Forum: Politik
Deutschland und die Flüchtlinge: Wir brauchen eine Leitkultur
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Neues Deutschland: So viel Freude über Fremde war noch nie. Lieben wir plötzlich das Bunte - oder wollen wir schon wieder vor uns selber fliehen? Das wird nicht funktionieren. Eine Frage wird immer wichtiger: Was ist eigentlich deutsch?

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view3000 03.09.2015, 18:01
160.

Die Welt verstrickt sich immer mehr im Klein-Klein. Anstatt die großen globalen Probleme zu lösen, diskutiert man über die Kollateralschäden bzw. wie man die nächsten Prozellanteller auffängt und wie man aus einem flüchtenden Syrer einen guten, salonfähigen (steuerzahlenden) Deutschen macht. Es gibt zu viele Kriege, zu viel Ausbeutung, zu viel Umweltverschmutzung, zu viel Ungerechtigkeit, zu viel Perspektivenlosigkeit, so dass nur ein Paradigmenwechsel neue Zuversicht und Hoffnung bringen kann. Wir sprechen einerseits von Globalisierung und verhaspeln uns andererseits in provinziellem Denken. Europa könnte auf der Welt Akzente setzen, wäre da nicht der nationale Opportunismus.

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maxuli 03.09.2015, 18:03
161. Leitkultur

Ja, was ist denn jetzt Leitkultur, Herr Augstein?
Gut, denken wir darüber nach. Es ist nicht das Grundgesetz, das sind juristische Gesetze. Juristische Gesetze sind aber nur ein Teil, wenn auch ein wichtiger, der Kultur. Kultur ist fast alles, was nicht Natur ist. Hier kommt es jedoch auf die zwischenmenschliche Kultur an, das Benehmen, oder altmodisch "Manieren". Hier haben allerdings viele Deutsche noch einiges zu lernen! Sehen wir die vielen Fremden, die zu uns kommen, als Chance an, uns selbst auf bessere Manieren zu besinnen und diese den Fremden beizubringen. Vielleicht können wir aber auch in dieser Hinsicht von den Fremden lernen. Gutes Benehmen ist grundsätzlich universell. Es gibt da nur unterschiedliche Nuancen. Genauso sollten wir es mit der Religion als Teil der Kultur sehen. Das Christentum und der Islam hat mehr gleiche oder ähnliche Regeln für den Umgang miteinander als unterschiedliche. Ich schreibe dies auf Grund meinen Erfahrungen in der Türkei und einigen arabischen Ländern, in denen ich beruflich zu tun hatte.

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93160 03.09.2015, 18:07
162. @wecan

Der Deutsche ist weltoffen. Er reist, er lernt Sprachen. Er organisiert sich vorbildlich wenn Tausende Fluechtlinge ankommen.All das nimmt man wahr und hat Respekt.
Frau Merkel war zu schnell mit ihren Worten und nun tut deutschland so, als haette es diese Worte nie gegeben. Der Herr Kauder( ueberall in den franzoesischen Medien) bruellt schon wieder von den EU Regeln.Die rechte Hand in Deutschland weiss nicht was die linke Hand tut.
Wenn Ungarn so Menschenunwuerdig waere, wuerde nach Befehl von Kauder Ungarn die Fluechtlinge nach Griechenland zurueckschicken.
Da nun einmal die Fluechtlinge nach Deutschland wollen( es hat mit Arbeit zu tun und nicht wegen Taschengeld), sollte Deutschland nicht die Fehler Frankreichs machen.Wenn es diese unmenschlichen Fehler vermeidet, wird es auch friedlich zugehen.

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schmuggi 03.09.2015, 18:08
163. Die Kultur ist das Ergebniss, nicht die Aufgabe...

Die Kultur ist die Summe der Lebenwirklichkeiten in einer Gegend. Sie ist mitnichten die Aufgabe politischen Handelns.
Wie eine Kultur sich manifestiert, bestimmen die Menschen, welche in ihr Leben. Sie ist seit Urzeiten ein Gemisch. In Deutschland lebten die Germanen einst auf Einzelhöfen und waren nur dem Bauer verpflichtet. Als dann Krieg und Fehde wirksam wurden, vereinigten sich manche Höfe zu Stämmen. Schon damals war Blutsverwandschaft nicht Bedingung sondern Gefolgschaft.
Heute glauben wir uns höher entwickelt ;)
sind wir jedoch nicht...

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syracusa 03.09.2015, 18:09
164.

Zitat von MephistoX
.. wenn man das so sehen will, berechtigt das nicht, Flüchtlinge pauschalisierend als ""Infektionsgefahr", "aggressive Belagerer" usw. zu diffamieren - die von Ihnen so gepriesene ungarische Regierung verhält sich da keineswegs vorbildlich, sondern schürt gezielt Ressentiments.
Und nicht nur das. Die Orban-Regierung zeigt schon fast faschistische Tendenzen, wenn sie ungarische Bürger juristisch verfolgt, wenn diese Flüchtlingen helfen wollen! Tatsächlich ist es Ungarn verboten, selbst tagelang auf den Bürgersteig wartenden Flüchtlingen Wasser zu reichen. Laut Orban braucht der ungarische Bürger dafür einen Gewerbeschein.

Sorry, aber wer solche bösartigste Politik verteidigt und sich zu eigen macht, der hat aus der deutschen Geschichte nix gelernt. Und Orban sollte dafür vor dem Europäischen Menschengerichtshof angeklagt werden.

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aschie 03.09.2015, 18:11
165. Deutsch sein

So etwas wie deutsch sein kann es gar nicht geben ,weil es überhaupt keine menschliche Eigenschaft ist .Nur die sprache definiert uns als deutsche und differenziert uns von anderen die Menschen die deutsch sprechen haben darüberhinaus alle unterschiedlche Eigenschaften.
Dann gibt es da noch den formalen Teil der Staatsbürgerschaft der alle mit bestimmten Rechten und Pflichten austattet .Und jeder der diese Bürgschaft erlangen will sollte sich ganz klar zu diesem Staat bekennen dann ist auch egal wo er oder sie herkommt.

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MephistoX 03.09.2015, 18:11
166. Herrn ...

Zitat von stoffi
."Ein Artikel, der dieses Dilemma auf den Punkt bringt http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-von-jasper-von-altenbockum-zu-fremdenfeindlichkeit-13776677.html
... von Altenbockums Meinung in der Flüchtlingsfrage teile ich absolut nicht, zudem konnte ich ihn auch vorher schon nicht sonderlich ernst nehmen:

"Nachdem der ehemalige Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger seine Homosexualität offenbarte, verfasste von Altenbockum einen Kommentar, in dem er die sich daraus entwickelnde Debatte als „Rocky Horror Hitzlsperger Show“ bezeichnete und Kritik an Homophobie in Deutschland als völlig übertrieben zurückwies. Wer nicht mittanze, werde für einen Spielverderber gehalten, den ein homophobes Virus daran hindere."

https://de.wikipedia.org/wiki/Jasper_von_Altenbockum

Hält er analog die Empathie und Hilfsbereitschaft vieler meiner Mitbürger jetzt etwa für ein "xenophiles Virus" ? :o

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mark123456789 03.09.2015, 18:14
167. ...das grauen der Bilder

...haben wir auch täglich in Deutschland, aber darüber wird nicht Berichtet. Für Deutsche ist kein Geld da, aber für Flüchtlinge haben wir Milliarden...Sind wir Deutschen das Sozialamt für den Rest der Welt? Wer wird es am Ende bezahlen?
Frau Merkel mit ihren Sprüchen? Kein Konzept aber "wir schaffen das".
Der Deutsche Steuerzahler wird es schon Richten....

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93160 03.09.2015, 18:14
168. Ja, nur das deutsche Volk ist Menschenwuerdiger als Frau Merkel

Zitat von stoffi
"Die Eigendynamik dieser Migrationswelle überrascht selbst die Kritiker, die schon lange vor den zu erwartenden Ausmaßen gewarnt haben. Weltweit hat sich herum gesprochen, dass Deutschland jeden aufnimmt und versorgt. Selbst in Indien und Pakistan (sozusagen am anderen Ende der Welt) brechen Menschen auf und ihr Ziel ist Deutschland. Die meisten anderen Länder der EU verweigern sich der Flüchtlingsaufnahme, denn je mehr sie aufnehmen würden, desto mehr würden aufbrechen. Diese Betrachtung mag zynisch sein, aber sie entspricht eben der Realität. Unsere Kanzlerin will uns mehr oder weniger erklären, dass wir die Herausforderungen meistern können, wenn wir uns anstrengen. Aber das können wir nicht. Vielleicht können wir die diesjährigen Flüchtlinge noch größtenteils integrieren, aber über die kommenden Jahre werden wir absolut sicher an unsere Grenzen stoßen. Eine Million Flüchtlinge pro Jahr zuzüglich Familiennachzug und mit steigender Tendenz, das können wir beim besten Willen nicht schultern. Dazu sagt die Kanzlerin aber nichts. Es ist fast so, als ob sie zu Kleinkindern spricht, denn offensichtlich erwartet sie, dass ihre Zuhörer nicht soweit in die Zukunft denken können."Ein Artikel, der dieses Dilemma auf den Punkt bringt http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-von-jasper-von-altenbockum-zu-fremdenfeindlichkeit-13776677.html
Denn, die ganze EU weiss es, die Arbeitnehmer bruellen ja schon in Deutschland, den "Fluechtlingen" keinen Mindestlohn zu zahlen.
Das ist die Politik der Frau Merkel, nur darum geht es.
Die Frau Merkel braucht sich fuer nichts anzustrengen.
Schickt diese Frau auf den Arbeitsmarkt mit allen Physikern aus Syrien, sie bekaeme keine Stelle.

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freiwilligfrei.de 03.09.2015, 18:14
169.

Zitat von galactica01
Man sollte schon verlangen dürfen, das man sich an unsere Grundrechte hält, wenn man hier leben will. Wer sich nicht daran hält , sollte wieder gehen. Ein Staat kann nur funktionieren mit und durch Regeln, sonst gibt es Chaos. Ich frage mich manchmal, wo vor haben wir Angst? Wenn ich mich in einem anderen Land aufhalte und dort längere Zeit bleiben will, passe ich mich an und halte mich an dessen Regeln.....ich verstehe so einiges nicht mehr hier bei uns !!!
Eine Gesellschaft funktioniert durch FREIWILLIG eingegangene Regeln. Das Ergebnis ist Ordnung, wie sie bspw. im Freundeskreis oder in der Wirtschaft herrscht.

In einem Staat werden einem die Regeln hingegen AUFGEZWUNGEN. Das Ergebnis ist totales Chaos, wie man bspw. an den staatlich verursachten - d.h. allen - Kriegen sieht, an der Flüchtlingssituation und an sämtlichen anderen Dingen, die der Staat und seine Politiker anfassen.

Der Staat sorgt dafür, dass die Flüchtlinge unabhängig von ihrem Verhalten eine Art Versorgungsgarantie auf Kosten der ansässigen Bevölkerung erhalten. Auf gut Deutsch: Ich werde ins Gefängnis gesteckt, wenn ich mich z.B. durch Kürzung meiner Steuern die Folgen der Flüchtlingspolitik zu bezahlen.

Bei rein privaten Lösungen würde das anders aussehen und z.B. zu Arbeitsmigration führen, bei der die Migranten einen Anreiz hätten, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen, die Sprache zu lernen und sich den Gepflogenheiten entsprechend zu verhalten. Weil ihnen sonst jede private Unterstützung verwehrt wird.

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