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Deutschland und die USA: Geht's noch?
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Ärger über Handel, Verteidigung, Energie - die transatlantische Entfremdung schreitet voran. Die Kanzlerin wirbt leidenschaftlich für mehr Zusammenarbeit - aber was ist ihr Plädoyer wert?

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claus7447 17.02.2019, 18:41
1. POTUS von der Rolle

Man könnte auch sagen "nichts Neues!"

Der Rest der Welt resigniert. Aber, man zeigt Flagge. Es war gut, dass die Beiträge aus nicht-usa Donny den Spiegel vorhielten. Kein Applaus für seine Grüße, warum auch, kann man verzichten. Auchbwird die deutsche und europäische Automobil Industrie die neuen Zölle verkraften, da gab es schon schwierigeres. Donnys Forderung auch noch 800 IS Kämpfer aufzunehmen ist allerdings der Gipfel der Erpressung. WER HAT EIGENTLICH DIESEN SCH...SS angefangen.

Europa und Deutschland hat schon genug Probleme am Hut um mit der Flüchtlingsproblematik nicht noch in politische Abwässer, sprich braun, zu geraten.

Durchhalten und hoffen, dass das zerschlagene Porzellan noch in 2 Jahren kittbar ist.

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karlo1952 17.02.2019, 18:47
2. Trump ist clever. Er führt

die Europäer vor. Das tut uns weh. Aber eigentlich steckt er den Finger in die Wunde Europas. Nämlich der Uneinigkeit und Zerstrittenheit in unserer Union. Vielleicht hofft er damit, und manche Europäer vielleicht auch, dass er Europa endlich wachrüttelt. Ob er das bewusst oder unbewusst tut bleibt offen. Es bleibt nur zu hoffen, dass es uns rüttelt.

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Atheist_Crusader 17.02.2019, 18:47
3.

Gar nichts ist es wert. Die Demokraten mögen Merkel zustimmen, aber die sind nicht an der Macht. Manche Republikaner würden ihr ebenfalls zustimmen, aber wie die Vergangenheit gezeigt hat: das Maximum was die hervorbringen können/wollen ist ein "ich bin anderer Meinung".
Und selbst wenn Trump 2020 abgewählt werden sollte (oder vielleicht noch vorher geht) haben wir keinerlei Garantie dass nicht schon mit der nächsten Wahl wieder so Jemand ins Weiße Haus kommt. Vielleicht ein bisschen eloquenter und weniger inkompetent, aber mit der gleichen Geringschätzung für alles was nicht Amerika ist.

Europa muss endlich seine Probleme in den Griff kriegen und zu einer geeinten, unabhängigen Entität werden. Wir müssen zu den Amerikanern den gleichen Sicherheitsabstand aufbauen wie zu den Russen, denn beide haben nicht unser Bestes im Sinne.
Und dazu müssen wir endlich mal unseren kleinlichen Nationalismus überwinden und die EU so weit stärken dass sie dazu in der Lage ist. Manchen mag Berlin oder Paris oder Rom oder Warschau näher liegen als Brüssel, was verständlich ist. Aber keiner von denen kann auf sich gestellt auf Dauer unabhängig bleiben, daher ist das nicht die Frage die wir uns stellen müssen. Die Frage die wir uns stellen müssen ist ob uns Brüssel nicht doch vielleicht näher liegt als Washington oder Moskau. Wenn unsere Wahl darauf begrenzt ist von einem dieser Orte regiert zu werden, dann wähle ich doch lieber den erstgenannten. Andernfalls wird Europa zum Heiligen Römischen Reich des 21. Jahrhunderts - und wie es dem ergangen ist, ist ja bekannt.

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anja-boettcher1 17.02.2019, 18:49
4. Die deutsche Regierung wird schlicht vorlegen müssen

... indem sie anfängt, über den ideologisch reduzierten Tellerrand zu gucken und unter Berücksichtigung der Probleme anderer Länder nach sinnvollen Lösungen suchen müssen, die auch deutsche und europäische Interessen nicht ignorieren.

Denn keines der Probleme wird schlafen, bis die USA wieder vernünftig werden, falls das in den nächsten Jahrzehnten der Fall ist (das irrationale evangelikale Milieu ist einfach stark), wird verschwinden: Der unruhige Nahe Osten nicht, die Probleme afrikanischer Staaten, die Gräben in der EU, der Klimawandel, die Energieversorgung der EU - und auch nicht der Ukraine-Konflikt.

Es kann gar nicht anders gehandelt werden, als souverän europäisch - wobei eine solche Souveränität eine emsige Vermittlungstätigkeit über die vertieften Gräben erfordert. Aber auch eine klare Botschaft dahingehend, dass die USA unsere Probleme nicht lösen werden.

Das heißt, dass endlich wieder pragmatische Sachpolitik gemacht werden muss - im Verhältnis zu allen großen Spielern um uns rum - unideologisch und analytisch. Hierfür muss aber auch wieder eine weniger ideologische Sprache verwendet werden, nicht die "Werte-Rhetorik" der moralischen Hybris, sondern eine wieder wesentlich nüchternerne Orientierung an Rechtsgrundsätzen und pragmatischen Vertragswerken. Auch Dämonisierungen sind nicht hilfreich.

Mit Kriegen sind die Probleme dieser Welt eh nicht mehr zu lösen: Denn diese bestehen hauptsächlich aus der Auflösung von Strukturen, die repariert werden müssen - und das kann keine Waffengewalt erzwingen.

Es muss darum gehen, wieder durch viele multilaterale praktische Projekte zur Stabilität von Beziehungen zu gelangen, nicht mit Drohungen und militärischer Zerschlagung. Auch dafür braucht man Geld: Aber besser man baut an Wasserversorgung (z.B.) als mit Waffengewalt Menschengruppen auseinander zu halten, die sich um Wasser streiten.

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der_sinnlose 17.02.2019, 18:50
5. vermutlich versuchen die meisteneurpäischen Regierungen

einfach nur noch die Ära Trump auszusitzen. Eigentlich kann es nur besser werden. Der Supergau wäre wenn er wieder gewählt wird. Ansonsten geht es Trump in seltesten Fällen um irgendeine Form von Ideologie sonder ausschliesslich um wirtschaftliche Vorteile. Warum will er wohl das die EU-Staaten möglichst alle die 2% für den Wehretat aufbringen? Doch nicht weil das die Verteidigung stärkt sondern weil dann bei der US-Industrie Waffen gekauft werden. Das ist doch im Grunde das einzige was die noch produzieren können und komplizierter ist als ein Kühlschrank. Warum will er die Pipline nicht? Weil wir dann von Russland zu abhängig werden? Mitnichten! Wir sollen gefälligst sein Flüssiggas kaufen. Der Atomdeal mit dem Iran? Der heftigste Konkurent in der Region ist einer der engsten Verbündeten der USA. Nämlich Sauiarabien. Und sowohl die Saudis und der Iran exportieren Öl in erheblichem Masse. Warum möchte man wohl die Sanktionen gegen den Iran nicht aufheben? Auch an einer Nato mit Patnern auf Augenhöhe hat er kein Interesse. So lange die USA den Löwenanteil der Verteidigung stellt und finanziert will er keine Partner sondern Gefolgsleute.

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s.wuest 17.02.2019, 18:55
6. Europa braucht die USA nicht

Meiner Meinung nach wird es dringend Zeit für ein europäisches Nationalbewusstsein. Europa muß sich endlich seiner eigene Stärke klar werden und sich konsequent an den weltpolitischen Pokertisch setzen. Diversität, dass was die USA einmal an die Spitze gebracht hat, haben wir auch in Europa. Natürlich haben wir viele Probleme, aber wir können uns auf die "Schutzmacht/Leitkultur" USA nicht mehr verlassen. Selbst wenn Präsident Münchhausen nicht mehr da sein sollte und vielleicht ein/e klügere/r Präsident/in die Regierung führen sollte, so können wir uns nicht mehr an die USA verlassen. Kooperationen mit Russland, China, mittlerer Osten und Afrika in allen relevanten Belangen auch ohne die USA, sollten kein Tabu mehr sein. Im Gegenteil, u.U. lassen sich so auch bisher abgelehnte westliche Werte (wie z.B. Menschenrechte) besser vermitteln/einfordern, wenn die USA mit ihrer Cowboy Mentalität, zwar Mitreden dürfen, aber nicht mehr die führende Rolle übernehmen.

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Der_Theo 17.02.2019, 18:57
7. da hilft nur eins

Warum nicht einfach die Autoprodution in den USA eonstellen und alle Arbeitnehmer eintlassen. Mal sehen wie DT geschätzte 250000 Arbeitslose erklären will. Die Prodution für den übrigen Amerikanischen Markt nach Mittel- Südamerika verlegen. Für DT ergibt daß Erklärungsbedarf für eingangene Ausfuhrzölle.
Was seine "Kriegsgefangenen" angeht soll er sie doch freiklassen. Die müßtrn mehr Hass auf die Amerikaner haben als auf uns.
Aber als aller erstes den US Botschafter einbestellen und diesem erklären wie er dich zu verhalten hat.

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beat126 17.02.2019, 19:00
8. Multilateralismus ist ein anderes Wort für Globalismus ...

... und den finden viele nicht das Gelbe vom Ei - ich auch nicht. Globalismus ist praktiziertes "Verantwortung auf andere Abschieben". Die Leidtragenden sind immer die Schwächsten - ganz gleich um was es geht, Klima, Recht, Unterdrückung, Ausbeutung, etc. - eine andere Art des Kolonialismus. Man mag es als flammendes Plädoyer halten, was Merkel gesagt hat, aber wenn die USA Zölle auf Autos erheben - also das Gegenteil von Globalismus - ist Deutschland eine Null.

Das Bruttoinlandprodukt pro Person der Schweiz als Beispiel ist praktisch gleich gross wie jene von Deutschland und Frankreich zusammengenommen.

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Stäffelesrutscher 17.02.2019, 19:01
9.

Wenn die ehemalige FDJ-lerin darüber erschrickt, dass die USA ihr wahres Gesicht zeigen, dann beweist das vor allem, dass sie im Politikunterricht gepennt hat.

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