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Deutschlands Präsidenten: "Ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau"
DPA

Wilde Besuche im Rotlichtmilieu, sowjetische Dröhnangriffe und Liebesverwirrungen: Sieben denkwürdige Beobachtungen, ohne die die Wahl des Bundespräsidenten am Sonntag (fast) nicht zu verstehen ist.

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cjkolb 11.02.2017, 12:33
1. Oder doch lieber ein Kaiser ?

Mein Bauchgefühl sagt mir irgendwie dass Deutsche einen Monarchen in repräsentativer Stellung einem Präsidenten deutlich bevorzugen bzw. mehr achten würden.


Dass der Präsident von gesellschaftlichen Eliten mitgewählt wird halte ich für sehr undemokratisch !
Es kann nicht sein dass ein Nobelpreisträgers aufgrund seines, wenn auch ehrenwerten, Statuses ein Sonderwahlrecht erhält !

Nur die vom gesamten Volk demokratisch direkt gewählten Abgeordneten sollten abstimmen dürfen.

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twacorbies 11.02.2017, 13:36
2. Seien Sie beruhigt

Kein Nobelpreisträger (oder Schauspieler, Professor oder wer da sonst noch in der Bundesversammlung sitzt) erhält ein Sonderrecht, weil er den Nobelpreis gewonnen hat (oder sonst wie berühmt ist). Er muss von einem der Landtäge dafür gewählt worden sein und dafür von einer der dort vertretenen Parteien nominiert worden sein. Also alles ziemlich demokratisch (ähnlich dem Wahlmann-Ausschuss der USA, theoretisch könnten Sie gegen ihre Vorgaben stimmen, passiert aber praktisch kaum mal).

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clearglass 11.02.2017, 13:45
3. Der Hauptgrund wird nicht genannt:

Mit seinem "Hassprediger-Aussetzer" machte sich Steinmeier als Außenminiszer "obsolet"!
Mal sehen, ob der Hartz-IV-Durchpeitscher wenigstens repräsentativ den Anspruch als Staatspräsident aller Deutschen erfüllen kann......!?

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frank57 11.02.2017, 13:48
4.

Die Elite legen einen Grüssonkel mit königlichem Salär fest! Ein unwürdiges Schauspiel!

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dingensbummens 11.02.2017, 14:28
5.

Naja, das kann man durchaus anders sehen: aufgebläht vom Irrglauben an die eigene Wichtigkeit hat er außer bräsigem Freiheitsgebrabbel nicht viel Substantielles hinterlassen. Die einzige politische Großtat die man ihm anrechnen kann ist wohl der Verzicht auf eine zweite Amtszeit. Wenn man jemanden neben Weizsäcker als "starken Präsidenten" bezeichnen kann, dann doch wohl eher Roman Herzog.

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mundusvultdecipi 11.02.2017, 14:28
6. Entschuldigen Sie bitte..

Zitat von twacorbies
Kein Nobelpreisträger (oder Schauspieler, Professor oder wer da sonst noch in der Bundesversammlung sitzt) erhält ein Sonderrecht, weil er den Nobelpreis gewonnen hat (oder sonst wie berühmt ist). Er muss von einem der Landtäge dafür gewählt worden sein und dafür von einer der dort vertretenen Parteien nominiert worden sein. Also alles ziemlich demokratisch (ähnlich dem Wahlmann-Ausschuss der USA, theoretisch könnten Sie gegen ihre Vorgaben stimmen, passiert aber praktisch kaum mal).
..Landtage nicht "Landtäge".So viel Zeit muss sein.

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rreniar 11.02.2017, 14:41
7. Geburtsrecht?

Zitat von cjkolb
Mein Bauchgefühl sagt mir irgendwie dass Deutsche einen Monarchen in repräsentativer Stellung einem Präsidenten deutlich bevorzugen bzw. mehr achten würden. Dass der Präsident von gesellschaftlichen Eliten mitgewählt wird halte ich für sehr undemokratisch ! Es kann nicht sein dass ein Nobelpreisträgers aufgrund seines, wenn auch ehrenwerten, Statuses ein Sonderwahlrecht erhält ! Nur die vom gesamten Volk demokratisch direkt gewählten Abgeordneten sollten abstimmen dürfen.
Wenn Sie Ihrem Bauchgefühl nachgeben würden und direkt die Wiedereinführung der Monarchie fordern würden, gäbe es gar keine demokratische Wahl mehr. :-)

Zwar stände den Abgeordneten der jeweiligen Landtage eigentlich schon der Erstzugriff auf die Teilnahme an der Bundesversammlung zu, ich sehe aber kein Problem damit, wenn diese Abgeordneten zugunsten eines Prominenten verzichten. Immerhin werden diese Sonderteilnehmer auch vorgeschlagen und gewählt. Letztendlich möchte man der Wahl dadurch ein wenig mehr Glamour verleihen.

Praktischerweise kann man sich bei den Prominenten auch sicher sein, dass sie diese Nominierung auch als Ehre empfinden und für die Kosten aufkommen, die mit einer solchen Teilnahme verbunden sind (Die für die Teilnahme gezahlte Aufwandsentschädigung ist ja eher ein Witz.) Von Ausnahmen abgesehen (etwa Frau Thurn und Taxis) stimmen diese Prominenten ja auch im Sinne der Fraktion, die sie nominiert hat.

Eine Nominierung "normaler" Bürger kann in der Hinsicht schwierig werden: Teilnahmeplätze an solche zu verlosen, die sich freiwillige melden wäre ja kritisch, zumal die Fraktionen wohl kaum jemand ihnen völlig Unbekanntes nominieren würden wollen - aber dafür, dass ein potentieller Teilnehmer in der Bundesversammlung nur 1-3 Kreuzchen macht, ein umfangreiches Auswahlverfahren starten - dies wäre ziemlicher Unsinn.

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volkerettlich 11.02.2017, 14:49
8. Korretur zu Pkt. 5

Der dargestellte Sachverhalt fand bereits im April 1965 (nach B. Biedermann "Krieg am Himmel" 07.04.1965) statt. An der Zurückweisung der westlichen Provokation waren nicht nur sowjetische Piloten sondern auch Jagdflieger der NVA (JG 8 Marxwalde) beteiligt. Ausführlich und anschaulich dargestellt in o.a. Sachbuch.

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a.knieling 11.02.2017, 15:29
9. Bundespräsident

Seit der Einführung der "Agenda 2010" sind meine Sympathien gegenüber der SPD auf den Nullpunkt gesunken. Dennoch meine ich, dass die SPD mit Walter Steinmeier einen kompetenten und auch glaubwürdigen Kandidaten aufgestellt haben, der aller Voraussicht die Wahl gewinnt. Ich wünsche allen Kandidaten die Kraft, dem Präsidenten Trump ggf. die Stirn zu bieten, und zu der Tendenz des zunehmenden Nationalismus innerhalb Europas ernste Worte zu finden.

Andreas Knieling

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