Forum: Politik
Deutschlands Kampf gegen die Krise: Fünf Tage Euro-Frust
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Die Euro-Krise spaltet die Republik. Soll Deutschland auf einem harten Sparkurs bestehen oder ist die Zeit reif für Kompromisse? Die Mehrheit der Bürger hält nichts von noch mehr Milliardenhilfen für Krisenstaaten - steht aber hinter der Kanzlerin. Rückblick auf eine Woche voller Widersprüche.

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Maya2003 07.07.2012, 17:22
110.

Zitat von heiko1977
1871 hätte auch eine Mehrheit der Bürger der Kleinstaaten in Deutschland auch die Einheit abgelehnt, die dafür waren waren Intellektuelle und Oberschichten. Die breite Masse der unteren Schichten waren eher in der Tradition verbunden.
Also soll Europa auch durch die Eliten gebaut werden ? Frage: War Bismarck Demokrat ?

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Cortado#13 07.07.2012, 18:36
111. Verunglimpfen Sie bitte nicht.....

Zitat von wolfgangotto
Wenn nur endlich alle Politiker "Ja" sagten zu Bankenpleiten und die Hände nicht immer schützend vor die Zocker gehalten würden, dann wäre viel gewonnen und der Markt könnte sich endlich seiner schwarzen Schafe entledigen. Solange die Roulettespieler immer noch 25% Rendite einstreichen und Verluste an den Steuerzahler gehen, wird niemals Vertrauen zurückkehren.
"alle" Banken! Es gibt noch immer genügend seriöse Banken und deren Angestellte, die in der Anlage-Beratung tätig sind!!!

Selbst in kommunistischen Ländern sind Banken nicht wegzudenken.

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Freddy 07.07.2012, 19:04
112. optional

Man kann nur hoffen und wünschen, dass Frau Merkel ihre Nerven behält und ihren Kurs stur weiterverfolgt. Viele Mitglieder der EU haben leider bis nicht verstanden oder wollen aus Bequemlichkeit nicht verstehen, dass tiefe Strukturreformen verbunden mit Opfern notwendig sind. Je weiter die notwendigen Massnahmen "mit Rücksicht auf die betroffenen Bürger" verzögert werden je härter fällt deren Zukunft aus. Aber leider haben die meisten Politiker "keinen Arsch in der Hose" bzw. es fehlt der Mut zur Erkennung und Aktion. Die Furcht, man könnte ja nicht wiedergewählt werden und die fetten Pfründe verlieren, macht den Politikern Angst. Frau Merkel lehrt diesen Weicheiern zur Zeit eine gute Lektion. Im Interesse des Euro und Europa kann man ihr nur ein langes und erfolgreiches Wirken wünschen. Der bayrische "Regionalfürst" und Dickschädel Seehofer hat sich in den letzten Tagen ein paar Watschen verdient für sein dummes Gerede. Weniger wäre mehr gewesen.

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achim-bonn 07.07.2012, 20:08
113.

Zitat von heiko1977
Warum wollen Sie unbedingt ins 19. jahrhundert zurück? So ne Angst vor Fortschritt und Weiterentwicklung oder haben Sie nichts anderes ausser Ihrem "National"gedöns?


Richtige Argumente, die man auch ernst nehmen kann, als das 19. Jahrhundert haben Sie nicht? Erzählen Sie in Frankreich mal von "Nationalgedöns", egal wo, aber man hilft Ihnen da direkt aus der Jacke, auch wenn Sie nicht da raus wollen, soweit kenne ich die Franzosen und ich kenne viele davon aus den letzten 40 Jahren. Die Einzigen in Europa, für die Nation ein Schimpfwort ist, das sind unsere gefühlten Geistes-Eliten, oder die sich dafür halten. Eine Währungsunion, die sich immer weiter zerstreitet, weil die einen geben sollen und die anderen nehmen möchten, birgt so viel Konfliktstoff, daß sich der Eindruck aufdrängt, daß die Mitglieder der EU wesentlich friedlicher und freundschaftlicher miteiander umgegangen sind bevor sie eine gemeinsame Währung aufgeschwatzt bekamen..

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achim-bonn 07.07.2012, 20:14
114.

Zitat von heiko1977
1871 hätte auch eine Mehrheit der Bürger der Kleinstaaten in Deutschland auch die Einheit abgelehnt, die dafür waren waren Intellektuelle und Oberschichten. Die breite Masse der unteren Schichten waren eher in der Tradition verbunden.






Die Maßstäbe von 1871 anzulegen grenzt schon fast an Verhöhnung der Menschen, die seit dem 1. Weltkrieg für Demokratie gekämpft haben und dafür sorgten, daß wir hier unser Land eine Demokratie nennen können. Das gleiche Problem haben wir heute, die Eliten wollen einen europäischen Gesamtstaat, die Mehrheit der Bevölkerungen aller Länder wollen ihre Nationen behalten. Wenn dann sowas politisch gegen den Widerstand der Bevölktkerung durchgesetzt werden soll, dann hat das mit Demokratie nichts mehr ansatzweise zu tun.

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tripelspiegel 07.07.2012, 22:52
115. Arroganz der Macht

Zitat von sysop
Die Euro-Krise spaltet die Republik. Soll Deutschland auf einem harten Sparkurs bestehen oder ist die Zeit reif für Kompromisse? Die Mehrheit der Bürger hält nichts von noch mehr Milliardenhilfen für Krisenstaaten - steht aber hinter der Kanzlerin. Rückblick auf eine Woche voller Widersprüche.
Was soll der Quatsch?! Die deutsche Regierung macht seit Jahren nichts als faule Kompromisse und gibt eine Position nach der anderen preis. Deutschland ist das Land der Sklavenmenschen Europas.

Zitat SPON: „Es dauert nicht lange, da melden sich andere Ökonomen zu Wort, die den Appell der Kollegen zurückweisen. "Der Aufruf schadet dem öffentlichen Ansehen der deutschen Wirtschaftswissenschaft", sagt der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Er arbeitet bereits an einem Gegenpapier, das den Euro-Kurs der Kanzlerin stützen soll.„

Wenn die Leitmedien den Eindruck zu erwecken versuchen, die Oekonomen seien gespalten, dann ist dies Desinformation. Die regierungstreuen „Oekonomen“ sind eine kleine Minderheit von pseudowissenschaftlichen Exoten, die eine Aussenseiterposition vertreten. Es handelt sind auch nicht um führende Oekonomen, sondern eher um „geführte“ Oekonomen. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing...“. Die Leitmedien betreiben pure Propaganda pro Bankenrettung, also für die unbegrenzte Rettung ungedeckter Kapitalvermögen durch die Steuerzahler. Dies wird verständlich, wenn man sich die Besitzverhältnisse der Medienkonzerne (Springer. Bertelsmann, etc.) betrachtet. Freien, unabhängigen und überparteilichen Journalismus gibt es in Deutschlands Leitmedien praktisch nicht mehr.

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heiko1977 09.07.2012, 10:57
116.

Zitat von Maya2003
Also soll Europa auch durch die Eliten gebaut werden ? Frage: War Bismarck Demokrat ?
Nein, aber man kann eben auch nicht auf die "Meinung" des VOlkes bei solchen Dingen hören, denn dann gibt es überhaupt keinen Fortschritt mehr. Es muss ein guter Augleich statt finden zwischen der Idee des Vereinten Europas der hoffentlich bald in einen Staat übergeht und den Ängsten der Mehrheitsbevölkerung. Dieser Ausgleich kann nur durch Teihabe und starke Demokratisierungen erreicht werden: Abschaffung der Macht der nationalen Regierungen innerhalb Europas, statt dessen ein Präsident gewählt vom EU-Parlament (das von allen Bürgern der EU gewählt wird).

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heiko1977 09.07.2012, 11:11
117.

Zitat von achim-bonn
Richtige Argumente, die man auch ernst nehmen kann, als das 19. Jahrhundert haben Sie nicht? Erzählen Sie in Frankreich mal von "Nationalgedöns", egal wo, aber man hilft Ihnen da direkt aus der Jacke, auch wenn Sie nicht da raus wollen, soweit kenne ich die Franzosen und ich kenne viele davon aus den letzten 40 Jahren. Die Einzigen in Europa, für die Nation ein Schimpfwort ist, das sind unsere gefühlten Geistes-Eliten, oder die sich dafür halten.
Wer fordert die Nationalstaaten bei zubehalten will zurück in die Kleinstaaterei Europas des 19. Jahrhunderts, nichts anderes. Wo sind Ihre Argumente für ein solches zurück, bisher steht nur Ihre Forderung. Auch bei den Franzosen hat sich das Denken verändert vorallem in den jüngeren Kreisen.
Zitat von achim-bonn
Eine Währungsunion, die sich immer weiter zerstreitet, weil die einen geben sollen und die anderen nehmen möchten, birgt so viel Konfliktstoff, daß sich der Eindruck aufdrängt, daß die Mitglieder der EU wesentlich friedlicher und freundschaftlicher miteiander umgegangen sind bevor sie eine gemeinsame Währung aufgeschwatzt bekamen..
Also erstmal wollen nicht die Länder nehmen sondern sie sind dazu gedrängt aus verschiedenen Gründen. der vorherige Freundschaftliche Umgang war in der gemeinsamen Gegnerschaft gegen D begründet jund der gemeinsamen Kontrolle von D. Mal davon abgesehen das dies alles vorbedingungen waren für die Einheit. Und mit aufgeschwatzt sind wir schon im 19. Jh als nämlich den Norddeutschen die Mark als Einheitswährung aller Staaten des Zollvereins und die Süddeutschen Staaten die Gulden aufgeschwatzt wurden.

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heiko1977 09.07.2012, 11:19
118.

Zitat von achim-bonn
Die Maßstäbe von 1871 anzulegen grenzt schon fast an Verhöhnung der Menschen, die seit dem 1. Weltkrieg für Demokratie gekämpft haben und dafür sorgten, daß wir hier unser Land eine Demokratie nennen können. Das gleiche Problem haben wir heute, die Eliten wollen einen europäischen Gesamtstaat, die Mehrheit der Bevölkerungen aller Länder wollen ihre Nationen behalten. Wenn dann sowas politisch gegen den Widerstand der Bevölktkerung durchgesetzt werden soll, dann hat das mit Demokratie nichts mehr ansatzweise zu tun.
Ach für Sie ist alle 4 Jahre Kreuzchen machen Demokratie. Na da haben die Kämpfer der Novemberrevolution 1918 ihr Leben umsonst aufs Spiel gesetzt und sind später von Freikorps, Konservativen und SPD für nichts ermordet worden. Frischen Sie mal wieder Ihr Verständnis von Demokratie auf. Würde es eine ordentliche Aufklärung über EU geben und wüsste die Mehrheitbevölkerung wirklich wie die EU arbeitet und aufgeteilt ist dann wäre die Mehrheit wahrscheinlich auch dafür. Nur so wird die EU immer wieder nur in Verbindung gebracht mit irgendwelchen Verboten uä. die aber gesamt von den nationalen Regierungen oder der Industrie angestrengt wurden. Leider weiß die Bevölkerung so ziemlich gar nichts von der EU daher ist auch jede "Umfrage" zu diesem Thema eher eine Lachnummer.

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brotzeitholer 24.07.2012, 22:47
119. what

Zitat von pl-pitt
"alle" Banken! Es gibt noch immer genügend seriöse Banken und deren Angestellte, die in der Anlage-Beratung tätig sind!!! Selbst in kommunistischen Ländern sind Banken nicht wegzudenken.
von welchen "seriösen" banken sprechen sie? und bei anlage berater denke ich mittlerweile an zwielichtige autohändler.

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