Forum: Politik
Deutschland und die Flüchtlinge: Wir brauchen eine Leitkultur
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Neues Deutschland: So viel Freude über Fremde war noch nie. Lieben wir plötzlich das Bunte - oder wollen wir schon wieder vor uns selber fliehen? Das wird nicht funktionieren. Eine Frage wird immer wichtiger: Was ist eigentlich deutsch?

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drpschoenwaelder 03.09.2015, 16:18
90. Erbärmlich,

was Europa dieser Tage für ein Bild abgibt: von wegen Europäische Union...

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misterknowitall 03.09.2015, 16:21
91.

Zitat von bootyguard
@pelayo1 Ich gebe Ihnen Recht. Es hat einen leicht bitterlichen Beigeschmack, wenn Flüchtlinge in einem Land - das sie nicht verfolgt - ankommen und trotzdem unter weiteren Strapazen nach Deutschland wollen. Wird bei uns soviel geboten? Oder bieten die anderen Länder schlicht zu wenig? bg
Unser Land hat in den letzten 10 Jahren enorm an Ansehen gewonnen. Angefangen mit der WM. Plötzlich begriffen viele Menschen, das Deutschland nicht mehr das Naziland von früher ist, sondern das hier viele glückliche und gutgelaunte Menschen leben. Das, gepaart mit unserem Umgang mit Flüchtlingen (die leider in anderen europäischen Ländern nicht sonderlich willkommen geheißen werden. Z.B. Ungarn) und der Perspektive auf eine Zukunft mit Arbeit in dieser Wirtschaftsmacht macht aus Deutschland ein Paradies für Flüchtlinge. Man darf nicht vergessen, viele der Flüchtlinge sind hochgebildet und in Ländern wie Ungarn gibt es nicht genug Arbeit auf diesem Niveau.

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schlamassel_hoch_12 03.09.2015, 16:22
92. So genügsam bin ich nicht

Zitat von janowitsch
Wenn Sie meinen, es sollte eine Leitkultur geben, dann bitte konkret: Wie sollte diese aussehen? Für mich würde genügen, dass alle Einwohner die Gesetze einhalten. ....
Die [jeweils geltenden] Gesetze sind vielleicht etwas dynamisch, finden Sie nicht? Ich hätte schon etwas dagegen, mich an die Gesetze zu halten, sollten darin Elemente der Scharia auftauchen, weil ein zunehmender Bevölkerungsanteil das so toll findet und durchzusetzen vermocht hat. Nicht umsonst gibt es im Grundgesetz Artikel mit Ewigkeitsgarantie. Die Frage ist: reicht uns das?

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sachsuli 03.09.2015, 16:22
93. Leitkultur, was ist das ?

Diese Frage wird nicht ausreichend vom Autor beantwortet. Denn das Grundgesetz allein macht keine Kultur aus, denn es ist eine Rechtsnorm.
Zur Kultur gehören neben der Sprache auch gewisse Wertvorstellungen, die sich auch in Rechtsprechung und Verhaltensweisen der hier lebenden Menschen wiederspiegeln. Genau an diesem Punkt hakt die multikulturelle Gesellschaft. Wer sich dem Spruch eines ordentlichen Gerichts nicht beugen will und sein "Recht" bei dem ehrenamtlichen "Richter" seiner Glaubensrichtung bzw. Herkunft sucht, der lebt nicht wirklich in diesem Land. Wenn die Familie die Tochter zwingt, den Vetter im fernen Libanon zu heraten, den sie noch nie gesehen hat, dann kann man wohl nicht davon sprechen, dass sich diese Menschen in unserem Land integriert haben. Von den sogenannten "Ehrenmorden" einmal ganz abgesehen.
Es geht nicht darum den Menschen, die in unser Land kommen, ihre Kultur oder gar Religion abspenstig zu machen. Nein, sie sollen sich lediglich an hier geltende Gesetze und sittliche Normen halten.
Toleranz ist eine schöne Sache, aber sie muss auf beiden Seiten vorhanden sein und auch gelebt werden. Zwischenzeitlich kann man den Eindruck bekommen, als müssten sich die hier Ansässigen endlich damit abfinden, dass alles anders wird, da man auf die Zuwanderer und deren Gefühle Rücksicht nehmen müsse.
Was die Flüchtlinge selbst angeht, es ist ein Gebot der Menschlichkeit alles in der Macht stehende zu tun, um sie ordentlich und menschenwürdig (!) unterzubringen und zu versorgen. Ein jahrelanges Leben in Containersiedlungen zählt sicher nicht dazu. Wer arbeiten kann und will, soll bitte auch gleich Arbeit aufnehmen können, sobald er ordentlich gemeldet ist. Die Menschen wollen vermutlich nicht unbedingt immer nur von staatlicher Unterstützung leben.
Hier heißt es für die Regierung "Ärmel hoch krempeln", (bezahlbare ) Wohnungen bauen, in die auch Inländer, die eine Wohnung brauchen, einziehen können. Ansonsten kommen Neidgefühle auf. Bei dem jetzt schon bestehenden Mangel müssten sicher 200.000 Wohnung neu gebaut werden, dass ist ein Konjunkturprogramm, oder?
Lehrer einstellen, die den Kindern Unterricht erteilen, damit sie nicht zum "Bodensatz" der nächsten Generation gehören. Na , da gäbe es noch viel zu tun, da hätte man keine Zeit über eine Leitkultur zu philosophieren.

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cos74 03.09.2015, 16:26
94.

Zitat von Fricklerzzz
Und ich finde das beharren auf Deutschland, statt froh zu sein erstmal in Sicherheit zu sein, weist stark daraufhin, das sie unseren Sozialstaat melken wollen und deshalb nach Deutschland wollen. Es muss den .....
Danke! Besser kann man es nicht zusammenfassen...

Ich habe auch Sorge, dass in der "Hektik der Zeit" die Freude über das Helfen weitere Gedanken lähmt bzw. unterdrückt... Im TV-Programm wird zz. alles vermieden was dem "Flüchtlingsthema" schaden könnte...
Kontroverse Diskussionen sind nicht erwünscht, mein Eindruck. Wir sind die Guten, weil wir gutes tun, das neue deutsche Image soll hier transportiert werden.
Verdrängt, die Problematik noch im letzten Jahr mit Salafisten, Islamisten hier bei uns...
Ich fürchte, dass wird sich übel rächen und ruft uns die Nationalisten und Rechten auf den Plan...

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nahrungskette 03.09.2015, 16:26
95. ...die sozialen Lockangebote,

die von Deutschland ausgehen und die Europa zum Ziel der Flüchtlinge macht, werden die EU am Ende zerstören. Die Unverantwortlichkeit und die Maßlosigkeit, mit der die Politiker und die Medienleute die Flüchtlingsfrage behandeln, wird am Ende dazu führen, dass jeder Europäer sich nur mehr im eigenen Staat sicher fühlen wird und die EU als feindselige, fremdbestimmende Macht, als UdSSR-Verschnitt wahrnehmen und vehement ablehnen wird.

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elikey01 03.09.2015, 16:27
96. Des einen und des anderen Verständnis von

Zitat von Nania
Herr Augstein, ich lese Ihre Kolumne sehr gerne, aber die Leitkultur als Anzug, in den alle passen, gibt es nicht und wird es nie geben. Dazu sind die Vorstellungen der Deutschen, dass sie immer noch ein homogenes Volk sind, viel zu veraltet und zu falsch. Eine Leitkultur kann ......
#4
Meinung - Widerspruch:
DEU benötigt bestimmt keine "multikulturalistische Politik", die seiner Bevölkerung (ein undifferenziert abschlägig artikuliertes) "Bockwurst und Schnitzel essen sowie ..." aberziehen will.
Denn DEU will auch keinen Döner, kein Pizza, kein Gyros und alle anderen multikulturell angebotenen gastronomischen "Schmankerln" missen, sich eigene Vorlieben aber auch nicht madig machen lassen - so wie andere Nationen auch nicht!
Auf religiöse Besonderheiten wird bekanntlich in diesem Land längst umfangreich Rücksicht genommen.

Eine übergroße Bevölkerungsmehrheit dieses Landes ist nämlich ausgesprochen tolerant gegenüber den (religiös-traditionell-kulturellen) Individualitäten der Zuwanderer.
Doch weder Toleranz noch Solidarität sind Einbahnstraßen, nicht geeignet dazu "entwidmet" werden, indem deutsche Identitäten und Individualitäen in DEU aufzugeben wären, weil zugewanderte Kulturen diese ablehnen.

Und dass Menschen weit über 20 Jahre in diesem Land leben, ohne dessen Sprache zu sprechen, sich in Parallelgesellschaften separieren/abschotten, sich bewusst und gezielt durch Äußerlichkeiten von der inländ. Aufnahmegesellschaft abgrenzen und u.a. z.B. gar von "Sünde" sprechen, die einem gemeinsamen schulischen Sport- und Schwimmunterricht beider Geschlechter entgegen stehe, hört sich mehr nach einer anti-deutschen denn einer "multikulturalistischen" Forderung/Bewegung/Politik an.

Jede EU-Mitgliedsnation wehrt sich gg. die Aufgabe ihrer Identität, zeigt Nationalstolz (s. z.B. die "Grande Nation") und die Vereinnahmung in einen Brüsseler Zentralismus. In jedem Land sollte Platz und vor allem Respekt sein für die jeweilige Identität und Individualitäten.
Letztlich bildet sich dies auch in der Verweigerung von Flüchtlingsaufnahmen in div. EU-Staaten ab.

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Schweigbrecher 03.09.2015, 16:28
97. Deutschland hat was ...

Zitat von bootyguard
@pelayo1 Ich gebe Ihnen Recht. Es hat einen leicht bitterlichen Beigeschmack, wenn Flüchtlinge in einem Land - das sie nicht verfolgt - ankommen und trotzdem unter weiteren Strapazen nach Deutschland wollen. Wird bei uns soviel geboten? Oder bieten die anderen Länder schlicht zu wenig? bg
Wenn das was Deutschland "hat" so viele Menschen anzieht, Deutschland aber aus rein geografischen Gründen die Menschen gar nicht aufnehmen kann, die auf einmal alle hier her wollen, dann muss Deutschland eben mal wieder größer werden ... aber diesmal im positiven Sinne.
Es wäre in so vielen Teilen der Welt eine ganz andere Form von Entwicklungshilfe nötig, nämlich eine, die zu stabilen, nachhaltigen Staats- und Gesellschaftssystemen führt. Dafür kann die "Leitkultur" Deutschlands oder auch Schwedens in der Tat Vorbild sein.
Leider verhindern die "Kulturen" der Länder die es am nötigsten haben und aus denen jetzt so viele Menschen zu uns wollen, dass eine Hilfe dieser Art dort geleistet werden, geschweige denn Früchte tragen kann. - Und welche vielen "Lehrer/innen", Ausbilder/innen, Techniker/innen, Ingenieur/innen etc möchten bitte in diesen Ländern jahrelange Arbeit leisten?

Eine Lösung kann nur darin bestehen die Menschen - insbesondere die jungen Menschen - die jetzt nach Deutschland kommen hier auszubilden (und dabei das Augenmaß für das machbare nicht zu verlieren), sie aber anschließend in ihre Länder zurückzuschicken, damit sie dort selber die notwendige Aufbauarbeit leisten. Dies heißt nichts anderes, als tatsächlich Asyl zu gewähren, nicht aber massenhafte Einwanderung zu praktizieren...

Doch wer will eines Tages schon zurück auf die verbrannte Erde, in´s kulturelle Mittelalter der Kalifate der hirntoten Islamisten ...?

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misterknowitall 03.09.2015, 16:28
98. Leitkultur? Der Begriff taugt nicht.

Ich halte "Leitkulturen" für gefährlich. Ich, als Deutscher, möchte nicht, das mir jemand vorträgt, wie ich mich in einer "deutschen" Kultur zu verhalten habe, zumal der Begriff Kultur sehr schwammig ist (Was ist Kultur, was macht es aus?). Zu groß ist die Gefahr das diese Leitkultur missbraucht wird und das Andersdenkende leiden. Man soll sich an geltende Gesetze halten und fertig. Das GG als sozusagen "moralische Instanz" nutzen und die Sprache vermitteln......dann kann ruhig kommen wer will.

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sunbird 03.09.2015, 16:28
99. Deutschland

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
Vor 30 Jahren in New York, in London und Paris, vor 25 Jahren in Stockholm, überall waren die Menschen viel bunter als in Deutschland. Interessanter, alles war vielfältiger. Die Musik, die Kleidung, das Essen, die.....
muss ja für Sie der reinste Leidensweg sein und das wollen Sie nun den bunten Migranten zumuten?

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