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Deutschland und Nordkorea: Sie können nur reden, reden, reden
FELIPE TRUEBA/ EPA/ REX/ SHUTTERSTOCK

Kim Jon Un provoziert, Donald Trump eskaliert: Die Kriegsrhetorik aus Nordkorea und den USA sorgt in Berlin für Entsetzen. Doch was kann die Bundesregierung tun?

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logisch_konsequent 09.08.2017, 19:21
1. Verstehe die Aussage des Artikels nicht

Meint der Artikel nun, dass reden bzgl Kim gut ist, obwohl er dass ja seit Jahren nicht Ernst nimmt, bis er seine Atomwaffen fertigentwickelt hat? Oder was?

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rkinfo 09.08.2017, 19:36
2. Reden half auch bei Erdogan ;-)

Wahrscheinlich ermuntert die Erfolglosigkeit bei anderen Krisen des Westens nun Nordkorea, es einfach frech zu versuchen.
Das stellt die Grundsatzfrage, wann Vernunftdiplomatie mangels Drohpotential eingeht.

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helro56 09.08.2017, 19:36
3. genau das kann die Berliner Regierung am besten.....

Reden, Reden und nicht viel kommt dabei raus !! genauso wie in Brüssel bleiben die Ergebnisse am Ende wie
ein ausgelutschter Kaugummi am Boden liegen und sehr wenig wird für Verbesserungen der Bürger erreicht !!

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yasieda 09.08.2017, 19:37
4. Jeder Krieg ist schrecklich und zu vermeiden!

Aber sollte irgend ein Land Atomwaffen einsetzen muss das unbedingt reale Konsequenzen gegen die jeweilige Regierung zur Folge haben und alle Beziehungen müssen neu definiert werden. Auch wenn es die USA ist!

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Velbert2 09.08.2017, 19:46
5. Sowjetunion

Zitat von Skepsi
und seien sie auch wirkungsschwach, hätten die USA das Land wohl längst unter einem Vorwand zusammengebombt. Genau so, wie sie es mit anderen militärisch unterlegenen Ländern vorher auch schon gemacht haben.
Die Sowjetunion war auch nicht besser. Marschierte mit 100.000 Soldaten nach Afghanistan ein, um die kommunistische Regierung zu unterstützen. Die späteren Taliban und die amerikanischen Stingerraketen sorgten dafür, dass ihnen dies nicht gelang. Wo Macht ist, versucht man, diese zu halten und auszubauen. Egal, in welchem Land, Erdteil oder unter welchem ideologischen Mäntelchen.

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acitapple 09.08.2017, 19:48
6.

Warum soll sich die Bundesregierung in einen Konflikt zigtausend KM entfernt einmischen ? Dort ziehen die USA und China die strippen. Deutschland macht sich höchstens lächerlich. Also bitte Finger weg...

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acitapple 09.08.2017, 19:52
7.

Zitat von Skepsi
und seien sie auch wirkungsschwach, hätten die USA das Land wohl längst unter einem Vorwand zusammengebombt. Genau so, wie sie es mit anderen militärisch unterlegenen Ländern vorher auch schon gemacht haben. Die USA stellen nur knapp 5% der Weltbevölkerung, wie lange will der Rest der Welt sich noch von den kriegsgeilen Strippenziehern hinter dem jeweiligen sogenannten Präsidenten am Nasenring führen lassen? Diese Typen hinter Trump, die auch jeweils dafür sorgen, dass solche Figuren wie Trump und Clinton zur Wahl stehen, werden nicht ruhen, bis der atomare Schlagabtausch der Supermächte stattfindet. Die europäischen Länder müssen raus aus der Nato, Sanktionen gegen Russland müssen sofort gestoppt werden und die Welt muß Front machen gegen das räuberische angelsächsische Kartell, ehe es zu spät ist. Ich hätte den letzten Satz im Konjunktiv schreiben sollen, da jeder weiß, nichts dergleichen wird passieren. Ich befürchte, dass wir uns unweigerlich einem großen Atomkrieg nähern. Bin ich der Einzige? In den Medien scheint es jedenfalls kein dringendes Thema zu sein.
Was wollen die USA von NK ? Öl, Bodenschätze oder was ? NK hat NICHTS, was irgendjemand haben möchte. Fragen Sie mal Leute aus Südkorea oder Japan was sie von dem dicken kleinen Wüterich halten. Vielleicht kümmert sich keiner darum weil keiner eine so extreme Weltsicht an den Tag legt ? Und warum sollte man Sanktionen gegen Russland streichen, wo die doch gerade in einen souveränen Staat einmarschiert sind und einen Teil annektiert haben ? Sie messen mit zweierlei Maß um die Ungerechtigkeiten ihrer favorisierten Ideologie zu rechtfertigen.

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JDR 09.08.2017, 19:53
8.

Zunächst einmal: Nein, Tillerson kann Präsident Trump nicht stoppen. Und vermutlich will er es auch nicht. Er akzeptiert die Führungsrolle des Präsidenten.

Und dessen Rhetorik scheint - anders alles alle Engelszungen und Sanktionen - in Pjöngjang angekommen zu sein. Die Drohung gegen Guam war das Eingeständnis, dass man das amerikanische Kernland aktuell nicht bedrohen kann. Sie war somit sowohl ernter gemeint, als die übliche Propaganda, als auch ein Beweis, dass man die amerikanische Drohung ernst nimm. Nordkorea wurde sich bewusst, dass Präsident Trump nicht spaßt und wollte daher selbst ebenfalls ernst genommen werden. Auch die Freilassung des Kanadiers ist ein Mittel, zu signalisieren, dass man die "Botschaft" ampfangen hat.

Das ist weit weg von Entspannung, aber Präsident Trump hat Kims Aufmerksamkeit. Jetzt muss dieser wissen, welche Signale er setzen kann. Zumindest, falls dafür noch Zeit ist.

Deutschland kann übrigens durchaus auch mit Kim verhandeln. Nordkorea hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, es so weit von der Schwelle zur nuklearen Bedrohung wegzubringen, dass Präsident Trump nicht handeln müsste. Und anders als Washington genießt Berlin Vertrauen in dem Land. Russland, China und Berlin könnten ohne die USA verhandeln und einen Deal herausschlagen, der auch für Präsident Trump gut genug ist. Theoretisch.

Die Inhalte eines solchen Deals müssten geheim bleiben, weil Kim nicht das Gesicht verlieren darf, aber überprüfbar sein. Und: Kim muss tatsächlich dazu bereit sein, Schritte zu unternehmen, welche wieder ausreichende Distanz zwischen seinen Nuklearwaffen und den Vereinigten Staaten von Amerika schaffen. Denn das ist es, was Präsident Trump interessiert.

Als Auftakt wäre es schon großartig, wenn Kim öffentlich verkünden würde, dass die Weiterentwicklung von Atomraketen eingefroren würde, da man bereits über die Kapazitäten verfüge, Amerika zu treffen. Trump würde wissen, dass letzteres nicht stimmt und wenn Kim ersteres umsetzt, würde er dies vermutlich auch erfahren.

Und ja: Die Lösung der Krise ist Nordkoreas Aufgabe. Freundlichkeit, Höflichkeit, Strenge und Sanktionen haben nicht geholfen. Vielleicht brauchte es einen "Kim im Weißen Haus", um auf dem Gipfel in Korea ein Licht aufgehen zu lassen.

Am Ende geht es vor allem um koreanische Leben.

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biesi61 09.08.2017, 19:53
9. Ja, es wird ernst!

Das dicke trotzige Kind in Nordkorea hat zum Glück nur wenig "Spielzeug". Die diesbezüglichen Geheimdienstmeldungen sollte man m.E. mit sehr großer Skepsis betrachten. Aber das andere narzistische Kind an der Spitze der militärisch sehr viel potenteren USA macht mir große Sorgen. Ich bezweifle ernsthaft, ob Trump intellektuell in der Lage ist, die Folgen seines Handelns zu überblicken. Und um ihn herum sind jede Menge extrem gefährlicher Leute von Bannon bis Murdoch, die ihn in seinem Treiben auch noch bestärken. Hoffentlich klingeln in der Oval Office rund um die Uhr die Telefone von Regierungschefs aus aller Welt, die ihm militärisches Handeln ausreden. An diesem Konflikt könnte er mal seine Fähigkeiten zum Deal unter Beweis stellen. Schließlich tickt Trump gar nicht so sehr anders als Kim. Also Donald, nimm den Telefonhörer in die Hand und rufe in Nordkorea an!

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