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Deutschlandbesuch: Westerwelle kritisiert Erdogans Türkisch-Gebot

Türkische Kinder, die in Deutschland aufwachsen, sollen zuerst ihre Muttersprache lernen, fordert Premier Erdogan - zum Ärger von Vizekanzler Westerwelle.*CSU-Generalsekretär Dobrindt will gar den Botschafter einbestellen.

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Geometretos 28.02.2011, 20:47
420. .

Zitat von alaxa
Warum nicht? Die EU wird sowieso muslimisch dominiert werden, allein auf Grund der überdurchschnittlichen Geburtenraten. Je schneller die Türkei der EU beitritt, umso weniger Probleme (z.B. Bürgerkriege) wird es geben. Letzten Endes ging bisher jede Zivilisation unter, die übersättigt, faul und dekadent war.
Den Bürgerkrieg bekommen wir, sobald es nicht mehr genug Nordeuropäer gibt, die sich von den anderen verarschen lassen.
Der Beitritt der Türkei wird das eher noch beschleunigen, weil das Geld dann noch eher zu Ende ist.

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alaxa 28.02.2011, 20:57
421. welches Geld?

Zitat von Geometretos
Den Bürgerkrieg bekommen wir, sobald es nicht mehr genug Nordeuropäer gibt, die sich von den anderen verarschen lassen. Der Beitritt der Türkei wird das eher noch beschleunigen, weil das Geld dann noch eher zu Ende ist.
Welches Geld? Wir sind doch heute schon total verschuldet! Nur noch durch Geld drucken können wir unsere Verpflichtungen dem Ausland gegenüber einhalten.

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senfwassertrinker 28.02.2011, 21:02
422. Witzig

Herr geehrter Herr fuzuli,

Zitat von fuzuli
Hören Sie auf mit Ihren EU Geplapper, welche Türke nimmt die EU noch ernst, so sollte Erdogan sie ernst nehmen. Wer nimmt schon Kanzlerin Merkel in der Türkei ernst, so sollte irgend jemand Westerwelle ernst nehmen.
Die genannten Politiker werden in DE auch nicht von allen ernst genommen, sind aber nun mal "gewählt".

Was regen Sie sich so auf?
Dann ist man ja einer Meinung ...

Scheinbar haben auch die Türken keinen entsprechenden "Durchgriff" auf ihre Politiker.
Von offizieller Seite befürwortet man jedenfalls einen EU-Beitritt. (AFAIK)

Zitat von fuzuli
Wenn Sie es noch nicht gemerkt haben sollten, hier haben sie mit der Türkei zu tun, Schutztmacht der Türken in Deutschland nachkomme des Weltmacht Osmanischenreich, alleinige Besitzer des Oströmischenreich Byzanz. Braucht Erdogan noch mehr Referenzen? Wohl kaum.
Sehen sie, wegen solchen Aussagen nimmt man Menschen wie Sie nicht mehr für voll.

In diesem Sinne ;)
st

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fuzuli 28.02.2011, 21:03
423. .....

Zitat von Y.Aydin
Ist das Sarkasmus oder einfach nur türkische Chauvinismus? Sie sollten sich nicht auf so ein primitives Niveau fallen lassen, nur weil Sie müde davon werden immer wieder die gleichen Argumente anbringen zu müssen. Denken Sie dran, steter Tropfen höhlt den Stein.
Wer den Anlass zur Reden liefert, muss auch damit rechnen, dass die Rede abgehalten wird und hat kein Anrecht sich darüber aufzuregen.

Den Anlass zur Rede haben deutsche Regierungspolitiker geliefert, müssten sie auch damit rechnen, dass Erdogan auch redet. Anlass liefern dann sich wundern und das sollen Politiker sein und ein Land wie Deutschland regieren! Sie können nicht mal eine Schaafherde führen, geschweige ein Land regieren.

So ist auch meine Rede hier, denn ohne gelieferte Anlass rede ich auch nicht, aber wenn Anlass da ist, dann nehme ich kein Blatt vor dem Mund.

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Der Weltbuerger 28.02.2011, 21:03
424. Dialekt

Zitat von taggert
Obwohl im weiteren Verlauf der Wiki Artikel "Umgebung" etwas genauer eingangen wird, gebe ich zu, das ich hier sehr kleinlich war und mich durch das Rezitierte Kommentar durchaus angegriffen gefühlt - und entsprechen Reagiert habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Nun nochmal ohne "Hitziges Kampfgeschreih": Finden Sie nicht auch, das es für ein Kind in diesem Land und deren Zukunftsperspektiven eher dienlich ist primär Deutsch zu lernen? Sofern deren Eltern nicht darauf abzielen wieder in die Türkei auszuwandern? Wenn hier Jemand geboren wird, geht man doch in der Regel davon aus, das er ein Leben hier verbringen wird. Da kann es einfach nur von Vorteil sein, die Landessprache (einigen wir uns besser darauf) primär zu erlernen... Ich will weder den migrierten Türken ihren Glauben, Ihre Kultur oder gar ihre Sprache absprechen. Ich meine nur - es ist für deren KINDER - und damit auch für sie selbst - wichtiger das ihre Kinder Deutsch können, anstatt die Sprache "von Opa & Oma" ... eines Landes, das Sie womöglich nur in Urlauben kennenlernen. Des weiteren wird man den "Zuwanderungs-Dialekt" (ich formuliere das mal frei aus der Luft so) nicht abschalten können, wenn die Kinder zuerst die Sprache ihrer Großeltern lernen... und selbiger bringt durchaus (meiner Meinung und persönlichen Erfahrung nach) jede Menge Nachteile in diesem Land mit sich.
Nun ja, ob ein Dialekt inwiefern Nachteile mit sich bringt ist wohl ein anderes Thema, oder empfinden Sie auch kölsch oder oberbayrisch als Nachteil?

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde auch, dass es ein Muss ist, die jeweilige Landessprache zu beherrschen. In meinem Fall war es allerdings fürs erlernen der deutschen Sprache nicht hinderlich, dass ich vorher türkisch und danach deutsch gelernt habe.

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barack abamo 28.02.2011, 21:14
425. ...

Zitat von wolfgeorg
Es heisst doch wohl Muttersprache, weil es die Sprache ist, die man von seiner Mutter erlernt. Wie könnte das dann deutsch sein, wenn die Muttersprache der Mutter auch nicht deutsch ist? Was für seltsame Vorstellungen über Mehrsprachigkeit doch bestehen.
Wenn die Mutter in Deutschland geboren ist und die deutsche Staatsangehörigkeit hat ist die Muttersprache natürlich deutsch und nicht türkisch.
Für sie wahrscheinlich kaum vorstellbar aber in den USA gibt es deutschstämmige Kinder die in zweiter Generation dort leben und(fast)nur Englisch sprechen.
Meine Nichte z.B.(9 Jahre)

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jimknopf107 28.02.2011, 21:33
426. Naja..

Zitat von fuzuli
Erdogan möchte, dass die Türken Deutsch lernen, Westerwelle ist es egal, ob die Kinder ihre Muttersprache können, Hauptsache, sie müssen Deutsch können.
Möchte er das? Wirklich? Ist das nicht etwas widersprüchlich? Nur weil er das sagt, heisst das noch lange nicht, dass er das wirklich möchte. Er hat an diesem Abend viel gesagt, manches war für seine "Landsleute", manches andere als Zuckerl verpackt für die Deutsche Bürokratie. Aber an diesem simplen Beispiel sieht man wieder einmal recht schön, wie der naive Europäer im Angesicht eines mit allen Wassern gewaschenen, wortgewandten, gewieften, Orientalen völlig überfordert ist. Kein anderer Staatspräsident hätte sich in der Neuzeit in egal welchem Land eine vergleichbare Frechheit erlaubt, noch kennt die Geschichte auch nur ein Beispiel, in der auch nur annähernd vergleichbares passiert ist.

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starmax 28.02.2011, 21:34
427. Beschämend

Als türkischstämmiger Mitburger kann ich mich von den Aussagen des Ministerpräsidenten nur distanzieren. Es ist beschämend, dass ein Ministerpräsident die Zeichen der Zeit nicht erkennt und seine Landsleute darin bestärkt, weiterhin die unterste Schicht der Gesellschaft darzustellen - im Hinblick auf Integration, auf Bildung und auf wirtschaftlichen Erfolg.

Herr Erdogan beschreibt in seiner Aufforderung den IST-Stand: Die türkischen Mitbürger lernen priorisiert ihre eigene Sprache und erst dann - eher schlecht als recht - die Sprache des Landes in der sie leben und arbeiten. Das Resultat ist jenes, dass der Großteil der unterqualifizierten Jobs, Großteil der Hauptschulen und leider auch ein Großteil der Arbeitslosen durch Migranten besetzt ist. Das sage ich wohlgemerkt als "Migrant".

Ich schäme mich für einen solch unterbelichteten Miniterpräsidenten und für seine Anhänger, die es nicht gelernt haben dem Land, dem Sie Bildung, Wohlstand und Menschenrechte zu verdanken haben, auch etwas zurückgeben müssen.

So sehr es nach Stammtischparolen klingen mag, Menschen die sich weigern sich im erforderlichen Maße zu integrieren und die Kultur, die Werte und natürlich die Sprache dieses Landes zu akzeptieren, sind herzlichst dazu eingeladen ihre eigene Interpretation von "Integration" in ihrem Land auszuleben.

Ich bin froh darüber hier leben zu dürfen, bin froh über die Demokratie, die Menschenrechte, die Toleranz und die Bildungsmöglichkeiten die dieses tolle Land bietet. Wir (damit meine ich "uns Migranten") sind nicht hier weil wir hier sein müssen, wir sind hier weil wir hier gerne sind. Wir möchten nicht zurück in unser Land. Wir möchten die Privilegien die dieses Land zu bieten hat auskosten ohne dafür in irgendeiner Art und Weise etwas zu tun - und das ist der Punkt an dem mir der Kragen platzt!

Ich lehne einen Beitritt der Türkei in die EU strikt ab. Die Türkei ist meilenweit davon ab, Herr Erdogan hat dies eindrucksvoll bestätigt.

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senfwassertrinker 28.02.2011, 21:38
428.

Zitat von c++
[...]Niemand hindert die türkische Regierung daran, Sprachkurse in türkischer Sprache anzubieten.
Zumindest in der Türkei.
Nur damit das klar ist.
In DE entscheiden das hiesige.

Zitat von c++
Ob und in welchem Umfang das von deutschen Schulen angeboten wird, geht die Türkei ebenso wenig etwas an wie unsere Politiker die Förderung der deutschen Sprache in den USA
Davon ab steht es Eltern frei, Schüler auf zweisprachige Schulen zu schicken. AFAIK lag die Nachfrage TR hinter den Erwartungen.

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Tabris01 28.02.2011, 21:39
429. ...

Zitat von sysop
Türkische Kinder, die in Deutschland aufwachsen, sollen zuerst ihre Muttersprache lernen, fordert Premier Erdogan - zum Ärger von Vizekanzler Westerwelle.*CSU-Generalsekretär Dobrindt will gar den Botschafter einbestellen.
Was zum Teufel bildet sich der Kerl eigentlich ein?

Seit wann hat so eine Ohnamcht aus der Levante das Recht, sich in die Souveränität eines anderen Staates einzumischen?

Und nun mal ganz sachlich:
Lieber Herr Erdogan
es ist ja schön und gut, dass sich die türkische Minderheit hier in Deutschland die eigene Kultur wahren will. Es macht das System bunter und interessanter.
ABER:
Zum ersten: Man bekommt hier in D keine Jobs wenn man perfekt Türkisch, aber kaum bis kein Deutsch spricht.
Das einzige, was man mit solchen Sprachkenntnissen hier anfangen kann, sind kleinere Jobs, die sonst keiner machen will.
Zum zweiten:
Wahrung der Kultur ist schön und gut, aber man darf dabei nicht die Kultur vergessen, die 80% der Umwelt darstellt.
Es führt nur zur Isolation, und zu Hass zwischen beiden Bevölkerungsgruppen, und wozu das führen kann, dass hat uns Yugoslawien/Serbien gezeigt, das haben wir beeindruckend gezeigt: Am Ende ist es die Bevölkerungsmehrheit, die das Land von der Minderheit "säubert". Das kann weder Ihr, noch unser Ziel sein, oder?

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