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Deutschland und die Euro-Krise: Wut auf die Retter
REUTERS

Zypern ist gerettet, Deutschland hat sich durchgesetzt - aber zu welchem Preis? In vielen Staaten Europas wächst die Wut auf die Berliner Sparkommissare. Die Bundesregierung kann kaum etwas gegen das Buhmann-Image tun.

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clubzwei 25.03.2013, 17:30
90. Unbeliebt?

Das ist immer ein gutes Zeichen. Dennoch: Die EU steht zum Glück bald vor dem Scheiterhaufen ihrer Existenz. Man kann nur hoffen, dass die Antipathien auf allen Seiten noch wachsen. Desto schneller haben wir das geldvernichtende und undemokratische Experiment hinter uns!

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freigeist1964 25.03.2013, 17:30
91. falsch

Zitat von winni1234
Offenbar ist schon in Vergessenheit geraten, dass die eigentlichen Verursacher der europäischen Finanzkrise die Pleite von Lehman Brothers und die Machenschaften von Goldman & Sachs sind. ....
Nein, das ist völliger Blödsinn! Das kernproblem ist , dass die Länder wie Griechenland ganz einfach über ihre verhältnisse gelebt haben. Und das hat NICHTS aber auch gar NICHTS mit Lehmann oder einer anderen Bank zu tun!

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kantundco 25.03.2013, 17:30
92. Zypern ist gerettet? Wut auf die Retter?

Geht's eigentlich noch? Wer wurde hier gerettet? Mit was und vor wem? Zyperns Leiden wurde beschleunigt. Und das des Euro auch. Die bisher unsichtbare Enteignung der Sparer (via Inflation) und Steuerzahler (via Target II) wird nun dreist gegen jeden Rechtsgrundsatz offen angekündigt und ausgeführt. Anstatt, dass Staaten sich für zahlungsunfähig erklären oder Banken in die Insolvenz gehen, werden Investoren und Spekulanten (ja und auch der ominöse Kleinsparer) gerettet, obwohl sie auf hohe Zinsen und hohes Risiko gesetzt haben. Das wird sich bitter rächen. Meine Mutter sagte immer: "Am Schluss heult wieder einer!" Diesmal werden alle heulen. Und die Politiker, dieses unfähige und im System gefangene Schergenpack, wird noch hübsch die Völker gegeneinander aufhetzen. Oder auf eigene Blödheit plädieren.

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mann32 25.03.2013, 17:31
93. Die Sache erkannt.

Zitat von zynik
....und diese Medienhetze funktioniert hervorragend. Der Michel springt mal wieder artig über das Stöckchen und gibt sich seinen Vorurteilen gegenüber anderen europäischen Nationen hin, anstatt mal zu fragen wer da eigentlich wen gerettet hat. Wenn man sich an die Agenda 2010/Hartz 4 erinnert, hat es dort genauso funktioniert: Man entwirft pauschal ein Bild von einer "faulen" Bevölkerungsgruppe und die Deutschen laufen wie die Lemminge mit Pauken und Trompeten hinterher. Ohne zu merken, dass sie eigentlich an dem Ast sägen auf dem sie selber sitzen.
So sind sie die Deutschen! Gut erkannt.
Oder besser gesagt, so sind sie, die deutschen Eliten, die ihr Volk in 100 Jahren zweimal für so dumm verkauft haben, dass es ohne murren und meckern für sie in schreckliche Kriege zog.

Genau so läuft es jetzt auch wieder, das deutsche Volk wird für die fetten Gewinne der Eliten durch Eurowährung und Eurobilligarbeitskräfte wiedermal für dumm verkauft.
Und die Medien, die den Eliten gehören, klopfen derweil mächtig auf die Trommel.

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antifaislam 25.03.2013, 17:31
94.

man hat die DMark nicht umsonst die Atomwaffen Deutschlands genannt. Man hat die Mark damals nicht gerne aufgegeben. Das war einer von vielen Blutzöllen gegenüber z.B. Frankreich. Also Quatsch Deutschland die Schuld an einem diletantisch geplanten Euro zu geben

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moev 25.03.2013, 17:32
95.

Zitat von frubi
"Wut auf die Retter" Ja wen haben WIR denn gerettet? Zyprioten? Griechen? Spanier? Eher nicht. Wir retten Banken, Finanzindustrie, Aktionäre, Reiche etc. etc. aber bestimmt keine normalen EU Bürger. Eine echt ekelhafte Medienhetze.
Wenn man einen überschuldeten rettet in dem man für ihn bei seinen Gläubigern die Zecher bezahlt hilft man ihm also nicht?

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misscecily 25.03.2013, 17:32
96. Traurig

dass die Bundesrepublik es nicht versteht, ihre Leistungen angemessen zu kommunizieren und immer wieder als Nazi- Staat mit Eroberungsgelüsten dargestellt wird. Man lese stellvertretend was Jeremy Warner und Benedict Brogan heute in der englischen Presse abließen - da wird einem spei-übel.

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vgo 25.03.2013, 17:33
97. Sparen ja, aber …

… wo bleibt das europäische Projekt ?
In Spanien sind etwa 60% der Jugendlichen arbeitslos, in Griechenland, Italien und Portugal sieht es nicht so sehr viel besser aus und Zypern wird ebenfalls wirtschaftlich bald am Boden liegen. Man fragt sich, "wo ist das große europäische Projekt?" – damit diese Menschen wieder etwas Licht am Ende eines Tunnels sehen. Eine Zeit lang hatte ich geglaubt, dass ein gemeinsames Energie-Projekt hier einen Anfang machen könnte, denn eine "Energiewende" macht nur Sinn, wenn sie europäische durchgeführt wird. Aber was ist die Realität? Man fördert (mit einem Kredit von 1 Milliarde) den Bau eines Braunkohlekraftwerks in Griechenland (Schwarz-Gelb fördert Klimakiller in der EU, FAZ vom 20.03.13, Seite 7). Die gesamte Problematik ist eine Problematik fehlender (geistiger) Eliten in Europa – jedenfalls in den Positionen, in denen Entscheidungen gefällt werden, dort trifft man in aller Regeln sehr gehäuft nur die ewig Gestrigen an, denn viele der Probleme, die heute auf Tisch liegen, waren schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt (man denke nur an "Die Grenzen des Wachstums" usw.) – auch damals haben die ewig Gestrigen – die Hinterwäldler, wie sie Karl Steinbuch einmal genannt hat – nichts, aber wirklich nichts begriffen.
Es ist auch merkwürdig, dass es – jedenfalls nach meinem Kenntnisstand – kein interdisziplinäres Forschungsinstitut in Europa zu geben scheint, welches sich mit den wirtschaftlichen Fragen und Problemen der einzelnen EU-Staaten und deren Interdependenz beschäftigt. Mit den Resultaten eines derartigen Instituts könnten Fördermittel sicherlich sehr viel effizienter – also projektgebunden – an Länder wie Griechenland, Zypern, usw. vergeben werden. Projekt- oder Zweckgebundenheit bedeutet dann auch, dass die Verwendung kontrolliert wird und das Geld nicht bei inkompetenten Politikern oder gar bei der Mafia landet, wie in Italien schon – oder immer noch(?) – geschehen.
Was wurde in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien, Zypern, Irland und … mit den Fördergeldern der EU gemacht? Irland war (ist?) ein Steuerparadies, Zypern ist (noch) ein Steuerparadies … ja wenn man die Fördergelder für lau bekommt, dann braucht man keine Steuergelder und alle davon Betroffenen sind happy. Irland wurde vor dem Finanzcrash 2008 von den Dummy-Ökonomen als Musterland gepriesen – da boomt und brummt es, konnte man hören – und dennoch war alles eben nur Schein, was jeder, der mit grauen – funktionsfähigen – Hirnzellen ausgestattet ist, hätte wissen können.

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autocrator 25.03.2013, 17:33
98. emotionale analyse

Der artikel ist eine emotionale analyse einer emotionalen befindlichkeit.
Sowas kann nicht gutgehen.
Mit der schaffung und der eindeutigen besetzung des ESM hat Deutschland in €uroland die DIKTATUR eingeführt.

In einer unseligen verquickung mit einem innenpolkitischen völligen stillstand muss Merkel & Schäuble den aussen- und damit EU-politischen triumph zuhause verkünden können, wollen sie beide an der macht in Deutschland bleiben (wobei ihnen die EU / der ESM ja als persönliches pensionspöstchen erhalten blieben).

Da es an esprit, visionen und wohl auch an intelligenz mangelt, wird wider besseren wissens (die fakten sind im jahr 6 der finanzkrise nun wirklich allgemein bekannt) mittels simpelster buchhaltertricks ("bad bank" ; "anteilsscheine") ein völlig marodes system aufrechterhalten, das vordergründig Deutschland tatsächlich & kurzfristig nutzt.

All das "spüren" die Menschen.
Doch da ihre führer, von ihnen selbst gewählt, am verhandlungstisch offenbar mit rationalen argumenten nicht durchdringen, verschließen sie sich der rationalen argumentation:
Übrig bleiben emotionen, ressentiments, der rückgriff auf die nazi-historie, das rumreiten auf einer psychologisch ungeschickten verhandlungsführung.

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bugs bunny 25.03.2013, 17:33
99. Raus

Warum müssen wir Deutschen uns eigentlich immer verhöhnen lassen? Wir sollten raus aus dem Euro und die anderen europäischen Volkswirtschaften, insbesondere die PIIGS-Staaten, doch ihr Ding machen lassen. So marode, wie dort die Infrastrukturen und Arbeitsbedingungen sowie die Produktivität sind, werden wir kein Problem haben.
Die Politik will uns den Euro immer als Garant der "Friedensdividende" verkaufen. Alles makulatur; wir sind die Blöden, die Faschisten, die Nazis, die Ausbeuter etc. Und trotzdem bereichern sich die Club-Med-Staaten ständig auf unsere Kosten.
Deutschland endlich raus aus dem EURO!

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