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Deutschlands Hilfe für Nordirak: Plötzlich einsatzbereit
DPA

Erst sagte die Bundesregierung nein, jetzt will sie die Kurden im Kampf gegen die IS-Terroristen doch mit militärischer Ausrüstung unterstützen. Selbst Waffenlieferungen sind kein Tabu mehr. Warum dieser Zickzack-Kurs?

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chirin 13.08.2014, 07:51
170. Deutschlands Hilfe für Nordirak:Plötzlich einsatzbereit

Zitat von strixaluco
Dass niemand in dieser Situation zuschauen will, ist klar. Aber wenn wir jetzt Waffen liefern, sind das die nächsten, die in falsche Hände geraten - die wandern dann auch mit in den _nächsten_ Krieg. Warum versucht man nicht als erstes, zu helfen, die Zivilisten wo irgend möglich in Sicherheit zu bringen, mit großen Hubschraubern, was auch immer? - Erstens braucht es einen eindeutigen Auftrag der UNO, zweitens etwas, das unter den Terroristen so viel Verwirrung wie möglich stiftet, und wenn man dann die Unbeteiligten wegbringt, haben die Verbrecher keine Geiseln mehr 8oder immerhin weniger). Man könnte sie dann versuchen, einzugrenzen, nichts mehr rein lassen und nur noch Leute raus, die nicht mehr kämpfen wollen, und den Konflikt langsam austrocknen. Jede Waffe, die in die Hand einer Partei gerät, wird ihn dagegen weiter befeuern!
Ein wunderbarer Vorschlag! Für seriöse Menschen ! Der kommt aber nicht für Amerika als Kriegsnation in Frage und für Deutschlands ungebildete Vasallen schon garnicht, denn es hieße - als hochbezahlter Politiker auch maldie grauen Zellen zu benutzen und die Sunniten sind keine Terroristen, sie sind die absolute Mehrheit der Bevölkerung im vorderasiatischem Raum ,denen mit Hilfe der Amerikaner und Engländer, ihre Basis schon lange entzogen wurde, weil diese nicht bereit waren, ihr Öl für Pinuts an England und Amerika zu geben.
Überdies, in diesen Ländern sind tausende von Sippen , zu denen auch die Sippe der Israelis gehört , die Semiten wiederum sind mehrheitlich Muslime deshalb ist es auch falsch bei Israelis von "Antisemitismus" zu sprechen, den gibt es garnicht, da Israelis auch keine Semiten sind oder waren, vielmehr sind das unterdessen ehemalige Deutsche, Russen , Amerikaner Engländer - zusammengewürfelt aus aller Welt - aber bitte nur mit dem nötigen Kleingeld.

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Wladimir_Andropowitsch 13.08.2014, 07:55
171. Die besten Kunden der deutschen Waffenschmieden

sind ja nun einmal Saudi-Arabien, Kuwait, Qatar und Bahrain und da wird
so eine Regierung, die von den Klientel- und Lobbygruppeninteressenparlamentaristen der sogen. bürgerlichen Parteien dominiert wird, reflexartig die Unterstützung der Feinde dieser Freunde kategorisch ablehnen. Allein schon der Gedanke, die Kurden und die sonstigen Gegner der ISIS und des IS zu unterstützen, könnte ja die Despoten in Saudi-Arabien, Qatar, Kuwait und Bahrain böse machen und das prima Geschäftsklima stören.

Da mussten erst im Hinter- und Untergrund der Parteibasis in der S(chröder) P(artei) D(eutschlands) die noch vorhandenen ethisch-sittlichen und kulturell-zivilisatorischen Restpotentiale aktiviert werden, was ja dann auch nach den Attacken der ISIS/IS-Unterstützer auf die jesidischen Demonstranten in Herford und die aufbrechende Entrüstung über die Christenverfolgung und -ermordung in den evangelischen und katholischen Gemeinden bei den Kaderfunktionären der Klientel- und Lobbygruppeninteressenvertretungsparlamentsfraktio nen durchschlagen.

Ansonsten würde weiterhin gelten: Die Waffenlieferungen an die latent wahhabitisch-salafistischen Herrschaftsregime in Saudi-Arabien, Qatar, Bahrain und Kuwait sind von höchstem Staatsinteresse und Waffenlieferungen an Kurden, Christen und Jesiden in Syrien, Irak und der Türkei wären die höchste Stufe der Gefährdung des Klientel- und Lobbygruppeninteressenvertretungsstaates Deutschland.

Ein schlimmes Land, diese Neue Deutschland mit seiner Neuen Sozialen Marktwirtschaft und seinen Neuen Elit'ariern/-innen' und Exzellenzen. Ein Land, dass sich immer mehr als 'Das 4. Reich' outet und seine scheindemokratische und rechtsstaatliche Maskierung vernachlässigt, weil die Bosse des einstigen SPD-Genossen nun einmal den Hals ebenso wenig voll bekommen können, wie der Genosse dieser Bosse.

Besitzstands- und Erbbesitzfeudalvandalen und Besitzstands- und Erbbesitzfeudalsystemhuligans. Die neue deutsche Herrenmenschenelite.

Kein schöner Land in dieser Zeit.
Zitat von sysop
Erst sagte die Bundesregierung nein, jetzt will sie die Kurden im Kampf gegen die IS-Terroristen doch mit militärischer Ausrüstung unterstützen. Selbst Waffenlieferungen sind kein Tabu mehr. Warum dieser Zickzack-Kurs?

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hubertrudnick1 13.08.2014, 07:56
172. eunegin

Zitat von eunegin
Unfassbar. Selbst bei diesem Artikel schaffen es einige Unverbesserliche, die USA als den Drahtzieher allen Übels hinzustellen. Werte USA-Hasser, das ist pathologisch, suchen Sie einen Facharzt auf!!
Ihre Ansicht wäre also, Augen zu und weiter so, die USA sind ja die Friedensboten, Ich wünsche ihnen weiterhin eine Gute Nacht.

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teacher20 13.08.2014, 08:01
173. Deutsche Reflexe

Kaum deutet sich in der deutschen Sicherheitspolitik ein Hauch von Realitätssinn an, kommen die „Ohne-Michels“ wieder in Scharen aus ihren Löchern gekrochen. (Ich bin gespannt, was die Rotweinsachverständige der evangelischen Kirche den Kurden und Jesiden an Erbaulichen zu vermitteln weiß).
Keine Waffen, die Bundeswehr hat dort nichts verloren (wer sagt, dass sie dorthin geht? Ich fände das – außer zur Ausbildungsunterstützung – auch nicht zielführend) Allenfalls humanitäre Hilfe. Was aber nützt humanitäre Hilfe, wenn es IS/ISIS gelingt, sich das ganze Gebiet zu unterwerfen? Es nützt auch nichts, irgendwelche Rückzugsgebiete für Flüchtlinge defensiv zu behaupten, über denen man dann Hilfsgüter abwirft in der Hoffnung, dass sie IS/ISIS nicht in die Hände fallen. Wie die vergangenen Tage gezeigt haben, haben diese Islamisten ein etwas anderes Verständnis von "humanitär" als das Gros der deutschen "Zivilbürger".
Selbstverständlich liegt in jeder "Einmischung" auch ein Risiko, aber die Alternative der deutschen Nicht-Einmischung IST keine Alternative (es sei denn, man unterstellt stillschweigend, dass die "anderen" - sprich USA u. GB - es schon richten werden.). Ein „Kalifat“ in dieser sensiblen Weltreligion kann nicht im deutschen Interesse sein – wozu man nicht einmal humanitäre Beweggründe bemühen muss.
Mit den Kurden bietet sich ein kaum zum Islamismus neigender Verbündeter an, dessen Interesse (hier könnte man von – im wahrsten Sinne des Wortes – existenziellen Interessen reden) ein „Kalifat“ ebenso wenig sein kann.
Zwar dürfte ein aus diesem Konflikt durch westliche Hilfe gestärkt hervorgehendes „Kurdistan“ im Hinblick auf starke kurdische Minderheiten in der Türkei und im Iran nicht ganz unproblematisch sein, aber durch eine „wohldosierte“ (ausreichende, aber nicht zu starke) Unterstützung ließe sich dieses potentielle Problem in Grenzen halten lassen.
Darüber hinaus bietet dieser Konflikt die Chance durch eine Politik des „divide et impera“ die innerislamischen Gegensätze zwischen Sunniten und Schiiten in einer Weise zu „beleben“, dass der Islam stärker mit sich selbst beschäftigt ist, als dass er andere Weltgegenden destabilisieren könnte.
Zu einer solchen Politik bedürfte es allerdings eines „Bismarck redivivus“.

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zerberus und co. 13.08.2014, 08:05
174. ... ist das dann kein Genozid durch Unterlassen?

Zitat von hajode
Wer kann schon zusehen wenn ein Genozid vor aller Augen abläuft. Es werden sich allerdings noch einige unbelehrbare Bedenkenträger zu Worte melden. Lassen wir sie meckern.
Das lässt sich hören - und es ließe sich noch besser hören, wenn es nicht den penetranten Beigeschmack des heuchlerischen Vorwandes im Kontext des neuen Militarismus auslösen würde.

Wenn wir seit Jahrzehnten Jahr für Jahr Millionen von Menschen in Afrika systematisch, d.h. in voller Kenntnis der Ursachen, die wir langfristig selbst geschaffen haben , mittelfristig wieder beseitigen und sogar kurzfristig massiv abbauen könnten,
wenn wir diese Menschen also verhungern und an Krankheiten elendlich zugrunde gehen lassen, ohne auch nur einen Finger zu rühren,
wenn wir denen, die davor flüchten, Hilfe und Schutz verweigern und
anstelle dessen weiterhin die "global Player" gewähren lassen, die tagtäglich z.B. Afrika noch immer ausplündern, indem sie systematisch den dort lebenden Menschen die eigenen, natürlichen Ressourcen zerstören,
wenn wir alles das einfach hinnehmen, ist das dann kein Genozid durch Unterlassen?

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soano 13.08.2014, 08:12
175. Waffen mit Verfallsdatum ...

... oder Zugangsschutz per Fingerabdruck einer regierten Person oder Einschränkung auf eine Region per GPS oder mit Pflicht zur regelmäßigen Neuregistrierung, die andernfalls aufhören zu funktionieren , können eine Lösung sein für derartige Konflikte , müssen aber wohl erst entwickelt werden . Vor allem müssen sie zuverlässig aber knacksicher sein .

Das sollte die UNO propagieren und ein Kontingent für solche Fälle bereithalten .

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ugt 13.08.2014, 08:16
176. Soforthilfe ja, aber nicht gleich

Zitat von sysop
Erst sagte die Bundesregierung nein, jetzt will sie die Kurden im Kampf gegen die IS-Terroristen doch mit militärischer Ausrüstung unterstützen. Selbst Waffenlieferungen sind kein Tabu mehr. Warum dieser Zickzack-Kurs?
Soforthilfe ja, aber nicht gleich. Lasst uns mal warten. Das könnten Bundesmuttis Worte sein.

Die Menschen im Irak brauchen Hilfe und nicht nur die "paar" Jesiden im Gebirge. Es hat sich ja gezeigt welchen Schlages die IS-Milizen sind.
Nun könnte man sagen, dass die Amerikaner mit ihrer Fastfood-Politik den Nahen Osten angezündet haben. Das wäre aber zu kurz gesprungen. Viele in der "Allianz-der-Willigen" haben fleißig im Kampf ums billige Öl mitgemischt. Nun soll Deutschland es grade biegen, mögen andere Denken. Deutschland kann es nicht gradebiegen. Das ist komplizierter als die Super-Nanni-Show. Es gibt keine stille Treppe. ( wobei die gute Supernanni könnte man samt all den anderen Supershowleuten ruhig dort abwerfen)

Meine Ansicht:
Humanitäre Hilfe sofort und bedingungslos. Militärische Hilfe, was den Selbstschutz angeht, gepanzerte Transporter, Schutzwesten, usw. sofort und bedingungslos. Bei der Bewaffnung und Kampftruppen sollte man nachdenken. Uns sollte das Handeln der US-Regierungen eines gelehrt haben. Nicht automatisch ist meines Feindes Feind mein Freund. Bin Laden und Hussein hat die US-Regierung gepusht und nachher haben sich diese gegen die USA gewandt. ( nicht ganz unbegründet )

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hpptrading 13.08.2014, 08:17
177. na endlich,

und hoffentlich wird es eine intensive hilfe und intervention.

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pförtner 13.08.2014, 08:19
178. Gelegenheit

Das ist eine gute Gelegenheit um die untauglichen G36 - Gewehre loszuwerden.

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cxcx386 13.08.2014, 08:24
179.

Wenn ich nur schon lese das so mancher das THW oder DRK in ein Gebiet schicken will in dem jeder der anders denkt geköpft wird... Fahrt doch hin und versucht zi helfen, aber vergesst nicht vorher einen Abschiedsbrief an die Familie zu schteiben!

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