Forum: Politik
Deutschland und die USA: Geht's noch?
DPA

Ärger über Handel, Verteidigung, Energie - die transatlantische Entfremdung schreitet voran. Die Kanzlerin wirbt leidenschaftlich für mehr Zusammenarbeit - aber was ist ihr Plädoyer wert?

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flaschengaist 17.02.2019, 19:52
30. Harter Kuhhandel

Pragmatisch gesehen sind jetzt harte Zeiten des Kuhhandels bzgl. Importzölle.
Wenn aber so ein Schmussplädoyer von Merkel kommt ist es so wirkungsvol wie wenn das eine kirchliche Person als Wort zum Sonntag sagt. aber von Merkel ist eine gewichtige Wirkung nicht zu erwarten.
Wer hat noch mal gesagt, sie ist eine mächtige Regierungschefin?

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derleibhaftige 17.02.2019, 19:57
31. Es wird Zeit

Frau Merkel wird doch momentan international regelrecht vorgeführt. Auf die vielen drängenden Fragen transatlantischer Partner fehlen die wichtigen wirtschaftlichen und militärischen Antworten. Vollmundigen Ankündigungen folgen viel zu wenig Taten. Aussenpolitik wird zum Verhängnis und zur Zerreißprobe für Deutschland und ganz Europa. Es reicht längst nicht mehr aus, nur die trotzige und frustrierte Widersacherin zu Amerika zu mimen. Obama und die Demokraten sind nicht mehr da, damit sollte man sich endlich abfinden können in Europa. Frau Merkel hat offensichtlich ein Problem mit jedem, der nicht ihre Meinung teilt und halb Europa und die ganze USA teilen ihre Meinung nicht.
Inzwischen scheint alles nur noch auf den finalen Befreiungsschlag zu warten......

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felisconcolor 17.02.2019, 19:57
32. Ehrlich?

Wer solche Freunde hat, Zumindest sieht sich die andere Seite so. Der braucht keine Feinde mehr. Europa muss Entschlossenheit und Zusammenhalt gegenüber den USA zeigen. Wirtschaftlich und militärisch. Warum sind die USA so entschieden gegen Nordstream2? Doch nicht weil uns der Erzfeind beliefert, sonder ganz einfach weil Europa für US Amerikanisches Gas ein entscheidender Wirtschaftsfaktor ist. Und zeigt auch zwischen den Zeilen das jedes Kilogramm Gas aus den USA an uns eh schon viel zu teuer verkauft würde. Die USA haben sich durch Trumps Verhalten wirtschaftlich schon so isoliert das ihnen der Hintern auf Grundeis geht. Die brauchen jeden Cent von Aussen. Natürlich ist Russland nicht der Kuschelteddy weder nach Aussen noch nach Innen. Und man darf Russland durchaus auch zu verstehen geben das man mit deren Fahrweise nicht einverstanden ist, aber Diversität am Energiemarkt kann nur nützlich für Europa sein.

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anja-boettcher1 17.02.2019, 19:58
33. Aber sicher doch...

Zitat von hpampel
Es ist ja auch nicht mehr nachvollziehbar. Da bezahlen die USA Milliarden für die Sicherheit Deutschlands als Schutz vor Russland, und DE schließt einseitige Lieferverträge mit Russland und stärken Putins Regime. Darüber hinaus fluten die Deutschen noch den US Markt mit Produkten, hergestellt mittels Lohndumping. Damit haben sie schon den Westen der EU gehen sich aufgebracht. Aber was soll’s, Kritik an US Kritik wird eh nicht gedruckt.
Weder zahlen die USA "Milliarden für Deutschland" noch für unsere "Sicherheit vor den Russen". Deutschland ist ihr Flugzeugträger für die Kriege gegen den Nahen Osten und Rampe zum Abschießen von einer Drohne all zwölf Minuten über Africom.

Mit unserer "Sicherheit" hat das nichts zu tun.

Und laut dem wissenschaftlichen Dienst des Bundestags ist es höchst unwahrscheinlich, dass Russland entfernt vorhat, irgendein Land der Nato anzugreifen, erst recht nicht Deutschland. Warum soll man irgendeinen guten Kunden angreifen? Uns schützt der Pipeline-Deal aber tausendfach mehr "vor Russland" als irgendwelche US-Militärinfrastruktur samt Soldaten.

Ich vermute mal eher, dass die Anwesenheit der USA uns gefährdet. Früher wurde gesagt, es ginge um den Schutz von Handelsrouten, aber die versperren uns die USA ja inwzischen, da sie mit ihrem Sanktionsregime unseren Handel begrenzen. Deshalb ist ihre Anwesenheit inzwischen kontraproduktiv.

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luwigal 17.02.2019, 19:58
34. Sie haben betreffend der Wertschätzung, die die USA ggü. ...

Zitat von Atheist_Crusader
Gar nichts ist es wert. Die Demokraten mögen Merkel zustimmen, aber die sind nicht an der Macht. Manche Republikaner würden ihr ebenfalls zustimmen, aber wie die Vergangenheit gezeigt hat: das Maximum was die hervorbringen können/wollen ist ein "ich bin anderer Meinung". Und selbst wenn Trump 2020 abgewählt werden sollte (oder vielleicht noch vorher geht) haben wir keinerlei Garantie dass nicht schon mit der nächsten Wahl wieder so Jemand ins Weiße Haus kommt. Vielleicht ein bisschen eloquenter und weniger inkompetent, aber mit der gleichen Geringschätzung für alles was nicht Amerika ist. Europa muss endlich seine Probleme in den Griff kriegen und zu einer geeinten, unabhängigen Entität werden. Wir müssen zu den Amerikanern den gleichen Sicherheitsabstand aufbauen wie zu den Russen, denn beide haben nicht unser Bestes im Sinne. Und dazu müssen wir endlich mal unseren kleinlichen Nationalismus überwinden und die EU so weit stärken dass sie dazu in der Lage ist. Manchen mag Berlin oder Paris oder Rom oder Warschau näher liegen als Brüssel, was verständlich ist. Aber keiner von denen kann auf sich gestellt auf Dauer unabhängig bleiben, daher ist das nicht die Frage die wir uns stellen müssen. Die Frage die wir uns stellen müssen ist ob uns Brüssel nicht doch vielleicht näher liegt als Washington oder Moskau. Wenn unsere Wahl darauf begrenzt ist von einem dieser Orte regiert zu werden, dann wähle ich doch lieber den erstgenannten. Andernfalls wird Europa zum Heiligen Römischen Reich des 21. Jahrhunderts - und wie es dem ergangen ist, ist ja bekannt.
Europa haben, etwas angesprochen, was längst in Vergessenheit geraten ist. Nämlich, dass die USA sich nicht uneigennützig, Hals über Kopf in eine Rettung Europas stürzen würden, nur weil Europa am Abgrund steht.
Selbst während des Zweiten Weltkriegs war das nicht der Fall. Erst nach der "Schande von Pearl Harbor", immerhin erst 1941 und der nachfolgenden Kettenreaktion betreffend Kriegerklärungen weichte das zögerliche Verhalten der USA hinsichtlich eines Kriegseintrittes auf. Selbst heute noch reden Verschwörungstheoretiker davon, dass Roosevelt vom Überfall wusste, ihn aber geschehen ließ. Warum? Weil er die USA nicht dazu bringen konnte, dass sie in den Krieg eintraten.
Ich denke nicht, dass sich die USA bis heute grundsätzlich änderten. Heisst, es würde nie zu einem interkontinentalen atomaren Schlagabtausch mit Beteiligung der USA im Ernstfall kommen. Denn, solange es für sie möglich ist, ziehen sich die USA im Fall des Falles auf ihren Kontinent zurück. Wir in Europa sind und bleiben Fallobst, aus Sicht der USA. Lange Rede kurzer Sinn, lieber Europa in der Hand, als die USA auf dem Dach. Europa muss endlich selbständig werden und sollte nicht zum Selbstbedienungsladen us-amerkanischer Rüstungsspekulanten und -interessen werden.

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ceroc 17.02.2019, 20:05
35. In einpaar Jahren...

...werden wir glücklich sein das die USA Europa vor die Tür gesetzt hat.
Irgendwann muss Europa Erwachsen werden.

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gandhiforever 17.02.2019, 20:06
36. Richtig

Zitat von Calenberg
Die Welt wird wohl noch bis 2024 mit Präsident Trump auskommen müssen. Die USA bestehen nicht nur aus der Ost- und Westküste. Trump hat seine Wahl in der Mitte, in den fly-overs, gewonnen. Und die Menschen dort stehen zunehmend auf Trumps Seite. Und selbst nach 2024, wenn Trump nicht mehr US-Präsident sein wird, werden die USA ein anderes Land sein, geprägt von acht Jahren Trump und mit einem neuen Selbstbewußtsein, in der Erkenntnis, daß eine Politik außerhalb des Establishments schlicht und ergreifend mehr Freiheit bedeutet. Und Deutschland? Mit Putins Rußland gibt es - zu Recht und leider nicht konsequent genug - Streit. Die Mittelosteuropäischen Staaten legen sich quer und haben sich zum Teil in der Visegrad-Gruppe offen gegen Deutschland gestellt; was das Vernünftigste ist, was sie tun konnten. Großbritannien tritt ganz aus der EU aus, was zu einem guten Teil der Merkelpolitik geschuldet ist. Die südeuropäischen Staaten haben sich seit dem Beginn der Euro- und Schuldenkrise offen gegen Deutschland gestellt. Dänemark schottet sich gegenüber Deutschland ab, die Niederlande zunehmend auch. Italien hält die Merkelrepublik nur noch für geistesgestört. Österreich geht seinen eigenen Weg. Bis vor kurzem hielten sich die Merkelgetreuen und sie selbst deshalb schon fast äffisch an Frankreichs Macron. Doch der hat jetzt auch schon auf Opposition zu Deutschland geschaltet, wenn man jüngste Beschlüsse zu Nordstream 2 und dem atomaren Schutzschirm der Force de Frappe zur Kenntnis nimmt. Andere Länder lachen sich schlapp über Deutschland oder nehmen uns erst gar nicht mehr für voll. Nicht nur, dass die Bundeswehr so gut, wie nicht einsatzfähig ist, auch die Regierungsmaschinen bleiben überall in der Welt liegen. Noch lächerlicher kann sich ein Land nicht machen. Nach 14 Jahren Merkel ist Deutschland runtergewirtschaftet, kann nur noch mit betreutem Denken und angeleiteten Medien den Schein wahren. Außerhalb Deutschlands verfängt das aber nicht. Unser Land hat abgewirtschaftet und ist mehr oder weniger isoliert. Und das bei fehlender Verteidigungsbereitschaft. Schlimmer kann es fast nicht mehr werden.
Sie sagen es!

"Und die Menschen dort stehen zunehmend auf Trumps Seite."

Damit meinen sie die Mitte des Landes, also auch z.B. IOWA. dort sind die Menschen Trump sehr dankbar dafuer, dass er die Ausfuhr von Agrarprodukten nach China reduziert hat (Endlich koennen die Einheimischen mehr einheimische Produkte kaufen).

Viele Farmer sind nun in der gluecklichen Lage, ihre harte Arbeit einzustellen.

Achtung: Ironie!

Ich frage mich nur, wo sie ihren falschen Fakten her haben, denn selbst Fox eigene Umfragen zeigen keinen Zulauf fuer Trump.

Aber basierend auf nichts, kann man halt vieles behaupten.

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kuac 17.02.2019, 20:08
37.

Zitat von Stäffelesrutscher
Wenn die ehemalige FDJ-lerin darüber erschrickt, dass die USA ihr wahres Gesicht zeigen, dann beweist das vor allem, dass sie im Politikunterricht gepennt hat.
Dumm nur für Sie, nach Ihrer Rede gab es standing ovation. Und Schweigen nach der Rede von Pence.

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Watschn 17.02.2019, 20:09
38. Das Problem ist, dass die 'EU-Elite' ihre Ansprüche nicht liefern kann

Die Kanzlerin die selbst Multilateralität dauerhaft predigt, welche am Wochende erregt u. teils überhastet sich über eine polit. solitäre USA beschwerte, .....agiert erstaunlicherweise selbst genauso solitär u. egomanisch. (Keine europ. abgestimmte Energiepolitik, Euro-NO-Bail-Out-Ausstieg/Verletzung der Maastrichtverträge, egozentrische Migrationspolitik -ohne Konsultation der EU(Staaten)- mit Zulassen von grenz-unkontr. MIo-Armutsmasseneinwanderung aus überw. islam.-archaischen Kulturen, anschl. Konterkarierung einer gemeins. EU-Asyl/Migrationspolitik mit Versuch von Aufzwingen der Migrantenaufname an Mitteosteuropa aufgrund ihrer vorhergehenden verfehlten 2015/16 Einwanderungspolitik, welche ja in geringerem Masse bis heute andauert).

Da sind (ihre) Sprüche über eine EU, welche 'die Dinge' selbst in die Hand nehmen müsse, da sich die USA von Europa angeblich verabschieden würden, wohlfeil. Denn diese EU bzw. dieses 'Europa' ist nicht fähig, die massgeblichen 'Dinge' zu liefern. Sie kann nicht einmal das bereits 2014 unter Obama versprochene Ziel von 2%-NATO-Militärausrüstungsausgaben liefern. (Deutschland will angesichts einer echauffierenden Merkel? nur 1,5% abliefern. Ziel nicht erfüllt). Frankreich u. UK aber, u. defacto alle Mittelosteuropäer, u. Griechenland erfüllen, o. werden dieses Ziel per 2024 erfüllen. Italien, Spanien, Belgien, Niederlande? Unklar.

Und diese EU wlll die sich aus dauerhaften, jahrzehntelange Kriege zurückziehende USA nun ersetzen? Oder sind es auch nur wieder Sprüche? Den US-Part zu ersetzen würde bedeuten, das Militär auf Jahrzehnte kriegsfähigen Stand aufzurüsten, in Puncto Material, Ausrüstung, Soldaten, Kriegsgeräte, Kriegsfahrzeuge, Panzer, Flugzeuge, Munitionierung, Logistik usw.
Will Deutschland dies tatsächlich, globale dauerhafte Kampfeinsätze, mitunter von evtl. hunderten bis tausenden Toten - also nicht nur militär. Kitaausbau, Windeln in Tarnfarbe o. Kinder-Puppenhausrenovationen bzw. anderes v.d. Layer-Gedöns? Oder ist es auch wieder nur inhaltsleeres Geplapper, wie gewohnt? Ist doch sehr anzunehmen. Es wohl kaum vorstellbar, das eine abziehende US-Army in Afghanistan durch Bundeswehr u. frz./it./span. Armeen in Mannstärken von 100'000 Soldaten ersetzt wird.
Man mag nicht mit Allem u. vorallem mit dem Stil der US-Administration übereinstimmen, jedoch infolge diesem erbärmlichen Fazit u. äusserst mageren Saldo der europ. Warte, sollten europ. Politiker eher auf Maul sitzen, anstatt gross die Goschn aufzureissen, und dann nicht liefern zu können.

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rainer goetzendorf 17.02.2019, 20:15
39. USA nur noch häßlich

Es ist schon traurig genug, dass ein solcher Aufschneider Präsident werden kann. Schlimmer allerdings ist, dass er mit allen seinen Kräften das kaputt macht, was von einem US - amerikanischen Präsidenten erwartet werden muss. Als Geschäftsmann hat er sich schon ungern an die gesellschaftlichen Regeln gehalten. Als Präsident glaubt er, die Regeln selber machen zu können. Ob die amerikanische Gesellschaft dagegen halten kann? Zum Bau der Mauer den Notstand ausrufen, ohne dass die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind? Strafzölle auf deutsche Autos legen, obwohl die gesetzlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind? Ich bin gespannt, ob eine demokratische Gesellschaft diesem Treiben wirklich Einhalt gebieten kann. Ein Präsident, der das Volk belügt, um Kriege in der Welt anzuzetteln und dadurch den Staatshaushalt um Billionen zu erleichtern, ist ja in dieser Gesellschaft auch schon ungeschoren davon bekommen. ich erschüttert diese Folgenlosigkeit in einem Rechtsstaat.

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