht? Einfuhrumsatzsteuer und Umsatzsteuer im innergemeinschaftlichen Verkehr heben sich auf! Nur die Wartezeiten an der Grenze werden etwas erhöht, so what?

Aber Britannien könnte ein Ersatz zur Schweiz werden, die Geschäftsmodelle vermögender Briten in deren Steueroasen blieben erhalten! Das Pfund würde sich schnell wieder erholen.
Und der Austritt oder mögliche Zerfall der EU könnte bei all den anderen EU-Blockierern dazu führen, sich einer echten föderalen EU Verfassung zu öffnen, wenn klar wird, daß sie ihre Vorteile verlieren. Vor allem Deutschland müsste erst mal seine eigenen Alleingänge revidieren. Oder es muß erst zu einem Zerfall kommen, damit das fehlerhafte Fundament der EU neu erbaut werden kann. Auch das ist eine Chance.

Die stärkste Waffe gegen einen Zerfall der EU ist nicht die Verhinderung des Brexit, sondern eine massive Stärkung der französischen, italienischen und der deutschen Wirtschaft. Da müssten aber einige erst mal ihre Hausaufgaben machen, inklusive Merkel.

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ladozs 11.06.2016, 13:32
56. Ohne Titel

Ich stecke jetzt nicht wirklich in dieser Materie, aber für ein wirtschaftlich gedeihendes Verhältnis zwischen D und GB ist doch eine Mitgliedschaft in der EU nicht unbedingt erforderlich.Als wunderbares Beispiel kann man hier die Schweiz anführen, ein Nichtmitglied zu dem beste Handelsverbindungen bestehen.In Form von bilateralen Verträgen kann man auch ohne Staatenverbund erfolgreich Handel treiben.Im Augenblick driftet die EU, wie im Beitrag beschreiben, aus vielen Gründen auseinander, vielleicht sollte man diesen Prozess gewähren lassen und durch neue Formen der Zusammenarbeit auf den wichtigen Gebieten ersetzen. Die jetzige EU erscheint vielen als superteurer Bevormunder,als Traum der zusätzlichen Machtgewinnung alter starrköpfiger Männer, der Milliarden von Euro jedes Jahr sinnlos verbrennt, auch durch Subventionen, die nach dem Gießkannenprinzip vergeben werden.Aus einem Chaos kann auch manchmal eine neue bessere Ordnung entstehen!Denken wir an unsere Enkelkinder und packen es an!

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ertz1241 11.06.2016, 13:32
57. die Folgen eines Austritts

wären für die Briten ungleich einschneidender als für die BRD. Dieses Szenario würde eher ein abschreckendes Beispiel für andere austrittswillige Staaten abgeben.

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pevoraal 11.06.2016, 13:32
58. Was wäre wenn

Der Brexit kommt, das Pfund wird abgewertet und es geht den Briten schlecht - so für 3-5 Jahre. Dann oh Wunder das billige Pfund befeuert den Export, Arbeitsplätze entstehen und es funktioniert auch ohne den Euro. Handelsverträge erledigen den Rest. Das und nur das ist die Angst der europäischen Brexitgegner - nicht auszudenken wenn das Beispiel Schule macht. Es gibt mehr als einen Staat der Euromüde ist und ab sofort sehr aufmerksam die Entwicklung beobachten wird. Gut so, das ist der Weg diesen Wahnsinn zu stoppen und neuer, klüger von vorne anzufangen. Es gibt einen Weg für Europa aber nicht so!

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Neapolitaner 11.06.2016, 13:34
59. Der Brexit wäre eine Katastrophe für die CDU

Denn die CDU müsste sich von ihren Narrativen Abstand nehmen, die eigentliche deutsche Europa-Partei zu sein (mit den "großen Europäern" Adenauer und Kohl). Aber diese Zeit kommt sowieso, mit einem Brexit käme sie früher. Nun schreibt der Spiegel auf (etwas hölzernem) Englisch gegen den Brexit an. Was soll das bringen? Dass die Briten Mitleid mit der CDU und Merkel bekommen? Das wäre ein ganz schlechter Ratgeber.

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