Forum: Politik
Deutschland und die USA: Geht's noch?
DPA

Ärger über Handel, Verteidigung, Energie - die transatlantische Entfremdung schreitet voran. Die Kanzlerin wirbt leidenschaftlich für mehr Zusammenarbeit - aber was ist ihr Plädoyer wert?

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Atheist_Crusader 17.02.2019, 21:35
80.

Zitat von funkstörung
meiner meinung nach war das damals schon ein fehler. niemand hätte von den deutschen erwartet das sie tatsächlich soldaten in nennenswerten umfang in das kriegsgebiet schicken würden, aber man hätte eine symbolische unterstützung erwartet. das wurde in amerika nicht vergessen.
Wir haben reale Unterstützung in Afghanistan geleistet. Das war kurz nach 9/11. Das war auch nicht die beste Idee, aber zumindest noch nachvollziehbar. Und es hatte wesentlich größeren Symbolwert als Unterstützung des NATO-Bündnispartners.

Der Irak war von vorneherein eine dumme Idee, basierend auf Lügen und inkompetent ausgeführt. Und schon vor Beginn war man sich da auch in den USA alles andere als einig darüber. Wer uns nachträgt dass wir da nicht dabei waren, der hat ganz einfach zu hohe Ansprüche an seine Verbündeten. Und das ist noch nett gesagt. Man könnte es auch eine vollkommen unrealistisch-arrogante Erwartungshaltung nennen.
Allerdings deckt sich ihre Einschätzung auch nicht mit meinen Erfahrungen. Die Amerikaner mit denen ich verkehre denken eher nicht schlechter von jenen die sich aus diesem sinnlose Krieg rausgehalten haben. Aber vielleicht sind wir auch in anderen geographischen oder sozialen Kriesen unterwegs.

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gerhard2010 17.02.2019, 21:37
81. Röttgen zwitschert

Wieso muss der Röttgen eigentlich in Englisch zwitschern? Wenn Europa zeigen will, was es ohne die USA kann, kann jeder doch mal anfangen diese ganzen Anglizismen 'Denglisch' aus dem Sprachgebrauch auszufiltern. Warum muss eine Dateigröße denn in Megabyte angegeben werden, wenn die Franzosen das doch genauso gut Megaoctet' nennen können. Wenn jeder im täglichen Sprachgebrauch das Hirn einschaltet, geht es sehr gut ohne 'Denglisch'. G2010

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igel-online 17.02.2019, 21:39
82. Die Gunst der Stunde nutzen

und die letzten US-Atomwaffen, die noch bei uns im Eifelort Büchel lagern, endlich aus dem Land schaffen. Sie stellen eine echte Bedrohung unserer nationalen Sicherheit dar, denn Foolish Donald im Weißen Haus ist jetzt alleiniger Herr über sie. Diese Kernwaffen könnten im Eskalationsfall für Russland den einzigen rationalen Grund darstellen, hier in Deutschland durch eine Attacke mit eigenen Atomwaffen einem möglichen amerikanischen Ersteinsatz von landgestützten Kernwaffen zuvor zu kommen. Der derzeitige Zustand der Bundeswehr dürfte kaum eine akute Gefahr für Russland darstellen und Putin hat sicher auch wenig Interesse, seine Fünfte AFD-Kolonne hier zu Lande unnötig in Gefahr zu bringen, außerdem liquidiert man einen so guten Gaskunden wie uns nicht einfach so. Der Zeitpunkt scheint günstig, diese US-Atomwaffen nun endgültig los zu werden und die Gefahr eines nuklearen Schlachtfeldes in Deutschland zu minimieren. Es wäre ein später Etappensieg der 300.000, die sich am 10.10.1982 im Bonner Hofgarten versammelt hatten. Möglicherweise sind ja unsere östlichen Nachbarn und EU- und NATO-Partner interessiert, diese Nuklearwaffen bei sich auf zu nehmen; sie können sich dann des Wohlwollens des POTUS sicher sein.

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domino3116 17.02.2019, 21:42
83. Diese Meinung ist Blödsinn!

Zitat von Stäffelesrutscher
Wenn die ehemalige FDJ-lerin darüber erschrickt, dass die USA ihr wahres Gesicht zeigen, dann beweist das vor allem, dass sie im Politikunterricht gepennt hat.
In München hat Frau Merkel viel Beifall bekommen. Sie hat diplomatisch auf die Vorwürfe der USA geantwortet und trotzdem die deutsche Linie als Teil der europäischen Politik vertreten. Das kommt auch in Washington an. Hätte sie genau so wie die Amis losgepoltert und beispielsweise unsere Natomitgliedschaft gekündigt, wäre das Ganze entgleist. Viel besser ist, solche Vorhaben wie Nordstream 2 durchzusetzen. Man kann auch die Frage stellen, ob man Frackinggas kauft, wenn die USA aus dem Klimaschutzabkommen austritt. So geht Politik. Vorsichtig zu agieren hat man als Pfarrerstochter in der DDR gelernt anstelle das Maul voll zu nehmen!

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kuac 17.02.2019, 21:44
84.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Wir haben alle Anlagen fertig, wir haben die modernsten Anreicherungsanlagen, von denen die USA nur träumen können, weil unsere Zentrifugen der amerikanischen Diffusionsmethode weit überlegen sind. Wir haben die besten und leisesten U-Boote der Welt, die problemlos mit Atomraketen auszurüsten sind und defacto nicht entdeckt werden können ims Gegensatz zu den atomgetriebenen Monstern der USA, die vor allem eines legen, Spuren wo sie sind. Das ist alles nicht teuer und passt bestens in das zu erhöhende Nato Budget. Dann brauchen wir ein paar Umschichtungen im Bundeshaushalt und sollten buchhalterisch viel mehr über den Verteidigungshaushalt finanzieren. Das ganze Hatz IV Budget könnte über den Verteidigungshaushalt laufen und jeder Empfänger muss dafür als "Reservist" einmal im Monat einen Tag Reserveübungen machen, so wie der Heimatschutz der USA. Das wird Onkel Donald total beruhigen, wenn wir 4% vom BIP als "Verteidigungsausgaben" haben Und wenn dann zehn deutsche U-Boote mit 50 Atomraketen im Atlantik schwimmen kann Onkel Sam gerne weiter drohen. Solange Europa zusammenhält und wir die braunen Deppen überall auf dem Kontinent in Schach halten, kann es hier eine Oase der Menschlichkeit bleiben. Und ja, leider geht es nicht ohne Atomwaffen, nicht bei der aktuellen Situation, in der die USA drohen, uns den Schutz zu entziehen. Wir haben hier keine Probleme. Schaut man auf die USA, deren Rassenprobleme, die exorbitant hohen Mordzahlen, die nicht existente Infrastruktur, die gnadenlose Überschuldung bei gleichzeitig ausgelagerter Industrieproduktion, dann sehen wir, wer Probleme hat. Angst habe ich einzig vor amerikanischen ABC-Waffen. Die gehören unter Beobachtung der UN.
Ich bin nicht sicher, wie GB, FR, USA, RU und CN darauf reagieren würden.

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cookie1 17.02.2019, 21:45
85. Merkel hat Deuschland gespalten die EU gespalten

Merkel hat Deuschland gespalten die EU gespalten,
und versagt jetzt in der US Politik.Mit Wunschreden kommt man nicht weiter.
Taten müssen folgen.Am besten sie verschwindet ganz aus der Politik.

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mundi 17.02.2019, 21:45
86. Starkes Eiropa aber nicht militärisch sondern wirtschaftlich

Zitat von Knacker54
Wir brauchen jetzt dringend ein starkes und einiges Europa. Das geht auch ohne die Briten. Ich denke, das ist den meisten Europäern auch klar. Letztendlich werden sich nicht mal die sog. Visegrád-Länder dem entziehen können - die geographische Nähe zum ehemaligen großen Bruder sollte da ein gewisser Ansporn sein. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass die Honks jenseits des Atlantiks den Oberhonk nochmal wählen - es ist also nichts mit Aussitzen: Jetzt ist der Zeitpunkt zum HANDELN, Frau Merkel. Macron weiß Bescheid....
Wenn Sie in die Visegrad Länder auch Polen einbeziehen, so sind dort die sogenannten Abwehrraketen gegen den Iran und eine Gänsefarm gefährdet. Denn dorthin könnte eine Atomrakete fliegen.
Höchstens.

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Atheist_Crusader 17.02.2019, 21:49
87.

Zitat von Mara Cash
Es ist klar wie Kloßbrühe, dass die USA eine wirtschaftliche Zusammenarbeit von Europa und Russland fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Technisches Know-How gepaart mit Ressourcenreichtum würde die US-Vormachtstellung enorm gefährden. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus arbeiten die US-Regierungen mit Nachdruck daran, Feindbilder präsent und Russland möglichst isoliert zu halten.
Dann haben sie ja Glück, dass sie in Putin einen so unglaublich kooperativen Mitspieler gefunden haben. Schikanierung von Minderheiten, Unterdrückung der Opposition, Ermordung von Kritikern, Angriffe auf Nachbarländer inklusive Landraub, Unterstützung brutaler Diktatoren, Cyberterror...
Da muss man die Dinge nun wirklich nicht groß verzerren um Russland als aggressive, gefährliche Macht dastehen zu lassen.

Klar, man kann immer versuchen alles zu zerreden und zu relativieren. Wie das zum Beispiel im Fall der Ukraine versucht wird, mit Umsturz durch den Westen und Blablubb... aber das ändert halt auch nichts daran, dass Putin immer noch aus freien Stücken die Entscheidung zum Einmarsch getroffen hat. Wenn er so davon überzeugt wäre dass die Krimbewohner und Ostukrainer gerne ein Teil Russlands wären, dann hätte er seinen Fall vor der UNO oder sonstwo vortragen und ein Referendum fordern können. Hat er aber nicht. Seine erste und einzige Aktion zur Durchsetzung seiner Ziele war Gewalt. Er hatte alle Optionen und hat sich sofort für Krieg entschieden. Er ist kein armes, missverstandenes, in die Ecke gedrängtes Opfer böser US-Propaganda.
Zu glauben dass Putin gar nicht darauf warten könnte mit uns im Kreis zu sitzen und Kumba-Ya zu singen ist ebenso gefährlich naiv wie zu glauben dass die USA nur unser Bestes wollen. Der Mann ist nicht unser Freund. Das Land wird es hoffentlich mal werden, aber unter Putin geschieht das bestimmt nicht.

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g.eliot 17.02.2019, 21:54
88. Bedrohung der nationalen Sicherheit der US

Zitat aus dem Artikel: "Dass sie in Washington noch zur Vernunft kommen, damit rechnet in der Bundesregierung niemand mehr. An diesem Sonntag läuft die 270-Tage-Frist ab, bis zu der das US-Handelsministerium prüfen sollte, ob Autoimporte aus der Europäischen Union die nationale Sicherheit der USA bedrohen."

Mit der gleichen Begründung sollten auch Zolltarife gegenüber Kanada erlassen werden. Die Kanadier, bisher die engsten Verbündeten der US, were not amused.
Jetzt Deutschland!
Sicherheitsrisiko? Iwo! Das ist eine Ausrede. Es geht um die einzige Lücke im US Handelsgesetz, welche erlaubt, die Einführung von neuen Zolltarifen ohne eine Kongress-Genehmigung einzuführen.

Typische Trickserei a là Trump. Aber irgendwoher müssen die Mittel halt herkommen, mit welchen die Steuererleichterungen für die reichsten Amerikaner und Konzerne, das erhöhte Militäretat und, last but not least: die Mauer (!) finanziert werden können.

Tja, wie könnte man das nennen? Ich nenne das Raubrittertum.

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dieAntwortlautet...42 17.02.2019, 21:57
89. Ausgaben für Verteidigung erhöhen ?

Da das Argument Erhöhung der Entwicklungsausgaben bei den Amerikanern nicht zählt und Deutschland offenbar mittel US Waffentechnologie aufrüsten soll/darf...einfach mal andeuten, jawohl, machen wir, Differenz zu den 2% wird mit Waffentechnologie aus Russland aufgefüllt. Mal gucken wie die USA reagieren...?

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